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Netzwoche 05/2020

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Jetzt gibt’s den Röstigraben in 5G rja. 5G hat in der Westschweiz einen weitaus schwereren Stand als in der Deutschschweiz. Das zeigt eine Umfrage des Online-Vergleichsportals «Bonus.ch». 47 Prozent der Westschweizer wollen nicht, dass die 5G- Technologie eingeführt wird, verglichen mit 30,2 Prozent, die sich zustimmend äusserten. In der Deutschschweiz sind 37,1 Prozent dagegen und 49,1 Prozent dafür. Eine grosse Kluft zeigt sich auch zwischen den Geschlechtern: Nur knapp mehr als 20 Prozent der Frauen gaben an, unbedingt oder eher für die 5G- Technologie zu sein. Unter Männern erreichte die Zustimmung 45 Prozent. Geldregen für ERP- Projekte des Bundes rja. Die eidgenössische Finanzkommission unterstützt die Pläne des Bundesrates, die SAP- und ERP-Systeme in der Bundesverwaltung zu modernisieren. Dabei geht es um Gelder in der Höhe von 780 Millionen Franken. In einigen Punkten ändert die Finanzkommission den Bundesbeschluss ab. Durch die Regelung der Berichterstattung ans Parlament wolle man später überprüfen können, «ob die Nutzen- und Synergiepotenziale, die man von der Erneuerung der SAP-Systeme erwartet, tatsächlich erreicht wurden». Digitec Galaxus wirft Twint raus sma. Galaxus verkündet auf seiner Website, dass das Bezahlen per Twint per sofort nicht mehr möglich sei. Als Grund gibt der Schweizer Onlinehändler an, dass Twint zu hohe Gebühren verlange, was Twint bestreitet, wie «Watson» schreibt. Der Verdacht liege nahe, dass Galaxus damit versuche, den Druck auf Twint zu erhöhen, um doch noch tiefere Gebühren durchzusetzen, schreibt «Watson». So steht die Schweiz zur E-ID osc. Am Swiss E-Government Forum Anfang März hat die Initiative D21 die Ergebnisse des E-Gov Monitors 2019 vorgestellt. Die Studie vergleicht E-Gov-Angebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Drei Aspekte standen dabei im Vordergrund: Nutzung und Zufriedenheit, digitale Identifikation und die Interaktion zwischen Bürgern und Behörden. Die Nutzung von E-Gov-Angeboten legte in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr nur leicht zu. Schweizer sehen im Vergleich zu Deutschen und Österreichern relativ wenige Nutzungsbarrieren. Die grösste Hürde sei, dass der benötigte Service gar nicht online angeboten werde, heisst es in der Studie. Auch die Zufriedenheit mit dem E-Gov-Angebot stieg nur marginal. Immerhin sind rund drei Viertel aller Befragten mit dem Schweizer E- Gov-Angebot zufrieden. Eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer hält die elektronische Identität für eine sinnvolle Sache. Allerdings sei die Nutzung der verschiedenen Identifizierungsarten auch mühsam. Die Hälfte der Schweizer könne sich vorstellen, für private Dienste und für Behördendienste die gleiche digitale Identität zu nutzen. kfi. Google hat seine Entwicklerkonferenz «Google I/O» abgesagt. Grund dafür ist die Gefahr durch das Coronavirus, wie «The Verge» berichtet. Üblicherweise sei die Veranstaltung das grösste News-Event von Google, um Neuerungen am Android-Betriebssystem, Google-betriebener Hardware und Updates für Services wie Google-Maps anzukündigen. In einem Statement gegenüber «The Verge» habe ein Google- Sprecher gesagt, dass der «physische Event» abgesagt sei. Nicht nur Messen und andere Veranstaltungen sind vom Coronavirus betroffen. Weil in China viele Büros und Fabriken als Reaktion auf die Bedrohung geschlossen haben, wird die ganze Tech-Branche in Mitleidenschaft gezogen. Die beeinträchtigte Wirtschaft in China beeinflusst zum Teil auch Schweizer Unternehmen wie Digitec Galaxus und Competec. Weitere betroffene IT- und ICT-Events ·· Der Mobile World Congress 2020 in Barcelona fiel aus. ·· Microsoft sagte seine Veranstaltung «Ignite The Tour» in der Schweiz wie auch in anderen Ländern ab. Die Studie untersuchte ebenfalls, über welche Kanäle die Bürger mit Behörden interagieren. Die Schweizer informierten sich 2019 am häufigsten gezielt im Internet. Erst bei Beratung und Abschluss nahm die Bedeutung des persönlichen Kontaktes zu. Am liebsten würden die befragten Schweizer ihre Behördengänge über Onlineformulare abwickeln, schreiben die Autoren. Die Präferenzen bei der Kontaktaufnahme hängen nicht nur vom Kanal ab. Auch der Grund für die Interaktion spiele eine Rolle. Bei komplexeren Themen, die etwa den Wohnsitz betreffen, oder bei Bauanträgen sei ein persönlicher Kontakt erwünscht. Strafzettel würden die Befragten gerne per Post erhalten. Dokumente und Informationen über ablaufende Fristen sollen den Bürger per Mail erreichen. Aus Sicht der Bürger sprechen oft die Komplexität und Bearbeitungsdauer gegen die Nutzung von E-Government-Diensten, lautet das Fazit der Autoren. Für die Studie wurden laut D21 je zirka 1000 Onlineinterviews in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Coronavirus zwingt zu Absagen Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch ·· Der IT- und Business-Kongress SAP Now Basel 2020 wurde abgesagt. ·· Die Hannover Messe wird verschoben. Statt vom 20. bis 24. April soll die Messe nun vom 13. bis 17. Juli über die Bühne gehen. ·· Das Bechtle IT-Forum hätte Ende März in Spreitenbach stattfinden sollen. Nun ist es verschoben worden. ·· Der Schweizer Polizei Informatik Kongress SPIK fällt dieses Jahr ins Wasser. Bild: geralt/pixabay 05 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business 20 Jahre Netzwoche 09 2004: SMS-Steuer polarisiert, Outsourcing verängstigt, Spam nervt Was bewegte die Schweizer ICT-Branche im Jahr 2004? Welche Themen machten von sich reden? Der Jahresrückblick auf 46 Ausgaben der Netzwoche zeigt es. Autor: Oliver Schneider Gut gelaunt startet die Schweizer ICT-Branche ins neue Jahr 2004. 