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Netzwoche 06/2020

32 Technology Aktuell

32 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Schweizer meinen es ernst mit dem Elektro-Recycling cwa. Die Schweizer Bevölkerung setzt bei Elektrogeräten konsequent auf Recycling. Wie eine Statistik des Swico zeigt, hat die Schweiz eine Recyclingquote von 95 Prozent im Bereich Digitalelektronik. Somit liege die Schweiz weit vor der EU. Cyberkriminelle nutzen Coronavirus aus cka. Wie die Melde- und Analysestelle Informationssicherung mitteilt, sind seit dem 13. März betrügerische E- Mails im Umlauf. Die E-Mails kommen vermeintlich vom Bundesamt für Gesundheit – im Anhang eine Excel-Tabelle. Tatsächlich dienen die E-Mails jedoch nur einem Zweck: der Verbreitung von Malware. Damit Roboter fühlen können sma. Menschen haben keine Probleme, zerbrechliche oder glitschige Gegenstände mit den Händen zu greifen. Über den Tastsinn spüren wir, ob wir ein Objekt fest im Griff haben oder ob es uns bald zu entgleiten droht. Entsprechend können wir unsere Kraft dosieren. Auch die Greifarme von Robotern benötigen eine solche Rückmeldung, wenn sie fragile oder rutschige Gegenstände oder solche mit einer komplexen Oberfläche greifen sollen. Robotikforschende der ETH Zürich haben nun einen Tastsensor entwickelt, der genau bei solchen Anwendungen zum Zug kommen kann, wie die Hochschule mitteilt. Das ist ein Schritt hin zu dem, was die Ingenieure «Roboterhaut» nennen. Der Sensor ist sehr einfach konstruiert und damit günstig in der Herstellung, wie die Ingenieure betonen. Im Wesentlichen besteht er aus einer elastischen Silikonhaut, auf deren Unterseite farbige Mikrokügelchen aus Kunststoff angebracht sind, sowie einer herkömmlichen Kamera. Der Sensor funktioniert optisch: Berührt er einen Gegenstand, wird die Silikonhaut verformt. Dabei verändert sich auch das Muster der Mikrokügelchen, was die Fischaugenkamera auf der Unterseite des Sensors registriert. Aus dem Muster lässt sich dann errechnen, welche Kräfte auf den Sensor einwirken. «Herkömmliche Kraftsensoren registrieren die einwirkende Kraft nur an einem einzigen Punkt. Wir können mit unserer Roboterhaut hingegen mehrere auf die Sensorfläche einwirkende Kräfte unterscheiden und diese hochauflösend und präzise bestimmen», sagt Carlo Sferrazza. Er ist Doktorand in der Gruppe von Raffaello D’Andrea, Professor für Regelungstechnik an der ETH Zürich. «Ausserdem können wir die Richtung bestimmen, aus der eine Kraft wirkt», sagt Sferrazza. Der dünnste Sensor-​Prototyp, den die Forscher bisher gebaut haben, ist 1,7 Zentimeter dick und hat eine Messfläche von 5 mal 5 Zentimetern. Die Ingenieure arbeiten daran, mit derselben Technik grössere Sensorflächen zu entwickeln, die auch Objekte mit komplexen Formen erkennen können. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Anzeige Technische Änderungen, Farbabweichungen und Irrtümer vorbehalten. BENQ INSTASHOW TM Einfach interaktiv präsentieren Als neuestes Produkt der BenQ InstaShow TM -Familie sorgt das WDC20 für eine effi ziente Zusammenarbeit von bis zu 32 Teilnehmern in Meetings, Konferenzen und Seminaren. Bis zu vier Teilnehmer können ihren Content gleichzeitig via Split-Screen von ihren Endgeräten auf das grossformatige Multi-Touch-Display oder den Projektor übertragen. Gerne vereinbaren wir eine persönliche Produkt-Demo mit Ihnen. 