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Netzwoche 05/2021

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34 Technology Aktuell

34 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Flughafen Zürich mit Google Indoor Live View ych/msc. Google Maps erweitert seine Live-View-Wegleitungsfunktion auf die Innenräume öffentlicher Gebäude. Diese führe User mit Augmented-Reality-Anweisungen zum Ziel. So soll man sich leichter zurechtfinden, wenn man es eilig hat, einen Zug zu erwischen oder pünktlich zu einem Gate zu gelangen. Der erste Flughafen der Welt, der diese neue Funktion anbiete, werde derjenige in Zürich sein. Immer mehr Banken setzen auf KI und Datenanalytik msc. Wie dem «ISG Provider Lens Banking Industry Ecosystem Report DACH 2020» zu entnehmen ist, kommen im Bankenwesen vermehrt künstliche Intelligenz und Analytic- Tools zum Einsatz. Manche Dienstleister entwickelten eigene KI-Lösungen, andere gingen Partnerschaften mit Softwareanbietern ein, etwa für Kundenservice oder zur Prävention von Geldwäscherei. Bauern beseitigen Unkraut bald per Roboter Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch kfi. Datenbasierte Landwirtschaft und Unkrautbekämpfung per Roboter: Wie das aussehen könnte, haben Fenaco, Agroscope, die Ostschweizer Fachhochschule (OST), Sunrise UPC und Huawei am 30. März 2021 gezeigt. Die Unternehmen präsentierten ihre gemeinsame Arbeit an einem Innosuisse- Projekt und zeigten den Nutzen von Big Data und 5G für die Landwirtschaft der Zukunft. Der virtuelle Anlass fand im Joint Innovation Center von Sunrise UPC und Huawei statt. Hier werden Ideen wie «Smart Farming» entwickelt, wie Alexander Lehrmann, Innovation and Development Bild: Präsentation Innosuisse-Projekt 30. März 2021 Leader bei Sunrise UPC, sagte. Dies könne den Einsatz von Pestiziden um 90 Prozent reduzieren. Geprüft wurde die Idee anhand von Beispielen, die auf 5G, Big Data und der Cloud-Technologie basieren. Unkrautbekämpfung 2.0 Neue Technologien sollten die Fähigkeiten der Landwirte ergänzen, betonte Thomas Anken, Head of Digital Production bei Agroscope. Mittels Spotspraying könnten Pflanzen durch KI-gesteuerte Fahrzeuge besprüht werden. Helfen könnte auch eine Kombination aus Drohne und Roboter, erklärte Dejan Seatovic, Institutspartner am Institut für Laborautomation und Mechatronik und Professor im Studiengang Maschinentechnik und Innovation an der OST. Eine Drohne macht Fotos von einem Feld. Diese werden via 5G zu einem Rechner geladen, der wiederum das Unkraut im Feld identifiziert. Autonome Fahrzeuge sollen das Unkraut schliesslich bekämpfen. Schwierig jedoch sei je nach Wetter die Unkraut- Erkennung aus der Höhe, sagte Seatovic. DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Die Welt ist nicht perfekt. Dies stimmt speziell für die IT-Welt, deren Unzulänglichkeiten wir schon fast täglich in den lokalen Medien lesen müssen. Das hält IT-Service-Provider nicht davon ab, SLAs mit ihren Kunden zu vereinbaren und sich diese verständlicherweise immer wieder vorkommenden sporadischen Aussetzer mit Unterschrift zugestehen zu lassen. Dann wird mit nicht immer transparenter Messmethodik gemessen und mit konstanter Regelmässigkeit nichtssagende Service- Reports an die Kunden verschickt, die das Geleistete im besten Lichte darstellen. SLAs erfüllt – aber der Kunde bleibt unhappy. Solche SLAs sind etwas für die Vor-Corona-Zeit. Jetzt, wo wir in ein neues Digitalisierungszeitalter schreiten, muss man sich darauf einstellen, dass sich Kunden nicht mehr länger mit solchen Reports abspeisen lassen. Die digitale Technologie und deren Services durchdringen die Geschäftsprozesse und die gesamte