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Netzwoche 10/2016

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26 Technology Aktuell

26 Technology Aktuell www.netzwoche.ch Schweizer haben ein Passwortproblem dkl. 123456, qwertz, Geburtsdatum, Haustiernamen. Das sind keine sicheren Passwörter. Gemäss einer GMX-Studie nutzen dennoch 41 Prozent der befragten Schweizer solche Passwörter. Die Firma Convios Consulting befragte im Auftrag von GMX je 1000 Nutzer in der Schweiz und anderen europäischen Ländern. 63 Prozent speichern ihre Passwörter ausschliesslich in ihrem Gedächtnis, 17 Prozent schreiben Passwörter auf Zettel und 4 Prozent speichern sie im Browser. 13 Prozent verwenden einen Passwortmanager – hier sind die Schweizer in Europa Spitzenreiter. ▸ Webcode 8289 Bundesrat fordert digitale öffentliche Urkunden cgr. Der Bundesrat will die «elektronische Archivierung in der öffentlichen Beurkundung prioritär vorantreiben», wie er in einer Mitteilung schreibt. In einem Auftrag an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement fordert der Rat die Behörde dazu auf, bis Ende 2017 einen Gesetzesentwurf und eine Botschaft an die Parlamente auszuarbeiten. Als Beispiele für öffentliche Dokumente werden in der Mitteilung Ehevertrag, Testament und Vorsorgeauftrag genannt. ▸ Webcode 8310 Mit Können, Mut und Glück zur «Webboje» Andreas Eggimann, Leiter Digital Management bei der Schweizerischen Post. cgr. Die Swiss Internet Industry Association (Simsa) hat Ende Mai wieder zum «Late Afternoon Talk» geladen. Die Sieger der diesjährigen Best of Swiss Web Awards sprachen am Event im Zunfthaus zur Saffran in Zürich über ihre Erfolgsgeheimnisse. Den Anfang machte Andreas Eggimann, Leiter Digital Management bei der Schweizerischen Post. Seinen Ausführungen zufolge setzt die Post schon lange auf die Digitalisierung. In den vergangenen drei Jahren habe es aber einen Schub gegeben. Die Post habe erkannt, dass Unternehmen wie Uber, Apple oder auch Google verstärkt in Konkurrenz zur Post getreten seien. Mit einer neuen Vision, welche die Post vor drei Jahren verabschiedet habe, sei sie auf einem guten Weg. Der Kunde und dessen Bedürfnisse stünden nun im Zentrum. Einfachheit und Integration der verschiedenen Systeme seien die Ziele gewesen. Dazu hätten alte Strukturen im Unternehmen aufgebrochen werden müssen. Zudem habe die Post mit Leuchtturmprojekten wie einer Drohne, Twint, selbstfahrenden Shuttles im Wallis und nicht zuletzt mit dem Redesign der Website auf Innovation gesetzt. Manchmal braucht es auch Glück Zum Abschluss sprach Roman Hirsbrunner, CEO von Jung von Matt/Limmat, über die Kampagne «The Great Escape» von Graubünden Ferien. Dieses Projekt war die grosse Überraschung bei den Best of Swiss Web Awards 2016. Trotz kleinem Budget wurde die Kampagne mit Millionen Klicks ein viraler Erfolg. Dabei hätte es auch schiefgehen können. Denn die Aktion sei weder vorher geprobt worden, noch hätte es einen zweiten Versuch gegeben. «Eine Mischung aus Glück, Mut und Können» ist für solche Real-time-Aktionen wichtig, wie Hirsbrunner betonte. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8300 Start-up­schmieden ETH Zürich und EPF Lausanne Leuchtende Farben für Digital Signage tjo. Der E-Reader-Spezialist E Ink hat eine neue Display- Technologie angekündigt. «Advanced Color E-Paper» (ACEP) deckt gemäss Mitteilung das komplette Farbspektrum ab. Das Besondere dabei ist, dass jedes Pixel alle acht Grundfarben enthält. So sollen gemäss E Ink besonders leuchtende Farben entstehen. E Ink präsentierte die neue Technology im Rahmen der Display Week 2016 im Moscone Convention Center in San Francisco. ▸ Webcode 8287 gcr. Wissenschaftler der ETH Zürich (ETHZ), der EPF Lausanne (EPFL) und der Forschungsanstalten PSI, WSL, Empa und Eawag haben im Jahr 2015 laut einer Mitteilung des Bundes 48 Spin-offs gegründet. An der ETHZ entstanden laut einer eigenen Studie bis Ende 2013 über 300 Spinoffs. «In den letzten Jahren wurden jährlich über 20 Spinoffs gegründet», sagt Detlef Günther, Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETHZ, auf Anfrage. Von diesen Spin-offs seien auch nach fünf Jahren noch über 90 Prozent auf dem Markt. Nicht jedes Start-up überlebt Hervé Lebret, Verantwortlicher von Innogrants, dem EPFL- Förderprogramm für Start-ups, liefert etwas nüchternere Zahlen für die Hochschule in Lausanne. An der EPFL wurden ebenfalls rund 300 Spin-offs gegründet, von denen 30 dabei sind, zu wachsen. Lebret äussert sich zum Erfolg der Spin-offs folgendermassen: «Es braucht zehntausend Ideen, um tausend Unternehmen zu gründen. Hundert davon werden wachsen, zehn werden erfolgreich sein und ein einziges Unternehmen wird Google oder Airbnb.» Beide Hochschulen unterstützen die Spin-off-Tätigkeit etwa mit individueller Beratung oder Events, sind aber nicht finanziell beteiligt. Die EPFL fördere den Technologietransfer mit dem Ziel, dass die Wirtschaft davon in Form von Arbeitsplätzen profitiert, erklärt Lebret. Günther betont den gesetzlichen Auftrag der ETHZ, die Grundlagenforschung in die Schweizer Wirtschaft zu transferieren. Die Spin-offs seien zudem auch ein Leistungsausweis der ETH. