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Netzwoche 07/2020

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24 Technology Aktuell

24 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Google zeigt Mobilitätsdaten rja. Google hat Mobilitätsdaten aus 131 Ländern vorgestellt, darunter auch der Schweiz. Der Bericht basiert auf anonymisierten und aggregierten Daten von Nutzern, die ihren Standortverlauf aktiviert haben. Die Daten zeigen einen offensichtlichen Wandel im Verhalten der Schweizer. Supercomputer dank Pandemie osc. Das Folding@Home-Projekt hat einen unverhofften Rekord aufgestellt. PC-Besitzer stellen den Wissenschaftlern 1 Exaflops verteilte Rechenleistung zur Erforschung des Coronavirus zur Seite. Damit ist das Projekt schneller als die flottesten Supercomputer der Welt. Intels Rechner ist schlau wie ein Hamster Bild: Sqrt-CC BY 3.0 / Intel ych/jor. Intel hat ein neuromorphes Computersystem namens Pohoiki Springs präsentiert. Es handelt sich um ein Rackmount-System für Rechenzentren, bestehend aus 5 Servern und 768 sogenannter Loihi-Chips von Intel. Diese imitieren die Art und Weise, wie das menschliche Gehirn kommuniziert, neue Verbindungen knüpft und lernt. Nach Angaben des Herstellers können diese Prozessoren bestimmte anspruchsvolle Arbeitslasten bis zu 1000 Mal schneller und 10 000 Mal effizienter als konventionelle Prozessoren bewältigen. Die Chips sollen vorerst in der Forschung zum Einsatz kommen – insbesondere dort, wo Wissenschaftler neue, komplexe Algorithmen und neuronale Netze entwickeln. Pohoiki Springs soll so leistungsfähig sein wie 100 Millionen Neuronen. Dies entspricht in etwa der Anzahl Neuronen im Gehirn eines Goldhamsters. Zum Vergleich: Das menschliche Gehirn enthält rund 86 Milliarden Neuronen, davon befinden sich 21 Milliarden in der Grosshirnrinde. Neuromorphe Computer sollen herkömmliche Computersysteme nicht ersetzen. Vielmehr sollen sie Forschern dazu dienen, von den Neurowissenschaft inspirierte Algorithmen für die Echtzeitverarbeitung von Daten, für Problemlösungen sowie für die Anpassungs- und Lernfähigkeit von Systemen zu entwickeln. Als mögliche Einsatzgebiete nennt Intel beispielsweise Optimierungsprobleme in der Forschung zu maschinellem Lernen – insbesondere Constraint-Satisfaction-Probleme, bei denen eine Vielzahl an möglichen Lösungen überprüft werden muss. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Anzeige MEDIDATA-NETZ Admin-Power maximieren? Einfach MediData-Netz aufschalten und mit innovativen Produkten Ihr Potenzial nutzen. Das MediData-Netz verbindet Sie mit allen Akteuren im Gesundheitswesen und entlastet dank hochsicherer Technologie und einer breiten Auswahl an Produkten Ihre Administration. Entdecken Sie jetzt neue administrative Kräfte auf www.medidata.ch 07 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 25 Das Business am ICT-Ruder – Chance oder Risiko? Die Anzahl der ICT-Projekte, die von den Businessabteilungen angestossen werden, hat in den vergangenen Jahren die 50-Prozent-Hürde deutlich überschritten. Und der Anteil steigt weiter. Damit ist eine Realität ausserhalb der klassischen ICT-Welt entstanden. Der Einfluss der ICT-Abteilungen driftet weiter ab in Richtung Business. Thema Nummer eins derzeit in den Unternehmen ist zweifelsohne die Coronapandemie und deren wirtschaftliche und gesundheitliche Auswirkungen und Folgen. Auf technologischer Ebene zählen momentan ICT-Security, ICT- Betrieb, Cloud, Mobile Computing (aktuell prioritär auch das