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Netzwoche 07/2021

26 Technology Aktuell

26 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Hypi Lenzburg kooperiert mit Adesso jor. Die Hypothekarbank Lenzburg geht eine Partnerschaft mit Adesso Schweiz ein. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam Open-Banking-Lösungen weiterentwickeln und diese in der Schweiz vermarkten, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Deal dreht sich um die Vermarktung des von der Hypi Lenzburg selbst entwickelten Kernbankensystems Finstar. Postfinance und Swissquote lancieren App «Yuh» rja. Postfinance und Swissquote haben ihre Mobile-Banking-App «Yuh» veröffentlicht. Sie steht ab sofort für iOS und Android bereit. Über die App könne direkt ein Konto eröffnet werden, teilen die Finanzunternehmen mit. Man könne in ausgewählte Aktien oder Kryptowährungen investieren. Laut Mitteilung stehen derzeit über 100 Ak tien und 13 Kryptowährungen zur Auswahl. Datenschutz-Offensive von Microsoft Bild: Carl Campbell / Unsplash rja. Microsoft will es seinen Kundinnen und Kunden in der EU und in der Schweiz künftig ermöglichen, all ihre Daten innerhalb Europas zu verarbeiten und zu speichern. Diese Zusage gilt für alle zentralen Cloud-Dienste von Microsoft (Azure, Microsoft 365 und Dynamics 365) sowie dem damit verbundenen Kundensupport, wie das Unternehmen mitteilt. Man wolle mit dem Schritt die Wünsche der Kunden nach Datenresidenz innerhalb der EU noch besser erfüllen. Microsoft bezeichnet die neuen Massnahmen als «EU Data Boundary for the Microsoft Cloud». «Wir haben bereits mit den technischen Vorbereitungen begonnen, damit unsere zentralen Cloud-Services so schnell wie möglich sämtliche personenbezogenen Daten unserer Unternehmenskunden und Kunden der öffentlichen Hand nur noch in der EU speichern und verarbeiten können, wenn sie das wünschen», heisst es in der Mitteilung. Technisch werde man die Verpflichtung bis Ende 2022 umsetzen. Im vergangenen Juli erklärte der Europäische Gerichtshof die als Privacy Shield bekannte Rahmenvereinbarung zwischen den USA und der EU für ungültig. Dies bedeutet, dass das US-EU Privacy Shield keine genügende Rechtsgrundlage für einen Datentransfer in die USA darstellt. Der Schweizer Datenschutzbeauftragte folgte diesem Urteil. In seiner Ankündigung betont Microsoft, die Grundregelungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auf Kundinnen und Kunden weltweit ausgedehnt zu haben. Doch man werde über die Empfehlungen der europäischen Datenschutzbehörde hinausgehen. «Wir werden jede Anfrage einer staatlichen Stelle nach persönlichen Daten eines EU-Kunden aus dem öffentlichen Sektor oder der Privatwirtschaft anfechten – egal von welcher Behörde –, wenn es dafür eine rechtliche Grundlage gibt», teilt das Unternehmen mit. Zudem werde Microsoft Nutzerinnen und Nutzern künftig eine finanzielle Entschädigung anbieten, wenn das Unternehmen deren Daten unter Verletzung der DSGVO offenlegen müsse und dadurch einen Schaden verursache. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Wie weit man in der Schweiz mit dem digitalen Wandel ist, ist daran zu erkennen, wie viele Unternehmen keine eigentliche Unterscheidung zwischen Digitalisierung und digitaler Transformation machen. Das ist aktuell noch sehr verbreitet der Fall. Kein Wunder, wird so das digitale Zeitalter verpasst. Digitalisierungsinitiativen werden in den meisten Firmen gestartet. Seinen Shareholdern, Mitarbeitenden und Kunden versucht man damit zu demonstrieren, dass man mit der Zeit geht und in die Zukunft investiert. Mit solchen Digitalisierungsinitiativen werden manuelle Abläufe automatisiert und wenn es hochkommt, den Kunden eine Firmen-App bereitgestellt. Am Geschäfts- und Betriebsmodell ändert sich damit aber eher wenig. Solche Initiativen kann man getrost dem CIO und seinen Mitarbeitenden übertragen, denn das haben sie bereits in all den Jahren seit der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung in Unternehmen gemacht. Bei der digitalen Transformation geht es aber um etwas anderes und etwas ganz Grundsätzlicheres. Es geht um ein Verständnis, wie sich die Technologie verändert hat und wie sie die Welt, in der das Unternehmen tätig ist, verändert; ob das Unternehmen auf diese Veränderungen reagieren oder seinen derzeitigen Kurs beibehalten muss; wie man Chancen in der digitalen Welt Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch identifiziert und welche Risiken mit jeder Chance verbunden sind. So ein Veränderungsprogramm kann man nicht einfach