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8217 10 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 27 Mehr Transparenz ist gefragt Das Thema «Internet der Dinge» (Internet of Things, IoT) gehört zu den «Big Five»-Themen auf unserem Research- Radar und hat vom Hype-Status in die reale Welt gewechselt. IoT hat sich einen Platz auf der Strategie-Agenda vieler Unternehmen verschafft. der autor Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Wie bereits im Rahmen unserer Research-Artikel unlängst berichtet, stehen wir im Schweizer Markt in Sachen Internet der Dinge (IoT) noch am Anfang. Die derzeitigen Projektumsätze bewegen sich im Vergleich zum Schweizer ICT-Gesamtmarkt noch in marginaler Höhe. 2016 belaufen sich diese auf der Basis unserer ersten Einschätzung auf rund 300 Millionen Franken, was knapp 2 Prozent der gesamten ICT-Ausgaben (B2B) entspricht. Beratungsbedarf beim Thema IoT Vorerst sind es nur einzelne Branchensegmente und Nischen, in denen IoT-Lösungen bereits Fuss fassten und sich etablierten, wie etwa Industrie (Preventive Maintenance), Robotik oder Logistik (Track & Trace). Unsere neue Studie «Internet der Dinge in der Schweiz» zeigt auf, dass bei der Mehrheit der Unternehmen das Thema in seiner ganzen Tiefe und Bandbreite sowie hinsichtlich seines künftigen Potenzials an neuen Marktchancen noch nicht angekommen ist. Viele unbeantwortete Fragen behindern den Schritt in die Digitalisierung und den Umbau des bisherigen Geschäftsmodells. Obwohl erste Ideen schnell Eingang in die Diskussionen um die strategische Neuausrichtung finden und viele Unternehmen daran arbeiten, sich in Position zu bringen, liegt vieles noch im Nebel. Allerdings sollte sich die zentrale Frage nicht mehr darum drehen, ob das Internet der Dinge die Welt verändert, sondern wann und wie wuchtig es das eigene Business trifft. Die Nachfrage nach Unterstützung ist gross. Beratungsbedarf besteht in der ganzen Bandbreite des Themas IoT, wie etwa in den Bereichen Connectivity, Sensorik, Prozessmanagement, Analytik, Sicherheit und Plattform respektive Betrieb. Ein ebenso grosses Beratungspotenzial generiert aber auch die Frage, wie aus den kreativen Ideen und ersten Lösungsansätzen praktische, wettbewerbsfähige und kommerziell sinnvolle Business Cases realisiert werden können. Auch wenn in der Praxis die Mehrheit der künftig erfolgreichen Anwendungen letztlich durch den Anwender selbst initiert werden, kommt der professionellen Beratung und Begleitung durch einen versierten und erfahrenen Serviceanbieter eine entscheidende Rolle auf dem Weg in die Digitalisierung zu. Qualifizierte Digitalisierungsberater gesucht! Die Auswahl des entsprechenden Dienstleisters wird dabei zu einem kritischen Erfolgsfaktor. Gefragt sind Dienstleister und Serviceprovider mit einem breiten Spektrum an fundierter IoT-Expertise, technischem Know-how, betriebswirtschaftlichem Wissen und nicht zuletzt umfassender ICT- und Branchenerfahrung. Allerdings hat die Umfrage zu unserer neuen Studie ergeben, dass für die überwiegende Mehrheit der Unternehmen noch keine Transparenz am Markt der Dienstleister herrscht. Nur jeder vierte Befragte war in der Lage, spontan einen qualifizierten Digitalisierungsdienstleister zu benennen. Die Anbieterseite ist gefragt, sich mit konkreten Angeboten in Position zu bringen. Das Differenzierungspotenzial ist immens, die Karten im Markt für IoT sind noch längst nicht verteilt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8324 Gefragt sind Dienstleister und Serviceprovider mit einem breiten Spektrum an fundierter IoT-Expertise. Kriterien bei der Wahl eines IoT-Anbieters Was sind für Sie die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Iot­anbieters? Mehrfachantworten möglich, n = 82 Kompetenz und Lösungen im Bereich «Internet der Dinge» 58 % Preis/Leistung 42 % Referenzen aus der Schweiz 30 % Ausgewiesene ICT- und Business-Kompetenz 30 % Lokale Präsenz 28 % Branchenexpertise, Fokussierung auf vertikale Märkte (z. B. Financial Services, Industrie) 23 % Möglichkeit der Betriebsunterstützung (z. B. Managed Services, Cloud-Angebot) 23 % Komplettangebot (One-Stop-Shopping, alles aus einer Hand) 18 % Quelle: MSM Research www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2016

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