Aufrufe
vor 3 Monaten

Netzwoche 11/2021

  • Text
  • Wwwnetzmediench
  • Zudem
  • Schweizer
  • Payments
  • Digitalen
  • Swiss
  • Schweiz
  • Apps
  • Digital
  • Netzmedien
  • Unternehmen

36 Best of Swiss Apps

36 Best of Swiss Apps 2021 Jurytag Das war der Jurytag von Best of Swiss Apps 2021 Am 3. November werden die besten Schweizer Apps des Jahres gekürt. Am Jurytag von Best of Swiss Apps 2021 bei Digicomp in Zürich diskutierten die Jurymitglieder darüber, worauf es bei der Bewertung ankommt. Nun steht fest, wer es auf die Shortlist schafft. Autor: Colin Wallace Die Fachjury der Kategorie «Extended Reality» – auf dem Boden lagen weitere VR-Brillen. Die neue Kategorie «User Engagement» legte indes einen starken Start hin – das zeigt die Wichtigkeit von gutem User Engagement für den Erfolg einer App auf. Zudem ging mit «Conversational UI» eine neue Sonderkategorie an den Start. Die Kategorie entstand in Zusammenarbeit mit AWS. Von den bestehenden Kategorien konnte in diesem Jahr zudem «Extended Reality» einen Zuwachs verzeichnen. Die Kategorie lief bisher unter dem Namen «Mixed, Augmented & Virtual Reality». Am 27. September hat sich die Jury von Best of Swiss Apps getroffen, um die eingereichten Projekte zu beurteilen. Wer kommt auf die Shortlist? Wer gewinnt eine Trophäe? Und wer geht mit leeren Händen nach Hause? Diesen und weiteren Fragen stellte sich die Jury in den Räumen des Weiterbildungsanbieters Digicomp in Zürich. Zu diesem Zweck teilte sich die mittlerweile 63-köpfige Jury in 11 Fachkategorien auf, die unabhängig voneinander die insgesamt 183 Projekteingaben prüften. Der «Corona-Lag» Im Vergleich zum Vorjahr sind 2021 weniger Projekte im Rennen um die besten App-Projekte des Jahres. 2020 verzeichnete Best of Swiss Apps noch 229 Einreichungen. Jury-Chairman Christof Zogg sprach in diesem Zusammenhang von einem «Corona-Lag». Demnach sei die tiefere Anzahl ein Ausreisser in der Statistik, der auf die Pandemie zurückzuführen ist. Vor 2021 wuchs die Anzahl der Einreichungen stetig – dieser Trend wird sich in Zukunft fortsetzen, sagte Zogg. Bei eigenen Projekten verlässt man den Raum Für die Jurierung gibt es klare Regeln. Eine davon verlangt, dass Jurymitglieder, die an einem Projekt beteiligt sind, dies offenlegen und temporär in den Ausstand treten. Das heisst, man hält sich in der Diskussion zurück, verlässt den Raum. Die Jurymitglieder verpflichten sich zudem zur Geheimhaltung: Was die Teilnehmenden an projekt- und geschäftsbezogenen Informationen teilen, soll in den geschlossenen Diskussionsräumen bleiben. Dasselbe gilt für die Ergebnisse: Wer es auf die Shortlist geschafft hat, erfahren Sie ab Seite 38. An der Award Night von Best of Swiss Apps 2021 werden die Gold-, Silber- und Bronzegewinner bekannt gegeben. Zudem zeigt sich, wer den Titel Master of Swiss Apps 2021 gewinnt und damit die Nachfolge von «my Livit» antritt. Mit dem Projekt haben im vergangenen Jahr Livit und Namics den Master-Titel geholt. Von den Projekten werden die besten als Kandidaten für den Master-Titel ins Rennen geschickt. Der Master of Swiss Apps wird an der Award Night nach der Abstimmung von Jury und Publikum vergeben. Wichtig dabei: Wer online abstimmen will, muss sich bis spätestens am 13. Oktober für den Netzticker (den Newsletter der Netzwoche) registrieren. User Engagement als fünfte Disziplin des App-Publishings Die Kategorie «User Engagement» feierte dieses Jahr Premiere. Die Juryleitung