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Netzwoche 06/2017

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42 2017

42 2017 Die Jury des Swiss Digital Transformation Awards. Sunrise und Swisstopo sind die diesjährigen Digitalisierungschampions Die dritte Auflage des «Swiss Digital Transformation Award» zeigt: Die Herausforderungen der Digitalisierung sind für fast alle Unternehmen, Organisationen und Branchen immer noch riesig. Gold-Gewinner des diesjährigen Awards sind Sunrise und Swisstopo. Autor: Marcel Urech Die Jury hat zum dritten Mal den «Swiss Digital Transformation Award» vergeben. Eines hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht geändert: Die Herausforderungen der Digitalisierung sind für alle Unternehmen, Organisationen und Branchen relevant – und oft riesengross. Die Veränderungsprozesse, welche die Digitalisierung auslöst, vollziehen sich immer schneller. Und ihre Dimensionen werden immer grösser. Mit dem Award wurden am 6. April im Rahmen von Best of Swiss Web zum dritten Mal jene Firmen ausgezeichnet, die in den vergangenen Monaten besondere Fortschritte in der digitalen Reife gemacht haben. Basis für die Ermittlung der Gewinner sind die Selbstdeklaration der teilnehmenden Firmen am «Digital Maturity Check», dem von der Universität St. Gallen und einer Expertengruppe entwickelten Reifegradmodell. Es gibt zudem eine mehrstufige, vertiefte Analyse einer Expertenjury. Mit dem Award werden aber nicht nur die Besten ausgezeichnet. Der Preis soll Unternehmen und Entscheidungsträger auch dafür sensibilisieren, dass die digitale Transformation nur der Anfang einer langen Reise ist. Um im heutigen Markt bestehen und mit den Digitalisierungsinitiativen mit der Konkurrenz mithalten zu können, braucht jedes Unternehmen einen konstanten und intensiven Change-Prozess. Von 92 Firmen schafften es 10 auf die Shortlist Dieses Jahr nahmen 440 Firmen am «Digital Maturity Check» der Universität St. Gallen teil. Die Jury nominierte 92 davon für den «Swiss Digital Transformation Award». 18 kamen in die definitive Jurierung. In einem mehrstufigen Prozess wurden die Firmen und Organisationen ermittelt, die noch Chancen auf den Sieg haben. 10 von ihnen schafften es letztlich auf die Shortlist. Die Jury befasste sich mit folgenden Punkten: Customer Experience, Produktinnovation, Strategie, Organisation, Prozessdigitalisierung, Zusammenarbeit, ICT-Betrieb und Entwicklung, Kultur und Expertise sowie Transformationsmanagement. Dabei musste sie sich unter anderem fragen, ob ein Unternehmen in der Lage ist, Wertversprechen und Angebote konsequent auf das veränderte Verhalten der digitalen Kunden auszurichten. Und ob es ein Unternehmen schafft, mit digitalen Technologien innovative Services und Produkte zu entwickeln. Relevant war auch die Frage, ob es die Strategie eines Unternehmens überhaupt erlaubt, die neuen Möglichkeiten von digitalen Technologien zu nutzen. Um das zu schaffen, ist es womöglich nötig, sich neu aufzustellen. Der Digitalisierungsgrad eines Unternehmens lässt sich auch an den Prozessen ablesen. Sind Kommunikation, Transaktion und Führung auf digitale Strukturen ausgelegt oder nicht? Welche Prozesse sind automatisiert? Und wo hat ein Unternehmen noch Defizite? Die Jury hatte wahrlich keinen einfachen Job. Am Ende konnte es in beiden Kategorien nur einen Sieger geben. Sunrise und das Bundesamt für Landestopografie Swisstopo überzeugten die Jury. Der Preis soll Unternehmen und Entscheidungsträger auch dafür sensibilisieren, dass die digitale Transformation nur der Anfang einer langen Reise ist. 06 / 2017 IN ZUSAMMENARBEIT MIT www.netzwoche.ch © netzmedien ag

2017 Swiss Digital Transformation Award Die Gold-Gewinner 43 GOLD IN DER KATEGORIE «GROSSUNTERNEHMEN» GOLD IN DER KATEGORIE «KLEINE UND MITTLERE ORGANISATIONEN» Unternehmen Sunrise Communications Urteil der Jury Unternehmen Swisstopo (Bundesamt für Landestopografie) Urteil der Jury Schweizerische Eidgenossenschaft Confédération suisse Confederazione Svizzera Confederaziun svizra Bundesamt für Landestopografie swisstopo Sunrise geht die Herausforderung der Digitalisierung sehr breit und konsequent an. Die verschiedenen Ebenen Vision, Strategie und handlungsorientierte Roadmaps sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Für die Operationalisierung der integrierten und klar auf «digital first» ausgerichteten strategischen Rahmenbedingungen wurde ein Top-down Approach mit Digitalisierungs-Board und CDO gewählt. Diese Struktur gewährleistet, dass über die gesamte Organisation und über verschiedene Kundenzugangspunkte hinweg integrierte, kundenzentrierte Lösungen erarbeitet werden. Dabei kommt der Customer Journey Factory eine besondere Bedeutung zu. Auf der Umsetzungsebene sind modernste Tools im Einsatz. Neben der Arbeit an laufend effizienteren technologischen Voraussetzungen kommen auch die weiteren Dimensionen des St. Galler Digital-Maturity-Modells zur Geltung. Auch auf den Ebenen Kultur und Collaboration, Prozessdigitalisierung und Transformationsmanagement wird intensiv gearbeitet. Basierend auf einem BSC-Framework, das einen starken Fokus auf den NPS-Ansatz legt, werden die Entwicklungen monatlich gemessen und operative Handlungsfelder abgeleitet. Diese Schritte zeigen Wirkung. Bereits können auf verschiedenen Ebenen klar messbare und betriebswirtschaftlich positive Ergebnisse belegt werden. Wie die von der Universiät St. Gallen mehrjährig erhobenen Daten zu Reifegraden zeigen, glänzen Behörden nicht wirklich mit ihren digitalen Entwicklungen. Ganz anders Swisstopo: Auf einer professionellen strategischen Grundlage hat das Bundesamt für Landestopografie mit klarer Zielorientierung die digitale Maturität der Organisation «Digital» konsequent auf- und ausgebaut. Die Einführung der vollautomatisch erstellten digitalen Landeskarte 1:10 000 auf Basis eines zentralen Datenmodells, deren Integration in die Front-End- Anwendungen map.geo.admin.ch oder Swiss Map Mobile sowie umfassende Open-Data-Initiativen stehen exemplarisch für den gesteigerten digitalen Kundennutzen. Auch gegen innen hat Swisstopo etwa mit einer Adaption des Hermes-Standards und der konsequenten Anwendung von agilem Projektmanagement sowie fortschrittlich eingesetzten Kollaborationstools deutliche Zeichen gesetzt. Auch wenn sich die Benutzungszahlen der Swisstopo-Services in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt haben, konnten Betriebskosten dank der Anwendung von Cloud-Architekturen kontinuierlich gesenkt werden. Das freut uns Steuerzahler. Die diesjährige Verleihung des Swiss Digital Transformation Awards an Swisstopo soll den übrigen Bundesämtern denn auch an Ansporn sein. Anzeige WIR GRATULIEREN DEM GEWINNER DES SWISS DIGITAL TRANSFORMATION AWARDS www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2017

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