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Netzwoche 06/2017

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54 Management & Career

54 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Die ZHAW will Jugendliche für Forschung begeistern jor. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) lädt Anfang August zur Science Week. Das Departement Life Sciences und Facility Management der ZHAW will an diesem Anlass Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren für die Forschung in den sogenannten MINT-Disziplinen begeistern. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Teilnahme an den ganztägigen Kursen inklusive Pausen- und Mittagsverpflegung kostet 28 Franken. ▸ Webcode DPF8_32100 Erster Bildungspartner von ICT-Berufsbildung cgr. Der Verband ICT-Berufsbildung Schweiz hat Digicomp zum ersten Bildungspartner ernannt. Die erste Kooperation bezieht sich auf den neuen Abschluss «ICT Security Expert mit eidgenössischem Diplom». ICT-Berufsbildung Schweiz führt diesen als unabhängige Prüfungsinstanz durch. Bei Digicomp werden interessierte Personen in einem Kurs auf die Prüfungen vorbereitet. In Zukunft will der Verband noch weitere Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen schliessen. Dabei gibt es drei Partnerstufen. ▸ Webcode DPF8_32209 Start für Informatikmittelschule Luzern cgr. Die neue Informatikmittelschule (IMS) Luzern hat ihr Auswahlverfahren abgeschlossen. 21 Jugendliche bestanden die Prüfung, die Mitte März stattfand, wie der Kanton Luzern mitteilt. Die Jugendlichen beginnen ab Sommer 2017 mit der schulischen Grundausbildung zum Informatiker. Unter den Schülern sind 3 Mädchen und 18 Jungen. Die Ausbildung an der IMS setzt sich aus zwei Teilen zusammen: drei Schuljahren und einem Praktikumsjahr. ▸ Webcode DPF8_33049 So viel verdient man in der ICT-Branche cgr. Der Kanton Zürich hat das «Lohnbuch Schweiz 2017» vorgelegt. Darin verzeichnet sind die «Mindestlöhne sowie orts- und berufsübliche Löhne» für zahlreiche Berufe in der Schweiz. Ermittelt wurden die 9600 Lohnangaben durch den «Leistungsbereich Arbeitsbedingungen des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich» mithilfe von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden. Softwareentwicklung Die Löhne von Applikationsentwicklern etwa liegen unter dem 25. Lebensjahr bei 5200 Franken. Bei den 35- bis 39-Jährigen steigen sie auf 7000 Franken. Am höchsten Hochschulabsolventen verdienen deutlich mehr. Bild: Fotolia Kanton Zürich schafft Schulfach «Medien und Informatik» cgr. Der Kanton Zürich hat sein Konzept für die Umsetzung des Lehrplans 21 vorgestellt. Der Lehrplan 21 soll die Ziele der Volksschulen auf Bundesebene harmonisieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Neu nimmt der Kanton das Fach «Medien und Informatik» in die Lektionentafel auf, wie der Züricher Bildungsrat am 17. März in einer Medienmitteilung ankündigte. In den Klassen 5 bis 7 und 9 wird es je eine Unterrichtsstunde im neuen Lehrfach geben, wie der Lektionentafel zu entnehmen ist. Zusätzlich sollen die Leistungen der Schüler in «Medien und Informatik» im Zeugnis beurteilt werden. Auch die Lehrer sollen auf diese Veränderungen vorbereitet werden. Innerhalb von vier Jahren können sie dazu eine Weiterbildung absolvieren. Lehrkräfte können sind die Löhne der 45- bis 49-Jährigen mit fast 8000 Franken. Danach sinken sie im Durchschnitt auf 6500 Franken. Eine Erklärung für den deutlichen Einbruch gibt es im Lohnbuch nicht. In der Softwareentwicklung am besten verdienen Wirtschaftsinformatiker. Der Einstiegslohn liegt zwar mit rund 5200 Franken etwas unter dem der Softwareingenieure, jedoch steigen die Löhne sehr schnell. Auch im Alter flacht das Lohnniveau nicht ab. Wirtschaftsinformatiker, die älter als 49 Jahre sind, verdienen im Schnitt 9500 Franken, das ist der Spitzenlohn in diesem Segment. Hochschule zahlt sich aus Auf deutlich mehr Lohn können sich Abgänger von Hochschulen einstellen. Der Einstiegslohn bei Informatikern mit Bachelor einer Fachhochschule (FH) liegt bei rund 5450 Franken. Bachelor-Absolventen einer Universität können rund 6150 Franken erwarten. Bei einem Master sind die Unterschiede zwischen FH und Uni nicht mehr so gross. Ein FH-Absolvent erhält rund 6600 Franken, ein Uni-Master etwa 140 Franken mehr. Das gesamte Lohnbuch hat einen Umfang von fast 800 Seiten. Es kann auf der Website des Amts für Wirtschaft und Arbeit Zürich in gedruckter und digitaler Form bezogen werden. Es kostet 65 Franken. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_31690 etwa den «Grundlagenkurs Medien und Informatik – GMI» an der Pädagogischen Hochschule Zürich belegen. Dieser umfasst 90 Stunden, was 3 ECTS-Punkten entspricht. Zwei Drittel des Lehrstoffs werden online vermittelt, wie es weiter heisst. Die Weiterbildung umfasst auch die Bewertung der Lehrer, wie sie das erworbene Wissen im Unterricht umsetzen. Laut Bildungsrat ist mit der Einführung des Unterrichtsfachs «Medien und Informatik» ein «wichtiger Meilenstein erreicht worden». Jean-Marc Hensch, Geschäftsführer des Swico-Verbands, begrüsste die Entscheidung des Kantons in einem Tweet gleich nach Bekanntgabe. