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Netzwoche 11/2018

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10 Business Event Thomas

10 Business Event Thomas Holderegger, Blumer Techno Fenster; Urs Kälin, Graphax im Gespräch mit Moderator Marc Jäggi (v. l.). Julia Shaw referierte über die Manipulierbarkeit des menschlichen Gehirns. Das war der Graphax Event 2018 Ende Mai ist in der Samsung Hall in Dübendorf der Graphax Event 2018 über die Bühne gegangen. Ein Digitalisierungsprojekt, das trügerische Gehirn und künstliche Intelligenz standen am Anlass im Fokus. Autor: Marc Landis « Je früher man mit der Digitalisierung anfängt, desto mehr Zeit hat man dafür. » Daniel Eckert, CEO, Graphax Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_94859 Am 29. Mai hat in der Samsung Hall in Dübendorf der «Graphax Event 2018» stattgefunden. Zu dem Kunden- und Partner-Anlass des IT-Dienstleisters und Dokumentenspezialisten waren laut Graphax-CEO Daniel Eckert über 320 Gäste angemeldet. Der Anlass stand unter dem Motto «Die digitale Denkweise – wie die künstliche Intelligenz unser Handeln beeinflusst». Keynotes der Erinnerungsforscherin Julia Shaw und der Uni-Professorin Sita Mazumder beleuchteten den Themenkreis auf unterschiedliche Weise. In seiner Grussadresse wünschte sich CEO Daniel Eckert im Gespräch mit Radio-1-Moderator Marc Jäggi auf der Bühne mehr Offenheit von den Unternehmen, die Digitalisierung möglichst schnell in Angriff zu nehmen. «Je früher man damit anfängt, desto mehr Zeit hat man dafür», sagte Eckert. Auch Graphax setze die ECM-Systeme ein, die das Unternehmen an Kunden verkaufe. «Eat your own dog food», nennt man das im englischsprachigen Raum. Aber es gelte bei der Digitalisierung auch, Chancen und Risiken abzuwägen. Er sieht dabei auch die Politik und ihre (langsamen) Gesetzgebungsprozesse in der Pflicht. Digitalisierung bei Blumer Techno Fenster Mit einem Testimonial des Graphax-Kunden Blumer Techno Fenster ging es weiter. Blumer setzte gemeinsam mit Graphax ein Digitalisierungsprojekt mit der ECM-Lösung M-Files um. Der CFO und stellvertretende Geschäftsführer von Blumer, Thomas Holderegger, hatte das Projekt geleitet. Im Gespräch mit Graphax’ Verkaufs- und Marketingleiter Urs Kälin erzählte er, mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen hatten, aber natürlich auch, welche Erleichterungen das Arbeiten mit dem neuen Dokumentenmanagement mit sich bringe, das von Graphax implementiert wurde. So hätten etwa Bedenken der Mitarbeitenden zerstreut werden müssen, die befürchteten, mit dem neuen Dokumentenmanagement weniger effizient arbeiten zu können. Die Bedenken zerstreuten sich, wie Holderegger berichtete. Durch die Digitalisierung der Dokumenten-Workflows mit einer einfachen und effizienten Suchfunktion über alle geschäftsrelevanten Schriftstücke konnten Medienbrüche ausgemerzt und Abläufe beschleunigt werden. Aber dennoch sei es «wichtig bei solchen Change-Projekten, dass man die Mitarbeitenden mitnimmt. Und man muss zuhören können.» Und wie sind die Erfahrungen mit dem neuen System? «Heute sehen alle den Benefit, den das ECM mit sich bringt.» Niemand wolle mehr auf die alte Art arbeiten. Auf die Frage von Moderator Marc Jäggi, ob für Blumer das papierlose Büro durch die neue Lösung bereits Realität geworden sei, antwortete Holderegger: «Wenn wir am Morgen mit der Arbeit loslegen, sind wir nicht papierlos, am Abend sind wir es.» Der Grund dafür ist, dass nur drei oder vier Prozent der Lieferanten oder Kunden Offerten, Lieferscheine, Rechnungen und so weiter in elektronischer Form an Blumer schicken beziehungsweise diese elektronisch erhalten wollen würden. «Mit dem DMS digitalisieren wir aber alle Dokumente für unseren Gebrauch und machen sie such- und durchsuchbar.» Weiter ging es mit dem Referat der Rechtspsychologin und Erinnerungsforscherin Julia Shaw, die über die Manipulierbarkeit von Erinnerungen berichtete. In ihrer Forschungstätigkeit bewies sie als «Memoryhackerin», wie trügerisch das eigene Gedächtnis ist. Mit einem Apéro riche klang der Graphax Event 2018 aus. 11 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 11 Avectris Day in Baden: Infrastruktur auslagern, Kernkompetenzen behalten