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Netzwoche 11/2018

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH IBM übernimmt Betrieb für Avaloqs Cloud-Angebot osc. IBM und Avaloq wollen zusammen eine «Swiss Banking Cloud» aufbauen. Im Rahmen der Partnerschaft werde das US-Unternehmen dem Schweizer Hersteller von Bankensoftware seine Private- Cloud-Infrastruktur für den Betrieb des As-a-Service- Angebots von Avaloq bereitstellen. Zudem ist gemäss Mitteilung geplant, im Rahmen einer Hybrid-Cloud- Umgebung weltweiten Zugriff auf Cloud-Ressourcen zu ermöglichen. ▸ Webcode DPF8_95640 Bundesrat verabschiedet Botschaft zur E-ID mur. Der Bundesrat will Regeln für den digitalen Identitätsnachweis (E-ID) erlassen. Er hat dafür an einer Sitzung am 1. Juni eine Botschaft für ein neues Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste verabschiedet. Der Bundesrat wolle sicherstellen, dass die Bevölkerung E-ID-Angebote sicher nutzen könne. Nur der Staat soll die amtliche Prüfung und Bestätigung der Existenz einer Person und ihrer Identitätsmerkmale prüfen dürfen. ▸ Webcode DPF8_95171 Sunrise hebt Roaming- Limit auf cgr. Sunrise hat für Kunden mit den Mobilabos Freedom Swiss Neighbors und Freedom Europe&US das Roaming-Limit aufgehoben. Bisher lag es bei 4 GB im Monat. In der Ferienzeit vom 1. Juni bis zum 30. September fällt die Grenze gemäss Mitteilung weg. Die Änderung gilt auch für die gleichartigen Abos Freedom Young und die KMU-Mobilabos. Kunden könnten nun wählen, ob sie in der Ferienzeit auf die neuen unbegrenzten Abos umsteigen wollen oder einzelne Mobiloptionen dazubuchen. ▸ Webcode DPF8_95019 Im House of Swisscom soll der Mensch im Zentrum stehen Swisscom zeigte sein neues Ladenkonzept in Basel. mer. Swisscom hat in Basel das «House of Swisscom» eröffnet. Am 30. Mai fand die Einweihung und gleichzeitig ein Informationsanlass für Medienschaffende statt. Der Store soll Kunden eine «erlebbare» Verkaufswelt bieten, in der Online und Offline verknüpft werden. Kunden sollen damit eine persönliche Beratung auf dem von ihnen gewünschten Kanal erhalten. Marc Werner, Leiter Sales und Service bei Swisscom, gab über die neue Verkaufsphilosophie Auskunft. Mit dem Laden der Zukunft osc. Nach einer Pilotphase von rund vier Monaten hat der Kanton Schaffhausen seine digitale Identität «Schaffhauser eID+» offiziell eingeführt. Die Projektpartner, das E- Gov-Unternehmen Procivis und die Informatikdienste von Kanton und Stadt Schaffhausen, zogen eine positive Bilanz des Tests und entschieden sich zum definitiven Start, wie es in einer Mitteilung heisst. Die im Pilotversuch getesteten Funktionen und Services will Schaffhausen nun allen Kantonsbewohnern zur Verfügung stellen. Benötigt wird dazu laut Mitteilung die Einrichtung einer elektronischen Identität auf dem Mobiltelefon. Die darin erfassten Daten könnten die Bürger dann vom Einwohneramt bestätigen lassen. Die so erstellte Identität ermögliche den «sicheren und einfachen» Zugriff auf verschiedene elektronische Behördendienstleistungen (Services der Steuerverwaltung, des Arbeitsamts, der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, des Planungsamts und der Einwohnerkontrolle) ohne zusätzliche Log-ins und will Swisscom die «Art und Weise des Einkaufens» dem Zeitalter des Internets der Dinge anpassen. Der Onlinehandel-Trend hätte bei Kunden den Wunsch nach einer persönlichen Beratung geweckt. Der Store gleicht optisch dem Applestore und soll Beratung, Betreuung und Einkauf der nächsten Generation bieten, wie Werner sagte. Helia Burgunder, Leiterin für Verkauf, Shops und Einzelhandel bei Swisscom, präsentierte die Neuerungen. Mit SV Schweiz habe Swisscom die Kaffeebar «Koffi» konzipiert, die von ausgebildeten Baristas geführt werde. Burgunder betonte, dass auch Interessierte, die keine Waren im Shop erwerben möchten, an der Bar willkommen seien. Wenn der Kunde mit einem direkten Anliegen in den Laden trete, werde er von einem Verkäufer individuell abgeholt. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, könnten sich Kunden im Vorfeld online für ein Beratungsgespräch anmelden. In der Lounge gebe es die Möglichkeit, Wartezeit zu überbrücken. Die Express-Bar biete Kunden, die im Shop ihre Anliegen online abwickeln wollen, eine Alternative zum direkten Beratungsgespräch. In der Express-Bar stünden spezifische «Onlineberater» zur Verfügung. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_94771 Schaffhausens digitale Identität ist da Passwörter. Nach dem offiziellen Start soll die Zahl der über die Schaffhauser eID+ verfügbaren Dienstleistungen ausgebaut werden. Die Validierung der persönlichen Daten will der Kanton auf weitere Stellen ausdehnen. Ausser den zusätzlichen Behördendienstleistungen sei geplant, sie auch im privatwirtschaftlichen Umfeld als elektronisches Identifikationsmittel einzusetzen. Für Procivis ist die Einführung der Schaffhauser E-ID gemäss Mitteilung der erste reguläre Einsatz der eigenen E-ID-Technologie in der Schweiz. «Die offene Architektur unserer Plattform hat sich bereits nach wenigen Monaten als wichtiger Vorteil erwiesen und erlaubt dem Kanton Schaffhausen, künftige Entwicklungen im Bereich der digitalen Identität für seine Bürgerinnen und Bürger zu nutzen», lässt sich CEO Daniel Gasteiger zitieren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_95668 11 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Knock-out für die Gegner von Netzsperren cgr/jor. Der Rechenzentrums- und Colocation-Anbieter Equinix will in der Schweiz wachsen. Das Unternehmen kündigte den Ausbau des bestehenden Rechenzentrums ZH5 in Oberengstringen an. Laut einer Mitteilung beträgt die Investitionshöhe 51 Millionen US-Dollar. Vor allem Finanzfirmen, Cloud-Anbieter und Telekommunikationsfirmen würden Rechenzentrumsfläche nachfragen. Mit dem Anbau will Equinix rund 800 Quadratmeter mehr Rechenzentrumsfläche schaffen. Am Ende soll die Fläche insgesamt rund 7500 Quadratmeter betragen. Damit werde die Anlage eines der grössten Rechenzentren in der Schweiz. Der Abschluss der Arbeiten ist für das erste Quartal 2019 geplant. «Die Investition unterstreicht die Bedeutung Zürichs als strategischen Standort für Unternehmen, die Interconnection über ihre globalen IT-Implementierungen hinweg benötigen», kommentiert Roger Semprini, Managing Director von Equinix Schweiz. Auch Green.ch baut sein Rechenzentrum aus. Wie der Internetprovider und Colocation-Anbieter mitteilt, stehen die Pläne für ein «Modul C» in Lupfig. Das neue Modul soll eine nutzbare Fläche von 3500 Quadratmetern bereitstellen, wie Susanne Felice-Tanner, Head of Corporate Communications bei Green, auf Anfrage sagt. Das Gebäude werde ein Stockwerk höher sein als die beiden bestehenden Rechenzentren. Aufgrund des zusätzlichen Stockwerks habe Green eine neue Baubewilligung für das Projekt eingereicht. Das cgr. Am Abstimmungssonntag vom 10. Juni, stand unter anderem das Referendum gegen das neue Geldspielgesetz an. Unterstützt wurde das Referendum von einem breiten Bündnis fast aller Jungparteien. Diese kritisierten vor allem, dass ausländische Geldspielanbieter mittels Netzsperren ausgesperrt werden sollen. Die Gefahr, dass dies künftig auch andere Branchen fordern könnten, vereinte die Gegner. Auch alle Digitalverbände der Schweiz waren gegen das Gesetz. Das Schweizer Volk sah dies aber anders und versenkte das Referendum deutlich. 