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Netzwoche 06/2021

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH GIA Informatik und Avectris heissen neu Aveniq mla. Die seit Dezember 2020 fusionierten Unternehmen GIA Informatik und Avectris treten ab dem 1. Juni 2021 unter dem neuen Namen Aveniq auf. Der Name setze sich aus dem französischen Wort «avenir» (dt. Zukunft) und der Abkürzung «IQ» zusammen. Der Schritt symbolisiere den Neuanfang und bündle die langjährige Erfahrung und das Know-how der über 600 Mitarbeitenden, teilt das Unternehmen mit. Für Logitech läuft es besser denn je rja. Der Computerzubehör- Hersteller Logitech blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 5,25 Milliarden US-Dollar. Das sei 76 Prozent mehr als im Vorjahr, und der höchste je erzielte Umsatz. Beim Betriebsgewinn ist die Steigerung noch deutlicher: Er beläuft sich auf 1,27 Milliarden Dollar, das sind 229 Prozent mehr als die vergangenes Jahr ausgewiesenen 387 Millionen US-Dollar, wie Logitech mitteilt. Bild: scyther5 / iStock.com Swisscom übernimmt JLS Digital rja. JLS Digital hat eine neue Besitzerin. Swisscom übernimmt die Agentur von der Anlagestiftung Renaissance, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit der Übernahme wolle Swisscom seine Kompetenz im Bereich Customer Experience ausbauen und seine Kunden für mehr digitale Interaktion bereitmachen. Swisscom stellt JLS Digital als eine der führenden Agenturen in den Bereichen Digital Signage, Mobile- und Weblösungen vor. Durch die Übernahme werde Swisscom B2B um 90 Digitalexperten erweitert. Das Portfolio von JLS Digital umfasse 80 Unternehmen aus den Branchen Banking, Retail und Insurance, schreibt Swisscom weiter. Die Kompetenzen von JLS Digital und der Swisscom-Tochtergesellschaft Open Web Technology würden sich in geografischer, branchenbezogener und fachlicher Sicht ergänzen. JLS Digital werde eine eigenständige «Swisscom Company» mit eigener Geschäftsleitung und eigenem Verwaltungsrat. Gemäss Mitteilung bleibt die Geschäftsleitung von JLS unverändert. Der Verwaltungsrat wird jedoch in den nächsten Wochen mit Swisscom-Vertretern neu besetzt. Organisatorisch wird JLS Digital im vor Kurzem geschaffenen Bereich Platforms & Application (PAP) bei Swiss com Business Customers angegliedert. Vorsteher dieses Geschäftsbereichs ist Patrick Minder, der gemäss seinem Linkedin-Profil erst vor wenigen Wochen von JLS zu Swisscom wechselte. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch MÜLLERS KLEINES ABC Z wie Zeilenlänge Christopher Müller Inhaber und VRP von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Unter der Zeilenlänge verstehen wir in diesem Kontext die Anzahl Zeichen, die auf einer Zeile dargestellt wird. Leerzeichen, also die Wortzwischenräume, werden notabene mitgezählt. Realität: So weit, so banal – und was hat das jetzt mit der Ergonomie zu tun? Sehr viel, denn die Länge der Zeilen entscheidet wesentlich darüber, wie leicht ein Text gelesen werden kann. Ist sie zu gross, strengt uns das Lesen an, weil das Auge am Ende jeder Zeile eine grosse Distanz zum Anfang der Folgezeile zurücklegen muss – und sich dabei leicht verheddert. Aber auch zu kurze Zeilen sind ungünstig – hier tun wir uns zwar leichter mit dem sogenannten Zeilensprung, dafür müssen wir ihn aber umso öfter meistern. Im Web kommt noch dazu, dass kurze Zeilen wegen der fehlenden Silbentrennung am Zeilenende unruhig wirkende Flatterränder produzieren. Auch das stört den Lesefluss und sieht obendrein noch hässlich aus. Die «richtige» Zeilenlänge gibt es aber nicht, gesucht ist ein Optimum. Das wiederum ist nicht leicht zu finden, weil es von weiteren Aspekten beeinflusst wird – etwa von Schriftgrösse, Schriftart, durchschnittlicher Wort- und Satzlänge. Und zu allem Übel funken hier noch die Art des Inhalts selbst hinein sowie die Zielgruppe mit ihren Erwartungen und Gewohnheiten. Offensichtlich ist die Angelegenheit vielen am Ende dann doch zu komplex – oder zu unwichtig. Jedenfalls fördert schon ein kurzer Ausflug ins Web problemlos Zeilenlägen über 130 und unter 30 zutage. Nutzerfreundlich ist das nicht. Fazit: Müssen wir also an der Suche nach einer passenden Zeilenlänge verzweifeln? Nein, so schlimm ist es nicht, denn wir können hier vom Jahrhunderte alten Erfahrungsschatz einer Geheimwissenschaft namens Typographie profitieren. Sie postuliert, je nach Quelle, für Desktop-Anwendungen zwischen 45 und 80 Zeichen pro Zeile. Damit lässt sich schon mal beginnen. Und ob die Länge dann wirklich passt, lässt sich testen, testen, testen – sofern man dabei die richtigen Fragen stellt. