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Netzwoche 05/2022

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Business Focus 13 So

Business Focus 13 So gelingt das erste IoT-Projekt Bei Projekten im IoT-Bereich spielen verschiedene IT-, Netzwerk- und Cloud-Technologien sowie abzubildende Umweltdaten zusammen. Das bringt verschiedene Herausforderungen mit sich. Eine enge Zusammenarbeit von Operational Technology (OT) und Information Technology (IT) ist unverzichtbar. Das Internet of Things (IoT) kommt in immer mehr Fällen zum Einsatz. Zunehmend mehr Unternehmen wagen sich an die Technologie heran und stehen vor ihren ersten entsprechenden Projekten. Dabei gibt es einige Herausforderungen, die Firmen nicht unterschätzen sollten. Mit den folgenden Tipps gelingt das Projekt. Mehrwert der Lösung definieren und Komplexität verkleinern Mit einer klaren Definition des Mehrwerts der gewünschten IoT-Lösung wird der erste Grundstein für das IoT-Projekt gelegt. Da eine IoT-Lösung aus verschiedenen Technologiebereichen besteht, kann durch das Aufteilen dieser Bereiche die Komplexität verkleinert und der Fokus auf die Kernthemen gelenkt werden. Eine der grösseren Herausforderungen ist die End-to-End-Betrachtung. Die Umweltdaten werden mit Sensoren erfasst und über Microboards mit Kommunikationsschnittstellen wie 5G, Wi-Fi, LoRa- WAN und anderen in eine Cloud-Lösung integriert, in der letztlich die Interaktion mit den Enterprise-Systemen stattfindet. Erfassen der nicht digitalen Umwelt und die Übertragungstechnik Die Erfassung der nicht digitalen Welt mit Sensoren ist ein Spezialgebiet, das hohe Anforderungen an Wissen über Physik, Chemie und Elektrotechnik erfordert. Für viele IoT-Problemstellungen gibt es Use Cases mit entsprechenden IoT-Microboards und Sensorlösungen. Aber auch dann, wenn die Lösung offensichtlich erscheint, heisst das nicht immer, dass diese auch die kostengünstigste oder eine gute und betreibbare Lösung ist. Die Anzahl der Übertragungen, die möglichen Übertragungstechnologien und die zu übertragenden Datenvolumina, Bandbreiten, Latenzzeiten, Reichweiten wie auch deren Energieverbrauch müssen in solche Analysen miteinfliessen. Cloud-Technologien definieren und Things integrieren Die «richtige» IoT-Cloud-Plattform mit den entsprechenden Technologien auszuwählen, ist eine weitere Herausforderung. Eine entsprechende IoT- oder IT-Strategie kann den Entscheid dabei wesentlich unterstützen. Wichtig ist bei all diesen Überlegungen, das End-to-End-Zusammenspiel der Technologien und deren Integration in eine entsprechende Cloud-Lösung zu klären. Das Thema Security ist dabei integrativer Bestandteil auf allen Ebenen und sollte von Beginn an berücksichtigt werden. Themen wie die Platzierung der vernetzter Dinge, Code Security, Device-Management, Verschlüsselung, Identity and Access Management wie auch die Übergänge von OT- an IT-Netzwerke sollten definiert sein. Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Funktionen und deren Konsistenz sowie automatisierte horizontale und vertikale Skalierung sollten berücksichtigt werden. Zusammenarbeit von OT- und IT-Organisationen und Projektmethodik sind der Schlüssel zum Erfolg Mit Operational Excellence von OT und IT wird die Fähigkeit angesprochen, die IoT-Entwicklung gemeinsam zu unterstützen und IoT-Lösungen effektiv zu betreiben, Einblicke in ihre Abläufe zu gewinnen und unterstützende Prozesse und Verfahren kontinuierlich zu verbessern. Agile wie auch klassische Projektmethoden helfen ebenso wie Prototype-Verfahren, IoT-Projekte zum Erfolg zu führen. Auch ein Minimum Viable Product (MVP) als ersten Schritt zu definieren und in kurzen Iterationen die gewonnenen Ergebnisse gleich wieder in die Lösung einfliessen zu lassen, kann zielführend sein. Eine erfolgreiche Lösung kann nur durch kontinuierliches Testen und eine offene Fehlerkultur in der Firma zum Erfolg werden. Ein strategisch wichtiges Projekt mit wenig Kritikalität kann ein guter Start in die Welt des IoT sein. ILLUSTRATION EINES IOT-DEVELOPMENT-PROZESSES Work on an Action Plan Prototyping Build Code Test Plan Define Use Cases Release Expand Deploy Monitor DER AUTOR Operate Orlando Beiner CEO, Copebit Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Enrich Optimise www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2022

