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Netzwoche 09/2017

28 Technology Research

28 Technology Research Mobilität fördert und fordert! Mobilität definiert sich nicht nur über Smartphones, Tablets und Notebooks. Sie ist keine ausschliessliche Frage der Ausstattung mit mobilen Devices. Mobilität ist weit mehr. Sie umfasst das ganze Unternehmen, die Organisation, Prozesse und Kultur. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Wie unsere Studie «Arbeitsplatz der Zukunft» aufgezeigt hat, wird sich das flexible und mobile Arbeiten bis 2018 in mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen durchsetzen. Die steigende Verbreitung von neuen Arbeitsplatzmodellen schlägt sich auch in der Höhe und Zunahme der Ausgaben und den geplanten Budgets fürs laufende Jahr nieder: Die Budgets für den mobilen Arbeitsplatz werden um mehr als 9 Prozent aufgestockt. Damit zählt die Mobilität zu den starken Pfeilern und Antreibern des Wachstums des ICT-Marktes. Wertvolle Benefits Mobilität fördert die Wettbewerbsfähigkeit und Differenzierung, denn ohne Frage schaffen mobile Arbeitsplätze wertvolle Benefits (schneller, schlanker, besser), aus zwei Hauptgründen: 1. Das geräte- und ortsunabhängige Arbeiten erlaubt kurze Reaktionszeiten für Fachbereiche wie Vertrieb, Support, Wartung oder auch Logistik. Die Erreichbarkeit und die Fähigkeit, schnell zu reagieren, werden so zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens. 2. Mobile Arbeitsplätze, «State of the Art» ausgerüstet mit Devices und Tools zur nahtlosen Zusammenarbeit, erhöhen die Attraktivität des Unternehmens und sind notwendig, um den Anforderungen der neuen Mitarbeiter-Generation gerecht zu werden. Anforderungen nicht unterschätzen! Deshalb sollten in einer sogenannten Enterprise Mobility Policy alle das mobile Arbeiten betreffenden Fragen angegangen werden. Dazu gehören Themen wie die Managebarkeit (Mobile Device Management, MDM), Geschäftsprozesse, Beschaffung, Organisation und der Support. Weiter sind damit auch eine ganze Reihe sicherheitsrelevanter Fragen zu klären, wie: Können private Devices und Apps für das Business genutzt werden? Welche Daten sollen mobil zur Verfügung gestellt werden (Risikobewertung)? Wer stellt die Geräte zur Verfügung? Wie werden Daten und Zugriffsrechte organisiert und geschützt? Und die Anforderungen an die Mitarbeiter, an die Zusammenarbeit und Disziplin dürfen nicht unterschätzt werden. Mobil agierende Mitarbeiter und Projektteams verändern das bisherige, gewohnte Schaffen grundlegend. Die Organisation, Kultur und Disziplin eines Unternehmens wird sich diesen Veränderungen stellen und anpassen müssen. Mobilität fordert und fördert! AUSGABEN FÜR MOBILITY Budgetstruktur für Mobile Devices, Lösungen und Services im Schweizer Markt 2016 Anteil Mobile Devices (Notebooks, Tablets, Smartphones) Anteil Mobile Lösungen (Apps, Security, MDM, MAM) Anteil Services für Mobility (Betrieb, Integration, Support) Mobil agierende Mitarbeiter und Projektteams verändern das bisherige, gewohnte Schaffen grundlegend. Allerdings werden bei der Einführung und Etablierung mobiler Arbeitsplätze die Auswirkungen auf die Organisation sowie die Konsequenzen in der Zusammenarbeit und der Prozessabwicklung oftmals unterschätzt. Zu schnell begibt man sich hier auf dünnes Eis und unbekanntes Terrain. Mitarbeiter sind heute oft unterwegs und treffen sich in virtuellen oder realen Meetingrooms. Der Arbeitsplatz ist da, wo man gerade ist, die Arbeit folgt über die Netze. Es ist eine neue Zeit mit neuen Regeln. Die Mobilität fordert das ganze Unternehmen und auch jeden Einzelnen. 