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Netzwoche 06/2017

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60 Service Event Plus

60 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS Auswirkungen der EU-Datenschutz- Grundverordnung «GDPR» Datum: 11.04.2017 Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 08.45 – 12.00 Uhr Radisson BLU, Zürich-Flughafen briefing@msmag.ch MSM Research AG www.msmag.ch Auswirkungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung «GDPR» ab 2018 auf Schweizer Firmen Die neue Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) ist eine Verordnung der EU ab 2018, mit der die Regeln für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen vereinheitlicht werden. Dies betrifft auch die Unternehmen und Behörden in der Schweiz, denn die EU wendet die GDPR unter bestimmen Voraussetzungen neu weltweit an. Überprüfen Sie bereits heute, welche Anforderungen auf Ihre ICT-Abteilung zukommen! Sie erhalten an unserem Frühstücks-Briefing von den Experten lic. iur. David Rosenthal und Marc Ahlgrim von Veritas Antworten auf folgende Fragen: • Wie können weiterhin Daten gespeichert werden, ohne dass dabei der Datenschutz nach künftigem Recht verletzt wird? • Welche internen organisatorischen und technischen Prozesse müssen aufgesetzt werden, damit die Einhaltung des neu in Kraft tretenden Datenschutzrechts gewährleistet werden kann? • Inwieweit wird das GDPR die Nutzung von Cloud-Services und in der Cloud gespeicherten Daten beeinflussen? • Wie können Sie sich schon heute im Unternehmen und in der ICT darauf vorbereiten? Die Teilnahme ist für Datenschutzbeauftragte / ICT-Verantwortliche / CxOs aus Anwenderunternehmen kostenlos. Data Privacy in der digitalen Dienstleistungsgesellschaft – eGov Fokus 1/2017 Datum: 23.06.2017 Zeit: 09.00 – 16.15 Uhr Ort: BernerGenerationenhaus, Bahnhofplatz 2, 3011 Bern Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: e-government@bfh.ch Berner Fachhochschule, E-Government-Institut goo.gl/8UZFlw Der bewusste Umgang mit personenbezogenen Daten im digitalen Zeitalter stellt den Gesundheits- und Bildungsbereich sowie die öffentliche Verwaltung vor gemeinsame Herausforderungen. Welche Lösungen zum Schutz der Privatsphäre können bereichsübergreifend bereitgestellt oder genutzt werden? Was können die Anwendungsbereiche voneinander lernen? Diese und weitere Fragen möchten wir während des eGov Fokus am 23. Juni 2017 besprechen. In Keynotes werden gemeinsame Herausforderungen und in Themencafés existierende Lösungen und ihre Anwendbarkeit in anderen Bereichen besprochen. Es handelt sich um eine Wissenstransfer-Veranstaltung des BFH-Zentrums Digital Society und wird vom E-Government-Institut organisiert. Sie richtet sich an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Schulen und Hochschulen, im Gesundheitswesen und in der öffentlichen Verwaltung, die in ihrem beruflichen Alltag mit personenbezogenen Daten arbeiten und nach Möglichkeiten suchen, den Schutz der Privatsphäre in ihrer Organisation zu optimieren. CAS Mobile Application Development Datum: 29.09. – 09.12.2017 Zeit: 09.00 – 17.00 Uhr (Fr./Sa.) Ort: HSR Rapperswil Kontakt: cas-mobile@hsr.ch Veranstalter: HSR Hochschule für Technik Rapperswil Anmeldung: www.hsr.ch/cas-mobile Werden Sie Expertin oder Experte für Mobile Software Engineering mit Swift, Android, Xamarin und Cordova. Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil bietet mit diesem neuen topaktuellen berufsbegleitenden Zertifikatslehrgang die Möglichkeit, die Fachkompetenz in der gesamten Breite der mobilen Technologien, Methoden und Prozessen anzueignen. Dies umfasst alle relevante Cross-Plattformen und native Technologien, Architekturen und Designs mobiler Anwendungen, Best Practices, Testing, Deployment, Mobile Security sowie Prozessaspekte für Mobile- App-Projekte. Angesprochen sind erfahrene Softwareentwickler oder -architekten, die sich verstärkt im Bereich mobile Applikationen betätigen wollen. Zudem richtet sich der Lehrgang an Projektleiter mit sehr starkem technischem Flair. Sehr gute Programmiererfahrung in mehreren gängigen Sprachen wird vorausgesetzt. Zugelassen sind Fachpersonen mit Hochschulabschluss in Informatik oder einschlägiger langjähriger Berufserfahrung als Softwareingenieur. Das Nachdiplomstudium wird modular angeboten. Es kann komplett (CAS) oder in Teilen (einzelne Module) gebucht werden. Der Unterricht und die betreuten Übungen finden verteilt auf drei Monate, jeweils Freitag und Samstag ganztags, an der HSR statt. Profis haben nie ausgelernt. Informieren Sie sich jetzt! 