14 Business Focus Wie verbreitet ist das Internet der Dinge (IoT) bereits? Angela Nicoara: IoT ist die grösste Computerrevolution und wird alle Branchen durchdringen. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2023 weltweit über 35 Milliarden vernetzte «Dinge» an der Edge des IoT im Einsatz sein werden. Bis 2025 sollen es fast 42 Milliarden sein. Diese rasante Entwicklung und die ständige Zunahme der Vernetzung stellt hohe Anforderungen an das Know-how von Unternehmen, die verfügbaren Technologien und die Infrastrukturen. Sie erfordert noch leistungsfähigere Netze, die gleichzeitig robust, agil und sicher sein müssen. Aus welchen Branchen ist das IoT nicht mehr wegzudenken? IoT hat sich in vielen Bereichen durchgesetzt, zum Beispiel in Smart Buildings, im Verkehrswesen, in Smart Citys, in der Fertigung, in der Landwirtschaft, in der Automobilindustrie und so weiter. Mit dem Aufschwung des IoT sind Millionen von vernetzten Geräten in Betrieb und schaffen einen Mehrwert für die Wirtschaft, die Kunden und die Gesellschaft. Können Sie konkrete Beispiele dafür nennen? Im Gebäudebereich sorgen IoT-Geräte zum Beispiel für mehr Komfort für die Bewohnerinnen und Bewohner, sparen Ressourcen im Energiesektor oder tragen zu einer besseren Nutzung der Infrastruktur in Bezug auf die Mobilität bei. Im Bereich Smart City spielt das IoT eine wesentliche Rolle, um Infrastruktur wie Verkehr, Parkplätze, Stadtbeleuchtung oder Wassernutzung effizienter zu gestalten « IoT ist die grösste Computerrevolution und wird alle Branchen durchdringen » Die Pandemie hat die Digitalisierung vorangetrieben – und damit auch das Internet der Dinge (IoT). Die Technologie ist aus vielen Bereichen bereits nicht mehr wegzudenken. Wohin sich das IoT entwickelt und welche Rolle Satelliten spielen, erklärt Angela Nicoara, Professorin am Departement für Computer Science der HSLU. Interview: Kevin Fischer « Die Technologie entwickelt sich so schnell, dass wir die Zukunft nicht mehr zuverlässig vorhersagen können. » Angela Nicoara, Professorin am Departement für Computer Science der HSLU Inwiefern hat die Pandemie das IoT vorangetrieben? Covid-19 hat die digitale Transformation der Welt verändert. Die rasche Einführung von IoT-Technologien während der Pandemie hat zahlreiche Unternehmen in verschiedenen Bereichen definiert und verändert, darunter das Gesundheitswesen, Smart Buildings oder industrielles IoT. Die grössten IoT-Herausforderungen konzentrierten sich auf die Bedürfnisse der Menschen, zum Beispiel in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit. Hier kamen etwa Fernüberwachung des Gesundheitszustands von Patienten zum Einsatz, Track-and-Trace-Funktionen, Gebäudereinigungstechnologien und so weiter. IoT-Technologien an der Edge ermöglichen umfassendere digitale Kundenerfahrungen. 05 / 2022 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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