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Netzwoche 09/2017

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH UPC Schweiz verliert Kunden mur. UPC Schweiz hat sein erstes Geschäftsquartal 2017 mit einem Umsatzrückgang bilanziert. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres sank der Umsatz des Unternehmens um 1,3 Prozent auf 333 Millionen Franken. In den vergangenen drei Monaten verlor der Kabelnetzbetreiber 10 500 Kunden im TV-Geschäft und 5300 Internetkunden. Die Zahl der umsatzbringenden Einheiten (RGU) sank um 9800. Im Festnetz- und Mobilfunkmarkt konnte das Unternehmen jedoch Abonnenten dazugewinnen. ▸ Webcode DPF8_39427 Swisscom mit Umsatzeinbussen fpo. Swisscom hat im ersten Quartal weniger umgesetzt. Wie der Telko mitteilt, sank der Umsatz in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 37 Millionen Franken oder 1,9 Prozent auf 2,83 Milliarden Franken. Zu schaffen machte Swisscom das Kerngeschäft in der Schweiz. Unter anderem weil weniger über das Festnetz telefoniert wurde, sank der Firmenumsatz im hiesigen Kerngeschäft um 26 Millionen Franken oder 2,7 Prozent. ▸ Webcode DPF8_38889 Swico kritisiert fehlende ICT-Kompetenzen cgr. Am 9. Mai hat der Branchenverband Swico seine 28. Generalversammlung abgehalten. Swico-Präsident Andreas Knöpfli ging vor allem mit der Politik hart ins Gericht, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Mängel bei Revision des Datenschutzes und Beschaffungswesen Knöpflis Meinung nach hat das Parlament grosse Mühe «ICT-Themen zu verstehen und es fällt ihm insbesondere schwer, technische und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge richtig einzuordnen», heisst es in der Mitteilung. Dadurch würden «staatspolitische und wirtschaftliche Implikationen verkannt». Andreas Knöpfli, Präsident des Wirtschaftsverbands Swico. Kanton Glarus wird digital Als Beispiel nannte Knöpfli die Datenschutzverordnung und die Revision des öffentlichen Beschaffungswesens. Beim Datenschutz gebe es zu viele nutzlose Auflagen, die KMUs und Start-ups das Leben schwer machen würden. Daher fordert der Swico «kein Swiss Finish» der Vorlage und eine «deutlich bessere Verträglichkeit für KMUs». Der Bundesrat habe auch die Vorschläge des Verbands zur Verbesserung des Beschaffungswesens «in den Wind geschlagen». Zudem werde Transparenz abgebaut, was der Verband kritisierte. Es braucht ICT-Kompetenzen Nicht nur in der Politik attestiert der Verband fehlende ICT-Kompetenzen. Besonders in der Bildung drohe die Schweiz den Anschluss zu verlieren. Mit der Initiative «Informatik macht Schule» will der Swico gegensteuern. Der Verband fordert die Anbieterfirmen auf, sich stärker zu engagieren. Sie sollten «Gegensteuer geben», um die Defizite in Bildung und Politik zu beheben. Erste positive Ansätze gab es laut Mitteilung schon. So stieg die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr um 45 auf 475. «Ein klares Zeichen der Branche, dass die Bündelung der Kräfte und die zielgerichtete Interessenvertretung an Bedeutung gewinnen», schreibt der Verband. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_39830 Suissedigital verdoppelt Zahl der Mobilabos dkl. Die Mitglieder des Kabelnetzverbunds Suissedigital haben im ersten Quartal dieses Jahres die Zahl ihrer Abonnenten auf 4,5 Millionen gesteigert. Das sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Verbund mitteilt. Das Wachstum verdankte Suissedigital vor allem dem florierenden Telefoniegeschäft. Die Zahl der Festnetzabos kletterte zwar nur um 5,5 Prozent auf 760 500 Abonnenten, die Zahl der Mobilabonnenten stieg aber um mehr als das Doppelte auf 110 000. ▸ Webcode DPF8_38922 tsc. Der Verein «NüGlarus» will das Glarnerland digitalisieren. Am dritten Digital Economic Forum (DEF) hat der Verein seine Pläne präsentiert, um den Wirtschaftsraum im Kanton Glarus zu fördern. Die Veranstaltung fand Anfang Mai im Park Hyatt Zürich statt. «NüGlarus» biete Unternehmen und Privatpersonen aus dem Glarnerland eine Plattform für die Standortförderung. Die Bewohner der Region sollen sich vernetzen, Ideen austauschen, und lokale Angebote nutzen können. Partner bieten dort Lösungen, Dienstleistungen und Rabatte an, wie es in der Mitteilung heisst. Mitglieder könnten die Angebote zu vergünstigten Preisen erwerben, verspricht der Verein. Eine Datenautobahn für die Alpen Bis 2018 soll in Glarus die «schnellste und günstigste Datenautobahn der Alpen» entstehen, wie Vereinspräsident Roberto Balmer an der Veranstaltung sagte. «Wir wollen mit unserem Einsatz der Region etwas zurückgeben und Firmen, der Verwaltung und Privaten helfen, Entwicklungschancen und Nischen zu nutzen», wird Balmer in der Mitteilung zitiert. Sechs Arbeitsgruppen sollen in Glarus Projekte realisieren. Laut Balmer stehen die Arbeitsgruppen allen Interessierten offen. Weitere Informationen wollen die Initianten an einem Anlass im Herbst bekanntgeben. «Das Zusammenspiel der verschiedenen Stakeholder ist offenbar im ländlichen Raum einfacher als in urbaner Anonymität», erklärte BDP-Präsident und «NüGlarus»- Mitglied Martin Landolt am DEF. «Ich freue mich, dass die Wirtschaft die Chance packt, den digitalen Kanton zu realisieren, und eine Innovationsinitiative mit bereits vielen Partnern entstanden ist», sagte er weiter. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_40024 09 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 09 WWW.NETZWOCHE.CH BLS engagiert TI&M jor. Der Zürcher IT-Dienstleister TI&M hat einen Zuschlag vom Berner Transportunternehmen BLS erhalten. TI&M soll für die BLS Software Mobile-Apps entwickeln und das User Experience Design der Website verbessern, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Auftragswert beläuft sich gemäss Simap-Meldungen auf rund 7 Millionen Franken. Ausser TI&M beauftragte die BLS auch den IT-Dienstleister Trivadis und den Open-Source-Spezialisten Puzzle ITC. Die beiden Firmen erhielten gemäss Simap-Meldungen rund 6,5 Millionen Franken. ▸ Webcode DPF8_39384 (V l.:) Rainer Lischer, Swiss Re; Hansjörg Bühler, Soberano Sourcing; Roman Flütsch, Inventx; Martin Andenmatten, Glenfis. Eine Cloud kommt selten allein mur. Glenfis hat mit Pontine eine neue Geschäftseinheit gegründet. Sie will Brücken zwischen Business, IT-Entwicklung und Operations bauen. Das Zürcher Beratungs- und Schulungsunternehmen bietet auch Dienstleistungen für die Cloud an. Anfang Mai fand in Zürich der dritte Cloud Talk im «Clouds» statt. Ralf Winter, bei Glenfis verantwortlich für das Cloud- und Sourcing-Geschäft, führte durch den Morgen. Als Erstes sprach Hansjörg Bühler, CEO von Soberano Sourcing. Das Unternehmen aus Lyss gibt es seit 18 Jahren. Es wurde mit Sourcing-Deals gross und schloss schon früh Millionenverträge mit den SBB ab. Heute hat Soberano rund 70 Kunden. Jede Firma müsse entscheiden, welche Wertschöpfung sie selbst erbringen wolle, sagte Bühler. Im Geschäftsmodell, in Prozessen und in Produkten und Dienstleistungen. Vorher müssten Unternehmen aber zuerst die richtige Strategie wählen. Erst dann sollten sie die Beschaffung und Umsetzung planen. Gute Beziehungen sind wichtig Eine grosse Herausforderung sei die Komplexität von Multi- Provider-Umgebungen. «Bei komplexen Applikationslandschaften mit vielen Schnittstellen helfen gute Beziehungen», sagte Bühler. Das werde oft unterschätzt. «Die Chemie muss stimmen.» Auch Roman Flütsch, Leiter IT-Services und Operations bei Inventx, kennt die typischen Sourcing-Probleme. Für Firmen sei es nicht einfach, die richtigen Partner zu finden. Unternehmen sollten darauf achten, IT-Plattformen schnell bereitstellen zu können. Gleichzeitig müsse das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen, sagte Flütsch. Wenn die Cloud Ängste auslöst «Je mehr Serviceprovider, desto grösser die Herausforderungen», sagte Rainer Lischer, der bei Swiss Re den Titel «Head of IT SPS Cloud» trägt. Seit 2015 gebe es beim Rückversicherer eine Managed Private Cloud. Die Integration von Multi-Clouds habe auch immer mit Menschen zu tun, sagte Lischer. Swiss Re habe seine Cloud-Initiative intern mit dem Schlagwort «Empty Data Center» angekündigt. Das habe Ängste ausgelöst. Denn das Aufgabenprofil vieler Mitarbeiter sei eng mit dem Rechenzentrum gekoppelt gewesen. «Im dümmsten Fall haben die Mitarbeiter das Gefühl, sich selbst wegrationalisieren zu müssen.» Lischer rät Firmen, nicht eine ganze Organisation auf einmal zu transformieren. Es sei sinnvoller, mit kleinen Projekten anzufangen und auf diesen aufzubauen. Am Anfang müssten auch nicht alle mitmachen. Zu Beginn reiche es, ein kleines, aber motiviertes Core-Team einzusetzen. «Unternehmen sollten kulturelle Veränderungen aber unbedingt früh angehen und richtig kommunizieren», ergänzte Lischer. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_40006 Adfinis Sygroup und Nextcloud spannen zusammen mur. Der Open-Source- Dienstleister Adfinis Sygroup ist neu Vertriebs- und Integrationspartner von Nextcloud. Adfinis vertreibt die gleichnamige On-Premise-Lösung. «In Bezug auf Sicherheit, Kollaborationsmöglichkeiten und Nutzerfreundlichkeit ist Nextcloud unter den Anbietern für Storagelösungen einzigartig», zitiert Adfinis seinen CEO Nicolas Christener. Nextcloud biete den Anwendern volle Kontrolle über Speicherort und Zugriffsrechte der Daten, heisst es in der Mitteilung. ▸ Webcode DPF8_40236 Schweizer Cloud-Geschäft von Sage floriert dkl. Der britische ERP-Hersteller Sage hat zwischen Oktober 2016 und März 2017 knapp 840 Millionen britische Pfund umgesetzt. Das sind umgerechnet rund 1 Milliarde Franken und 6,4 Prozent mehr als in der gleichen Periode des Vorjahres, wie Sage mitteilt. In der Schweiz lief gemäss Mitteilung vor allem das Cloud-Geschäft gut. Dessen Umsatz stieg zwischen Oktober und März um 152 Prozent. Absolute Zahlen nennt Sage für die Schweiz jedoch nicht. ▸ Webcode DPF8_39055 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2017

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