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Netzwoche 06/2021

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22 People Live « Die

22 People Live « Die Schweiz gehört zu den globalen Topmärkten für Salesforce » Petra Jenner leitet seit Anfang März die Schweiz-Geschäfte des CRM-Spezialisten Salesforce. Im Interview verrät sie, auf welche Branche sie ein Augenmerk richten will, wie sie es mit Sprachassistenten hält und warum sie Managern zu mehr Experimentierfreude rät. Interview: René Jaun « Mir war wichtig, bei einem innovativen, expansiven Unternehmen zu arbeiten. Salesforce hat mich schon immer interessiert. » Petra Jenner, General Manager Schweiz und Osteuropa, Salesforce i ZUR PERSON Petra Jenner ist seit März 2021 Salesforce General Managerin für die Schweiz und Osteuropa. Sie kam 2015 zu Salesforce und bekleidete dort verschiedene Managementpositionen. Jenner begeistert sich für das Thema Digitalisierung und die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen. Davor war sie Country Managerin bei Microsoft in Österreich und in der Schweiz. Jenner ist Autorin des Buches «Mit Verstand und Herz: Authentisch und erfolgreich: Führungskraft ist weiblich». Quelle: Salesforce Das Interview finden Sie auch online www.netzwoche.ch Seit März sind Sie die neue General Managerin Schweiz und Osteuropa bei Salesforce. Wie haben Sie die vergangenen Wochen erlebt? Petra Jenner: Es waren sehr intensive, spannende Wochen. Angesichts der Pandemie war es eine besondere Herausforderung, diese neue Aufgabe zu übernehmen. Dennoch konnte ich bereits mit vielen Partnern und Kunden sprechen, und es war sehr interessant, nach so vielen Jahren in die Schweiz zurückzukehren. Zusätzlich zu Salesforce Schweiz leiten Sie auch die Region Osteuropa. Wie viel Arbeitszeit können Sie effektiv in Salesforce Schweiz investieren? Die Schweiz ist ein bedeutendes Land für uns, und ich werde sicherlich einen grossen Teil meiner Zeit in der Schweiz verbringen. Ich habe schon viele Jahre lang internationale Positionen und entsprechende Verantwortung innegehabt. Daher kann ich sehr gut einschätzen, wie ich die Themen angehen werde. Wahrscheinlich werde ich mehr Zeit in der Schweiz verbringen, als ich in der Vergangenheit in anderen Ländern verbracht habe. Haben Sie sich schon in der Schweiz niedergelassen? Momentan bin ich in München, wo ich die letzten Jahre gelebt habe. Wegen der Pandemie gestaltet sich ein Umzug schwierig. Ich habe aber vor, in den nächsten Monaten in die Schweiz zu ziehen. Von 2011 bis 2015 leiteten Sie die Schweizer Geschäfte von Microsoft, wie Salesforce ein grosser Tech-Konzern mit Hauptsitz in den USA. Welcher Aspekt fasziniert Sie an Salesforce besonders? Sowohl Salesforce als auch Microsoft sind erfolgreiche Unternehmen, die natürlich ihre Unterschiede haben. Mir war stets wichtig, bei einem innovativen, expansiven Unternehmen zu arbeiten. Diesbezüglich hat mich Salesforce schon immer interessiert. Es ist ein Unternehmen, das sich Werte setzt und diese auch lebt. Dies hat mich letztlich dazu bewogen, zu Salesforce zu wechseln. Wie ist Salesforce in der Schweiz aufgestellt? Die Schweiz gehört zu den globalen Topmärkten für Salesforce. Wir legen sowohl einen Fokus auf KMUs als auch auf Grosskunden, und wir werden in den kommenden Monaten noch stärker in diese Bereiche investieren, etwa mit mehr Mitarbeitenden. Wir möchten unsere Schweizer Kunden noch besser aus der Schweiz heraus unterstützen. Aus welchen Branchen kommen Ihre Schweizer Kunden? Wir haben Kunden aus fast allen Branchen. Zu den wichtigsten gehört der Bereich Manufacturing. Auch die Bereiche Medien oder Luxury Goods sind aus Schweizer Sicht stark vertreten. Verstärken möchten wir künftig unser Engagement im hier sehr dominanten Finanzsektor, einschliesslich Versicherungen. Uns interessiert etwa, inwieweit wir kantonale oder Privatbanken auf ihrer Digitalisierungsreise unterstützen können. Gleichzeitig haben wir hohe Ambitionen im Bereich Life Science, Consumer Goods oder Handel. Ist auch der öffentliche Sektor ein Thema? Die öffentliche Verwaltung ist ein Thema. Da wir aber ein Cloud-Only-Anbieter sind, stossen Kunden aus diesem Bereich vergleichsweise weniger schnell zu uns. Wir wollen aber auch in der Schweiz verstärkt in diesen Sektor investieren. Welche Veränderungen streben Sie innerhalb von Salesforce Schweiz an? Wichtig ist mir zunächst, dass wir stärker expandieren können. Wir müssen eine Umgebung schaffen, die es uns ermöglicht, zu wachsen. Des Weiteren werden wir unseren Marktauftritt noch mehr unserem Fokus auf mittelständische Unternehmen anpassen. Schliesslich sind mir auch jene Unternehmen wichtig, die sich neu mit Digitalisierungsthemen auseinandersetzen. Wir werden verstärkt investieren, um diese Unternehmen beraten zu können. Sie wollen also noch näher an die Kunden? Meiner Erfahrung nach kann man nie nahe genug am Kunden sein. Salesforce 06 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

