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Netzwoche 07/2016

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38 SPECIAL KOMPAKT In

38 SPECIAL KOMPAKT In Kooperation mit Acceleris Mit Hyperconvergence in die Zukunft Hyperconverged ist ein IT-Schlagwort, das momentan überall verwendet wird. Was genau steckt aber hinter dieser Technologie und wo kann diese optimal eingesetzt werden? Eine Hyperconverged-Lösung ist für KMUs eine echte Alternative zu klassischen Virtualisierungsumgebungen. DER AUTOR Hyperconverged-Systeme bieten KMUs den einfachen Zugang zu Enterprise-Funktionen. Men Beglinger Manager Datacenter Management, Acceleris Das Wort Hyperconvergence ist zusammengesetzt aus den englischen Wörtern «Hypervisor» und «Convergence». Einfach gesagt gilt der Ausdruck mittlerweile als Synonym für die Kombination vieler verschiedener Plattformen zu einer einzigen Plattform für VMs. Betrachtet man die physische Hardware, heisst dies, dass Compute und Storage in einem einzigen Server kombiniert werden. Softwareseitig bedeutet es wiederum, dass alle Komponenten des (hyperconverged) Systems über ein zentrales Interface angesteuert werden können. Auch der gesharte Storage ist weiterhin mit an Bord. Heute wird dies allerdings über einen Softwarelayer (SDS = Software- Defined Storage) gelöst, sodass der Storage über alle Server verteilt verfügbar ist. Dies spart einerseits Kosten, weil keine separate SAN-Infrastruktur aufgebaut werden muss, andererseits entfällt die Komplexität, diese Speichersysteme manuell zu konfigurieren. Ein Hyperconverged-System besteht aus mindestens drei Servern, die zu einem Cluster zusammengeschaltet werden. Dies geschieht ohne langwierige Installationsprozesse: Die Nodes werden vorkonfiguriert ausgeliefert, und es müssen nur noch die Netzwerkinformationen eingetragen werden. Der Rest erledigt der Cluster selbst. Experten begleiten den Aufbau Viele KMUs scheuen auch heute noch den Weg, ihre vorhandenen physikalischen Server zu virtualisieren und so den Betrieb effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Als Begründung wird häufig das fehlende Know-how sowie die Komplexität von Virtualisierungsumgebungen genannt. Genau in diesem Segment wird mit den Hyperconverged-Systemen eine Lücke gefüllt. Der Aufbau des Clusters wird von einem Techniker vor Ort begleitet. Dadurch kann der Cluster bereits nach wenigen Stunden voll in Betrieb genommen werden. Nach einer kurzen Schulung können dann auch schon die ersten virtuellen Server in Betrieb genommen werden. Eine Web-GUI für alle Anforderungen Im Betrieb kann der Cluster dann seine Vorteile voll ausspielen: Das gesamte Management der virtuellen Server wird über ein komfortables Web-GUI erledigt. Dort hat man alles im Blick: Prozessorauslastung, Memoryauslastung und Storage werden übersichtlich und über alle Clusternodes angezeigt. Mit einer Anlaufstelle hat man seine komplette Infrastruktur im Griff. Sollte ein Node ausfallen, werden die virtuellen Server auf den bestehenden Nodes automatisch neu gestartet und stehen nach kurzer Zeit wieder zur Verfügung. Die Daten sind so über alle Server verteilt, dass auch nach einem Node- Ausfall kein Datenverlust zu befürchten ist. Das Betriebssystem des Scaleclusters (Linux mit KVM) wird selbstverständlich laufend erweitert und optimiert. Der Update des gesamten Clusters wird mit einem Mausklick gestartet. Danach werden ohne Unterbrechung alle virtuellen Server von einem Node auf die anderen verschoben, während der Server aktualisiert und danach wieder in den Cluster integriert wird. Dies geht so weiter, bis alle Nodes auf dem neuesten Stand sind. Der Zeitaufwand für diesen Task ist minimal, und da die Cluster hochstandardisiert sind, funktionieren diese Updates auch problemlos. Erweitern im laufenden Betrieb Sollte die Leistung des Clusters nicht mehr reichen, kann problemlos im laufenden Betrieb ein weiterer Clusternode hinzugefügt werden. Sobald dieser in den Cluster integriert ist, können die erweiterten Ressourcen genutzt werden. Die maximale Clustergrösse beträgt momentan 8 Nodes. 