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Netzwoche 06/2017

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46 Technology Aktuell

46 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Ubers Roboter-Taxis fahren wieder dkl. Uber hat die Untersuchung an seinem verunfallten selbstfahrenden Testfahrzeug abgeschlossen. Die restlichen Wagen der autonomen Flotte sind wieder in den Städten Tempe, San Francisco und Pittsburgh unterwegs, wie Reuters berichtet. Im Vorfeld war ein autonom fahrender Volvo von Uber mit einem anderen Fahrzeug zusammengestossen. Infolge der Kollision kippte Ubers Testfahrzeug auf die Seite. Uber hatte im Anschluss all seine Testfahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, um den Vorfall genauer zu untersuchen. ▸ Webcode DPF8_33429 Bixby heisst der neue Freund von Siri und Alexa msu. Nach Amazon, Apple, Google und Microsoft hat jetzt auch Samsung einen eigenen Sprachassistenten vorgestellt. Der neue virtuelle Assistent heisst Bixby, wie das Unternehmen mitteilt. Das neue Galaxy S8, das Ende März auf den Markt kommen soll, wird nach Herstellerangaben das erste Gerät mit dem neuen Assistenten sein. Vorerst werden nur gewisse vorinstallierte Apps Bixby unterstützen. Welche das sind, sagt Samsung noch nicht. ▸ Webcode DPF8_32471 Six will mit IBMs Watson Banken beschützen cgr. IBM und Six wollen ein Security Operations Center aufbauen. Das Zentrum wird bei Six angesiedelt sein, wie die beiden Firmen mitteilen. Als zentrales Element für das Center diene «IBM Watson for Cyber Security», heisst es in der Mitteilung. Watson werte Forschungsberichte von Sicherheitsexperten aus und binde diese in seine Analyse mit ein. Den neuen Dienst will Six zunächst nur für Kunden in der Finanzbranche anbieten. ▸ Webcode DPF8_33193 Im Kanton Freiburg ist bald ein autonomer Bus im Einsatz mur. Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) haben gemeinsam mit dem Marly Innovation Center (MIC) der Gemeinde Marly einen autonomen Shuttlebus präsentiert. Das Projekt soll das MIC an das TPF-Verkehrsnetz anbinden, heisst es in einer Mitteilung. Der Bus transportiert 94 Personen pro Stunde Der Bus für 11 Passagiere stelle den Zugang zum Verkehrsnetz in Randquartieren sicher. Konventionelle Varianten für den Personentransport seien dort zu teuer, schreibt das MIC. Der Bus soll zwischen der Haltestelle «Marly, Cité» der Linie 1 und dem MIC fahren, mit maximal 25 Kilometern pro Stunde. Er brauche für die 1,3 Kilometer lange Strecke mit 4 Haltestellen 7 Minuten. Das Projekt erschliesse rund 100 Start-ups in der Re gion. Der Startschuss soll am 18. August fallen, heisst es vonseiten der TPF. Die Einbindung in das Netz erfolge am 10. Dezember. Wer finanziert was? Das Projekt soll zeigen, ob autonome Fahrzeuge auch anderswo im Kanton Freiburg sinnvoll sind. «Auch die Bundesbehörden zeigen reges Interesse am Projekt, da es eine Brücke zwischen dem bestehenden öffentlichen Verkehrsnetz und den Randregionen schlägt», heisst es in der Mitteilung. Die Erfahrungen der Passagiere würden im Laufe des Projekts geprüft und ausgewertet. Die Projektkosten belaufen sich laut Mitteilung auf über 700 000 Franken. Der Kanton Freiburg finanziere den ersten Bus und das MIC den zweiten. Die Betriebskosten des ersten Busses trage die Agglomeration Freiburg. Die des zweiten die TPF. Sie soll zudem für alle restlichen Investitionskosten aufkommen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_33141 Swisscom erweitert Low-Power-Netzwerk mit der Post cgr. Swisscom hat sein Low-Power-Netzwerk (LPN) erweitert. Wie Swisscom mitteilt, wird der Telko 200 Gateways an Poststandorten in Betrieb nehmen. Dadurch könne Swisscom sein bestehendes LP-Netz verdichten. Bis Ende dieses Jahres sollen 90 Prozent der Schweiz mit dem LP- Netz abgedeckt sein. «LPN basiert auf dem offenen Lora-WAN-Industriestandard», heisst es in der Mitteilung weiter. Seit Januar Bild: iStock 2015 gehört Swisscom der Lora Alliance an. Die Post trat der Vereinigung gemäss Mitteilung im Juni 2016 bei. Kooperation schon länger im Gespräch Swisscom und die Post führen schon länger Gespräche über eine Zusammenarbeit: «Wir sind mit der Post im Gespräch und offen für eine Zusammenarbeit. Mit dem Netz der Post