30 von der Netzwoche befragte Chefs hiesiger ICT-Unternehmen rechnen im Schnitt mit einem Wachstum von 4,5 Prozent, berichtet die erste Ausgabe im Januar. Etwas zurückhaltender sind die Marktforscher. Aber über eines sind sich alle einig: Nach der Dotcom-Krise soll es endlich wieder aufwärts gehen. Der Februar dreht sich um Spam. Zunächst brechen der Cablecom fast die Mailserver zusammen. Dann beklagen sich Marketer, dass ihre Mails in der Flut von Viagra- und Penisverlängerungsangeboten untergehen. Das haben auch die Hersteller von Security-Software erkannt und gehen gegen Spam in Stellung. Im März ist es dann so weit: Nokia bringt mit dem 7600 das erste 3G-Handy in die Schweiz. Wer sich das extravagante Gerät in Form eines Tropfens zulegt, muss allerdings auf den neuen Mobilfunkstandard verzichten. Noch hat nämlich keiner der drei Mobil-Telkos sein Netz auf 3G aufgerüstet. Eine Kontroverse spaltet die Netzticker-Leser im April. Die Idee bürgerlicher Nationalräte, die AHV mit einer Steuer von 5 Rappen pro SMS zu unterstützen, wird zwar von einer Mehrheit der Abonnenten verworfen. Rund ein Drittel stimmt dem Plan jedoch überraschenderweise zu. Hoffnungen im Frühling, Dämpfer im Herbst Der Master of Swiss Web kommt im Mai erstmals aus der Westschweiz. Factory121 aus Martigny setzt sich mit «121time» gegen «Kitag.com» und die Lilibiggs der Migros durch. In einer Netzwoche-Ausgabe des Monats Juni macht wieder einmal Cloud Computing von sich reden. Sun Microsystems und IBM stellen entsprechende Angebote auf die Beine. IT aus der Steckdose heisst das damals. Und es gibt eine kleine Sensation: Microsoft veröffentlicht Windows Installer XML und die Windows Template Library als Open Source! Der Juli gehört den neuen iPaqs. Gleich vier neue Modelle stellt Hersteller Hewlett Packard vor: «einen im Luxussegment, einen zum Telefonieren, einen für Puristen und einen für Multimediafreunde», heisst es in der Ankündigung. Der August steht im Zeichen der digitalen Verwaltung. Die Netzwoche stellt auf 92 Seiten den «Netzguide E-Government» zusammen. Bei Bund, Kantonen und Gemeinden wird über den Abbau der Aktenberge diskutiert. Gever (Geschäftsverwaltung) heisst das Stichwort, aber der Weg zum Ziel ist noch weit. Im September überbringt die Netzwoche gute und schlechte Nachrichten. Die gute geht an die wachsende Zahl der Onlineshops. Die Bereitschaft der Internetnutzer, im Netz Geld auszugeben steigt. «IT- Jobs ade!» titelt Christian Weishaupt dagegen an anderer Stelle. Durch Offshoring sollen bis 2015 1,2 Millionen Stellen aus Europa verschwinden. In der Schweiz sind laut Forrester 15 000 Jobs betroffen. Auch der Oktober hält für die Branche einen Dämpfer bereit. Erfüllen sich die Erwartungen vom Jahresbeginn an das Wachstum im ICT-Markt? Jein, denn während Storage und IT-Services stattliche Zuwachsraten verbuchen, liegen Drucker, Server, Desktops und weitere Hardware im Minus oder nur knapp darüber. Immerhin: Es geht aufwärts. Im November treten zwei Kontrahenten in der Netzwoche auf. In der einen Ecke: die Banken. Die müssen sparen und kaufen Software deshalb lieber ein, als sie wie früher selbst zu entwickeln. Einer, der davon profitiert, ist Francisco Fernandez. Im Interview gibt der Avaloq-Chef Auskunft über den Wandel der Banken-IT. Zwei Ausgaben später in der anderen Ecke: die Gewerkschaften. Christian Levrat, SP-Nationalrat und Präsident der Gewerkschaft Kommunikation, kritisiert die Telkos und das neue Fernmeldegesetz. Zum Jahresende im Dezember steht noch einmal ein Dauerbrenner auf dem Programm: Cybersecurity. Die Netzwoche warnt vor vermeintlichen Bluewin- Mails, die den Virus «Sober I» verbreiten. Da ist die Frage angebracht: Was wissen die Schweizer über Computersicherheit? Viel zu wenig, lautet die Antwort einer Umfrage von Zeix. Die Befragung zeige, dass Cybersecurity zu komplex für den Normal-User sei, schreibt Alessandro Monachesi. i Darum drehte sich das IT-Jahr 2004: Banken-IT, Cybersecurity und E-Commerce. RÜCKBLICK An dieser Stelle blickt die Redaktion auf 20 Jahre Netzwoche zurück. In jeder Ausgabe des Jahres finden Sie die Highlights, Kuriositäten und führenden Köpfe aus zwei Jahrzehnten Schweizer IT- Geschichte. Das Jubiläumsdossier finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2020

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