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Netzwoche 07/2020

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06 Business Aktuell

06 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Huawei-Chairman Xu: Das Ziel heisst überleben osc. Ein Sprung bei Umsatz und Gewinn – und das im schwierigsten Jahr der Firmengeschichte. Huawei trotzte im vergangenen Geschäftsjahr den Sanktionen von US- Präsident Donald Trump. Doch wie wirkt sich der Stillstand der Weltwirtschaft im Zuge der Coronapandemie auf Huawei aus? Top-Priorität habe die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter, sagte der Huawei-Chairman. Ausserdem beobachte das Unternehmen die Versorgungssituation. In einer Krise wie der aktuellen zeige sich, wie wichtig eine funktionierende IT- Infrastruktur sei. Xerox gibt die Übernahme von HP Inc. auf sma. Die «Übernahmeschlacht» zwischen Xerox und HP Inc. ist vorbei. Druckerhersteller Xerox zieht sein Angebot zurück und versucht nicht länger den direkten Konkurrenten HP Inc. zu übernehmen. Als Grund für die abgeblasene Übernahme nennt Xerox die Coronakrise und die daraus folgenden Auswirkungen auf den Markt. Xerox sei trotzdem weiterhin überzeugt von den wirtschaftlichen Vorteilen einer Zusammenführung von HP Inc. und Xerox, heisst es weiter. ICT-Switzerland hilft bei Cybersicherheit rja. Mit einem Schnelltest erhalten KMUs eine Übersicht über den Stand ihrer eigenen Cybersecurity. Dabei werden mittels Fragebogen grundlegende Sicherheitsmassnahmen überprüft. Neu lanciert der Dachverband ICT-Switzerland zusammen mit der Global Cyber Alliance und der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften ein «Cybersecurity Toolkit». Dieses enthält eine Reihe von Werkzeugen sowie konkrete Anleitungen für einen sicheren Umgang im Internet. Coronakrise drückt auf die IT-Ausgaben Bild: allef-vinicius / unsplash.com osc. Die globalen Ausgaben für IT sollen in diesem Jahr um 2,7 Prozent zurückgehen. Das stellen die Analysten von IDC in Aussicht. Die Covid-19-Pandemie zwinge viele Organisationen weltweit dazu, kurzfristig mit Notfallplanung und Ausgabenkürzungen zu reagieren. Wie schon bei früheren Rezessionen rechnet IDC damit, dass die Ausgaben für Hardware, Software und IT-Dienstleistungen insgesamt stärker als das reale BIP zurückgehen werden. Dies, weil die gewerblichen IT-Käufer und -Verbraucher entsprechend den sinkenden Einnahmen, Gewinnen, Marktbewertungen und Mitarbeiterzahlen rasche Kürzungen der Investitionsausgaben vornehmen. Trotz kurzfristig höherer Nachfrage in einigen Bereichen werden die Ausgaben 2020 sinken, wie Stephen Minton von IDC schreibt. «Unternehmen in denjenigen Sektoren, die in der ersten Jahreshälfte am stärksten betroffen sind, werden darauf mit der Verzögerung von Einkäufen und Projekten reagieren.» IDC erwartet einen besonders starken Rückgang der Ausgaben für PCs, Tablets, Mobiltelefone und Peripheriegeräte, nämlich um 8,8 Prozent. Auch die Ausgaben für Server/Speicher- und Netzwerk-Hardware dürften trotz der starken Nachfrage nach Cloud-Diensten insgesamt zurückgehen. Die Gesamtausgaben für die Infrastruktur (einschliesslich Cloud) würden zwar um 5,3 Prozent steigen, gleichzeitig würden die Ausgaben für Server- und Speicher-Hardware um 3,3 Prozent, diejenigen für Netzwerkausrüstung um 1,7 Prozent zurückgehen. Auch die Ausgaben für IT-Dienstleistungen sollen im Jahr 2020 sinken, und zwar um 2 Prozent. Bund und Kantone wagen Neustart sma. Der Bundesrat und die Konferenz der Kantonsregierungen (KDK) haben ein neues Projekt für die digitale Verwaltung beschlossen. Damit wollen Bund und Kantone auf die digitale Transformation reagieren und den heutigen Bedürfnissen an die Verwaltung gerecht werden. Das Ziel des Projekts sei eine «breit abgestützte» und «alle Staatsebenen übergreifende» Organisation für die digitale Verwaltung, wie es in einer Mitteilung heisst. In drei Etappen zur digitalen Verwaltung Zur Absicherung der föderalen Kompetenzen soll das Projekt in drei Etappen gestaltet werden. Wobei nach jeder Etappe eine Bewertung durch den Bundesrat und die Plenarversammlung der KDK folgen soll. In der ersten Etappe geht es um die Umsetzung einer politischen Plattform mit Standardentwicklung. Vorerst noch ohne Kompetenzen, dafür mit einem Mandat und Antragsrecht. Eine Arbeitsgruppe soll bis Ende des Jahres die rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Grundlagen für die erste Etappe erarbeiten, die bis 2022 abgeschlossen werden soll. In der zweiten Etappe soll die politische Plattform die Kompetenzen für verbindliche Standardsetzungen wie etwa im Bereich Datenmanagement erhalten. In der dritten Etappe soll eine Behörde mit den entsprechenden Kompetenzen und einem breiten Mandat entstehen. Ausserdem wollen der Bundesrat und die KDK Anfang 2021 einen Beauftragten für die digitale Verwaltung von Bund und Kantonen einsetzen. Die neue Organisation soll vor allem die «Querschnittsherausforderungen» bewältigen, die Bund und KDK als erfolgskritisch einschätzen. Dazu gehören unter anderem die Abstimmung von Rechtsetzungsvorhaben, die Durchgängigkeit von Prozessen und die Bereitstellung von Identitätsdiensten. Von einer besseren Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden verspricht sich der Bund auch Vorteile bei der Förderpolitik sowie dem Innovations-, Wissens- und Erfahrungsaustausch. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 07 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Nachgefragt 07 Wie Groupe Mutuel auf die Krise reagiert Die Groupe Mutuel hat schnell auf die Coronakrise reagiert: CIO Philippe Buthey und Christian Lalain, stellvertretender Direktor und Leiter IT-Operations, verraten, wie die IT-Abteilung des Versicherungsunternehmens mit der Situation umgeht und was sie alles umgestellt hat – vom Homeoffice bis hin zum Kundendienst. Autor: Rodolphe Koller, Übersetzung: Joël Orizet Vor einigen Wochen hat die Groupe Mutuel ihren Krisenstab aktiviert. Eine Task Force unter der Leitung von CFO Florian Raemy soll Manager aus den verschiedenen Geschäftsbereichen des Unternehmens zusammenbringen. Ihr Ziel ist es, die Gesundheit der Mitarbeiter, den Service für die Versicherten und die Unterstützung der KMU- Kunden zu gewährleisten. Philippe Buthey, CIO der Groupe Mutuel, und Christian Lalain, Leiter IT-Operations und IT-Verantwortlicher der Task Force, sprechen über Krisenmanagement aus Sicht der IT, über die vielen Herausforderungen und über die ersten Lehren, die sie daraus gezogen haben. Wie für viele andere Organisationen war auch für die Groupe Mutuel das wichtigste IT-Krisenprojekt die Umstellung auf Homeoffice. Auf der Anwendungsseite habe sich die Umstellung als relativ einfach erwiesen, vor allem dank der digitalen Plattform Nova: Die von der Groupe Mutuel selbst entwickelte Lösung für Informations-, Kommunikations- und Datenverarbeitung basiert auf vollständig digitalen Workflows und kommt im gesamten Unternehmen zum Einsatz. Die Verlegung der Arbeitsplätze sei hingegen schwieriger gewesen, da rund 1600 Mitarbeitende nicht mit Laptops arbeiteten, sondern an fixen Arbeitsplätzen mit jeweils einem Thin Client und zwei Bildschirmen. Diese Mitarbeitenden wurden 10 Tage lang durch ein IT-Team unterstützt – beim Umzug der Computer, bei der Installation der Geräte zuhause, beim ersten Zugriff auf die Systeme über VPN und beim Aktivieren der doppelten Authentifizierung. Die IT-Abteilung hatte diese Massnahmen bereits vor der Krise geplant, allerdings nach einem anderen Zeitplan: «Die Umstellung erfolgte nun sechs Monate vor unserem lange geplanten Mobilitäts- und Homeoffice- Projekt», erklärt Lalain. Die zentrale Infrastruktur habe die schlagartige Zunahme an Fernzugängen überstanden. Allerdings habe es einige unerwartete Anpassungen gebraucht, sagt Buthey. Beschleunigte Einführung von Tools für die Zusammenarbeit Die Umstellung auf Homeoffice führt auch unter den Mitarbeitenden der Groupe Mutuel zu einem sprunghaften Anstieg der Nutzung von Collaboration-Tools, was wiederum einen erhöhten Bedarf an Support mit sich bringt. Auch hier wurde die Einführung von Werkzeugen für die digitale Zusammenarbeit durch die Krise beschleunigt. Die getroffenen Massnahmen und deren Umsetzung zeigen Wirkung: Die Produktivität der Mitarbeitenden liege weit über den Erwartungen, erklären die Manager. Der Anteil der Mitarbeitenden, die «up and running» sind, sei einer der KPIs, die der Krisenstab laufend überwache. Dieser habe auch die Entwicklung eines Dashboards vorangetrieben – ein Steuerungsinstrument, das wichtige Indikatoren zum Geschäftsgang und zur Überwachung der aktuellen Lage zusammenfasst. Den Kennzahlen zufolge wirkte sich die Krise bislang nur geringfügig auf die Produktivität des Unternehmens aus. Zwar ist es noch zu früh, um die Auswirkungen der Krise zu bilanzieren. Doch Buthey habe bereits einige Lehren gezogen. Für den CIO drängt die Arbeit im Homeoffice die Menschen dazu, sich stärker zu strukturieren. «Wir sehen es im Alltag: Die Leute sind bereit und strukturiert, sie fokussieren sich auf das Wesentliche.» Ebenfalls positiv hervorzuheben sei, dass sich die Mitarbeitenden schnell an die Situation angepasst hätten. «Die Mitarbeitenden zeigen viel guten Willen, und viele von ihnen danken der IT für ihre Unterstützung», sagt Buthey. Er räumt jedoch ein, dass sich Homeoffice zwar gut für klar geregelte Abläufe und Backoffice-Tätigkeiten eigne, aber weniger wenn es um Veränderungsprojekte sowie Vertriebsaktivitäten gehe. « Die Mitarbeiter zeigen viel guten Willen und viele von ihnen danken der IT für ihre Unterstützung. » Philippe Buthey, CIO, Groupe Mutuel Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2020

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