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Netzwoche 09/2021

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26 Web Aktuell So will

26 Web Aktuell So will Apple Kinderpornografie bekämpfen Apple will in künftigen Betriebssystemen eine Funktion einführen, die kinderpornografisches Material auf Apple-Devices erkennt. Datenschützer äussern teils schwere Kritik an dem Vorhaben. Der Konzern gibt nun an, nur nach Bildern zu suchen, die in mehreren Ländern gekennzeichnet werden. Autor: Rodolphe Koller, Übersetzung: Maximilian Schenner Apple will in künftigen Betriebssystemen eine Funktion einführen, die kinderpornografisches Material auf Apple-Devices erkennt. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Apple will Technologien zur Bekämpfung kinderpornografischer Inhalte auf seinen Plattformen einführen. Die nächsten Versionen der Betriebssysteme iOS 15, iPadOS 15, WatchOS 8 und MacOS Monterey verfügen laut Apple über maschinelle Lernwerkzeuge, die erkennen sollen, ob ein iCloud-Nutzer pornografische Bilder auf seinen Geräten gespeichert hat. Auch will Apple Kinder warnen, wenn sie eine Nachricht mit sexuell eindeutigem Inhalt erhalten oder im Begriff sind, eine solche zu versenden. Mit dem für iCloud Photos entwickelten System soll Apple feststellen können, ob ein Nutzer pornografische Bilder auf seinem Gerät hat, die vom US National Center for Missing and Abused Children (NCMEC) identifiziert worden sind. Ein weiterer Mechanismus, den Apple demnächst einführen will, betrifft die Anwendung «iMessage». So sollen Eltern eine Warnmeldung erhalten, wenn ihr Kind im Chatdienst Nacktfotos erhält oder verschickt. Zudem sollen Kinder daran gehindert werden, Nacktfotos über den Chatdienst zu verschicken. Datenschützer sind alarmiert Datenschützer äusserten schwere Kritik an Apples Vorhaben. Zwar sei der Kinderschutz zweifelsohne ein wichtiges Ziel, zitiert «Heise» das US-amerikanische Center for Democracy & Technology (CDT). Jedoch bestehe die Sorge, dies könne die sichere Übermittlung von Nachrichten über Apples Messaging-Dienst gefährden. Die angetragenen Änderungen könnten «in Wirklichkeit neue Risiken für Kinder und alle Nutzer mit sich bringen und eine deutliche Abkehr von seit langem geltenden Datenschutz- und Sicherheitsprotokollen darstellen», heisst es seitens des CDT weiter. Apple schaffe dadurch eine sogenannte Backdoor und lege den Grundstein für eine mögliche Überwachungsinfrastruktur. Durch die Funktion werde die Endezu-Ende-Verschlüsselung des Messengers beeinträchtigt, was der Hersteller bestreitet. Apples Datenschutzchef betonte gegenüber der «New York Times», das neue System sei nur dann «schlecht für Dich, wenn Du CSAM-Material sammelst» – mit anderen Worten: Wer nichts zu verbergen habe, habe auch nichts zu befürchten. Auch fände bei Erkennung von CSAM- Material keine automatische Übermittlung an Strafverfolgungsbehörden statt, das Material werde zuerst von Apple gesichtet. Alarm ab 30 verdächtigen Bildern Nach der teils heftigen Kritik von Datenschützern rudert Apple anscheinend zurück. Nun will der Konzern nur noch nach Bildern suchen, die «von Clearingstellen in mehreren Ländern gekennzeichnet wurden». Dies habe Apple in einem Hintergrundbriefing für Journalisten angekündigt, darunter waren auch «Reuters»-Vertreter. Mit dieser und weiteren Änderungen wolle das Unternehmen Kritiker des geplanten Tools beruhigen. So soll das Tool zudem Alarm schlagen, sobald es auf einem Gerät 30 Bilder erkennt, die den Suchkriterien entsprechen. In diesem Falle werde Apple für eine menschliche Überprüfung und mögliche Meldung an die Behörden benachrichtigt. Im Briefing räumte Apple gemäss «Reuters» denn auch ein, die Kommunikation über das neue Tool «schlecht gehandhabt» zu haben. Ob die Kritik von vielen Seiten zu den nun geplanten Veränderungen geführt habe, soll der Konzern nicht kommentiert haben. Das Projekt sei jedoch noch in der Entwicklungsphase, weshalb mit Änderungen zu rechnen sei. 09 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web App-Projects 27 Ihr App-Projekt in der Netzwoche Haben Sie eine App umgesetzt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr App-Projekt vor. Wir benötigen folgende Angaben: Name der App, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autorin: Silja Anders NEUE APPS DearMamma The Dear Foundation hat sich mit der App «Dear- Mamma» die Bekämpfung von Brustkrebs zum Ziel gesetzt. Die Agentur Update hat die App entwickelt. Mit dieser Anwendung sollen Frauen weltweit und in elf Sprachen beim Selbstcheck auf Brustkrebs unterstützt werden. Mithilfe von Text, Bild und Video leitet die App die Nutzerin durch die Selbstuntersuchung. So wird eine potenzielle Brustkrebs-Erkrankung früh genug erkannt, wie die Macher mitteilen. Um Frauen mit jeglichen Bildungsniveaus zu erreichen, bieten sowohl die App als auch die entsprechende Website Text-to-Speech-Funktionen an. Paysafecash CH Mit der Paysafecash-App können Nutzerinnen und Nutzer einen hybriden Zahlungsprozess vornehmen. Wer eine Rechnung erhält, aber lieber bar zahlen möchte, scannt mit dem Mobiltelefon zunächst den QR- Code auf dem Beleg. Daraufhin erhält man einen Barcode mit dem entsprechenden Zahlungsbetrag. Über die Kartenfunktion der App findet man anschliessend die nächstgelegene Paysafecash-Filiale. Die physische Zahlstelle scannt den Barcode und die Kundschaft kann die Rechnung vor Ort mit Bargeld begleichen. Sweepay erfasst die Zahlung und rechnet sie mit dem Rechungsaussteller ab. Visana Die Visana-App übersetzt Fachbegriffe auf Arzt- und Spitalrechnungen. Die Dokumente sind damit laut Entwickler auch für Laien verständlicher und besser zu kontrollieren. Die neue Funktion entschlüsselt auch die Tarmed-Codes, damit Patientinnen und Patienten Rechnungsinhalte besser nachvollziehen können. Visana transkribiert das Ärzte-Kauderwelsch für die Patientinnen und Patienten auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Dadurch kann die Funktion in der gesamten Schweiz genutzt werden. Auftraggeber The Dear Foundation Auftragnehmer Update Technologien Processwire, Responsive Design, Native Script Betriebssysteme Android, iOS Online seit Juni 2021 Auftraggeber Paysafe Auftragnehmer Sweepay Technologien Backend, Android App, iOS App Betriebssysteme Android, iOS Online seit April 2021 Auftraggeber Visana Auftragnehmer und Partner: Sumex, ZHAW Technologien Ionic, Capacitor Betriebssysteme Android, iOS Online seit Juli 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2021

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