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Netzwoche 10/2016

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24 People Live Dabei

24 People Live Dabei werden gewaltige Mengen an Daten erzeugt. Welche Rolle spielt Big Data? Smart Data/Analytics ist ein grosses Thema. Damit kann man Prozesse, Produkte und Services weiter optimieren und besser auf den Kunden abstimmen. Es ist faszinierend, was sich hier herausholen lässt, wenn man mit Ansätzen aus den Bereichen Smart Data, Machine-Learning etc. arbeitet. Wir bauten hier etwa ein Projekt mit anonymisierten Daten zur Verkehrsanalyse in Städten auf. So können diese ihre Verkehrsplanung verbessern. Wie gewährleisten Sie die Sicherheit dieser anonymen Daten? Die Sicherheit der Daten ist zentral. In einer immer virtualisierteren Welt darf man den Sicherheitsaspekt nicht aus den Augen verlieren. Und Security wird noch wichtiger. Wir unternehmen deshalb viel, um diesen Schutz zu gewährleisten und die Daten und unsere Infrastruktur zu schützen. « Im Mobilfunk gibt es im Schnitt alle zehn Jahre eine technische Revolution. Gleiches gilt für das Festnetz. » Heinz Herren, CIO/CTO, Swisscom tren benötigen. Der Grund ist die Technologie-Evolution innerhalb der Datacenter. Wir können auf immer weniger Raum mehr Infrastruktur und gleichzeitig mit höherer Leistung unterbringen. Zusätzlich virtualisieren wir immer mehr. Was wird das nächste grosse Ding im Cloud-Geschäft werden? Ich glaube, das nächste grosse Ding wird das Internet of Things werden. Die grosse Herausforderung wird sein, wie wir es schaffen, IoT-Lösungen in der Cloud zu betreiben. Hier steht die gesamte Industrie erst am Anfang. Bei Swisscom haben wir erste Projekte angestossen. Wir bauen derzeit das Lora-Net auf, ein sogenanntes Low-Power-Netz, auf dem man Industrieanwendungen entwickeln kann. Ein wesentlicher Vorteil der Lora-Technik besteht etwa darin, dass die Funkwellen auch in tiefe Geschosse, wie etwa Heizungskeller, hinabreichen. Wir setzen überdies auch auf Narrow-Band-IoT. Dabei werden die Informationen über das bestehende Mobilfunknetz übertragen. Wir arbeiten also an zwei Netzen für Industriepartner, die mit IoT ihre Geschäftsprozesse digitalisieren wollen. Swisscom muss als ICT-Anbieter den Markttrends immer einen Schritt voraus sein. Wie behalten Sie den Überblick über aktuelle technische und wirtschaftliche Trends? Nach welchen Kriterien priorisieren Sie? Wir haben keine zentrale Abteilung für Innovation. Stattdessen werden in den verschiedenen Bereichen neue Produkte entwickelt. In meiner Organisation arbeiten Scouts, die Technologietrends erfassen. Hierfür unterhalten wir zusätzlich einen Standort im Silicon Valley, den Swisscom Outpost. Von dort aus beobachten sechs Mitarbeiter die Start-up-Szene. Swisscom investiert über eine Venture- Abteilung in Jungunternehmen und etablierte Firmen, auch in der Schweiz. Dadurch sehen wir, welche Technologien diese Firmen auf dem Radar haben. Darüber hinaus kooperieren wir mit Schweizer Hochschulen, wie etwa der ETHZ und der EPFL und entwickeln gemeinsame Projekte. Aus all diesen Informationsquellen stellen wir ein Mal pro Jahr ein Technologieradar zusammen. Dieses zeigt uns, welche neuen Technologien aufkommen, welchen Reifegrad diese mitbringen und ob sie uns einen Marktvorteil bescheren. Es ist so viel von Mobile und Cloud die Rede. Brauchen wir das Festnetz in Zukunft noch? Im Mobilfunk gibt es im Schnitt alle zehn Jahre eine technische Revolution. Gleiches gilt aber auch für das Festnetz. Ich glaube, es wird immer eine Dualität der beiden Netztechnologien geben. Mobilfunk wird im Bereich der letzten mehreren hundert Meter eine grössere Rolle spielen. Aber ergänzend benötigen wir die Transportnetze. Gewisse Services können sie über die heutigen Mobilfunknetze nicht hochwertig genug anbieten, TV-Signale etwa. Da die Qualität in einer Funkzelle abhängig von der Anzahl Teilnehmer ist. Wir werden also auch in den kommenden Jahren ein leistungsstarkes Festnetz unterhalten und für künftige Anforderungen fit machen. 