Aufrufe
vor 3 Jahren

Netzwoche 06/2017

  • Text
  • Kategorie
  • Swiss
  • Schweiz
  • Schweizer
  • Unternehmen
  • Netzmedien
  • Digital
  • Relaunch
  • Urteil
  • Mobile

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Post und SBB dürfen gemeinsam E-ID entwickeln cgr. Ende 2016 haben die SBB und die Schweizerische Post ihre Pläne für ein Joint Venture zur Entwicklung einer elektronischen Identität präsentiert. Die Wettbewerbskommission der Schweiz und die EU-Kommission erlaubten nun den Zusammenschluss, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Das Joint Venture trägt den Namen Swisssign und soll eine einheitliche digitale Identität entwickeln und vermarkten, wie es weiter heisst. ▸ Webcode DPF8_33040 Zühlke steigert Umsatz cka. Die Zühlke-Gruppe hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. 2016 erwirtschaftete der IT-Dienstleister einen Umsatz von 133 Millionen Franken. Die Unternehmensgruppe baute auch das Personal aus. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs um 11 Prozent auf 810, wie Zühlke mitteilt. CEO Philipp Sutter blicke zuversichtlich auf das laufende Jahr, heisst es in der Mitteilung weiter. ▸ Webcode DPF8_32401 Bild: Freepik Schweizer Unternehmen kaufen mehr PCs rkn. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres haben Unternehmen weltweit weniger PCs gekauft als im Januar und Februar des Vorjahres. In der Schweiz ist der Trend indes gegenläufig. Dies geht aus einer Studie der Marktanalysten von Context hervor. In den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres hätten Unternehmen in der Schweiz 70 802 PCs gekauft. Im Januar und Februar 2016 waren es 60 621 PCs. Demnach stiegen die Verkaufszahlen im Businessbereich um 17 Prozent. Weltweit sanken sie um 3 Prozent. Mehr Business-Notebooks Der Grund für das Wachstum ist ein 30-prozentiger Anstieg der Schweizer Notebook-Verkäufe in diesem Bereich, wie Context mitteilt. Auch global seien diese gestiegen, jedoch nur um 3 Prozent. In der Schweiz wurden in den ersten beiden Monaten 2017 46 313 Notebooks an Unternehmen verkauft. Währenddessen sank der Geräteabsatz bei Business-Desktops in der Schweiz um 6 Prozent, weltweit sogar um 13 Prozent. Weniger Consumer-PCs Im Consumerbereich sanken die PC-Verkaufszahlen in der Schweiz insgesamt noch stärker als weltweit. Es gingen 13 Prozent weniger PCs über Schweizer Ladentheken als in den Vergleichsmonaten des Vorjahrs. Weltweit sank der Absatz nur um 5 Prozent. Unabhängig von den beiden Segmenten verkauften Schweizer Anbieter im Januar und Februar 2017 2 Prozent mehr PCs als in der Vorjahresperiode. Das sind 123 864 Geräte. Global sanken die Gesamtverkaufszahlen in dieser Periode um 4 Prozent. In der Schweiz ging die Anzahl der verkauften Desktops um 7 Prozent zurück, während 5 Prozent mehr Notebooks Absatz fanden. DIGITALE TRANSFORMATION DER IT CIOs sind heutzutage nicht zu beneiden. Vorbei sind die Zeiten, in denen alles seinen gewohnten Gang ging und der austarierte Jahresplan die Marschrichtung der Organisation bestimmte. Manch einer fühlt sich heute als Treibholz in der rauen See, getrieben und gestossen von allen Seiten: Digitalisierungsdrang durch das Business, agile Methoden wie DevOps und CI/CD durch dynamische Entwicklerteams, Bimodale Organisationsmodelle seitens der Berater, «Everything-as-a-Service» seitens der Cloud-Provider und eine Riesenlast von Legacy-Umgebungen im Betrieb, die auch nicht einfach ignoriert werden