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Netzwoche 10/2016

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell Kamales Lardi Kolumne Wer berät die Berater? Seit Jahrzehnten vertrauen Unternehmen auf die herausragende Expertise von Beratungsfirmen. Doch mit der digitalen Revolution der globalen Geschäftswelt verändern sich die Anforderungen an Beratungsleistungen. Traditionell erwarten Firmen von Beratern sowohl innovative Lösungen als auch Einblicke in «Best Practices», die auf Erfahrungen aus zahlreichen Kundenprojekten beruhen. In dieser intransparenten Branche agieren Beratungsfirmen als Gatekeeper zu einer enormen Wissensbasis – einer Blackbox voll bewährter Praktiken und Expertenwissen, die sie ihren Kunden zu Premiumpreisen zur Verfügung stellen. Doch in der heutigen digitalen Ökonomie werden Informationen vielfach geteilt und sind frei verfügbar. Diese Demokratisierung von Wissen führt zu einer sehr kenntnisreichen und anspruchsvollen Kundenbasis. Die Bedürfnisse dieser visionären Kunden haben sich weiterentwickelt und umfassen nun auch Transformationsmanagement und das Implementieren von neuen Geschäftslösungen. Die Beratungsbranche hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Trends antizipieren und mühelos Paradigmenwechsel vollziehen kann. Mit derselben Agilität müssen Beratungsfirmen nun fundamentale Änderungen anstossen, um flexibel auf die Herausforderungen der digitalen Transformation zu reagieren. Kamales Lardi Managing Partner von Lardi & Partner Consulting. www.lardipartner.ch Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode 8322 CSC und HPE Enterprise Services fusionieren cgr. Die Dienstleistungssparte von HPE Enterprise Services und der IT-Dienstleister CSC werden fusionieren, wie die Unternehmen mitteilen. Das neue Unternehmen wird unter dem Brand von CSC geführt. Nach eigenen Angaben soll es der grösste IT-Dienstleister der Welt sein. Der gemeinsame Umsatz liege bei 26 Milliarden US-Dollar, 18 Milliarden stammen von HPE Enterprise Services und 8 Milliarden von CSC. Das neue Unternehmen habe mehr als 5000 Kunden in 70 Ländern. Der Fokus des Unternehmens liegt nach dem Zusammenschluss vor allem auf Nord-, Mittel- und Südamerika sowie auf Grossbritannien und Irland. Rund 70 Prozent des Umsatzes erzielen HPE und CSC momentan in diesen Regionen. 20 Prozent entfallen auf den Raum EMEA (ohne Grossbritannien und Irland) und 10 Prozent auf Asien- Pazifik. Einsparungen durch Synergien HPE und CSC hoffen, vor allem Synergien nutzen zu können. Laut der Mitteilung wollen sie in diesem Jahr 1 Milliarde und im kommenden Jahr 1,5 Milliarden Dollar einsparen. Ende März 2017 soll der Zusammenschluss abgeschlossen sein, soweit die Anteilseigner und Aufsichtsbehörden zustimmen. Das Joint Venture soll je zur Hälfte HPE und CSC gehören. Die Führung übernimmt Mike Lawrie. Er ist in Personalunion Chairman, President und CEO von CSC. Daran werde sich nichts ändern. HPE-Chefin Meg Whitman wird im Board einsitzen. Das Aufsichtgremium soll je zur Hälfte von HPE- und CSC-Vertretern besetzt werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8276 Aus Paymit und Twint wird Twint dkl. Im März haben Postfinance und Six eine gemeinsame Bezahl-App angekündigt. Kaum eine Woche darauf setzten sich die Konsortien um Paymit und Twint an einen Tisch. Man prüfe eine Zusammenarbeit, hiess es. Diese kommt nun zustande. In einer Mitteilung kündigen die Banken Credit Suisse, Postfinance, Raiffeisen, UBS, ZKB sowie Six, Eine gemeinsame mobile Bezahllösung soll Paymit und Twint vereinen. Coop und Migros eine gemeinsame «Mobile-Payment- Lösung für die Schweiz» an. Konkret will die Gruppe die beiden bestehenden Apps Paymit und Twint zusammenlegen. Bis zur Migration auf das neue unter dem Namen Twint laufende System sollen das bisherige Twint und Paymit wie gewohnt weiterlaufen. Gemäss Mitteilung soll das neue Twint allen Konsumenten sowie sämtlichen Händlern in der Schweiz offen stehen. Die neue Bezahl-App soll zudem kanalübergreifend funktionieren. An der Ladenkasse, im Onlineshop, in Apps selbst, an Automaten und natürlich zwischen Personen. Bluetooth, QR-Code und NFC werden unterstützt Technologisch sei das neue Twint offen konzipiert. Die App unterstütze Bluetooth, QR-Code und NFC. Ausser den bestehenden Twint-Terminals sollen auch die vorhandenen Bezahlterminals aller Anbieter mit der App funktionieren. Das Konsortium hinter dem neuen Twint verspricht sich dadurch eine «möglichst rasche und weitreichende Marktdurchdringung». Den Betrieb der Lösung übernimmt die Twint AG. An der sind die zuvor genannten fünf Banken sowie Six beteiligt. Thierry Kneissler wird das Unternehmen weiterhin als CEO führen. Die Wettbewerbskommission muss der Fusion allerdings noch zustimmen. Ist diese Hürde genommen, soll Twint im Herbst dieses Jahres einsatzbereit sein. