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Netzwoche 07/2017

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Bild: iStock FOCUS INFRASTRUKTUR Neues für die Firmen-IT gsa. Unternehmen werden laut den Analysten von Gartner dieses Jahr mehr Geld für IT-Infrastruktur ausgeben als vergangenes Jahr. Für klassische Hardware wie PCs genauso wie für Produkte für das Rechenzentrum. Zahlreiche Hersteller und Integratoren werben auf dem Infrastrukturmarkt um Kunden. Diese kombinieren die Lösungen und Bausteine verschiedener Hersteller, um für sich die beste IT-Umgebung aufzubauen. Doch eine sogenannte Multivendor-Strategie birgt Risiken. Nicht immer sind einzelne Applikationen aufeinander abgestimmt. Darunter leide vor allem die Verfügbarkeit, sagt Zoltan Szekelyfoeldi, Head of Application Management beim IT-Dienstleister Atos Schweiz. Szekelyfoeldi schlägt vor, das Applikationsmanagement entlang der Betriebskette des Unternehmens zu organisieren. Wie das genau gelingen kann, erklärt der Spezialist von Atos im Fachartikel. Neue Entwicklungen wie das Internet der Dinge oder neuartige digitale Geschäftsprozesse erfordern auch neue Lösungen für die Infrastruktur, wie Fujitsu-Managing-Director Wilhelm Petersmann erklärt. Petersmann zeigt in seinem Fachbeitrag verschiedene moderne Technologien auf wie Openstack, All-Flash-Speicher und Multi-Cloud-Architekturen. Ein weiterer Trend im Bereich IT-Infrastruktur ist die Virtualisierung. Storage, Servernetzwerk – alles soll über Software gesteuert, geregelt und verwaltet werden. Oft scheinen sich diese Lösungen insbesondere für grosse Unternehmen zu lohnen. Nicht ganz, meint Peter Meier, Geschäftsführer beim IT-Dienstleiter Axians GNS. Besonders für KMUs könne sich die Virtualisierung des Netzwerks lohnen. 07 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Focus Infrastruktur 43 Wie man Problemen im Applikationsund Infrastrukturmanagement vorbeugt Bei einer Multi-Vendor-Strategie sind Infrastruktur und einzelne Applikationen oft nicht aufeinander abgestimmt. Darunter leidet vor allem die Verfügbarkeit. Abhilfe schafft die Business Process Chain, womit Applikationen und Infrastrukturkomponenten ganzheitlich gemanagt werden. Früher haben Firmen vorwiegend Serverumgebungen und Datenbanken ausgelagert. Später begannen sie mit dem Outsourcing von Applikationen. Mit dem Einzug bewährter Praktiken wie Capability Maturity Model Inte gration (CMMI) wurde das Management von Infrastrukturen und Applikationen weiter professionalisiert. Damit wurde das Augenmerk auch verstärkt auf IT-bezogene Key Performance Indicators (KPI), wie etwa Reaktionszeiten bei Zwischenfällen, gelegt. Doch dies hat nicht nur Vorteile. Denn die Diskrepanz zwischen Applikationsund In frastrukturverfügbarkeit führt bei einem Zwischenfall dazu, dass die Ursachenforschung kosten- und zeitintensiv ist. Die Business Process Chain Eine wirkungsvolle betriebswirtschaftliche Geschäftstätigkeit setzt eine wirkungsvolle IT voraus. Denn effektive IT steht für mehr als nur die Summe aller durch individuelle Applikationen und Infrastrukturkomponenten erbrachten Dienstleistungen. Effektive Geschäftsprozesse sind auf eine Reihe von Anwendungen angewiesen, die aufeinander abgestimmt sind und im Einklang miteinander arbeiten. Mit einer Business Process Chain lassen sich Applikationen und Infrastrukturkomponenten zusammenfassen und ganzheitlich managen. Deren Qualität beruht auf der Beschaffenheit des schwächsten Glieds innerhalb der Betriebskette. Konkret heisst das: Applikationen einzeln zu verwalten genügt nicht für die Sicherstellung der Servicequalität der Business Process Chain. Vielmehr sollte der Fokus auf der gesamten Business Process Chain liegen. Die Abwicklung beziehungsweise der Erfolg des Applikationsmanagements als Teil der gesamten Betriebskette wird dabei über Business- KPIs definiert, gesteuert und kontrolliert und von sogenannten Process-KPIs gestützt. zentraler Knotenpunkt für die Verwaltung von Systemen und Datenbanken. Auch Arbeitsspitzen sowie Hotspots, die eine Wartung oder anderweitige Aufmerksamkeit bedingen, werden dadurch besser überwacht und gehandhabt. Doch der Ansatz ist weit mehr als nur eine Soft warelösung. Die Folge: Dadurch können sich Firmen vermehrt auf geschäftsprozesskettenorientierte Arbeitsmethoden fokussieren. Denn beim traditionellen Ansatz messen die IT-bezogenen SLAs meist nicht alle relevanten Faktoren. So können einzelne Komponenten grüne SLAs ausweisen und das Unternehmen kann trotzdem von Störungen betroffen sein. Vor diesem Hintergrund bewegen sich Firmen verstärkt hin zu Business-KPIs, die in direktem Zusammenhang zu den Geschäftszielen und -resultaten stehen. Das Applikationsmanagement wird damit entlang der Betriebskette des Unternehmens organisiert. Mit diesem neuen Ansatz einhergehend werden beim Prozesskettenmanagement Geschäftsprozesse des Unternehmens sowohl unter dem Gesichtspunkt der Infrastruktur sowie der Applikationen ganzheitlich betrachtet und miteinander verflochten. Zudem wird eine reaktive, ereignisbezogene mit einer proaktiven, präventiv wirkenden Verarbeitung substituiert. Das Resultat: Ein stimmiges Applikationsmanagement wird geschaffen, Mehrkosten werden vermieden und Verfügbarkeitsproblemen wird vorgebeugt. Bild: iStock DER AUTOR Zoltan Szekelyfoeldi Head of Application Management, Atos Schweiz End-to-End-Monitoring-Lösungen Erreicht wird dies durch die Sammlung und Analyse von Verfügbarkeitsdaten. Die technische Landschaft wird während 24 Stunden an sieben Tagen die Woche analysiert. Diese End-to-End-Monitoring- und Fernwartungslösung für geschäftskritische Prozesse und KPIs dient damit als www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2017

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