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Netzwoche 09/2017

22 Technik bis zum

22 Technik bis zum Endkunden hin denken. Schon sehr früh müssen daher die richtigen Fragen gestellt werden: Was sind die Kundenbedürfnisse? Wie lässt sich Technologie im Sinne unserer Kunden einsetzen? Wie machen wir das Leben unserer Kunden einfacher? Diese Fragen betreffen aber nicht bloss die Informatik. Hier ist die erwähnte Interdisziplinarität ganz wichtig, weshalb wir eng mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bereichen zusammenarbeiten. Wie arbeiten Sie bei Projekten mit Kunden zusammen? Wir wollen Kunden möglichst früh in die Projektentwicklung einbinden. Wir bauen zunächst ein Minimum Viable Product. Dabei geht es darum, den Benutzern möglichst früh Gelegenheit zu bieten, Feedback zu geben. Das Produkt respektive die Applikation, die wir zur Verfügung stellen, ist dabei noch nicht vollständig entwickelt, enthält aber bereits die wesentlichen Merkmale des Endprodukts. Die Kunden-Feedbacks können wir in den nächsten Entwicklungsschritt einfliessen lassen und damit sicherstellen, dass wir nicht an den Kundenbedürfnissen vorbei entwickeln. Gefragt ist aber auch unser Servicebereich. Es gibt vieles, das man mit Technik allein nicht lösen kann. Können Sie ein Beispiel nennen? Wenn wir etwa eine Landingpage mit Informationen zu Produkten und Services anbieten, müssen wir sicherstellen, dass die Interaktion mit den Kunden nicht nur auf der Webpage stattfindet. Wenn sich der Kunde auf der Website etwas angesehen hat und fünf Minuten später anruft, dann müssen die Mitarbeiter am Telefon möglichst die gleichen Aussagen und Angebote machen können. Diese Abläufe sollen möglichst nahtlos vonstatten gehen. Ich glaube, das macht die Informatik, aber auch die fachlichen Fragestellungen so interessant. Inwiefern? Beides verschmilzt immer mehr. Es geht darum, die Interaktionspunkte mit den Kunden zu verbessern und zu vermehren. Wie nutzen Sie Social Media? Wir sind auf Facebook und Twitter sehr aktiv. Dies sind sehr interessante und schnelle Kanäle. Es zeigt aber auch die Vielzahl der Interaktionsformen. Denn nicht alle Kunden sind auf Twitter oder Facebook. Es gibt immer noch viele Kunden, die unsere Niederlassungen besuchen. Spüren Sie eine Verschiebung zwischen physischen und digitalen Kanälen? Wir stellen schon fest, dass die digitalen Kanäle besser genutzt werden und Kunden digital stärker interagieren. Aber wir sehen keine umfassende Verschiebung der Kundenströme. Man kann sicherlich auch gewisse Kontaktpunkte steuern, denn nicht jedes Kundenanliegen ist an jedem Kontaktpunkt richtig angebracht. Wir müssen den Kunden unterstützen, den besten Interaktionspunkt für sein Anliegen bei Helsana herauszufinden. Aber grundsätzlich wollen wir unseren Kunden möglichst Kanalfreiheit bieten. Welche weiteren Projekte haben Sie auf der Agenda? Unser Projektportfolio ist gut gefüllt. Basierend auf den existierenden Plattformen wie etwa dem CRM bauen wir weitere Funktionalitäten auf. Ebenso werden wir das Portal «My Helsana» weiter ausbauen. In einem nächsten Schritt werden wir die Applikationslandschaft im Unternehmensgeschäft komplett modernisieren, nachdem wir vor Kurzem unsere im Individualgeschäft eingesetzte Applikationslandschaft grundlegend erneuert haben. Selbstverständlich arbeiten wir auch an digitalen Services für unsere Endkunden. Wann werden Sie mit der Ablösung der Applikationen im Unternehmensgeschäft starten? Im Moment befinden wir uns in der Vorbereitungsphase. Ab Oktober wollen wir mit der eigentlichen Umsetzung beginnen. Das ist eine grosse Initiative, aber in gewisser Weise auch der Endpunkt unserer Applikationserneuerung. Wir verfolgen damit das Ziel, effizienter Lösungen für unsere Kunden auf den Markt zu bringen. « Wir wollen Kunden möglichst früh in die Projektentwicklung einbinden. » Hans-Peter Keller, CIO, Helsana 09 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 23 Neue Strategie soll Schweiz vor Cyberrisiken schützen cgr. Im Jahr 2012 hat der Bundesrat die erste «Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken» (NCS) beschlossen. Mit der Strategie wollte sich der Bund gegenüber der steigenden Bedrohung durch Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen rüsten, wie es in einer Mitteilung heisst. Die NCS läuft planmässig Ende 2017 aus. In einem Bericht liess der Bundesrat nun die Wirksamkeit der Strategie prüfen. Dieser kommt zu einem positiven Ergebnis. Die Schweiz sei jetzt besser gegen Cyberangriffe aufgestellt. 