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Netzwoche 05/2022

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Business Aktuell 09

Business Aktuell 09 Kanton Zug setzt auf Microsoft Teams jor. Der Kanton Zug wechselt den Kommunikationsdienst. Das muss er auch, denn bis dato nutzt die kantonale Verwaltung «Skype for Business», gehostet im Rechenzentrum des Kantons. Microsoft kündigte allerdings das Ende des Dienstes bereits im vergangenen Juli an. Nun will der Regierungsrat des Kantons Zug auf die Cloud-Lösung Microsoft Teams wechseln. Der Wechsel sei ein Schlüsselprojekt und schaffe die Voraussetzung für einen Kulturwandel in der Zusammenarbeit, teilt die Finanzdirektion des Kantons Zug mit. Die Einführung soll 2024 zum Abschluss kommen. Die Kosten für das Projekt veranschlagt der Kanton auf rund 4,3 Millionen Franken. EPD kommt ins Wallis Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch ych/pwo. Das elektronische Patientendossier (EPD) wird offiziell im Wallis eingeführt. Es stützt sich auf eine zertifizierte Plattform, die seit Juni 2021 von der Vereinigung CARA zur Verfügung gestellt wird. Der Vereinigung gehören alle Westschweizer Kantone mit Ausnahme von Neuenburg an. Die Anmeldung für das EPD im Kanton Wallis erfolgt über die Swiss-ID und kann bei zertifizierten Anlaufstellen an den Spitalstandorten Brig, Visp, Sitten und Martigny erfolgen, wie aus einer Mitteilung der Walliser Behörden hervorgeht. Das Spital Wallis, das Spital Riviera-Chablais und die Walliser Kliniken sowie rund 170 Ärztinnen und Ärzte seien bereits Partner. 8000 EPDs in der Schweiz, davon 7000 in der Romandie CARA ist die derzeit mit Abstand aktivste EPD-Anbieterin respektive Stammgemeinschaft. Auf Anfrage berichtet ihr Generalsekretär Patrice Hof, dass Ende März fast 7000 EPDs auf der Plattform eröffnet worden seien. Zur gleichen Heinz Tännler, Regierungsrat und Finanzdirektor des Kantons Zug. Bild: heinz-taennler.ch Nicht alles in die Cloud «Der Regierungsrat ist sich bewusst, dass in Zukunft kein Weg an der Cloud vorbeiführt», sagt Finanzdirektor Heinz Tännler und ergänzt: «Um die Risiken zu minimieren, sollen die einzelnen Funktionsbereiche etappiert eingesetzt werden.» Man werde dem erhöhten Schutzbedarf von Daten in der Cloud Rechnung tragen und dementsprechend in jeder Etappe Konzepte für die Festlegung von technischen und organisatorischen Massnahmen für die Informationssicherheit und den Datenschutz erarbeiten. «Wir setzen alles daran, die Daten zu schützen und den Missbrauch zu verhindern», sagt Tännler. Die allermeisten Daten verblieben in Anwendungen, die der Kanton auch in Zukunft selbst betreibe. Zu diesem Zweck habe der Regierungsrat kürzlich entschieden, ein neues, vollständig redundantes zweites Rechenzentrum zu beziehen. «Von einer umfassenden Datenspeicherung in Cloud-Diensten kann also nicht die Rede sein», merkt Tännler an. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Zeit zählte die Schweiz insgesamt 8000 offene EPDs, wie aus einem Informationsblatt von eHealth Suisse hervorgeht. In allen Kantonen, die nicht an CARA angeschlossen sind, wurden demnach nur 1000 elektronische Patientendossiers eröffnet. Jedes zweite EPD stammt aus Genf In Genf gibt es die meisten elektronischen Patientendossiers; laut Zahlen von CARA waren es Ende März insgesamt 4863. Der Kanton ist ein Pionier in diesem Bereich und hatte bereits seine eigene Plattform mit dem Namen «MonDossierMédical.ch». Die Nutzer dieser Plattform können problemlos zu CARA migrieren. Im Kanton Waadt wurden bis dato 1342 EPDs eröffnet, in Freiburg 218, im Wallis 204 und im Jura 92. In Neuenburg wurde «Mon Dossier Santé» im vergangenen Herbst lanciert, zunächst jedoch nur in begrenztem Umfang. Die Plattform zählt derzeit rund 100 offene EPDs. Die Einführung für die gesamte Bevölkerung ist für Sommer 2022 geplant, wie eine Verantwortliche auf Anfrage mitteilt. WWW.NETZWOCHE.CH Kanton Luzern präsentiert Digitalstrategie yzu. Der Kanton Luzern hat eine neue Digitalisierungsstrategie. In Bereichen wie Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Verwaltung will der Luzerner Regierungsrat die digitale Transformation vorantreiben – und dabei zu mehr Chancengleichheit beitragen. Man wolle vermeiden, dass eine sich ausweitende «digitale Kluft» zu einer Zunahme der sozialen und der Einkommensungleichheit führe, heisst es im Planungsbericht des Regierungsrats. Geplant ist auch eine kantonale E-ID – als Übergangslösung bis zur Einführung einer E-ID auf Bundesebene. ABB gibt Partnerschaft mit Samsung bekannt jor. ABB hat eine Partnerschaft mit Samsung vereinbart. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam Komplettlösungen für Wohn- und Geschäftsgebäude anbieten, die das Energiemanagement sowie die Anbindung ans Internet der Dinge erleichtern sollen. Konkret würden die Gebäudeautomationslösungen von ABB mit Samsungs Smarthome-App «Smart- Things» verbunden, teilt ABB mit. Die beiden Konzerne wollen zudem einen «One-Stop- Shop» im Bereich Gebäudeautomation lancieren. Swico spricht sich gegen das Filmgesetz aus skk. Der Wirtschaftsverband der ICT- und Onlinebranche Swico empfiehlt, das Filmgesetz, auch als «Lex Netflix» bekannt, abzulehnen. Der Swico argumentiert, dass die staatliche Förderung der Schweizer Filmindustrie auch mit staatlichen Mitteln erfolgen müsse. Eine Abwälzung auf private Unternehmen sei nach Meinung des Verbands ordnungspolitisch fragwürdig und würde einen Präzedenzfall für weitere Branchen schaffen, Versteuerungen und Subventionen auf Private zu übertragen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2022