06 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 61 R.I.P. freies Internet! What’s next? Wie frei soll das Internet sein? Rechtfertigt die Konzessionierung von Onlinecasinos die Einführung von Netzsperren? Internetregulierungen sind seit Kurzem salonfähig. Jüngste Beispiele sind die Netzsperren bei ausländischen Geldspielanbietern und die Abschaffung der Vertragsfreiheit bei Buchungsplattformen. Man darf sich die Frage stellen: «What’s next?» «Erfolgreiche Firmen arbeiten, sind innovativ und suchen Lösungen. Die anderen kommen als Bittsteller nach Bern und fordern Markteingriffe.» Marcel Dobler, Präsident ICT-Switzerland und FDP-Nationalrat Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_33186 Viele Branchen investieren jede Menge Geld in Innovation und sichern damit Arbeitsplätze. Bei anderen scheint jedoch ein neues Businessmodell aufzukommen. Sie verzichten auf diese Ausgaben und nehmen lieber in Bern Einfluss. Ist diese Behauptung überspitzt oder trägt sie einen Funken Wahrheit in sich? In Bern versuchten die IT-affinen Politiker vergebens, gegen die Netzsperren zu kämpfen – zu übermächtig war das Lobbying der Geldverteilinstitution. Sind Netzsperren nur der Anfang? Am 1. März entschied der Nationalrat, wie zuvor auch der Ständerat, bei ausländischen Geldspielanbietern Netzsperren einzuführen. Ein Entscheid, der für mich als Digital Native schwer zu verstehen ist. Die Netzsperren sind sehr leicht via VPN-Client, Online- oder Webproxy zu umgehen. Warum brauchen wir also ein solches Gesetz? Es besteht auch die Gefahr, dass viele weitere Sperren folgen werden. Während der Debatte im Parlament wurde offensichtlich, dass diejenigen, die sich für die Freiheit des Internets einsetzen, keine Chance haben. Zu viele Interessengruppen erhalten Gelder aus dem Lotteriefonds. Die Nutzniesser dieser Gelder setzen sich stark für die Netzsperren ein, schliesslich müssen sie ihre Einnahmen sichern. Wenn ein paar IT-affine Politiker gegen Sport, Kultur, Kantone und die Spielbanken kämpfen, bleiben sie chancenlos. Protektionismus im Internet – das neue Businessmodell? Sogenannte enge Preisparitätsklauseln verpflichten die Hotels aktuell, den Preis auf Buchungsplattformen auf ihrer eigenen Website nicht zu unterbieten. Eine Motion fordert nun ein Verbot dieser Klauseln. Solche Verbote schränken den Handlungsspielraum der Buchungsplattformen wie Booking und HRS ein, obwohl mit dem Status quo erreicht werden konnte, dass die Angebote transparenter wurden, der Bekanntheitsgrad der Hotels weltweit gesteigert werden konnte und die Auslastung der Hotels dank der Buchungsplattformen wesentlich erhöht wurde. Einmal mehr greift das Parlament mit Verboten in die Vertragsfreiheit der Unternehmer ein und macht das Internet zu einem Ort des Protektionismus. Viele weitere Branchen wittern deshalb ihre Chance in Bern. Verbote und Sperren – what’s next? Die Digitalisierung bringt unglaublich viele Vorteile mit sich, wieso nutzt gerade «das» Innovationsland Schweiz diese nicht voll aus? Im Gegenteil, neuen Chancen und Entwicklungen steht man zuerst einmal skeptisch gegenüber und versucht, zu beeinflussen und regeln. Anscheinend gehen täglich Briefe beim Bundesrat ein, die Markteingriffe fordern. Erfolgreiche Firmen aber arbeiten, sind innovativ und suchen Lösungen. Die anderen kommen als Bittsteller nach Bern und fordern Markteingriffe. Aktuell zahlt sich dies aus. Muss der Bund in einen Markt eingreifen, wenn die Firmen, Verbände oder Branchen die Zeichen der Zeit ignorieren? Ist Protektionismus die Waffe gegen fehlende oder verpasste Innovation? Diese Mentalität des Bewahrens und der lenkenden Verbote muss die Schweiz dringendst ablegen, nur so werden wir weiterhin erfolgreich und letztlich gegenüber den umliegenden Ländern auch konkurrenzfähig sein. Lasst uns mit der Digitalisierung und den damit einhergehenden neuen Möglichkeiten mitgehen! www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2017

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