15 von 16 NCS-Massnahmen seien bis Ende 2016 umgesetzt worden. Eine Massnahme sei in Verzug, diese könne aber bis Ende 2017 abgeschlossen werden, heisst es darin. Nachfolgestrategie bereits in Planung Laut dem Bericht sei mit dem Erreichten aber erst ein Fundament gelegt. Es brauche einen weiteren Ausbau zum Schutz vor aktuellen Cyberbedrohungen. Daher entschied der Bundesrat, dass bis Ende des Jahres eine Nachfolgestrategie ausgearbeitet werden soll. Die Nachfolgestrategie soll sich über den Zeitraum 2018 bis 2023 erstrecken und die veränderten Bedrohungslagen berücksichtigen. Zudem entschied der Bundesrat, die 30 Stellen der NCS auf unbefristete Zeit zu verlängern. Der Rat stellte die finanziellen Mittel dazu bereit. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_37940 Microsoft zeigt an Build Neuheiten für Azure gsa. Microsoft hat Entwickler aus aller Welt zu seiner Entwicklerkonferenz Build 2017 nach Seattle geladen. Ein grosses Thema waren Neuerungen für die Cloud-Plattform Azure. Microsoft überarbeitete etwa die Kommandozeile in Azure. Das soll die Benutzererfahrung verbessern, schreibt Microsoft. Die neue Azure Cloud Shell biete nun eine browserbasierte Bedienoberfläche und verstehe verschiedene beliebte Programmiersprachen. Jede sogenannte Session werde zudem mit einer «Home Directory» verknüpft und synchronisiert. WWW.NETZWOCHE.CH Linux Foundation startet EdgeX Foundry jor. Die Linux Foundation hat an der Hannover Messe ein neues Projekt namens EdgeX Foundry vorgestellt. Die Stiftung verfolgt mit dem Projekt das Ziel, eine quelloffene Entwicklungsumgebung für das Edge-Computing im Internet der Dinge (IoT) aufzubauen. Mit dem Projekt will die Linux Foundation die Verbreitung des IoTs beschleunigen. Wie die Stiftung mitteilt, soll das Open Source Framework die Kompatibilität von verschiedenen Komponenten sicherstellen und den Markt für IoT vereinheitlichen. ▸ Webcode DPF8_37681 Postfinance hat eine neue Website mur. Postfinance hat eine neue Website mit Responsive Design aufgeschaltet. Sie biete eine funktionale Suche, einen Supportbereich mit Chatfunktion und eine moderne Benutzeroberfläche, heisst es in einer Mitteilung. Die Navigation sei nun intuitiver. Das Kacheldesign würden die Kunden bereits vom E-Finance her kennen. Auch den Markenauftritt erneuerte Postfinance. Er soll frisch, einfach und modern wirken. Logo, Postgelb und die Frutiger- Schrift blieben erhalten. ▸ Webcode DPF8_40700 Neues für Datenbankentwickler Microsoft will den persönlichen Vorlieben von Entwicklern entgegenkommen. Für Microsoft ist klar, dass Entwickler mit den Datenbankanwendungen ihrer Wahl arbeiten. Ausserdem nutzen Programmierer laut dem Hersteller zunehmend Datenbank-as-a-Service-Angebote. Microsoft kombinierte diese Entwicklungen und präsentierte an der Build einen neuen Dienst. Dieser migriert Datenbanken von Drittanbietern und SQL-Datenbanken in die Azure Cloud, wie Microsoft mitteilt. Zusätzlich gab Microsoft die Verfügbarkeit von Azure Database for MySQL und Azure Database for Postgre- SQL bekannt. Microsoft wartete zudem mit einer neuen Datenbanktechnik auf: Azure Cosmos DB. Sie sei die erste global distribuierte Multi-Model-Datenbank. Der Hersteller bietet fünf voreingestellte Konsinstenzmodelle an. Bei anderen Microsoft-CEO Satya Nadella schwor die Entwickler auf die Strategie des Unternehmens ein. Datenbanken müssten Enwickler zwischen starker und schwacher Konsistenz wählen, argumentiert Microsoft. Bei der Microsoft-Datenbank entfiele diese Wahl. Da Cosmos ein Cloud-Service ist, bietet Microsoft vertraglich geregelte Latenzzeiten und garantierte Uptime-Zeiten an. Azure Cosmos DB indiziert laut Hersteller Daten automatisch, was Abfragezeiten verkürzen soll und das über verschiedene geografische Regionen hinweg. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_40313 Codecheck plant Expansion in die USA jor. Das Schweizer Start-up Codecheck hat seine gleichnamige App auf Englisch lanciert. Diese ist zunächst für Nutzer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Die Macher der App planen jedoch den Start auf dem US-Markt, wie Startupticker berichtet. Die App Codecheck soll Konsumenten beim Kauf von gesunden Nahrungsmitteln helfen. Nutzer könnten dazu den Barcode von Produkten per Smartphone-Kamera einscannen. ▸ Webcode DPF8_40685 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2017

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