10 Business Research Der Schweizer ICT-Markt ist ein Markt der Dienstleistungen Insgesamt hat der Schweizer ICT-Markt im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent zugelegt, das sind 953 Millionen Franken mehr als noch 2020. Auch wenn hier aus dem ersten Coronakrisenjahr noch aufgestaute Projekte und Investitionen zum erfreulich positiven Wachstum beigetragen haben, wird sich das Wachstum, wenn auch auf volatiler Basis, weiter beschleunigen. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research Die Zukunft wird hybrid. Der Löwenanteil der ICT-Ausgaben (B2B) im Schweizer Markt entfällt heute auf die ICT-Services, also den Dienstleistungssektor im ICT-Markt. Im laufenden Jahr rechnen wir auf der Basis unserer aktuellen Frühjahrsprognose mit einem Anteil der Services am gesamten ICT-Markt von rund 70 Prozent. Damit werden deutlich mehr als zwei von drei Franken der ICT-Ausgaben an Dienstleister und Provider überwiesen. Ein Trend, der sich weiter fortsetzt. Die Schere zwischen Services und übrigen Ausgaben wird sich weiter zugunsten der Dienstleistungen öffnen. Deutlich zu erkennen ist dieser Trend mit Blick auf die Ausgaben für den ICT-Betrieb, das heisst für Rechenpower und Datenhaltung im Eigenbetrieb im eigenen Hause und die Ausgaben für die Nutzung externer Services in der Public oder Private Cloud. Hier geht die Entwicklung massiv auseinander: Ohne die Ausgaben für externe Sourcing- Services dazuzurechnen, sind die Ausgaben 2021 um rund 15 Prozent geschrumpft, während die Sourcing-Services um knapp 13 Prozent zulegten. Damit ist bereits einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren für den Wandel des ICT- Marktes hin zu einem Service-Markt festgemacht: der Big Shift oder Paradigmenwechsel hin zu externen Betriebsmodellen. Architekturberatung, Change Management, Ausbildung & Training sowie Supportservices. Trotz zunehmender Verlagerung von Betriebsteilen der ICT zu externen Quellen wird der Betrieb im eigenen Hause nicht verschwinden. Denn unsere letzten Studien zum Thema haben wiederholt aufgezeigt, dass sich hybride Infrastrukturen – das heisst ein Mix aus externen und internen Sourcing-Services – in den kommenden Jahren durchsetzen werden. In diesen gemischten Umgebungen verbleibt ein Teil der Daten und Anwendungen, vorab aus businesskritischen Bereichen, oftmals auf eigenen Rechnern und Speichern. Und so wird ein Teil der ICT-Ausgaben weiterhin für eigene Hard- und Software aufgewendet, die dann selbst oder durch externe Managed Services Provider betrieben und gewartet werden. Die Zukunft wird hybrid. DER ICT-MARKT IST EIN SERVICE-MARKT Total der ICT-Ausgaben 2021 in der Schweiz 19 193 Millionen Franken (B2B), +5,2 Prozent Wachstum (Frühjahrs-Update) Hardware, Software und Kommunikation (on Premise) Professional Services und Outsourcing 30,7 % Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Hybride Infrastrukturen setzen sich durch Mehr als die Hälfte des ICT-Dienstleistungsgeschäfts entfällt auf Cloud und Managed Services. Und im Kielwasser des rasch wachsenden Marktes für Public und Private Clouds folgen die entsprechend benötigten Professional Services. Diese generierten 2021 Ausgaben in der Höhe von 3,1 Milliarden Franken. Dazu zählen wir Ausgaben für individuelle Anpassungen im Software- und Schnittstellenbereich, Transition und Migration, Implementierung und Integration, Technologie-Consulting, Strategie- und Quelle: MSM Research 69,3 % 05 / 2022 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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