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8321 10 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Salesforce geht in die Amazon-Cloud dkl. Salesforce erkundet neue Wege, um den Markt aggressiver zu bearbeiten. Diese Wege führen offenbar durch die Rechenzentren von Amazon Web Services, wie CRN berichtet. Es gebe keine Public Cloud, die weiter entwickelt sei als die von Amazon, sagte der Salesforce-CEO Marc Benioff während eines Conference Calls Mitte März. Bei dem Call ging es eigentlich um die Geschäftszahlen des ersten Quartals des Salesforce-Fiskaljahres 2017. Marc Benioff, CEO und Chairman von Salesforce. Bild: Flickr/Ken Yeung/ CC BY-NC-ND 2.0 Schweizer KMUs entdecken Crowdlending cgr. Das Segment Crowdfunding ist im vergangenen Jahr in der Schweiz erneut deutlich gewachsen. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren des «Crowdfunding Monitor Schweiz 2016» vom Institut für Finanzdienstleistungen der Hochschule Luzern. Der Studie zufolge stieg das Volumen der vermittelten Gelder um 73 Prozent auf 27,3 Millionen Franken. Die Autoren unterteilen den Markt in vier Kategorien: ·· Crowdinvesting: Geld gegen Unternehmensbeteiligung ·· Crowdlending: Geld gegen Zins ·· Crowdsupporting: Geld gegen Güter/Dienstleistungen ·· Crowddonating: Geld ohne direkte Gegenleistung Das stärkste Wachstum zeigte dabei der Bereich Crowdlending. Das Volumen stieg von 3,5 auf 7,9 Millionen Franken. Die Zunahme begründet Co-Studienleiter und Finanzprofessor Andreas Dietrich damit, dass sich Bevor Benioff auf die Zahlen zu sprechen kam, sagte er, dass Salesforce seine Heroku-App-Entwicklungsplattform zu AWS verlegt habe, wie CRN weiter schreibt. Salesforce entwickle in Amazons Cloud zudem eine Plattform für das Internet der Dinge. Mehr zur Partnerschaft mit AWS wollte Benioff aber vorerst nicht verraten. Nähere Informationen würde Salesforce an seiner Dreamforce Conference im Oktober liefern. Die Zahlen für das erste Quartal sind derweil beachtlich. Der Umsatz der Firma kletterte um fast 30 Prozent auf 1,92 Milliarden US-Dollar. Gewinn verzehnfachte sich beinahe Allein mit der Salesforce-Cloud setzte die Firma 725 Millionen Dollar um. Das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz der Service-Cloud stieg um 32 Prozent auf 540 Millionen Dollar. Die App-Cloud spülte 326 Millionen Dollar in die Kassen (plus 45 Prozent). Der Umsatz der Marketing-Cloud stieg um 29 Prozent auf 185 Millionen Dollar. «Es war das beste erste Quartal, das wir je erlebt haben», zitiert CRN Benioff. Unter dem Strich blieben Salesforce knapp 39 Millionen Dollar Gewinn. Ein Jahr zuvor waren es nur rund 4 Millionen Dollar. Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 wies Salesforce 47,5 Millionen Dollar Verlust aus. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8186 KMUs zunehmend auf diesem Weg mit Geld versorgten. Das Crowdinvesting gewann im Bereich Real Estate an Bedeutung. Dabei werden die Geldgeber zu Miteigentümern von Immobilien. Aufgrund der hohen Immobilienkosten ist dieses Segment mit einem Anteil von 12,6 Millionen Franken der grösste Teilbereich. Parallel zum Wachstum stieg auch die Anzahl der Crowdfunding- Plattformen: Von 2013 bis April dieses Jahres wuchs die Zahl von 14 auf 40. Für das laufende Jahr rechnen die Studienautoren mit einem anhaltend starken Wachstum des Marktes. Bis Jahresende soll das Volumen auf 65 Millionen Franken steigen. Dies ist mehr als eine Verdoppelung. Angetrieben werde das Wachstum vor allem durch die Segmente Crowdlending von KMUs und Real Estate. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8161 www.nETzwoCHE.ch In Deutschland läuft es gut für Namics cgr. Namics hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich. Wie das Unternehmen mitteilt, sank der Umsatz von 62,4 auf 62 Millionen Franken. Am besten lief es für Namics in Deutschland. Hier stieg der Umsatz um 6,5 Prozent auf 14,7 Millionen Euro. Auch habe Namics zahlreiche neue Grosskunden gewonnen. Für den Umsatzrückgang in der Schweiz macht das Unternehmen den starken Franken verantwortlich. ▸ Webcode 8305 Abraxas stagniert und investiert gcr. Abraxas Informatik hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 vorgelegt. Der St. Galler IT-Dienstleister steigerte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 1,24 Millionen auf 106,45 Millionen Franken. Seit 2012 ist der Umsatz von Abraxas in etwa konstant. Das Unternehmen weist einen Gewinn von 0,521 Millionen Franken aus. Dieser liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von 5,17 Millionen Franken. Den tieferen Gewinn begründet Abraxas mit Investitionen und Grossprojekten wie die Eröffnung von Niederlassungen und die Gründung von neuen Geschäftsbereichen. ▸ Webcode 8213 Anzeige IT Services und Managed Print Services – IT Services und Managed alles aus Print einer Services Hand! – alles IT Services aus einer Hand! und Managed Print Services – alles aus einer Hand! www.graphax.ch www.graphax.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2016 www.graphax.ch

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