10 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Projects 25 Ihr Webprojekt in der Netzwoche Haben Sie eine Website umgesetzt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr Webprojekt vor. Wir brauchen folgende Angaben: URL, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autorin: Gianna Crivelli Neue websites www.alptransit-portal.ch Der Bund hat der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) ein Onlineportal gewidmet. Mit der Eröffnung des Gotthardtunnels will die parlamentarische NEAT-Aufsichtsdelegation (NAD) Interessierte über die Entstehungsgeschichte des Verkehrsprojekts informieren. Deshalb beauftragte das Bundesamt für Verkehr (BAV) im Mai 2015 das Bundesarchiv mit der Umsetzung des Portals, wie der Bund mitteilt. Die Website www.alptransit-portal.ch wartet mit Originaldokumenten, Fotos, Videos und Tondokumenten zur NEAT auf. Dafür hatten das BAV und weitere Bundesstellen rund 150 Dokumente freigegeben. Auf dem Portal stellt das Bundesarchiv diese in den historischen Kontext. Das Bundesarchiv will das Internetportal zur NEAT kontinuierlich weiterentwickeln. www.thedoldergrand.com Das Marketingteam des Dolder Grand hat die Website des 5-Sterne- Hotels neu gelauncht. Das Projekt setzten sie in Zusammenarbeit mit der Digitalagentur Dream Production und der Designagentur Source um. Die Nutzer werden auf der Startseite mit einem Video empfangen, das ihnen einen ersten Einblick in das Hotel gewährt. Alle Seiten sind nun responsive. Über ein Onlinebuchungstool können die User nicht nur das Hotelzimmer, sondern auch einen Tisch im Restaurant oder einen Spa-Besuch buchen. Über einen Link auf der Startseite gelangen die Besucher direkt zu den Reservierungen. Alle Seiten sind reichlich mit Bildern ausgestattet. In der Rubrik «Erleben» finden Nutzer zudem Informationen zur Geschichte des Hotels, aber auch zur Stadt Zürich sowie zur ganzen Schweiz. www.gaertenderwelt.ch Das Museum Rietberg in Zürich präsentiert vom 13. Mai bis 9. Oktober die Ausstellung «Gärten der Welt». Mit Kunstwerken, Fotos und Videos soll den Besuchern gezeigt werden, wie Menschen unterschiedlicher Kulturen und Epochen ihre Gärten gestaltet haben. Die Agentur Equipe realisierte zur Ausstellung eine Microsite, um den Besuchern einen Vorgeschmack darauf zu geben. Die Site bietet Informationen zur Ausstellung, zu den verschiedenen Veranstaltungen, die im Rahmen der Ausstellung durchgeführt werden, zum Museum Rietberg sowie zum Rieterpark. Das Museum schaltete zudem in Zusammenarbeit mit Grün Stadt Zürich einen Blog auf, der Besuchern Hintergrundinformationen zur Ausstellung, einzelnen Kunstwerken oder auch anderen Gärten in Zürich zur Verfügung stellt. Auftraggeber: Bundesamt für Verkehr, Bern Auftragnehmer: Schweizerisches Bundesarchiv, Bern Technologien: Typo 3, HTML 5, SCSS, JQuery, Ajax, Fluid, Extbase, PHP 5 Online seit: Mai 2016 Auftraggeber: Dolder Hotel, Zürich Auftragnehmer: Dream Production, Zürich, Source Associates, Zürich Technologie: Wordpress Online seit: April 2016 Auftraggeber: Museum Rietberg, Zürich Auftragnehmer: Equipe, Zürich Technologien: Symfony2, MySQL, Gulp, Saas Online seit: Mai 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2016

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