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Netzwoche 07/2017

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2017

2017 DAS GROSSE NETZWOCHE-AGENTUR-RANKING cgr. Die Best of Swiss Web Awards haben immer noch Überraschungen zu bieten. In diesem Jahr stach das Start-up Ticketfrog etablierte Unternehmen wie Sunrise und Coop aus und holte den Master of Swiss Web. Die für das Projekt zuständige Agentur Mysign machte in der «ewigen Bestenliste» von Best of Swiss Web einen ordentlichen Sprung nach vorne. Sonst festigten die Top 5 ihre Positionen im Ranking. Jung von Matt und Hinderling Volkart übersprangen als erste Agenturen die «Schallmauer» von 200 Punkten. Wer sonst noch aufstieg oder Plätze einbüsste, dazu gibt die «ewige Bestenliste» Auskunft. Die Rangliste erstellt seit inzwischen 17 Jahren die «Netzwoche» gemeinsam mit der Best of Swiss Web Asso ciation. Im Ranking der umsatzstärksten Agenturen und Webdienstleister dominieren die Technologieprovider Zühlke Engineering und Elca. Erst darauf folgen mit grossem Abstand die Full-Service-Agenturen Namics und Unic. Best of Swiss Web ist immer ein guter Anlass, um das vergangene Jahr zu bilanzieren. Die «Netzwoche»-Agenturumfrage zeigt, dass sich Agenturen zunehmend mit der digitalen Transformation auseinandersetzen. Es war das Topthema in diesem Jahr und gewann im Vergleich zur Vorjahreserhebung sogar noch an Bedeutung. An zweiter Stelle folgt der Fachkräftemangel – ein Dauerbrenner. Der Megatrend Mobile vervollständigt das Podium der Topthemen der Schweizer Agenturen. 07 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

2017 Best of Swiss Web Agenturumfrage 25 Was Agenturen 2017 beschäftigt Womit setzen sich Schweizer Webagenturen dieses Jahr auseinander? Auf welche Trends müssen sie reagieren? Was ist hingegen kalter Kaffee? Die Redaktion fragte nach. Autor: George Sarpong Die Best of Swiss Web Awards zeichnen Projekte Schweizer Webagenturen aus, die diese jeweils im vergangenen Jahr umgesetzt haben. Doch was beschäftigt die Agenturen aktuell? Die Umfrage der «Netzwoche» bei den Webagenturen zeigt: Die digitale Transformation steht auch dieses Jahr ganz oben auf der Agenda. War die Digitalisierung 2015 erst für 41 Prozent der Umfrageteilnehmer relevant, stieg die Bedeutung der digitalen Transformation 2016 deutlich. Letztes Jahr beschäftigten sich 60 Prozent der Befragten damit. Dieses Jahr nannten immerhin 58 Prozent der befragten Agenturen die Digitalisierung als wichtigen Trend. Die digitale Transformation steht auch dieses Jahr ganz oben auf der Agenda Schweizer Agenturen. Kampf um Talente Ein weiteres Topthema ist der Fachkräftemangel, mit dem sich 45 Prozent der befragten Agenturen auseinandersetzen müssen. Mit dem Fachkräftemangel steigt auch die Sorge um die Personalkosten. Das Lohnniveau beschäftigt dieses Jahr 17 Prozent der Agenturen, 3 Prozent mehr als letztes Jahr. Der Kampf um Talente setzt sich im wirtschaftlichen Umfeld fort. 2015 war für 12 Prozent der Agenturen dieses Thema relevant. 2016 sank der Wert auf 11 Prozent. Im Jahresverlauf stieg die Sorge um die inländische Konkurrenz sprunghaft auf 26 Prozent an. Der Wettbewerbsdruck durch ausländische Agenturen mit Schweizer Niederlassungen beschäftigt dieses Jahr 16 Prozent der Agenturen, 3 Prozent mehr als letztes Jahr. Der zunehmende Wettbewerb zeigt sich auch in den Bereichen Marge und Auftragslage. Letztes Jahr machte der Preisdruck und die mögliche Schmälerung ihrer Margen für erbrachte Dienstleistungen 27 Prozent der Agenturen zu schaffen. Dieses Jahr liegt der Wert bei 29 Prozent. Ebenfalls stiegen die Bedenken bezüglich der Auftragslage. 36 Prozent der Umfrageteilnehmer beschäftigt diese derzeit. Das sind 6 Prozentpunkte mehr als letztes Jahr. Nur 2015, im Jahr des Frankenschocks, lag der Wert höher. Der Frankenschock spielte 2015 für 24 Prozent der Agenturen eine bedeutende Rolle. Letztes Jahr betrug der Wert 12 und dieses Jahr noch 3 Prozent. Die wirtschaftliche Entwicklung zwingt einige der befragten Unternehmen zu Restrukturierungen. Ein Trend, der vergangenes Jahr einsetzte (26 Prozent) und sich dieses Jahr fortsetzt (27 Prozent). Einige Firmen gehen einen Schritt weiter und beschäftigen sich mit dem Holacracy- Modell. Eine Unternehmensstruktur, die auf die Eigenorganisation der Mitarbeiter setzt und theoretisch Kaderpositionen überflüssig macht. Das System wird von Liip seit einigen Jahren gelebt und wurde bei der Agentur Unic kürzlich eingeführt. Techniktrends bestimmen die Agenda In den Fokus der Agenturen rücken zunehmen Entwicklungen der klassischen IT-Anbieter. Das Cloud Computing wurde dieses Jahr mit 20 Prozent fast doppelt so häufig genannt wie in den vergangenen beiden Jahren. Big Data beschäftigt dieses Jahr jedes dritte befragte Unternehmen. Letztes Jahr war es erst jedes vierte und 2015 etwa jedes sechste Unternehmen. Seit 2015 wächst auch die Bedeutung des E-Commerce für Agenturen. Für 37 Prozent steht E-Commerce dieses Jahr auf der Agenda. Ein neuer Techniktrend, mit dem sich Agenturen beschäftigen, ist der Bereich Augmented und Virtual Reality. Mehr als jede vierte Agentur (28 Prozent) beschäftigt sich mit immersiven Angeboten. Bei immersiven Erlebnissen tauchen Nutzer in eine virtuelle Welt ein. Oft erleben die Betrachter ihre virtuelle Umgebung als derart fesselnd, dass ihre Sinne überlistet werden. Manchen Menschen wird es etwa schwindelig, wenn sie in der virtuellen Welt auf einem hohen Gebäude stehen. Spannende Ergebnisse ergab die Frage nach «anderen Themen». Oft nannten Agenturen auch hier technische Trends wie Blockchain, künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge. Doch die Umfrage zeigt auch, dass es Themen gibt, die nie ganz von der Agenda verschwinden werden, wie Suchmaschinenoptimierung oder Content- Marketing. Diese Themen beschäftigen Agenturen dieses Jahr am meisten 1 Digitale Transformation 2 Recruiting, Fachkräftemangel 3 Mobile 4 E-Commerce 5 Auftragslage 28 Prozent der Agenturen beschäftigen sich dieses Jahr mit Augmented und Virtual Reality. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2017

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