wollen. Kein Capex mehr und ein nicht enden wollender Druck auf Opex. Wenn die Drift auch noch so stark zu sein scheint, ist es ratsam, das Ruder fest in die Hände zu nehmen, anstatt sich durch die Strömung vom Kurs abbringen zu lassen. Keine Zeit zu haben, um überlegt die Strategie der Zukunft zu definieren und Initiativen konsequent auf die Zielerreichung auszurichten, ist letztlich genauso gravierend, wie das Business zu Grabe zu tragen. Entschlossenheit und Tatendrang sind gute Tugenden von Entscheidungsträgern – aber nicht, wenn sich diese primär auf die stets aufkeimenden Manöver im Tagesgeschäft richten und nicht auf die künftige Ausrichtung des Unternehmens. Da nützt auch kein Cargo-Kult, indem man durch Beschaffung von Automatisierungstools die erfolgreichen Unicorns nachzuahmen versucht und sich wundert, dass ausser vielen Spesen doch nichts gewesen ist. Anstelle sich treiben zu lassen, gilt es, die Pinne des Schiffs selbst wieder in die Hand zu nehmen und die Mannschaft zu lehren, die Schotten dichtzumachen, um hart am Wind segeln zu können. Wichtig ist, sich mit dem Business über die Ziele zu einigen, die es zu erreichen gilt. Aus welcher Richtung der Wind auch bläst: Durch richtiges Setzen der Segel lässt sich jedes Ziel erreichen. CIOs müssen aber aus ihrer Komfortzone heraustreten und sich die Gischt des rauen Meeres ins Gesicht blasen lassen, um direkt die Wirkung ihrer Entscheide spüren zu können. Dass nennt man heute Leadership, Mentoring und Coaching. Nur so lernt man gemeinsam mit Business, Mitarbeitern und Partnern die Kunst, Stürme abzuwettern und den Hafen sicher zu erreichen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_33176 Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 06 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Schweizer Onlineshopper fordern Datensicherheit fpo. Paysafecard hat das Verhalten der Kunden bei Onlineeinkäufen untersucht. Der Prepaid-Zahlungsanbieter befragte jeweils 1000 Personen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Grossbritannien zum Onlineshopping, wie er in einer Mitteilung schreibt. Wie die repräsentative Umfrage für den Schweizer Markt ergab, steht für alle Altersgruppen in der Schweiz die Datensicherheit an erster Stelle. Für 86,4 Prozent der befragten Schweizer ist die Datensicherheit «sehr wichtig», für weitere 10,6 Prozent ist sie «wichtig». Gebührenfrei, einfach und übersichtlich An zweiter Stelle ist den befragten Schweizern wichtig, dass bei Onlinezahlungen keine Gebühren anfallen. Für 64,1 Prozent ist dieses Kriterium sehr wichtig, 29,9 Prozent finden es wichtig. Als dritter Punkt folgt die einfache Handhabung des Onlineeinkaufs. 50,1 Prozent halten dies für sehr wichtig. An vierter Stelle steht die Übersicht über die Ausgaben. 48,4 Prozent der Befragten finden diesen Aspekt sehr wichtig. ICT-Switzerland erneuert Führung cka. An der 38. Delegiertenversammlung von ICT-Switzerland stand Bedeutendes auf dem Programm: Der Dachverband hat einen neuen Präsidenten gewählt. Die Delegierten waren sich einig: Marcel Dobler soll künftig die Geschicke von ICT-Switzerland leiten, wie der Verband mitteilt. Gegenstimmen gab es keine. Dobler tritt die Nachfolge von Ruedi Noser an. Dieser beendete damit seine achtjährige Amtszeit. Unter seiner Ägide baute ICT-Switzerland etwa den Berufsverband ICT- Berufsbildung Schweiz auf. Zudem war die Schweiz 2016 Partnerland der Cebit. Für zwei Jahre gewählt Der neue Präsident