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch 06 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Kanton Bern schafft zentrale Datenbank für Restaurantbesuche In einer zentralen Datenbank will der Kanton Bern künftig sämtliche Kontaktdaten von Restaurant-Besucherinnen und -besuchern sammeln. Dies soll das Contact Tracing effizienter machen. Entwickler bestehender Erfassungslösungen müssen diese anpassen. Autor: René Jaun Der Kanton Bern will die Kontaktdaten von Restaurantgästen künftig in einer zentralen Datenbank sammeln. Wie der Kanton mitteilt, verpflichtet die angepasste Verordnung zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie die Berner Restaurantbetriebe ab dem 10. Mai, die Datenübermittlung an diese Datenbank sicherzustellen. Die Datenbank soll das Contact Tracing im Kanton effizienter machen. Im vergangenen Jahr sei das Einholen von Kontaktdaten bei den Restaurantbetrieben oft mit Schwierigkeiten verbunden gewesen, führt der Kanton aus. «Beispielsweise waren die für den Betrieb verantwortlichen Personen nicht erreichbar, oder die Angaben der Gäste stimmten nicht. Epidemiologische Abklärungen und Massnahmen konnten deshalb mitunter nicht rasch angeordnet und vorgenommen werden, obschon dies nötig gewesen wäre.» Bild: Roman Bürki / Unsplash.com Lösungsanbieter müssen sich registrieren Mit welcher Applikation sie die Daten übermitteln, überlässt der Kanton den Restaurants. «Bitte informieren Sie sich bei ihrem Anbieter der Registrierungsappliakation (SIC!), ob dieser die technischen Anpassungen bereits umgesetzt hat», schreibt die Berner Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion auf einer offenbar eilends zusammengestellten Website. Zudem bietet der Kanton ein «Gästeerfassungsformular für die händische Übermittlung». In jedem Fall habe die Datenübermittlung mindestens ein Mal alle 24 Stunden zu erfolgen. Um Daten übermitteln zu können, brauchen Entwickler einen spezifischen API-Key, den sie wiederum per E-Mail bestellen können. Bestehende Lösungen müssen in den kommenden Tagen angepasst werden. Zugriff nur bei Coronafällen Die bernischen Pläne sorgen für Stirnrunzeln. In den Antworten auf Twitter äussern einige Nutzerinnen und Nutzer ihren Unmut darüber, dass der Kanton nicht selbst eine einheitliche App zur Registrierung von Restaurantbesuchen entwickle. Unlängst lancierte die Arbeitsgruppe Gastgewerbe Luzern, unterstützt von Gastrosuisse und dem Schweizerischen Gewerbeverband, gar eine Petition, in der sie «die Schaffung einer einheitlichen landesweiten Lösung zur Kontaktverfolgung» fordert. Andere melden Bedenken bezüglich des Datenschutzes an und sprechen vom «gläsernen Bürger». In der Stellungnahme des Berner Regierungsrates heisst es dazu, es bestehe ein «gewichtiges öffentliches (gesundheitspolizeiliches) Interesse an der Schaffung einer neuen zentralen Datenbank». Die gesetzlichen Grundlagen seien durch das Epidemiegesetz und die entsprechenden Verordnungen ebenfalls gegeben. Man habe die kantonale Datenschutzaufsichtsstelle beim Ausarbeiten der Vorlage einbezogen, und die Behörde sei damit einverstanden, heisst es weiter. Zweck der Datenbank sei ausschliesslich die Identifizierung und Benachrichtigung «ansteckungsverdächtiger» Personen. Der Zugriff sei den für das kantonale Contact Tracing verantwortlichen Personen vorbehalten und dürfe nur aufgrund eines konkreten, gesundheitsrelevanten Ereignisses erfolgen. Laut der Medienmitteilung werden die Daten verschlüsselt auf Servern in der Schweiz gespeichert. Eine Anfrage, wie der Kanton Bern die Datenbank auf Sicherheitsmängel überprüfe und mit wem er dafür zusammenarbeite, blieb bislang unbeantwortet. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2021

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