Supply-Chain, von den Lieferanten bis hin zum Endkunden. Je mehr in Zukunft automatisiert und digitalisiert wird, desto wichtiger wird es für Kunden, dass sie sich rundum betreut und unterstützt fühlen. Die Kunden sich selbst überlassen und auf seine SLAs zu verweisen, wird nicht mehr genügen. Wie die Dichterin Maya Angelou in einen ihrer vielen Reden sagte: «Die Leute vergessen, was man ihnen sagte. Sie werden auch vergessen, was immer man getan hat. Aber die Leute werden nie vergessen, wie man sie hat fühlen lassen.» Das Kundenerlebnis ist heute so viel wichtiger geworden als ein simpler SLA-Report. Dies stimmt umso eher, wenn es mal nicht wie versprochen funktionierte. Solche Situationen sind «Moments of Truth», die sich ganz speziell in das Gedächtnis der Kunden eingraben. Nicht der Ausfall des Service an sich, aber wie sich die IT-Organisation oder der Serviceprovider in dieser Situation verhalten hat. Es ist einfacher, über gute Ergebnisse zu berichten, als schlechte Nachrichten transparent zu überbringen und seinen Kunden trotzdem ein Gefühl der Zufriedenheit zu entlocken. SLAs gehören abgeschafft – oder zumindest nicht mehr so ins Zentrum der Kundenbeziehung gestellt. SLAs sind eher wie die Beipackzettel zu den Services. In der Digitalisierung wird die Serviceökonomie durch eine Erlebnisökonomie abgelöst. Servicemanagement garantiert keinen Erfolg mehr. Das Schaffen von wertvollen und nachhaltigen Erlebnissen, die für den Kunden von Bedeutung sind, braucht einen neuen Ansatz – es braucht ein Experience-Management. Man muss lernen, die emotionalen Reaktionen des Kunden bei jeder Interaktion zu verstehen und die Stimmung, die zum Service und Produkt im Verlaufe der Zeit erzeugt wird, zu begreifen und zu beeinflussen. Emotionen sind die wichtigen und unmittelbaren Reaktionen auf die gemachten Erlebnisse und die Stimmung ist geprägt von der Kumulation dieser Erlebnisse. Es braucht neu ein XLA – ein Experience Level Agreement, das die Experience-Indikatoren im Fokus hat. Erfahrungen, die bei der Entscheidung wichtig sind, um eine Beziehung fortzusetzen oder zu beenden, basieren auf Gefühlen, nicht auf nüchternen «Fakten» eines SLAs. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Vom SLA zum XLA – Experience ist King Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 05 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 35 Facebook tüftelt an Augmented-Reality- Armband, das Bewegungen erahnt Der Prototyp des Armbands kann bislang nur wenige Steuerbewegungen erfassen. Das Gerät soll dereinst Absichten erkennen können. Bild: Facebook ych/lha. Die Forschenden von Facebook Reality Labs haben sich zum Ziel gesetzt, Technologien für Interaktionen in Augmented-Reality-Umgebungen zu entwickeln. Ein Projekt dazu besteht aus der Entwicklung eines Armbands. Die darin integrierte KI soll sich an die jeweilige Umgebung des Trägers oder der Trägerin anpassen. Sprachsysteme seien «für den öffentlichen Bereich nicht privat genug oder aufgrund von Hintergrundgeräuschen unzuverlässig». Das Armband vereine Rechenleistung, Batterie und Antennen in einem Gehäuse und unterstütze eine breite Sensoren-Palette, so die Forschenden. Für das Armband verwendet Facebook Reality Labs die Elektromyographie, die mit Sensoren elektrische Signale von Nerven und Muskeln übersetzt. Der Prototyp des Armbands könne bislang nur wenige Steuerbewegungen erfassen. Ziel sei es, dass das Gerät eine Absicht erkennen könne. KI weiss, was man tun will Ein weiteres Ziel des Projekts ist, das Nervensignal-Erkennungssystem mit prädiktiven KI-Funktionen zu ergänzen, erklärt Tanya Jonker, Chief Scientist bei Facebook Reality Labs. Das