41 27 32 Quelle: MSM Research AG Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_41196 09 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Event 29 Wie die Migros Bank auf Windows 10 migrierte Windows 10 war das Hauptthema an der Ivanti Interchange in Zürich. Thomas Egli, Head of Business Development bei Armacom, berichtete, wie die Migros Bank auf Windows 10 migrierte. Ivanti, ein Zusammenschluss aus Heat Software und Landesk, gab zudem auch einen Einblick in die Pläne für das Portfolio. Autor: Christoph Grau Am 16. Mai hat Ivanti seine erste Interchange-Veranstaltung im Restaurant «Au Premier» im Zürcher Hauptbahnhof abgehalten. Ein Schwerpunkt der Vorträge war die Migration auf Windows 10. Das Interesse der anwesenden Gäste war gross, was sich auch an der Besucherzahl zeigte. Laut Ivanti kamen 50 Kunden und Partner an den Event. Ivanti ist eine recht neue Firma. Sie entstand aus der Fusion von Heat Software und Landesk im Januar dieses Jahres. Andreas Fuchs gab daher zunächst einen Einblick in das Portfolio und die Roadmap von Ivanti. Der Senior Product Manager EMEA Central von Ivanti flog extra aus Stuttgart ein. Ivanti will die Bedürfnisse des Kunden weiter in den Fokus rücken, sagte er. Langfristiges Ziel Ivantis ist es laut Fuchs, die Angebote von Heat und Landesk zu einer Plattform zusammenzuführen. Kernstück dieser Strategie werde der Ivanti Service Manager sein, kündigte Fuchs an. Die Zusammenführung werde aber nicht auf einen Schlag, sondern in vielen kleinen Schritten erfolgen. Migros Bank ging Windows-10-Migration sehr früh an Im Anschluss gab Thomas Egli einen Einblick in die Migration der Migros Bank von Windows 7 auf 10. Egli ist Head of Business Development bei Armacom und leitete das Projekt im Bereich der DSM-Infrastruktur. Die Migros Bank entschied sich laut Egli schon im September 2015, kurz nach der Veröffentlichung von Windows 10, für den Umstieg auf die neue Windows-Version. Der Wechsel wurde dabei in ein firmenübergreifendes Grossprojekt zur Erneuerung der IT integriert, was es noch anspruchsvoller machte, wie Egli betonte. Beim Wechsel auf Windows 10 mussten über 2600 Endgeräte, verteilt auf 67 Niederlassungen migriert werden. Über 300 Applikationen waren im Einsatz und mussten vor der Migration getestet werden. Dabei sei erschwerend hinzugekommen, dass jede Filiale eine eigene IT-Infrastruktur besessen habe. Die Migration setzten Egli und sein Team mit dem Heat Desktop & Server Management (DSM) um, wie er sagte. Projektdauer von etwas mehr als einem Jahr Nach intensiven Überlegungen entschied sich die Migros Bank für Windows 10 Enterprise Build 1511. Dieses wurde in einem viersprachigen Multilingual User Interface (MUI) ausgeliefert. Die grösste Herausforderung sei gewesen, dass es keinen klaren Schnitt bei der Implementierung gegeben habe, sagte Egli. Windows 10 entwickelte sich in der gesamten Zeit des Projekts weiter. Zudem gab es immer neue Ansprüche vonseiten des Business oder der Sicherheit an das neue OS, wie Egli berichtete. Daher seien ständige Anpassungen nötig gewesen. Mit den Worten: «Windows 10 ist ein laufender Prozess, der nicht aufhört», brachte es Egli auf den Punkt. Die Entwicklung des Client Release dauerte letztlich von August 2015 bis August 2016. Im September wurde Windows 10 an vier Pilotstandorten ausgerollt. Der bankenweite Rollout startete Anfang Oktober 2016 und konnte vollumfänglich in der zweiten Novemberhälfte 2016 abgeschlossen werden. Zum Schluss betonte Egli, dass die Migration von Windows 10 jedoch nie abgeschlossen sei. «Nach dem Rollout ist vor dem Rollout», sagte er. Durch die neue Update-Politik von Microsoft sei die IT eigentlich ständig dabei, den aktuellen Build zu testen oder auszurollen. Die Migros Bank erreichte laut Egli alle Ziele in Bezug auf Windows 10. Zuletzt liess er es sich auch nicht nehmen, die seinen Worten nach «starke Partnerschaft mit Ivanti» beim Projekt hervorzuheben. Thomas Egli, Head of Business Development bei Armacom, berichtete, wie die Migros Bank die Migration auf Windows 10 meisterte. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_40920 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2017

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