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Netzwoche 11/2021

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12 Business Porträt

12 Business Porträt Walker PC – verkaufen sollen die anderen TVs, Laptops, Telefone: Walker PC in Altdorf bietet alles Mögliche an, doch die Produkte sind nur Nebensache. Dass Discounter und Onlinehändler unter dem Preisdruck leiden, spielt Geschäftsführer Marc Walker in die Hände. Denn der Service, den er anbietet, kennt keine Konjunktur. Autor: Joël Orizet « Mehr und mehr Leute haben die Nase voll vom Onlinehandel. » Marc Walker, Mitgründer und Geschäftsführer, Walker PC Preis zu verkaufen, war nie sein Ding. Nur die Dienstleistung zählt. Das merkte Walker schon in jungen Jahren. Er war 20, ausgebildeter Radioelektriker und arbeitete in der Altdorfer Filiale der Firma Autophon, die 1987 zur Ascom fusionierte. Da gab es einen Chef, von dem Walker viel gelernt hat, wie er sagt. «Der Müller Fritz: Der hat mir das vorgelebt. Ihm ging es immer darum, den Kunden zu behalten. Dafür nahm er Kosten in Kauf, was die Geschäftsleitung manchmal ärgerte. Aber es kam alles zurück.» Das nahm sich Walker zu Herzen: Wer in diesem Geschäft langfristig erfolgreich sein will, muss um den Kunden kämpfen und nicht um den Preis. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Nur etwa zwei Dutzend Produkte stehen in den Regalen. Vier, fünf Fernseher, drei Drucker und ein paar assemblierte PCs und Notebooks. Es ist ein kleiner, durch Trennwände abgegrenzter Raum. Mittendrin: ein Empfangstisch. «Für mich ist das keine Ausstellungsfläche, sondern eine Reparaturannahmestelle», sagt Marc Walker, während er nach hinten geht – in die Werkstatt, wo sich der Grossteil seines Geschäftslebens abspielt. Hier schrauben, schreiben und telefonieren 13 Mitarbeiter – wobei einige gerade im Aussendienst sind. Unterwegs zum Kunden, sagt Walker und lässt einen Kaffee aus der Maschine. Zucker, Rahm? Gerne. Er lächelt und fragt: einen Schnapps? Verlockend, aber vielleicht erst nach dem Gipfeli. Wer um den Preis kämpft, hat längst verloren Kunden, die gleich im Laden das Handy zücken und Preise vergleichen – die gibt es auch hier. Aber für Walker ist das kein Problem. Im Gegenteil: «Wenn jemand online einen tieferen Preis findet, dann sagen wir: nur zu, Sie können das Gerät auch zu uns liefern lassen; wir bringen es dann gerne zu Ihnen, installieren es und wenn Sie möchten, leisten wir auch die Garantie.» Aber es ist klar, dass der Kunde in diesem Fall für das Reparatur-Abonnement zusätzlich zahlt. Günstiger kommt weg, wer gleich im Geschäft zwar den höheren Preis zahlt, dafür aber inklusive Service. Über den Ein Chef, der sich nicht wichtig nimmt Bei der Ascom stiess Walker mit dieser Haltung an eine Grenze. Nach der Jahrtausendwende hiess es, die Filiale werde mit dem Fust zusammengelegt. «Die wollten uns zu Verkäufern machen», sagt Walker. Da machte er nicht mit. Er kündigte und gründete 2002 mit sechs Kollegen seine Firma. Wobei: Walker ist zwar Mehrheitseigner und überall steht sein Name. Das sei aber nur Zufall. «Ich bin hier gar nicht wichtig. Man hat einfach meinen Namen genommen, weil ich schon lange im Geschäft bin. Es ist das Team, das alles zusammenhält. Und die Lehrlinge. Die machen das sensationell.» Was macht einen guten Fachhändler aus? Ehrliche Beratung, sagt Walker. Jemanden so beraten, wie man selbst beraten werden möchte. Die Kunden würden das schätzen. Zur einen Hälfte sind es KMUs, zur anderen Privatkunden. «Mehr und mehr Leute haben die Nase voll vom Onlinehandel», sagt Walker. Und das treibt ihr Geschäft voran. Noch zwei