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Netzwoche 12/2020

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74 Focus 20 Jahre

74 Focus 20 Jahre Netzwoche Wie KMUs mit dem IT-Fachkräftemangel umgehen Der Fachkräftemangel in der Schweizer IT-Branche betrifft ausser grosse Firmen auch verschiedene KMUs. Michael Kistler, CEO von A. Baggenstos & Co., Thierry Kramis, CEO von Seabix, und Kevin Filosoglou, Geschäftleitungsassistent und HR- Verantwortlicher von Informatica, geben Auskunft darüber, wie sie dagegen vorgehen. Autor: Kevin Fischer Bild: Stefan Rajewski / Fotolia.com « Der ICT-Markt erlaubt aufgrund der Dynamik keinen Stillstand, das Wissen muss kontinuierlich und mit hohem Aufwand auf den neuesten Stand gebracht werden. » Thierry Kramis, CEO, Seabix Der Fachkräftemangel in der Schweizer IT-Branche ist ein Dauerbrenner. Laut Stellenvermittler Hays waren etwa im Sommer 2019 mehr als 20 000 Stellen im IT-Bereich ausgeschrieben. Dabei sind nicht nur grosse Unternehmen vom Mangel betroffen. So vermisst etwa der Systemintegrator A. Baggenstos & Co. «Cloud-Architekten mit einem Flair zum Programmieren» auf dem Schweizer Fachkräftemarkt, wie CEO Michael Kistler sagt. Beim Kommunikations- und IT-Dienstleister Seabix sind gemäss CEO Thierry Kramis besonders Softwareund System-Engineers begehrt. Kevin Filosoglou, Geschäftsleitungsassistent und HR-Verantwortlicher des ICT-Unternehmens Informatica, spürt den Mangel ebenfalls bei ICT- System-Engineers, aber auch bei ICT-Consultants. «Jedoch sind auch Stellen im Betrieb, im Projektmanagement und im Netzwerkbereich nicht einfach zu besetzen», sagt Filosoglou. Attraktive Arbeitsbedingungen sollen Fachkräfte anlocken Eine mögliche Massnahme, um Fachkräfte in das eigene Unternehmen zu holen, sind attraktive Arbeitskonditionen. So bietet Informatica laut Filosoglou etwa eine offene Unternehmenskultur, zeitgemässe Anstellungsbedingungen und Arbeitsplätze in der Nähe der Bündner Bergwelt. «Als Teammitglied kann der Unternehmenserfolg aktiv mitgestaltet werden, man verfügt über Freiraum und hat die Chance, etwas zu bewegen», ergänzt Filosoglou. Auch Seabix möchte mit guten Arbeitsbedingungen Fachkräfte für sich gewinnen. «Wir arbeiten in einem sehr interessanten Umfeld, von daher bieten wir dem Markt schon rein als Lösungsanbieter einen gewissen Anreiz», wie Kramis sagt. Das wohlüberlegte Sourcing von Tätigkeiten und Angeboten wie die Integration ins Unternehmen als Teilhaber sollen ebenfalls überzeugen. Doch nicht zuletzt spielen bei allen angefragten KMUs Aus- und Weiterbildungen eine wichtige Rolle, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Aus- und Weiterbildungen sind elementar «Weiterbildungen sind in der ICT-Branche elementar und überlebenswichtig. Zudem helfen Weiterbildungen, um Mitarbeiter langfristig halten zu können, was unserer Strategie entspricht», sagt Kramis. «Der ICT-Markt erlaubt aufgrund der Dynamik keinen Stillstand, das Wissen muss kontinuierlich und mit hohem Aufwand auf den neuesten Stand gebracht werden.» Bei A. Baggenstos & Co spielen Weiterbildungen, aber auch Ausbildungen eine wichtige Rolle. «Wir bilden seit mehr als 15 Jahren System- und Betriebsinformatiker aus und versuchen sie nach Abschluss der Ausbildung anzustellen. In diesem Bereich arbeiten wir eng mit dem ZLI zusammen. Anschliessend verfolgen wir eine stetige Weiterentwicklung Richtung Engineering und Consulting, sofern das Potenzial vorhanden ist», sagt Kistler. Des Weiteren würden Mitarbeiter seit zwei Jahren in internen Kompetenzteams ausgebildet. Auf diese Weise soll Kompetenz aufgebaut und Knowhow geteilt werden. «Zudem nehmen wir an externen Workshops und Schulungen bei unseren Partnern teil, um die Fachkompetenz entsprechend à jour zu halten», sagt Kistler. Auch Informatica hat sich gemäss Filosoglou zum Ziel gesetzt, «den Mitarbeitenden permantent auf sie zugeschnittene interne und externe Aus- sowie Weiterbildungen und Zertifizierungen anzubieten.» Die Weiterbildungen würden finanziell und zeitlich unterstützt. Von einem aktuellen Wissensstand der Mitarbeiter profitierten Kunden und Partner, aber auch das Unternehmen selbst. «Gerade im IT-Bereich ist es essenziell, stets auf dem aktuellen Stand zu sein, um die neuesten Trends und Technologien in der Praxis anwenden zu können», sagt Filosoglou. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 12 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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