People Live 23 « Würden wir das Thema Datenschutz nicht ernst nehmen, hätten wir keinen Erfolg. » Petra Jenner, General Manager Schweiz und Osteuropa, Salesforce hat bislang seine Kunden auch schon recht gut betreut. Zu verbessern ist jedoch – gerade jetzt während der Pandemie – noch die Vernetzung der Kunden untereinander, indem wir etwa den Austausch fördern, wie sie ihre Digitalisierungsprojekte realisiert haben. Wie ist es um die Schweizer Channel-Landschaft von Salesforce bestellt? Unsere Schweizer Channel-Landschaft ist stark gewachsen und soll auch künftig weiter ausgebaut werden. Die Cloud ist generell ein Wachstumssegment, entsprechend haben unsere Partner noch sehr viel Wachstumsmöglichkeiten. Derzeit haben wir 1400 zertifizierte Berater und mehr als 70 Partner in der Schweiz, die Kunden in allen Segmenten unterstützen. Was kommt als Nächstes auf die Schweizer Partner zu, mit Ihnen am Steuer? Für viele Partner bin ich gar nicht neu, sondern wir kennen uns bereits von anderen Märkten. Was die Zusammenarbeit betrifft, wird sich nicht viel ändern. Wir werden nach wie vor Bereiche suchen, wo wir gemeinsam attraktive Lösungen schaffen können. Durch die Pandemie ist jedem Unternehmen die Wichtigkeit der Digitalisierung bewusst geworden. Für uns und unsere Partner entsteht dadurch wiede rum Wachstumspotenzial. Daten stehen im Zentrum vieler Salesforce-Produkte. Bereiten Ihnen die verschärften Datenschutzgesetze Probleme? Als Cloud-Unternehmen haben wir das Thema Datenschutz immer sehr ernst genommen. Vertrauen ist einer unserer wichtigsten Werte. Dazu gehört nicht nur der vertrauensvolle Umgang mit unseren Kunden, sondern auch mit Daten. Wir haben uns schon sehr früh an der europäischen Datenschutz- Grundverordnung orientiert, und wir besprechen das Thema Datenschutz mit fast jedem Kunden, um sowohl technische als auch rechtliche Aspekte abzuklären. Würden wir das Thema Datenschutz nicht ernst nehmen, hätten wir keinen Erfolg, insbesondere in Ländern mit strengen Datenschutzgesetzen wie Deutschland oder die Schweiz. Transparenz spielt für uns eine wichtige Rolle. Kunden können alle Informationen zu dem Thema jederzeit auf unserer Trust-Website einsehen. Wie bereiten Sie sich auf das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz vor? Unsere europäische Datenschutzbeauftragte hat in den letzten Wochen sehr viel Zeit darauf verwendet, sich damit auseinanderzusetzen. Wir nehmen das neue Datenschutzgesetz sehr ernst und werden uns entsprechend darauf einstellen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2021

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