Jahre, dann setzt sich Marc Walker zur Ruhe. Nach 45 Jahren in der Branche wird es Zeit, wie er sagt. Was ist der Plan? «Endlich mal das Velofahren in den Vordergrund stellen.» Die sechs weiteren Mitglieder der GmbH müssen dann selbst bestimmen, wer die Geschäftsleitung übernimmt. «Die Jungen haben andere Ideen, und die sollen sie auch umsetzen.» Vielleicht wird er die eine oder andere Aufgabe weiterhin übernehmen. «Aber nur, wenn das erwünscht ist.» Hauptsache, der Betrieb lebt weiter. Und dass die Kunden darauf vertrauen können, dass an der Flüelerstrasse in Altdorf weiterhin Mitarbeiter da sind, für die der Service an erster Stelle steht. 11 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Digital Economy Award Die Finalisten 13 Das sind die Finalisten des Digital Economy Award 2021 Die Jury hat entschieden: 21 Finalisten dürfen am 11. November im Zürcher Hallenstadion auf einen der sechs begehrten Digital Economy Awards hoffen. Auch die «NextGen Heroes» werden an dem Abend gekürt. Autor: Kevin Fischer Die Jury hat entschieden: 21 Finalisten erhalten die Chance auf einen Digital Economy Award. Von Grossunternehmen über erfolgreiche KMUs bis zu vielversprechenden Start-ups ist alles dabei, wie die Veranstalter mitteilen. Mit fünf Unternehmen sind so viele Fintech-Firmen vertreten wie noch nie. Auch die Gesundheitsbranche ist mit fünf Unternehmen stark vertreten. Die Award Night geht im Hallenstadion Zürich über die Bühne, wie schon die letzte Ausgabe des Digital Economy Award. « Für den digitalen Wandel werden digitale Vorbilder benötigt, insbesondere für die jüngeren Generationen. » Diana Engetschwiler, Gesamtverantwortliche des Schweizer Digitaltags «Das Qualitätslevel ist dieses Jahr deutlich gestiegen», sagt SwissICT-Geschäftsführer Christian Hunziker nach den Jurytagen. Die Finalisten werden in der Award-Show am 11. November im Hallenstadion inhaltlich in den Fokus gerückt und vorgestellt oder im Saal interviewt. In sechs Kategorien wird je ein Award vergeben. i DIE FINALISTEN DER JEWEILIGEN KATEGORIEN Auch die «NextGen Heroes» werden am 11. November gekürt Bis zum 15. Oktober entscheidet die Jury ausserdem, welche sechs Finalisten sich für die Vorrunde in der Kategorie «NextGen Hero» qualifizieren. Am 10. November pitchen die Qualifizierten während des On-Air-Programms des Digitaltags. Die Zuschauer und Zuschauerinnen bestimmen dann per Public-Voting, welche zwei Finalistinnen oder Finalisten an der Award-Verleihung vom 11. November teilnehmen. Dort wählt das Publikum dann einen männlichen und eine weibliche «NextGen Hero». «Der ‹NextGen Hero› ist sowohl ein Vorbild als auch ein Motivator», sagt Diana Engetschwiler, Gesamtverantwortliche des Schweizer Digitaltags. «Für den digitalen Wandel werden digitale Vorbilder benötigt, insbesondere für die jüngeren Generationen. Es ist eindrücklich, was diese jungen Menschen bereits geleistet haben und es freut mich, dass wir mit dieser Kategorie bereits in die zweite Runde gehen dürfen.» The Next Global Hot Thing ▪▪ Apiax ▪▪ CollectID ▪▪ Embotech ▪▪ Frontify ▪▪ Labster ▪▪ Relai Digital Innovation of the Year ▪▪ AIDONIC ▪▪ Firmenich ▪▪ FQX ▪▪ Swiss COVID App Digital Excellence Grossunternehmen ▪▪ Mobiliar ▪▪ SBB ▪▪ Luzerner Kantonsspital ▪▪ Kantonsspital Baden Digital Excellence KMU ▪▪ Belimed ▪▪ eCollect ▪▪ Valyo Digital Excellence NPO & Gov ▪▪ Pro Juventute ▪▪ Finanzdirektion Kanton Zug, Amt für Informatik und Organisation (AIO) Highest Digital Quality ▪▪ Värdex Suisse ▪▪ HeyPatient Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2021

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