Homeoffice), künstliche Intelligenz und Data Analytics zu den Topthemen. Sicherlich variieren die Themen mit Blick auf die vertikalen Märkte, wo der Bugwelle der Digitalisierung Projekte mit unterschiedlicher Priorität und Thematik folgen. Als sicher gilt, dass die Anforderungen an die ICT-Abteilungen weiter steigen werden. Und ebenso sicher ist, dass nicht alle ICT-Abteilungen mit dem Tempo der durch die digitale (R)Evolution geschaffenen neuen Themen Schritt halten können. Nur eine rasche Implementierung neuer Lösungen und die Ausstattung mit modernen Devices und Technologien gewährleistet, dass die Unternehmen mit dem Innovationstempo der digitalen Welt mithalten können. Die Cloud schafft die Grundlage Am Beispiel der disruptiven Veränderungen im Bereich Marketing und Vertrieb durch die Digitalisierung lässt sich der zunehmende Einfluss der Fachbereiche nachvollziehbar darstellen. Mit der Digitalisierung verändert sich die Kundenkommunikation grundlegend. Die Erwartungshaltung der Kunden an die Unternehmen wie auch die Meinungsbildung und Verbreitung auf den sozialen Medien steigt. Für die Unternehmen wächst die Herausforderung, möglichst viele Prozesse in der Kundenkommunikation und -betreuung zu automatisieren und die individuelle Kundenbeziehung nicht aus den Augen zu verlieren. Allerdings ist darauf zu achten, dass mit der steigenden Automatisierung die Innovation und Kreativität nicht verloren geht. Die Ansprache und Adressierung der unterschiedlichen Zielgruppen kann beispielsweise durch den Einsatz von Chatbots, Analyse- Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Tools und künstlicher Intelligenz persönlich, agil, bedarfsgerecht und rasch umgesetzt und gesteuert werden. Dabei bieten smarte Customer-Relationship- Management-Lösungen die Grundlage für Echtzeit-Analysen, eine individuelle Kundenansprache, proaktives Arbeiten und Transparenz im Kundenmanagement. Die Cloud hat für Fachbereiche die Grundlage geschaffen, sich mit Blick auf neue Technologien und Lösungen selbst zu bedienen. Sie hat die Implementierung und Nutzung neuer Lösungen demokratisiert, gerade die Marketing- und Vertriebsabteilungen gehen die Dinge oft selbst an. Zudem verfügen sie auch zunehmend über eigene Budgets zur Umsetzung von Initiativen im Bereich der ICT. Zusammenarbeit ist angesagt Aus Sicht der ICT-Verantwortlichen ist der Alleingang durch Fachabteilungen allerdings kein optimaler Weg, Innovationen und neue Ideen umzusetzen. Ohne enge Zusammenarbeit mit den ICT-Fachleuten, wie etwa im Bereich Homeoffice, und den daraus resultierenden neuen Formen der Zusammenarbeit, können Sicherheitsprobleme sowie eine ausufernde Heterogenisierung der Umgebung entstehen. Angesagt ist gerade in der aktuellen Krise eine enge Zusammenarbeit von ICT und Fachabteilungen. Mit dem Ziel, eine ausgeglichene Balance zwischen system erhaltender ICT-Routine und Erfahrung sowie zukunfts- und businessgestaltendem Handeln zu finden. DER AUTOR EINFLUSS DER MARKETINGABTEILUNGEN AUF ICT-PROJEKTE UND VORHABEN Welchen Einfluss hat die Marketingabteilung auf die Bereitstellung und Nutzung externer Cloud-Services? Mehrfachantworten möglich betreiben selbst eine Lösung in der Cloud generieren und stossen Projekte an entscheiden und arbeiten aktiv mit keinen grösseren Einflusss Quelle: Cloud-Studie 2019, MSM Research 40% 17% 12% Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research 32% www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2020

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