könnten wir unser eigenes Netz optimal verdichten, und umgekehrt. Eine Entscheidung steht aber noch aus», sagte Alexandra Reich, ehemals Leiterin Mobile Business Solutions bei Swisscom, vor einem Jahr in einem Gespräch. Das LP-Netz zeichnet sich durch seinen geringen Energieverbrauch aus. Sender lassen sich mit einer Batterie mehrere Jahre betreiben. Dadurch liessen sich etwa Lieferungen nachverfolgen. Gemeinsam wollen Swisscom und die Post nun an der Entwicklung von neuen Diensten für das Internet der Dinge arbeiten, kündigten die Firmen an. «Dank der Partnerschaft können wir uns auf die Entwicklung von konkreten Anwendungsfällen konzentrieren und flexiblere und intelligentere Dienstleistungen ausbauen, die auf der Vernetzung von Dingen basieren», lässt sich Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation bei der Post, in der Mitteilung zitieren. Das gemeinsame Netz soll dabei auch Dritten offenstehen. 06 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 47 Der ICT-Services-Markt wandelt sich Heute wird bei den ICT-Ausgaben mehr als jeder zweite Franken in Dienstleistungen investiert. 2017 fliessen im Schweizer Markt über 10 Milliarden Franken (B2B) in die Taschen der Serviceanbieter, dies entspricht einem Anteil von knapp 60 Prozent der gesamten ICT-Ausgaben. Die Wachstumsaussichten im Markt für ICT-Services können sich sehen lassen: Im laufenden Jahr rechnen wir auf der Basis unseres Frühjahrs-Updates mit einem satten Plus von 5,9 Prozent. An der Spitze des Wachstums-Rankings innerhalb der einzelnen Segmente der ICT-Services steht die Cloud mit mehr als 30 Prozent. Auch wenn hier der Peak der prozentualen Wachstumsraten innerhalb der nächsten zwölf Monate überschritten sein dürfte, haben die Cloud-Projekte wesentlichen Anteil am Wachstum des Services-Marktes. Die mehr als 42 Millionen Franken, die pro Arbeitstag durchschnittlich für ICT-Dienstleistungen ausgegeben werden, entfallen auf die Bereiche Beratung, Schulung, Sytemintegration, Implementierung, Softwareentwicklung sowie Sourcing-Services (inklusive Cloud, Supportund Maintenance-Services). Wachstumspotenzial in neuen Segmenten Während die Ausgaben für traditionelle Wartungsdienstleistungen im Bereich der Software und Hardware rückläufig sind, wird diese Entwicklung durch das Wachstums potenzial in neuen Segmenten mehr als ausgeglichen. Im Sog des Paradigmenwechsels, das heisst der zunehmenden Verlagerung des ICT-Betriebs hin zu externen Providern, entsteht flächendeckend über alle Grös senklassen und Branchen hinweg ein enormer Bedarf an Professional- und Transformations-Services. Diese Big-Shift-Entwicklung mit Blick auf den ICT-Betrieb – weg von den eigenen Infrastrukturen, hin zu Managed und Cloud-Services und zunehmend hybriden Umgebungen – generiert weitreichende und grundlegende Veränderungen im Markt der Projektdienstleistungen. Neue Rolle der Serviceanbieter Parallel dazu wird auch die starke Zunahme der Vorhaben im Digitalisierungssegment die klassisch aufgestellten Dienstleister radikal herausfordern. Auch hier ist eine neue Rolle der Serviceanbieter angesagt. Gefragt sind dabei nicht nur Expertise und Skills zu Fragen der Konnektivität, Sensorik, Analytik, Sicherheit oder des Prozessmanagements, sondern die Anwender erwarten auch Antworten auf die Frage: «Wie starten wir in die Digitalisierung, und wie verdienen wir künftig unser Geld damit?» Der Paradigmenwechsel und die Digitalisierung schaffen einen Nährboden mit viel Potenzial. Die Diversität an entsprechend benötigten und neu ausgerichteten Dienstleistungen ist gross. Die Dominanz der Serviceausgaben am gesamten ICT-Markt wird weiter zunehmen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_33898 DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG ENTWICKLUNG DES ANTEILS AN CLOUD-PROFESSIONAL-SERVICES Professional Services = ICT- und Cloud-Beratung, Implementierung, Integration, Transformation Die Dominanz der Serviceausgaben am gesamten ICT-Markt wird weiter zunehmen. Anteil an Cloud-Professional- Services übrige Professional- Services 29 % 40 % 71 % 60 % 51 % 49 % 2016 2017 2018 Quelle: MSM Research AG www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2017

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