übernimmt Matthias Sala, Gründer und Geschäftsführer des Mixed-Reality-Gamestudios Gbanga. «User Engagement hat sich in den letzten Jahren zur Bedingung im App-Publishing entwickelt», sagte Zogg. Sprich, für den Erfolg einer App ist ein gutes User 11 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Best of Swiss Apps 2021 Jurytag 37 Engagement unabdingbar. Wie bei vielen anderen Kategorien auch steckt bei User Engagement der Teufel im Detail. Denn je nach Zweck einer App eignen sich laut Fachjury einige Methoden besser als andere, um die User zur regelmässigen Nutzung zu motivieren. Die Jury muss also bei jedem eingereichten Projekt abwägen, ob die gewählten Massnahmen auch tatsächlich das User Engagement ideal fördern. Weitere Pluspunkte gab es für: ·· Onboarding (z. B. Einfachheit und Klarheit) ·· User-Aktivierung (z. B. Notifications oder Community- Mechanismen) ·· Umsetzung der gewünschten Aktion (z. B. Best-in- Class UX) ·· Belohnungen der Nutzung (z. B. Gamification- Elemente oder Loyalitätsprogramme) ·· Einfordern des User Commitments (z. B. Profildetails und Nutzerpräferenzen) Jury-Chairman Christof Zogg erklärte die Spielregeln für den Jurytag. Das Potenzial ist da Die neue Sonderkategorie «Conversational UI» zeichnet Voice- und Chat-Apps aus, die sich in diesem Anwendungsbereich abheben. Das Thema werde in der Zukunft einen grösseren Stellenwert einnehmen, sagte Christof Zogg noch vor Beginn der Jurierungsphase. Die zugrundeliegende Technologie ist noch vergleichsweise jung. Entsprechend heiss diskutierte die Fachjury die einzelnen Projekte sowie über grundsätzliche Aspekte zum Einsatz von Conversational UI. So bemängelte ein Mitglied der Fachjury die sprachlichen Fähigkeiten eines Projektteams. «Man sieht sofort, dass an der Entwicklung keine Linguisten beteiligt waren.» Das schlage sich in der Qualität der Dialoge zwischen Nutzenden und App nieder. Andere Projekte zeigten spannende Use Cases, welche die Fachjury, geleitet von Stefano Mallè, Head of Technology bei AWS Schweiz, trotz begrenzter Funktionalität überzeugen konnten. Die nächsten grossen Entscheidungen stehen schon an. ·· Die Netzmedien-Leserwahl «Master of Swiss Apps» läuft vom 14. bis 18. Oktober. ·· Die Award Night geht am Mittwoch, dem 3. November 2021, im Aura gleich beim Paradeplatz Zürich über die Bühne. Alle weiteren Informationen finden Sie unter: www.bestofswissapps.ch Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Best Practices im XR-Bereich In der Fachjury der Kategorie «Extended Reality» herrschte eine positive Stimmung. Die Technologie und ihre Anwendungsgebiete hätten sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Wo zuvor noch der «Wilde Westen» herrschte, bildeten sich langsam Best Practices heraus. So etwa im Bereich Virtual Reality: «Dieses Jahr haben wir richtige VR-Use-Cases, die über Demos und Marketingspielereien hinausgehen», sagte ein Jurymitglied. Auch stellte die Jury fest, dass AR zunehmend zur Commodity werde. Statt auf dedizierte AR-Apps zu setzen, würden Unternehmen AR-Features in ihre bestehenden Apps einbauen, um diese sinnvoll zu ergänzen. So geht es weiter Am Ende des Tages stand fest, welche Einreichungen in die Kategorie «leider Nein» gerutscht sind, wer es auf die Shortlist geschafft hat und wer zu den Gold-Gewinnern zählt. Die Jury der Sonderkategorie «Conversational UI» mitten in der Debatte. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2021

Archiv

Specials