Aufrufe
vor 1 Monat

Netzwoche 05/2022

  • Text
  • Wwwnetzmediench
  • Migros
  • Projekt
  • Franken
  • Schweizer
  • Digitale
  • Digitalen
  • Swiss
  • Schweiz
  • Netzmedien
  • Unternehmen

Technology Fachbeitrag

Technology Fachbeitrag 39 Erfolgreich die Chancen des IoT nutzen Das Internet of Things lässt physische Objekte miteinander kommunizieren. Dadurch ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten von der Verbesserung der Kundenerlebnisse (UX), Erhöhung der Produktivität, Senkung der Betriebskosten bis zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Der Begriff Internet of Things (IoT) bezeichnet ein Netzwerk physischer Objekte, die sich mithilfe von Sensoren, Aktoren und Software über das Internet miteinander vernetzen und Daten austauschen. Dank dieser Daten können wichtige Erkenntnisse über Nutzerinnen und Nutzer sowie Prozesse gewonnen werden, die ein immenses Potenzial für neue spannende Geschäftsmodelle und personalisierte Produkte und Services bieten. Dabei geht es nicht nur um Hardware, sondern auch um sichere Lösungen rund um Konnektivität, mobile Applikationen und Cloud. Zentrale Ziele und Vorteile von IoT Das Internet of Things ermöglicht die Kommunikation von Mensch zu Mensch, Mensch zu Objekt, aber auch von Objekt zu Objekt. So gibt es sowohl im privaten, wie auch im öffentlichen, vor allem aber im industriellen Bereich viele Anwendungsfälle. Zu den zentralen Zielen und Vorteilen von IoT gehören: ·· die Senkung der Betriebskosten dank automatisierter Prozesse, zum Beispiel die kosteneffiziente Steuerung von Heizungs-, Lüftungs- und Sicherheitssystemen in Gebäuden oder die Echtzeit-Überwachung von Geräten aus der Ferne statt vor Ort; ·· die Erhöhung der Produktivität durch bessere Auslastung der Produktion, etwa das Vermeiden von Ausfällen in der Produktion und die Reduktion von Ausschuss (auch Food Waste); ·· die Optimierung der Produktivität und Qualität, etwa durch die Überwachung (Condition Monitoring) und Wartung (Smart Maintenance) von Produktionsmaschinen über die gesamte Lieferkette hinweg; ·· verbesserte Kundenerlebnisse durch Personalisierung, beispielsweise die Bedienung der Kaffeemaschine via Smartphone mit kurzen Anleitungsvideos zum perfekten Cappuccino, einfaches Erkennen der Kaffeesorte und automatische Einstellung der Maschine oder einfacher Service und Support; ·· verbesserte Kundenerlebnisse durch das Datensammeln, kontinuierliches Lernen des Benutzerverhaltens und Over-the-air-Updates von verbesserten Features; ·· die Entwicklung und Nutzung neuer Geschäftsmodelle, zum Beispiel die Bezahlung der Maschinennutzung (pay per use) statt einer Anschaffung. IoT optimal nutzen Damit Unternehmen die Chancen des IoT optimal nutzen können, benötigen sie verlässliche Partner respektive Spezialisten, die mittels moderner Technologien und den notwendigen Kompetenzen Ideen und Visionen realisieren und so die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen steigern können. Um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen, ist es von Vorteil, einen Partner zu wählen, der die Klaviatur entlang der gesamten IoT-Journey spielen kann. DER AUTOR Daniel Brüngger COO, Noser Engineering Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch IoT-Journey Intelligent Devices Managed Networks Service Management Data Analytics Business Process Automation New Business Services / Models www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2022

40 Technology Event 100 000 Schwachstellen und ein neues Bundesamt An den diesjährigen Swiss Cyber Security Days hat das Publikum einen Einblick in die digitale Bedrohungslage der Schweiz erhalten. Bundesrat Ueli Maurer kündigte ein Bundesamt für Cybersicherheit an. Und der Cyber-Chef der USA sprach über die Entscheidung zwischen «gut» und «nicht gut». Autor: René Jaun Im Forum Fribourg haben die diesjährigen Swiss Cyber Security Days (SCSD) stattgefunden. Die vierte Ausgabe stand unter dem Motto «Cyber – die fünfte Dimension». «Heute ist jeder mit jedem verbunden, wie in einem globalen Dorf», sagte Nationalrätin und SCSD-Präsidentin Doris Fiala zu Beginn der Veranstaltung. Nach Erde, Wasser, Luft und Weltraum stelle Cyber somit eine neue, fünfte Dimension dar. Die Wichtigkeit dieser Cyber-Dimension zeige sich aktuell etwa im Krieg in der Ukraine, der auch digital ausgetragen werde. In puncto Cybersecurity hat die Schweiz Nachholbedarf. Diesen Eindruck vermittelt zumindest das globale Cybersecurity-Ranking der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), das in mehreren Vorträgen erwähnt wurde. Darin rangiert die Schweiz auf Platz 42, zwischen Nordmazedonien und Ghana. Schmerzlich sei, dass alle Nachbarländer besser abschneiden als die Schweiz, bemerkte Fiala. Dass Handlungsbedarf bestehe, habe der Bundesrat erkannt. Florian Schütz, Delegierter des Bundes für Cybersicherheit Neue Strategie, neues Bundesamt Wie sich der Bund in puncto Cybersecurity engagiert, erklärte Bundesrat Ueli Maurer in einer Videobotschaft. Man sei gemeinsam unterwegs, sagte der Finanzminister, stellte aber auch klar: «Aus Sicht des Bundes spielen wir hier nur eine sekundäre Rolle», und der Bund wolle die Wirtschaft unterstützen. In der Folge zählte Maurer einige Beispiele der Zusammenarbeit von Bund und Wirtschaft auf. Zu den aktuellen gehört der erst kürzlich gegründete Verein für mehr Cyberresilienz des Schweizer Finanzplatzes, der vom Nationalen Zentrum für Cyber sicherheit (NCSC) unterstützt wird. Und das Thema soll für Bundesbern noch wichtiger werden: «Wir beabsichtigen, ein Bundesamt für Cybersicherheit zu formen», gab Maurer bekannt. Dieses solle die Rolle einer zentralen Ansprechstelle übernehmen. Mehr ins Detail ging danach Florian Schütz, Delegierter des Bundes für Cybersicherheit, auch bekannt als «Mr. Cyber». Er zeigte auf, was sich im Rahmen der nationalen Cybersecurity-Strategie in den letzten Jahren bereits getan hat. Erst kürzlich habe das von ihm geleitete NCSC beispielsweise die Website ergänzt: Neu gibt es spezifische Informationen für Behörden und detailliertere Statistiken zu eingegangenen Meldungen. Dank letzteren sollen sich Unternehmen ein Bild der aktuellen Bedrohungslage machen und sich vorbereiten können. In seinem Ausblick zeigte Schütz einen ersten Entwurf der Cyberstrategie für die kommenden Jahre. Zu deren Zielen gehören unter anderem: Selbstbefähigung, Ahndung der Täter, internationale Zusammenarbeit sowie Sicherheit und Verfügbarkeit kritischer Infrastrukturen sicherstellen. Künftig wolle er die Awareness-Aktivitäten ausweiten, verriet Schütz. Hier will er einen ersten Fokus auf Familienbetriebe legen. Auch Personen, die ihre Dienste auf 05 / 2022 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Archiv

Specials