Dobler wurde für eine Amtsperiode von zwei Jahren gewählt. «Ich werde mich als Präsident von ICT-Switzerland insbesondere auch im Parlament dafür einsetzen, dass die Vorteile der Digitalisierung zum Wohle der Schweiz genutzt werden können», sagt er. Seine Nomination war seit Anfang Dezember bekannt. Dobler setzt gemäss Mitteilung folgende drei Schwerpunkte: ·· Die digitale Aus- und Weiterbildung soll auf allen Stufen gestärkt werden. Männer zahlen mehr als Frauen Im Schnitt geben Schweizer 361 Franken im Monat online aus, etwa fürs Onlineshopping, für Reisen, Downloads oder Spiele. Männer geben durchschnittlich 441 Franken pro Monat aus, Frauen hingegen nur 281 Franken. Während die 16- bis 19-jährigen Konsumenten in der Schweiz nur 74 Franken pro Monat online ausgeben, sind es bei den 60- bis 69-Jährigen 426 Franken. ·· Es sollen geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Innovationskraft der Schweiz gestärkt wird. ·· Es braucht Gesetze und Verwaltungsprozesse, welche die Digitalisierung fördern, statt verhindern. Vorstand erneuert Dobler war während 13 Jahren CEO des ICT-Händlers Digitec, den er mitgegründet hatte. Für seine beruflichen Erfolge erhielt er unter anderem den Ehrenpreis von Best of Swiss Web. Im Herbst 2015 wurde er für die FDP in den Nationalrat gewählt. An der Versammlung wählten die Delegierten zudem den gesamten Vorstand neu. Die Mitglieder sind auf der Website von ICT-Switzerland aufgelistet. Wie der Präsident wurde auch der Vorstand für eine Amtsperiode von zwei Jahren gewählt. Vorstandsmitglied Franz Grüter wurde zum neuen Vizepräsidenten bestimmt. Grüter ist ebenfalls Nationalrat (SVP) und Präsident des Verwaltungsrats von Green.ch. Er löst im Amt Thomas Flatt ab. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_31673 Bild: Freepik WWW.NETZWOCHE.CH US-Investor erwirbt ein Drittel von Avaloq cgr. Das Private-Equity- Unternehmen Warburg Pincus aus den USA hat 35 Prozent der Anteile der Zürcher Fintech-Firma Avaloq gekauft. Avaloq werde nun mit mehr als 1 Milliarde Franken bewertet, teilte das Softwarehaus mit. Die NZZ beziffert das Volumen des Deals auf rund 350 Millionen Franken. Avaloq selbst nannte keine weiteren finanziellen Details. Die verkauften Anteile stammen nach eigenen Angaben von den Gründern, dem Management und den Mitarbeitern Avaloqs. ▸ Webcode DPF8_32328 Crealogix verkauft mehr Lizenzen msu. Der Gesamtumsatz von Crealogix ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/2017 von 27,9 Millionen auf 35,8 Millionen Franken gewachsen. Dies entspricht einer Zunahme von 28 Prozent. Gemäss Mitteilung erzielte das Unternehmen die eine Hälfte seines Umsatzes im Ausland, die andere in der Schweiz. Die Lizenzverkäufe stiegen im vergangenen Halbjahr auf 17,6 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 48 Prozent weniger, nämlich 11,9 Millionen Franken. ▸ Webcode DPF8_32059 21 neue ICT-Firmen im Raum Zürich cgr. In ihrem Jahresbericht hat die Standortförderung Greater Zurich Area (GZA) eine positive Bilanz gezogen. Insgesamt 101 neue Firmen konnte GZA nach eigenen Angaben 2016 zur Ansiedlung im Raum Zürich bewegen. Dies sind 8 Unternehmen mehr als im Vorjahr. Jeder fünfte Neuzuzug entfällt nach Angaben von GZA auf den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT). Insgesamt hätten die zugezogenen ICT-Firmen 84 neue Jobs geschaffen, heisst es weiter. ▸ Webcode DPF8_32694 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2017

Archiv