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Netzwoche 06/2016

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10 Business Aktuell

10 Business Aktuell www.NETzwoCHE.ch Crealogix wieder mit positivem Ebitda gsa. Crealogix hat im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2015/2016 seinen Umsatz gesteigert. Zwischen Juli und Ende Dezember 2015 kletterte der Umsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 16,3 Prozent auf rund 28 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilt. Der Ebitda beträgt 118 000 Franken. Crealogix rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit 60 Millionen Franken Umsatz. ▸ Webcode 7296 Adcubum steigert Umsatz mur. Adcubum hat seinen Umsatz 2015 um 12 Prozent auf rund 70 Millionen Franken gesteigert. Auch die Profitabilität entwickelte sich positiv, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. ▸ Webcode 7292 AWK Group wächst cgr. Die AWK Group hat ihr Geschäftsjahr 2015 mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent auf 40,3 Millionen Franken. Das sei das beste Ergebnis in der 30-jährigen Firmengeschichte. Keine Angaben machte AWK über den Geschäftserfolg. ▸ Webcode 7291 Anzeige IT Services und Managed Print Services – IT Services und Managed alles aus Print einer Services Hand! – alles IT Services aus einer Hand! und Managed Print Services – alles aus einer Hand! Baustelle Applikationsentwicklung: Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, sie verfügten über keine moderne Entwicklungsumgebung. Bild: Fotolia IT-Abteilungen haben noch Luft nach oben tjo. Neun von zehn EMC-Kunden wollen ihre «IT-Transformationsstrategie» schriftlich festhalten. Das ergab eine gemeinsame Studie von EMC und VMware. Mehr als ein Drittel der Befragten würden bereits über eine dokumentierte Strategie verfügen. Die grosse Mehrheit der Studienteilnehmer wünsche sich ein Unternehmen ohne IT- Silos. Weniger als 5 Prozent gaben an, keine IT-Silos zu kennen. Die hybride Cloud ist für fast alle befragten CIOs ein Thema. Neun von zehn evaluieren derzeit deren Einsatz, wie die Autoren schreiben. Allerdings hätten über 90 Prozent keine einheitliche Methode, um die Auslastung von Hybrid Clouds zu evaluieren. Hierzu gehörten auch Unternehmen, die bereits mit solchen arbeiteten. Veraltete Entwicklungsumgebungen Die Studienautoren befragten die Unternehmen auch zum Stand ihrer Applikationenentwicklung. Mehr als 80 Prozent der befragten Firmen gaben an, sie verfügten über keine moderne Entwicklungsumgebung. Eine solche müsse skalierbar und infrastrukturunabhängig sein, schreiben die Autoren. Gut zwei Drittel der Firmen benötigten bis zu einem Jahr oder länger, um eine neue Anwendung zu entwickeln. Die Studienautoren vermuteten hier einen Zusammenhang mit den mangelhaften Entwicklungsumgebungen. Unterschiede nach Branchen Je nach Branche zeichneten sich Unterschiede ab. Am besten bewerteten sich Finanzdienstleister, die schon 20 Prozent ihrer Transformationspläne umgesetzt hätten. Knapp dahinter folgten Behörden mit 18 Prozent. Einzelhändler und Telkos teilten sich mit 17 Prozent den dritten Platz. Die Einzelhändler seien allerdings in der Desktop- Virtualisierung am weitesten fortgeschritten, während die Telkos ihre Netzwerke am stärksten virtualisiert hätten. Das Schlusslicht bildeten Healthcare-Unternehmen mit nur 15 Prozent. Diese identifizierten am meisten Verbesserungspotenzial bei ihrer IT-Transformation. 660 Umfrageteilnehmer EMC und VMware führten die Studie im Rahmen ihrer «IT Transformation Workshops» mit rund 660 Kunden aus 18 verschiedenen Branchen durch. Teilnehmende CIOs mussten vor dem Workshop einen Fragebogen ausfüllen, der Aufschluss über die Ist- und Soll-Zustände geben sollte. Genauere Zahlen für einzelne Länder gibt es nicht, wie EMC und VMware auf Anfrage mitteilten. Die Namen der befragten Unternehmen wollten die beiden Firmen aus Vertraulichkeitsgründen nicht nennen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7298 www.graphax.ch www.graphax.ch 06 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag www.graphax.ch

