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Netzwoche 07/2021

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WWW.NETZWOCHE.CH «Meineimpfungen.ch» stellt den Betrieb ein nsa/kfi. Die Impfplattform «meineimpfungen.ch» stellt den Betrieb ein. Die Betreibenden hatten Anfang Mai einen Neustart der Plattform angestrebt. Trotz der Anstrengungen, die kritischen Sicherheitslücken zu beheben, sei ein sicherer Betrieb der Plattform nicht mehr möglich, heisst es nun auf «meineimpfungen.ch». Die Direktion arbeite an einer Lösung, um Impfdaten auf sichere Art und Weise wieder zur Verfügung stellen zu können. Stadt Zürich digitalisiert Steuerportal mit Adesso msc. Im November 2020 hat die Stadt Zürich ihr digitales Steuerportal «Steuercockpit» lanciert. Auftragnehmer Adesso Schweiz arbeitet derzeit an einem zweiten Release. Das Portal wird im Rahmen der IT-Strategie «Digitale Stadt» realisiert, einem strategischen Schwerpunkt zur Digitalisierung in Zürich. Mit der Applikation können rund 250 000 steuerpflichtige Privatpersonen der Stadt ihre Steuerdokumente einsehen. Gleichzeitig soll das Steuercockpit «ein geschützter und einfacher Kommunikationskanal» sein, «um mit Mitarbeitenden des Steueramts in Kontakt zu treten». Der Service werde laufend weiterentwickelt, teilt Adesso Schweiz mit. Social Media und TV sollen Psyche nicht schaden lha. Gemäss einer Studie der Oxford University hat die Nutzung digitaler Medien keinen negativen Einfluss auf die Psyche Jugend licher. Die Forschenden untersuchten dazu in den vergangenen 30 Jahren in den USA und Grossbritannien Datensätze von rund 430 000 Jugendlichen. «Die Beziehung zwischen sozialen Medien, Fernsehen und Verhaltensproblemen war stabil geblieben», lautet das Fazit der Studienautoren. Ohne 5G-Ausbau droht Datenstau Den Artikel finden Sie auch online www.netzwoche.ch 22 Web Aktuell msc. Die Mobildatennutzung in der Schweiz hat im vergangenen Jahrzehnt ordentlich zugelegt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Sotomo, im Auftrag des Forschungsinstituts Succè Suisse. Mehr Smartphones, mehr Daten Konkret untersuchte die Studie die mobile Datennutzung in der Schweiz von 2010 bis 2021. Erwartungsgemäss ist die Nachfrage nach mobilen Diensten in diesem Zeitraum deutlich gestiegen. Beispielsweise seien heute etwa dreimal so viele Smartphones im Einsatz wie zu Beginn der Studie. Die Menge an übertragenen Daten sei mittlerweile gar 200 Mal höher als zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts. Daran soll sich auch weiterhin nichts ändern, gemäss der Studie soll sich die Datennutzung alle zwei bis zweieinhalb Jahre verdoppeln. Ländliche Regionen treiben Datennutzung voran Für den Anstieg seien vor allem die ländlichen Regionen der Schweiz verantwortlich. Eine Aufschlüsselung nach Gemeinden zeige, dass der «digitale Graben» im Datenverbrauch zwischen Stadt und Land der Vergangenheit angehöre, heisst es in der Studie. In absoluten Zahlen würden in ländlichen Gebieten, insbesondere im Alpenraum, sogar die meisten Daten verbraucht. Dies ist schnell erklärt: «Gerade in abgelegenen Regionen mit einer wenig entwickelten Netzinfrastruktur sind mobile Daten heute besonders wichtig», sagt Michael Hermann, Studienleiter und Geschäftsführer von Sotomo. Infrastrukturministerin Simonetta Sommaruga fordert unterdessen mehr Bandbreite für Randregionen. Zur Erkenntnis, wie wichtig ein schnelles Netz ist, kam die Bundesrätin demnach auch wegen der Coronakrise und bemerkt: «Zahlreiche Leute haben von zuhause aus gearbeitet», und dies müsse auch in den Randregionen der Schweiz problemlos möglich sein. 5G soll Netzwerkauslastung verhindern Des Weiteren wurde in der Studie die Netzauslastung in der Schweiz untersucht. Diesbezüglich habe das starke Wachstum die Netze an ihre Grenzen gebracht, erweiterte Kapazitäten hätten dies nur bedingt kompensieren können. Dies liege primär daran, dass die Möglichkeiten der 4G-Technologie ausgeschöpft seien. «Es ist wie im Feierabend-Verkehr: Lange läuft der Verkehr flüssig, plötzlich kippt aber das System, ein Stau bildet sich und es geht nichts mehr», erklärt Hermann. 