System soll, basierend auf dem Nutzerverhalten, Interaktionsoptionen auswählen, die mit einer Mikrogeste bestätigt oder geändert werden könnten. Die Forschenden planen ausserdem, ihre Fortschritte auch zu veröffentlichen, um eine Debatte über ethische, sicherheitsrelevante und dagen Artikel fin- Den vollständitenschutzrechtliche Fragen anzustossen. den Sie online www.netzwoche.ch Hirslanden liefert IT-Plattform für Corona- Tests im Kanton Schwyz WWW.NETZWOCHE.CH Anmeldung zur Covid- 19-Impfung mit Hürden rja. Wer sich im Kanton Zürich für eine Covid-19-Impfung anmelden will, kann dies über die neue Onlineplattform zh.vacme.ch tun. Nach der Registrierung und Zulassung können Nutzerinnen und Nutzer einen Termin buchen, teilt der Kanton Zürich mit. Doch dies funktioniere nicht barrierefrei, wie Web Accessibility Consultant Daniele Corciulo auf Twitter bemängelt. «Züriprimo» ist ab geschlossen rja. Das Informatikprojekt «Züriprimo» ist abgeschlossen. An seiner Sitzung vom 24. März zeigte sich der Zürcher Regierungsrat zufrieden, denn alle bewilligten Kredite seien eingehalten worden. Ziel sei ein System gewesen, das eine umfassende und integrierte Ausrichtung des Steuererhebungsprozesses ermöglichen soll, heisst es im Regierungsratsbeschluss. Softwareone baut SAP-on- Azure-Kompetenzen aus rja. Softwareone hat Zahlen zum Geschäftsjahr 2020 präsentiert. In der Mitteilung nennt es einen Ertrag von 7,9 Milliarden Franken – ein Plus von 0,6 Prozent. Im Rahmen einer Partnerschaft mit Microsoft will das Unternehmen das Wachstum für Application Services und SAP on Microsoft Azure beschleunigen. rja. Der Schwyzer Regierungsrat hat eine erweiterte Covid- 19-Teststrategie beschlossen. Dazu gehört repetitives Testen in Gesundheitsinstitutionen, Betrieben und Schulen. Um die Strategie umzusetzen, setzt der Kanton auf eine IT-Plattform der Privatklinikgruppe Hirslanden, wie es in einer Mitteilung heisst. Über die Plattform «Together We Test» vermittelt die Hirslanden-Gruppe den beteiligten Partnerunternehmen (Laborinstitute, Logistik- oder Materialdienstleister) alle benötigten Warenlieferungen und Dienstleistungen. Laut Daniel Liedtke, CEO der Hirslanden-Gruppe, ergänzt die Plattform das Engagement der Unternehmensgruppe zur Bekämpfung der Pandemie. Die Klinikgruppe behandle bereits Covid-19-Patienten und betreibe für mehrere Kantone Corona-Impfzentren. Verhandlungen mit weiteren Kantonen laufen Auf die Frage, ob auf der Hirslanden-Plattform Patientendaten gespeichert würden, antwortete die Klinikgruppe: «Die Plattform hält die Bestimmungen des Datenschutzes ein. Alle Daten werden verschlüsselt übermittelt, und es werden nur die zur Prozessabwicklung notwendigen Daten erhoben.» Bezüglich technischer Partner verweist das Unternehmen auf Neolution, mit der die Plattform entwickelt worden sei. Laut Auskunft des Unternehmenssprechers hat sich auch der Kanton Zürich für die Hirslanden-Plattform entschieden. «Mit weiteren Kantonen befinden wir uns in fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen», heisst es zudem. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Apple lanciert dringendes Sicherheitsupdate kfi. Apple hat ein dringendes Sicherheitsupdate für iOS veröffentlicht. Laut «Der Standard» schliesst das Update eine Lücke in Apples Browser- Engine Webkit, über die eine bösartige Website oder ein Skript Informationen abgreifen könnte. Die Updates seien in den Versionen iOS und iPadOS 14.4.2 verfügbar. Für ältere Geräte steht iOS 12.5.2 zum Download bereit, bei WatchOS gibt es die Version 7.3.3. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2021

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