Avectris hat seinen zweiten Avectris Day im Trafo veranstaltet. Er lockte fast 100 Teilnehmer nach Baden. Die Referenten zeigten auf, warum sich ein Outsourcing lohnen kann. Vor Ort waren diverse Kunden und Partner von Avectris, unter anderem Swica und Generali. Sie erklärten, warum sie ihre Infrastruktur nicht mehr selbst betreiben. Autor: Marcel Urech Am Avectris Day im Trafo in Baden sind zehn Vorträge zu hören gewesen, davon zwei von Avectris-Mitarbeitern. Acht hielten Kunden und Partner des IT-Dienstleisters. Vor Ort waren unter anderem Axpo, die Schweizerische Post und das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco. Avectris bezog kürzlich weitere Büros in Baden. Kunden sind etwa Generali, das Kantonsspital Baden, Swica und Swissphone. Sie haben eines gemeinsam: In ihren Projekten geht es um die Zusammenarbeit von Menschen, wie CEO Thomas Wettstein der Redaktion erläuterte. Viele Projekte, die Avectris umsetze, lösten grosse Veränderungen aus. Das sei nur mit guten Grundlagen möglich, sagte Wettstein. Diese biete Avectris – «seriöses Handwerk, auf dem man aufbauen kann.» Kunden gehe es vor allem darum, Probleme zu lösen und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können. Auch die Berechenbarkeit von Projekten sei ein Anliegen, sagte Wettstein. Warum Swica auf Avectris setzt Auch Swica war vor Ort. Die Versicherungsgesellschaft, die rund 1,3 Millionen Versicherte und 1800 Mitarbeiter hat, lagerte ihre IT an Avectris aus. Der IT-Dienstleister betreibt die Server-, Storage-, Messaging- und Back-up-Systeme von Swica sowie einen Teil der Internet- und IT-Sicherheitsinfrastruktur. Chris Baur, Head of Technology Management Thomas Wettstein, CEO von Avectris. bei Swica, zeigte auf, wie es dazu kam. Für Baur ist klar, dass neue Projekte bei Swica einen Nutzen für Kunden bringen und Probleme im Gesundheitswesen adressieren müssen. Etwa den Hausärzte-Mangel, die Überlastung des Hausarztsystems oder den Wunsch der Patienten nach mehr Eigenverantwortung. Es gebe folgende Makro-Trends: Steigende Gesundheitskosten, die Individualisierung der Medizin, hoher Wettbewerbsdruck und sich wandelnde Geschäftsmodelle. In diesem Umfeld sei die Digitalisierung zentral, sagte Baur. Avectris erfülle die hohen Erwartungen von Swica. Die Infrastruktur laufe stabil und skaliere schnell. Das reiche aber nicht. Avectris gebe Swica auch Impulse für die Innovation und für neue Technologien. Das sei nur mit agilen und pragmatischen Mitarbeitern möglich. «Beim Outsourcing ist es zentral, unsere Kernkompetenzen inhouse zu halten», betonte Baur. Das sei gelungen. Swica habe im Frühling 2017 angefangen, mit Avectris zu verhandeln. Bereits im August sei die gesamte Virtualisierungsumgebung – «mehrere hundert virtuelle Maschinen» – auf der Infrastruktur von Avectris gelaufen. Swica kann sich laut Baur nun darauf konzentrieren, Avectris’ Basistechnologien zu veredeln. Generali wechselt auf Devops-Modell Im Vortrag von Generali klang es ähnlich. Softwarearchitekt Mohamed Talhaoui erklärte, warum sich Generali nach 18 Jahren Partnerschaft von Avaloq trennt. «Wir wollten in eine Private Cloud gehen und brauchten jemanden, der sich um die Infrastruktur kümmert.» Generali ist seit 15. Juli 2017 Avectris-Kunde. 5 Tage später startete das Projekt «CoPa». Mit dem Minimum Viable Product, das am 15. Februar 2018 folgte, konnte Generali erstmals Microservices hosten. Ein Grossteil der IT sei vorher auf monolithischen Applikationen gelaufen, erklärte Talhaoui. Nun setze der Versicherer auf eine Devops-Umgebung mit Docker-Containern und Openshift. Das Projekt soll die Time-to-Market senken und die Agilität erhöhen. Avectris liefere die Openshift-Umgebung, Generali baue darauf Lösungen für seine Kunden. Die Zusammenarbeit stehe aber erst am Anfang, sagte Talhaoui. Generali wolle nun Chatbots schaffen und beschäftige sich auch mit Sentiment-Analysen. « Wir wollten in eine Private Cloud gehen und brauchten jemanden, der sich um die Infrastruktur kümmert. » Mohamed Talhaoui, Software Architect bei Generali Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_96842 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2018

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