Business Nachgefragt 11 « Die erste Empfangsstation stellten wir auf dem Üetliberg auf» Alexandra Reich ist Leiterin Mobile Business Solutions bei Swisscom. Im Gespräch mit der Redaktion erklärt sie, warum der Telko ein neues Netz für das Internet der Dinge aufbaut. Sie beantwortet zudem die Frage, welche Anwendungen es geben könnte – und weist auf eine mögliche Kooperation mit der Schweizerischen Post hin. Interview: Marcel Urech Swisscom schafft ein neues Netzwerk für das Internet der Dinge. Was ist für den Aufbau dieses Netzes notwendig? Alexandra Reich: Wir bauen ein Netz, mit dem Sensoren mit Batterie Daten übermitteln können. Es basiert auf «LoraWAN». Hinter dem Standard steht die Lora Alliance, der Swisscom seit 2015 angehört. Bis Ende 2016 wollen wir 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung im Freien versorgen. Dafür brauchen wir schweizweit etwa 300 Empfangsstationen. Alexandra Reich, Leiterin Mobile Business Solutions bei Swisscom. «An der Streetparade kooperierten wir mit der Stadtpolizei. Sie konnte so sehen, ob sich die Umzugswagen an die Route hielten.» Alexandra Reich Muss Swisscom diese alle neu aufstellen? Nein, 35 Empfangsstationen sind bereits aktiv. Errichtet hat sie Swisscom Broadcast, eine Tochter von Swisscom. Beim Internet der Dinge ist der Netzaufbau einfacher als für 4G/LTE. Es geht schneller, und es ist günstiger. Was kostet denn die Errichtung des Netzes? Die Ausbaukosten für die Basisversorgung im Freien sind bis Ende 2016 auf einen einstelligen Millionenbetrag veranschlagt. Auch der Unterhalt ist finanzierbar. Wir kooperieren mit Partnern, etwa mit dem Start-up Actility. Wie schnell ist das neue Netz? Die Leistung beträgt 300 bit/s bis 11 kbit/s. Anwendungen, die viele Daten und kurze Latenzzeiten brauchen, nutzen das klassische Mobilfunknetz. Wo die Grenze bei Volumen und Reaktionszeit liegt, entscheidet Swisscom gemeinsam mit den Kunden. Swisscom investierte Geld in Actility. Profitiert sie nun davon? Actility ist als Technologiepartner zuständig für das Backend. Die Entscheidung, mit welchen Partnern wir zusammenarbeiten, lief aber unabhängig von unseren Investitionen. Für die Partnersuche gab es eine Ausschreibung. Swisscom testete das Netz bereits. Wie liefen die Pilotprojekte? Sehr gut. Die erste Empfangsstation stellten wir auf dem Üetliberg auf. Schweizweit waren 15 Kunden am Pilot beteiligt. Er erfüllte unsere Erwartungen. Die Firmen waren begeistert, wie einfach es ist, «LoraWAN» zu nutzen. Welche Anwendungen ermöglicht «LoraWAN»? In Lenzburg und Carouge realisierte Swisscom eine intelligente Verteilung von Autos auf Parkplätzen. An der Streetparade kooperierten wir mit der Stadtpolizei. Sie konnte so sehen, ob sich die Umzugswagen an die Route hielten. Eine weitere Anwendung ist das Energiemanagement in Gebäuden, das wir ebenfalls in Zürich testeten. Was, wenn ein Kunde ohne Abdeckung ein Projekt umsetzen will? Dann finden wir eine gemeinsame Lösung. Swisscom sieht sich als Enabler. Wenn ein Kunde ein Projekt für das Internet der Dinge umsetzen will, sind wir der richtige Partner. Firmen können auch eigene Netze bauen. Gibt es solche bereits? Es gibt Firmen, die «LoraWAN» testen. Etwa die Stadtwerke St. Gallen oder die Schweizerische Post. Letztere kündigte ein Pilotnetz zwischen Biel und Bern an. Die Post könnte ein Lora-Netz für ihre Logistik errichten, Dienstleistungen verkaufen und direkt mit Swisscom konkurrieren. Es ist jedem Unternehmen freigestellt, ein Netz zu betreiben, da es im konzessionsfreien Band funktioniert. Wir sind mit der Post im Gespräch und offen für eine Zusammenarbeit. Das Netz der Post könnte unser eigenes optimal verdichten. Eine Entscheidung steht aber noch aus. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7304 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2016

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