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_31880 06 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 55 Männer und Frauen verdienen in ICT-Berufen fast gleich viel In vielen Branchen verdienen Frauen weniger als Männer. Schweizweit liegt der Lohnunterschied laut Bundesamt für Statistik bei fast 20 Prozent. Die ICT-Branche ist hingegen ein Lichtblick in der Statistik. Die Lohnunterschiede wurden hier in den letzten Jahren geringer. Autor: Christoph Grau Das Büro für Arbeits- und Sozialpolitische Studien hat Ende Februar im Auftrag des Bundesamts für Statistik (BFS) eine «Analyse der Löhne von Frauen und Männern anhand der Lohnstrukturerhebung 2014» vorgelegt. Gemäss dem Bericht nahmen die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern ab. Verdienten Männer 2010 noch 23,6 Prozent mehr als Frauen, waren es 2014 noch 19,5 Prozent. Bei den Informatikfachkräften ist der Lohnunterschied weniger stark ausgeprägt. Informatikerinnen ohne akademischen Abschluss verdienen durchschnittlich rund 5800 Franken Brutto im Monat. Dies sind mehr als 1000 Franken beziehungsweise 16 Prozent weniger als Männer ohne entsprechenden Abschluss. Bei Informatikern mit akademischem Abschluss liegt der Lohn unterschied bei 8,6 Prozent. Frauen verdienen im Schnitt 8555 Franken Brutto und Männer 9357 Franken. Quelle: Salärerhebung von Swiss-ICT UNTERSCHIED IM BASISSALÄR ZWISCHEN MÄNNERN UND FRAUEN 2011 2014 2016 Alle 9 Stufen* Senior Professional Junior -1,9 0,9 4,3 3,2 2,8 3,1 4,3 2,7 6,8 10,6 8,8 13,7 * Swiss-ICT unterscheidet zwischen 5 Fachkompetenz- und 4 Führungskompetenzstufen Lücke hat sich geschlossen Laut der jährlichen Lohnerhebung von Swiss-ICT ist der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen in der ICT-Branche deutlich geringer, wie der Verband auf Anfrage mitteilt. Über alle Altersstufen und Kompetenzgruppen hinweg verdienten weibliche ICT-Beschäftigte 2016 rund 9 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Jahr 2011 lag der Unterschied noch bei 13,7 Prozent. Die Zahlen von Swiss-ICT zeigen jedoch, dass die Lohnunterschiede mit dem Alter leicht steigen. Frauen auf Stufe «Junior» verdienen mit einem Jahreslohn von rund 82 000 Franken sogar 1500 Franken mehr als Männer. Bei den «Professionals» dreht sich dieses Verhältnis. Männer bekommen jährlich rund 4500 Franken mehr, wobei der Unterschied in den letzten fünf Jahren deutlich zurückging. 2011 verdienten Frauen etwa noch 7000 Franken weniger als Männer. Bei den «Senior»-Beschäftigten erhalten Frauen rund 122 000 Franken im Jahr, dies sind 3500 Franken weniger als Männer in gleicher Position. Auch hier schloss sich gemäss Swiss- ICT die Lohnschere in den letzten Jahren. Frauen werden bei Löhnen nicht diskriminiert Paul Brodmann relativierte in einem Gespräch die Lohnunterschiede. Er leitet die Fachgruppe ICT-Saläre bei Swiss- ICT und ist Geschäftsführer und Mitinhaber bei CBA Computer Brainware Advisors. Seinen Ausführungen zufolge lässt sich die überwiegende Mehrheit der Lohnunterschiede bei genauerer Betrachtung erklären. Denn je genauer Faktoren wie Ausbildung, Alter und Werdergang berücksichtigt würden, desto geringer werde auch der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Die Zahlen des BFS seien vermutlich zu unpräzis. Eine gewisse Diskriminierung zwischen den Geschlechtern schloss Brodmann nicht aus. «In der heutigen Zeit kann es sich eine Firma in der Schweiz mit einer Abteilung für Personalwesen nicht erlauben, Frauen für die gleiche Arbeit systematisch wesentlich niedriger zu entlöhnen als Männer», betonte er jedoch. Firmen seien sehr sensibilisiert und würden ungleiche Löhne selbst korrigieren. Gefragt, ob die ICT-Branche bei der Lohngleichheit eine Art Vorbildfunktion habe, zeigte sich Brodmann zurückhaltend. Auch in anderen Branchen würden die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei einer genaueren Datenbasis vermutlich deutlich kleiner, als es die Statistik angibt, erklärte er. Die Salärauswertungen von Swiss-ICT könnten darauf hinweisen, dass es bei der Beförderung eine Diskriminierung gäbe. Denn aktuell seien deutlich weniger Frauen in den Führungspositionen zu finden, als der Durchschnitt es erwarten liesse. In den letzten Jahren habe sich hier auch nur wenig getan, sagte er abschliessend. i ZUR STUDIE Seit 1969 führt Swiss-ICT jährlich die Salärerhebung durch. Rund 200 Firmen übermitteln dabei die Löhne von über 20 000 ICT-Beschäftigen an den Verband. Erfasst werden 42 ICT-Berufe, 5 Fachkompetenz- und 4 Führungskompetenzstufen. Die Erhebung für die Saläre 2017 startet laut Swiss-ICT am 1. April. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2017

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