der IT überlassen. Die Definition und Umsetzung von Digitalstrategien erfordern einen grundlegenden Wandel der Denkweise, der Kultur und der Fähigkeiten im gesamten Unternehmen. Es ist ein Wandel, der bei den Führungskräften beginnen muss. Hier braucht es Digital Leadership. Das heisst jetzt nicht, dass man jede technologische Änderung mitmachen muss. Vielmehr bedeutet es, zu verstehen, wie Technologie die Art und Weise verändert, wie Menschen leben und arbeiten und mit anderen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass das Unternehmen im Kontext dieser Veränderungen relevant bleibt. Digitale Transformation verlangt ein ernsthaftes Engagement der gesamten Unternehmensleitung. Und es braucht ein Geschick, Mitarbeitende zu finden, die einerseits das Business des Unternehmens verstehen und andererseits bereits Erfahrungen mit solchen Transformationen gemacht haben. Allein wird die Transformation sehr schwierig, weil man geneigt ist, sich immer wieder vor schwierigen Veränderungen zu drücken. Wenn eine digitale Blume nicht blüht, so muss man bereit sein, die Umgebung, in der sie wächst, zu korrigieren – nicht die Blume. Und hier fehlt es noch an geeigneten Führungsqualitäten in vielen Unternehmen. Digital Leadership heisst, loslassen können. Das Unternehmen muss flexibler werden und die Autorität auf die Mitarbeitenden übertragen werden, die die Arbeit ausführen, die digitale Produkte und Services erstellen und bereitstellen. Echte Digital Leadership heisst hier, eine Umgebung dafür zu schaffen, damit die Erfolg versprechendsten Initiativen Raum haben, zu wachsen und gedeihen. Es fehlt überall an Digital Leadership Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 07 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 27 IBM präsentiert Zwei-Nanometer-Chip Den Artikel finden Sie auch online www.netzwoche.ch kfi. IBM hat seinen ersten Zwei-Nanometer-Chip präsentiert. Wie das Unternehmen mitteilt, rechnet es entweder mit einer 45 Prozent höheren Leistung der Chips oder mit 75 Prozent weniger Energieverbrauch im Vergleich zu den derzeitigen 7-Nanometer-Chips. Wie «Der Standard» schreibt, setzt IBM bei seinem neuen Chip auf die Gate-All-Around-Technik mit Nanosheets. Mögliche künftige Vorteile dieser Chips sind gemäss IBM: ·· viermal länger anhaltender Mobiltelefon-Akku ·· Reduktion des CO2-Fussabdrucks von Rechenzentren ·· deutlich schnellere Laptops ·· schnellere Objekterkennung und Reaktionszeit, etwa in autonomen Fahrzeugen Mit der neuen Technik finden auf dem Chip erheblich mehr Transistoren Platz. «Anandtech» geht von rund 333 Millionen Stück pro Quadratmillimeter aus. Das ist beinahe doppelt so viel, wie derzeit auf den 5-Nanometer- Chips von TSMC Platz finden. TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) beliefert unter anderem Apple. Laut «Der Standard» könnte es noch bis Ende 2024 dauern, bis die neuen Chips im grossen Stil produziert werden. Die Konkurrenz lässt nicht auf sich warten: Firmen wie TSMC und Samsung arbeiteten auch am Zwei-Nanometer-Verfahren, schreibt «Der Standard». Die Konkurrenz schläft nicht TSMC legt unterdessen einen Zwischenschritt bei drei Nanometern ein. Gemäss «Heise» ist die Probeproduktion der entsprechenden Chips bereits vergangenes Jahr angelaufen, die Massenproduktion beginne 2022. Auf diesen Drei-Nanometer-Chips finden laut Schätzung von «Anandtech» rund 292 Transistoren pro Quadratmillimeter Platz. Ende 2020 berichtete «Heise», dass der einzige Kunde für die geplante Massenproduktion der Drei-Nanometer-Chips zu Beginn Apple gewesen sei. WWW.NETZWOCHE.CH ISE als physischer Event abgesagt cka. Die Veranstalter der ISE haben sich entschieden, die physischen Veranstaltungen in Amsterdam und München abzusagen. Aussteller und Besucher hätten zwar Interesse gezeigt, schreibt Managing Director Mike Blackman in einem Statement. Aber aufgrund neuer staatlicher Vorschriften bezüglich Covid-19 in Deutschland und in den Niederlanden könne die ISE nicht garantieren, dass die beiden Veranstaltungen stattfinden könnten. Die Vorbereitungen für die Veranstaltungen in Barcelona und London seien derweil in vollem Gange. Die dortigen Events sollen planmässig über die Bühne gehen. Anzeige ubitec UMB meshTec Nicht die Grössten_aber die Agilsten Auch bei Cloud Native und Software-Entwicklung kreieren wir unseren Kunden Zeit für Innovationen und mutige Geschäftsideen. Wir perfektionieren mit meshTec und ubitec unser Know-how in Business & Technology Transformation. umb.ch/next

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