72,9 Prozent stimmten für das Gesetz, nur etwas mehr als ein Viertel war dagegen. Der ICT-Verband Swico spricht von einer «schallenden Ohrfeige für die digitale Schweiz». «Das ist ein herber Rückschlag für die digitale Schweiz», schreibt der Verband. Ein offenes und frei zugängliches Internet sei die Basis, dass die Schweiz als Sieger aus dem digitalen Wandel hervorgehen könne, was nun in Gefahr sei. «Die eigentlichen Ziele, nämlich den Schwarzmarkt einzudämmen und den Spielerschutz zu stärken, werden mit Netzsperren nicht erreicht», schreibt Swico weiter. Uneingeschränkte Freude herrscht bei den Schweizer Casino-Betreibern. Das Gesetz ermöglicht ihnen nun, auch Online-Glücksspiele anzubieten und die ausländische Konkurrenz wird ausgesperrt. «Das neue Gesetz weitet zudem die bewährte Prävention vor Spielsucht auch auf den Onlinebereich aus», schreibt die Swiss-Casinos-Gruppe in einer Mitteilung. Anders als der Swico sieht die Swiss-Casinos-Gruppe durch das Gesetz den Schwarzmarkt eingedämmt. Zudem weist sie in der Mitteilung darauf hin, dass nun die weitere Finanzierung der AHV wie auch der Bereiche Sport, Kultur und Soziales durch die Gewinne aus dem Geldspiel sichergestellt sei. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_96308 Equinix und Green erweitern Rechenzentren Bild: agnormark / Fotolia.com entsprechende Bewilligungsverfahren laufe derzeit, sagt Felice-Tanner und ergänzt: «Wir rechnen damit, dass der Bauentscheid noch in diesem Sommer rechtskräftig sein wird.» Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Spätsommer beginnen und etwa ein Jahr dauern. Mit dem neuen Modul wolle Green auf die gestiegene Nachfrage nach Datacenter-Fläche reagieren. Das Unternehmen sei nach eingehender Prüfung Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcodes DPF8_94581, DPF8_94390 der Verträge und aufgrund neuer Kundenanfragen zum Schluss gekommen, dass ein Ausbau nötig sei. WWW.NETZWOCHE.CH Toshiba ist seine Chip- Sparte endlich los cgr. Toshiba darf seine Chip- Sparte verkaufen. Wie Reuters mitteilt, gaben zuletzt auch die chinesischen Aufsichtsbehörden grünes Licht für den Verkauf. Für 18 Milliarden US-Dollar kauft die Investmentfirma Bain Capital die Einheit. Unter dem Dach von Bain Capital haben sich unter anderem Firmen wie SK Hynix, Apple und Dell zusammengefunden. Das japanische Unternehmen Toshiba betrieb die Sparte in einem Joint-Venture mit Western Digital. ▸ Webcode DPF8_94965 IT-Panne lässt Export stillstehen osc. Ein IT-Problem bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) hat Ende Mai während anderthalb Tagen dazu geführt, dass Spediteure ihre Waren nicht mehr aus der Schweiz ins Ausland exportieren konnten. Die so entstandenen Wartezeiten hätten für einzelne Spediteure pro Stunde Kosten in Höhe von 10 000 Franken verursacht, berichtet SRF. Das Problem trat laut SRF bei der Abfertigung von Lastwagen am Zoll auf. Betroffen sei ein Computerprogramm gewesen, das für die Erfassung von Ex- und Import zuständig sei. ▸ Webcode DPF8_94962 Aktionäre nehmen Fusion von Abraxas und VRSG an cgr. Die Aktionäre der Abraxas-VRSG-Holding haben sich am 31. Mai zur Generalversammlung getroffen. Wichtigster Punkt auf der Agenda war die Fusion von Abraxas und VRSG zu Abraxas. Die Aktionäre stimmten einstimmig für die Fusion, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit dem Votum ist die Fusion formell vollzogen. Der Firmensitz des neuen Abraxas-Unternehmens wird in St. Gallen sein. Bis Ende Juni soll die Fusion abgeschlossen sein. ▸ Webcode DPF8_94954 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2018

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