5G soll hierbei Abhilfe schaffen: «Ohne Modernisierung mit der neuen fünften Technologiegeneration werden wir in Kürze bedeutende Systemausfälle sehen.» Corona hat Netze entlastet Die Coronapandemie hat anscheinend nicht nur zu einer Entlastung des Schweizer Strassenverkehrs geführt – auch Datenstaus seien im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Heimarbeit und der Wechsel vom öffentlichen auf den Individualverkehr habe «Pendlerspitzen gebrochen und Belastungspeaks in Ballungszentren reduziert». Dadurch habe sich die Datennutzung über den Tag verteilt und die Netze entlastet. Dennoch sei die mobile Datenmenge auch in der Pandemie grösser geworden, sagt Ruedi Noser, Mitglied der Trägerschaft von Succè Suisse: «Wenn sich bei einer Normalisierung der Pendlerbewegungen wieder intensivere Belastungsspitzen bilden, werden wir neue Ausfälle sehen.» Bild: user3802032 / Freepik 07 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Fachbeitrag 23 Wo liegen die Grenzen von IoT und Edge Computing? Das digitale Datenzeitalter wird von Internet of Things, Operation Technology, künstlicher Intelligenz und Automatisierung angetrieben. Durch die Zusammenführung dieser Netzwerke unter einer Plattform eröffnet sich eine völlig neue Generation von Anwendungen und Workloads. Am Edge werden mehr Daten als je zuvor erzeugt. Dies schafft zwar neue Möglichkeiten für Unternehmen, aber auch neue Herausforderungen für die IT. Eine Flut an Daten muss über das Netzwerk sicher und schnell transportiert werden. Die Verarbeitung und Speicherung der Daten fordern die Datenspeicher und Applikationen. Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen Unternehmen neue, cloudbasierte Architekturen, die alle Komponenten miteinander verbinden, alle Daten schützen und die Analyse der Daten einfach und zuverlässig unterstützen. Verbindung Eine wichtige Basis für die Digitalisierung bilden die Verbindungen. Benutzer wie auch Geräte, vom Edge bis zur Cloud, müssen miteinander verbunden werden. Alle vorhandenen Netzwerke (LAN/WLAN/SD-WAN/5G/IoT/OT etc.) sollten zu einem gesamten Netzwerk (Unified Infrastructure) zusammengefügt sein. So werden Verwaltungssilos eliminiert und die Identifizierung und Steuerung von Geräten im Netzwerk erleichtert. Schutz Die Anwendung von bewährten Zero-Trust-Sicherheitsmethoden schützen das Netzwerk vor geräte- und internetbasierten Bedrohungen. Indem der Zugriff auf das Netzwerk auf Grundlage von Rollen-, Richtlinien- und detaillierten Geräteprofilinformationen eingeschränkt wird (selbst bei IoT-Geräten ohne Bildschirm), können Geschäfts-, Kundenund Patientendaten effizient geschützt werden. Die Überwachung aller Datenströme im Netzwerk, und zwar von der Entstehung bis zur Speicherung (Edge-to-Cloud-Security), ist dabei ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Analyse Die künstliche Intelligenz (KI) wie auch die Automatisierung bieten Unternehmen neue Möglichkeiten, die enorme Flut von Informationen, die am Edge generiert werden, schnell zu verarbeiten und zu analysieren. KI für IT-Operations (AIOps) ermöglicht es, grosse Datenmengen und maschinelle Lernfunktionen zu kombinieren, um damit Überwachungs-, Service-Desk- und Automatisierungsprozesse zu unterstützen und teilweise zu ersetzen. Es gibt heute schon viele Anwendungsfälle, in denen IoT und Edge Computing erfolgreich zum Einsatz kommen, etwa bei Gebäuden. Mit Echtzeit-Simulationsmodellen, die mithilfe nativer KI-Fähigkeiten erstellt werden, können Softwaremodelle erstellt werden, die suboptimale Prozesse erkennen, betriebliche Verbesserungen vorschlagen und die Entwicklung des Energieverbrauchs überwachen, um ineffizienten Trends proaktiv entgegenzuwirken. Auf Geländen, auf denen Explosionsgefahr besteht, sind standortbasierte Sicherheitssysteme zum Schutz der Mitarbeitenden und Besucher oft vorgeschrieben. Intelligente Netzwerke in Kombination mit modernsten Technologien erstellen ein dreidimensionales Situationsbewusstsein in Echtzeit, indem sie den Standort von Menschen, Anlagen und Materialien überwacht. Grenzenlos? Wenn Netzwerke miteinander verbunden sind, Applikationen die gesammelten Daten verarbeiten und die künstliche Intelligenz Entscheidungen trifft, scheint es, dass es keine Grenzen mehr für Workloads und Anwendungsfälle gibt. Die grosse Herausforderung besteht aber heute darin, aktuelle Infrastrukturen und Anwendungen mit den neuen Technologien zu vereinen und das sind wohl die Grenzen von IoT und Edge Computing. ANALYZE AND ACT PROTECT CONNECT DER AUTOR Kurt Christen Leiter Verkauf, Softec Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Cloud-native Architektur für einen intelligenten Edge. REMOTE BRANCH CLOUD CAMPUS DATA CENTER Onboarding Provisioning Orchestration Analytics Location Management Visibility Cloud-native Architektur für einen intelligenten Edge Authentication Continuous Monitoring Policy Enforcement Unified Threat Management Wireless Wired SD-WAN 5G IoT AIOps Edge-to-Cloud Security Unified Infrastructure www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2021

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