06 / 2020 Mehr entdecken auf BenQ.eu/de-ch/campaign/instashow BenQ Deutschland GmbH, Zweigniederlassung Baden • Täfernstrasse 32 • 5405 Baden-Dättwil www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 33 Der Corona-Impact Kaum ins neue Jahr gestartet, erschüttert die Corona-Pandemie die ganze Weltwirtschaft. Hoffnungsvolle Entwicklungen, hohe Erwartungen und viele Pläne wurden damit zunichte gemacht. Für Unternehmen ist die Basis für die Projektion künftiger Entwicklungen weggebrochen. Nicht mehr «der» Plan, sondern das Durchspielen unterschiedlicher Szenarien beherrscht die Diskussionen in den Unternehmens-Cockpits. In Zeiten des Corona-Ausnahmezustands ist Sichtflug angesagt. Kurzfristige und spontane Kurswechsel sind an der Tagesordnung. Eine Tag-für-Tag-Planung mit einem hohen Mass an Agilität und Flexibilität kennzeichnet die Handlungsweisen vieler Unternehmen. Die Pandemie wirkt sich auf alle Ebenen der Wirtschaft aus, so auch auf die Technologiemärkte. Es ist sicherlich noch zu früh, den Impact auf die Entwicklung des einheimischen ICT-Marktes einzuschätzen, zu analysieren und zu kommentieren. Mit einer aktuell laufenden Ad-hoc- Umfrage zu diesem Thema erfassen wir erste Meinungen und Einschätzungen von ICT-Chefs aus Schweizer Unternehmen, die wir in einem der kommenden «Research-Splitter» vorstellen und analysieren werden. ICT-Security von Platz eins verdrängt Unbestritten ist die Tatsache, dass durch den Lockdown, die Einschränkung unserer Bewegungsfreiheit und die Stilllegung vieler Branchen und Unternehmen, die Planungssicherheit für weite Kreise der Unternehmenslandschaft in der Schweiz massiv erschüttert wird. Die Folgen sind derzeit noch nicht absehbar und noch schwerer einschätzbar. Verlierer der Krise mit Blick auf die Wachstumsraten werden die Hersteller von Hardwareprodukten sein. Diese ganze Entwicklung lässt sich hinsichtlich ihres Ausmasses und konkreten Einflusses auf die Marktentwicklung noch nicht quantifizieren. Die anlässlich unseres Frühjahrs-Updates vom Februar 2020 publizierte Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 3,6 Prozent werden wir mit Blick auf unser kommendes Update im Mai nicht halten können und deutlich nach unten korrigieren. Verlierer: Hardware Verlierer der Krise mit Blick auf die Wachstumsraten werden die Hersteller von Hardwareprodukten sein. Positiven Zuwachs, wenn auch geringer als urspünglich prognostiziert, erwarten wir bei den Services und Lösungen aus dem Bereich der ICT-Security, den Cloud-Diensten, der Business- Software und der ganzen Palette der ICT-Services. Ansprechende Wachstumsraten erwarten wir auch mit Blick auf die Produkte, Lösungen, Plattformen und Services rund um die massiv zugenommene Verbreitung von Homeoffice. Sollte die Krise länger andauern und auch im zweiten Halbjahr zu deutlichen Verwerfungen der globalen und nationalen Wirtschaft führen, werden die Folgen massiven Einfluss auf das Ausgabenvolumen der Schweizer Unternehmen haben. Negative Entwicklungen mit Blick auf das Wachstum in den einzelnen Teilmärkten sind dann nicht mehr auszuschliessen. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Blld: Obi Onyeador / Unsplash Die Entwicklung wird sich auch auf den Schweizer ICT- Markt auswirken, mit unterschiedlicher Ausprägung auf die einzelnen horizontalen und auch vertikalen Teilsegmente des Gesamtmarktes. Ein Blick auf die Zwischenresultate der laufenden Umfrage zeigt, dass das bisherige Thema Nummer eins «ICT-Security» durch das Thema der Corona-Bedrohung abgelöst wird. Für rund drei Viertel der Unternehmen stellt dies derzeit die grösste Herausforderung dar. ICT-Ausgaben werden gedrosselt Wir erwarten für das laufende Jahr einen erheblichen negativen und bremsenden Einfluss der Corona-Krise auf die ICT-Ausgaben der Unternehmen. Geplante Projekte werden gestoppt, gekürzt oder zumindest auf Eis gelegt. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2020

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