07 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Acceleris KOMPAKT SPECIAL 39 «Die Anzahl an Hyperconverged- Systemen wird massiv zunehmen» Men Beglinger ist Manager Datacenter Management beim Systemintegrator Acceleris. Für ihn ist klar: Hyperconverged- Systeme sind die Zukunft, insbesondere für KMUs. Doch es gibt Stolperfallen. Wie man diese geschickt umgeht und wie Unternehmen einfach von Hyperconverged-Systemen profitieren können, erklärt Beglinger im Interview. Interview: George Sarpong Hyperconverged-Systeme liegen im Trend: Warum braucht es solche Systeme? Men Beglinger: Für viele KMUs sind klassische Virtualisierungsumgebungen zu kompliziert. Der Betrieb von gesharten Storage-Infrastrukturen und Hypervisor stellt viele kleinere Betriebe vor Probleme. Aus diesem Grund wird häufig auf Virtualisierung verzichtet. Die Hyperconverged-Systeme von Scalecomputing sind eine moderne Virtualisierungsplattform, die ohne diese Komplexität auskommt. Die Installation, Konfiguration und der Betrieb können auch mit wenig Know-how und vor allem mit geringem Zeitaufwand bewältigt werden. Für welche Anwendungen eignen sich Hyperconverged- Systeme besonders? Durch den Support von Windows und Linux können praktisch alle Anwendungen auf diesen Systemen betrieben werden. Sei es nun Active Directory, Exchange oder auch Branchenlösungen wie CRModer ERP-Systeme. Für welche Kunden eignen sich Hyperconverged-Systeme? Die Lösung von Scalecomputing eignet sich besonders für KMUs, die einen Bedarf von 5 bis 200 virtuellen Servern haben. Durch die einfache Skalierbarkeit kann der Cluster mit den Bedürfnissen mitwachsen, ohne dass grosse Vorinvestitionen getätigt werden müssen. Dank des Betriebssupports von Acceleris und erweiterten Services wie Remote Monitoring oder Remote Backup kann eine solche Infrastruktur auch mit einem Teilzeitpensum bewältigt werden. Was müssen Kunden beachten, wenn sie in ihren Rechenzentren Hyperconverged-Systeme einsetzen möchten? Der Aufbau und die Integration eines Scalecomputing-Clusters lassen sich sehr schnell erledigen. Die grösseren Knackpunkte sind jeweils die Migration der vorhandenen Applikationen. Diese laufen auch heute noch häufig etwa auf Windows Server 2003 und werden idealerweise gleich auf die neueste Version aktualisiert. Solche Migrationen führen häufig zu hohen Kosten und unerwarteten Problemen. Diese Herausforderungen entstehen jedoch unabhängig von der Infrastruktur. Eine genaue Bestandsaufnahme der aktuellen IT-Infrastruktur und das Erstellen eines Projektplans ist deshalb ein Muss. Hier hat Acceleris schon umfassende Erfahrungen gesammelt und kann entsprechend unterstützen. Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung rund um Hyperconverged-Systeme ein? Ich glaube, dass in mittelständischen Unternehmen die Anzahl an Hyperconverged-Systemen massiv zunehmen wird. Aus diesem Grund tätigte Acceleris auch grosse Investitionen, um als Distributor von Scalecomputing diesen Wachstumsmarkt bedienen zu können. Hyperconverged-Systeme bieten auch andere Spezialisten wie Nutanix oder VMware mit seinen Technologiepartnern an. Wie hebt sich Scalecomputing von seinen Mitbewerbern ab? Bei Scalecomputing kommt das ganze System aus einem Guss. Der Hypervisor ist integraler Bestandteil der Plattform und muss nicht separat installiert werden. Durch den Einsatz von Open-Source-Software beim Betriebssystem und Hypervisor kommt letztlich ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis heraus. Ein weiterer Pluspunkt ist sicher das integrale Management der Plattform über ein einziges simples Web-GUI. Dies ermöglicht es auch Unternehmen, die kein dediziertes IT-Know-how haben, solche Plattformen sicher zu betreiben. Der Markt für Hyperconverged-Systeme ist noch jung und die Lösungen kostspielig. Wie sieht es mit der Investitionssicherheit aus? Der kleinste Cluster von Scalecomputing ist ab 28 000 Franken zu haben. In diesem Preis ist der Hypervisor, die Installation vor Ort und ein Jahr 7x24-Support inbegriffen. Daher glaube ich, dass die Investition nicht sehr hoch ist. Die Investitionssicherheit ist letztlich durch den Einsatz von Open-Source-Software gegeben, das heisst, man hat keinen Lock-in durch herstellerspezifische Technologien. Wenn man will, kann man die virtuellen Server auch auf eine andere, KVM-basierte Umgebung migrieren. «Die Installation, Konfiguration und der Betrieb können auch mit wenig Knowhow und vor allem mit geringem Zeitaufwand bewältigt werden.» www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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