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Netzwoche 13/2021

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44 Technology Aktuell

44 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Googles KI drängt in die Pharmazie ych/pwo. Google-Mutter Alphabet gründet eine Firma namens Isomorphic Labs. Sie soll die künstliche Intelligenz von Deepmind für die Pharmaforschung nutzen, wie Deepmind-CEO Demis Hassabis, der die Geschäftsführung der Firma übernimmt, mitteilt. Das Unternehmen soll jedoch keine eigenen Medikamente entwickeln, sondern Prognose modelle für die Forschung erarbeiten und diese vermarkten. Javascript und Python liegen im Trend kfi. Javascript und Python sind auf Github die beliebtesten Programmiersprachen. Das geht aus einer Befragung von Github hervor. Demnach bevorzugen Entwicklerinnen und Entwickler vertraute Programmiersprachen wie Javascript und Python, um schnell Code schreiben und veröffentlichen zu können. Danach folgen Java, Typescript, C#, PHP, C++, Shell, C und Ruby. Nicht existierende Gesichter sollen Gesichtserkennungs-Tools trainieren Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch ych/cka. Das Idiap-Institut in Martigny führt ein neues Forschungsprojekt zur Entwicklung einer unvoreingenommenen künstlichen Intelligenz (KI) zur Gesichtserkennung durch. Derartige Algorithmen weisen teilweise noch immer starke Mängel auf – vor allem wenn es um die Identifizierung von schwarzen Menschen geht. Dies zeigte unlängst etwa eine KI von Facebook sehr deutlich. Der Grund für diese Voreingenommenheit liegt darin, dass diese Modelle oft mit nicht repräsentativen Datenbanken trainiert werden. Die verfügbaren Bilder «sind selten repräsentativ für die Vielfalt der Bevölkerung, und wenn sie es sind, ist es oft unmöglich, sie unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen für ein anderes Forschungsprojekt zu verwenden», sagt Sébastien Marcel, Leiter der Forschungsgruppe für Datenschutz und biometrische Sicherheit am Idiap. Synthetische Gesichter für ein realistischeres Bild Das Forschungsprojekt namens «SAFER» wird von der Hasler-Stiftung finanziert und in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich durchgeführt. Das Ziel des Projekts: Eine der Herausforderungen des «SAFER»-Forschungsprojekts besteht darin, für jede geschaffene synthetische Identität genügend Variation zu erzeugen. repräsentative Datenbanken mit synthetischen Gesichtern erstellen. Um diese Datenbanken zu erstellen, entwickeln die Forschenden Tools zur Erzeugung synthetischer Gesichter – in der Hoffnung, dass diese die Realität abbilden. «Für die Vorbereitungsarbeiten wurde eine Kombination aus Open-Source- und selbstentwickelten Tools verwendet», sagt Marcel auf Anfrage. DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Sicher und vor Cyberangriffen geschützt zu sein, würde jede Organisation gerne von sich behaupten und viel dafür tun. Was auch immer man aber zur Optimierung der Sicherheit unternimmt, es wird nicht verhindern können, trotzdem Opfer eines Cyberangriffs zu werden. Ohne jetzt jedoch in Resignation zu versinken, muss man lernen, mit dem latenten Risiko zu leben. Denn Cyberrisiken sind eine zu akzeptierende Begleiterscheinung der Digitalisierung, der Nutzung der Cloud-Technologie und der grenzenlosen Mobilität geworden. Die damit verbundenen Unsicherheiten bieten auch enorme Chancen, die gepackt werden wollen. Neben der aktuell grassierenden Pandemie-Müdigkeit macht sich in vielen Organisationen auch eine gewisse Müdigkeit hinsichtlich andauernder Informationen über Cyberbedrohungen breit. Das Management und die Mitarbeitenden von heute werden ständig mit neuen Warnungen und neuartigen Schulungsprogrammen überschwemmt, welche die Wahrscheinlichkeit einer Datenpanne verringern sollen. Es kommt nicht von ungefähr, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Stress und Erschöpfung der Mitarbeitenden und deren Unachtsamkeit bei Cybersicherheitsvorfällen gibt. Unternehmen müssen endlich einen aktiveren Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Ansatz zur Überwachung und Bedrohungsabwehr entwickeln. Dazu braucht es definitiv mehr als eine Versicherung, welche die Zahlung der Lösegeldforderung bei einem Ransomware-Angriff übernimmt. Diese mag zwar auf den ersten Blick günstiger und schneller erscheinen, anstatt die IT-Systeme mühsam wieder aufzubauen. Aber Sicherheit lässt sich nun einmal nicht kaufen. Das blinde Vertrauen in den CISO und die Firewall der nächsten Generation geht im digitalen Ökosystem definitiv ins Auge. Um im Cyberspace überleben zu können, braucht es eine gewisse Widerstandsfähigkeit und damit eine Fähigkeit, sich von Angriffen zu erholen und das Businessmodell dauerhaft aufrechtzuerhalten. So eine Fähigkeit muss in allen Poren des Unternehmens entwickelt werden. Es ist nicht primär eine Frage des Geldes oder der eingesetzten Technologie. Vielmehr gehört es in die DNA des Unternehmens, das sich dann in allen Facetten der Geschäftstätigkeit entfalten kann. Es braucht guten Schutz und die Kompetenz, Probleme rechtzeitig zu entdecken, diese abzuwehren und dann unversehrt zurück zum Normalbetrieb zu finden. Auch wenn man gut gepolstert und mit einem Helm gerüstet mit dem Fahrrad durch Zürichs Strassen fährt, lauern an jeder Kreuzung neue Gefahren, mit denen jeder umgehen können muss. Auf der Kreuzung liegend nützt der Fahrradmechaniker in der Werkstatt nur noch sehr bedingt. Es ist nie zu spät, sich in dieser seltsamen und schwierigen Zeit auf die wichtigsten Schwachstellen zu konzentrieren. Während sich die Bedrohungslandschaft weiterentwickelt, sollten wir uns darauf konzentrieren, sicherzustellen, dass sich unsere Resilienz-Strategien mit ihr verändern. Flüchtige Sicherheit Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 13 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 45 Seesternlarve als Inspirationsquelle eth. Weltweit tüfteln Wissenschaftlerinnen und Den vollständigen Artikel finden Sie online Wissenschaftler an winzigen Maschinen, welche die www.netzwoche.ch Medizin revolutionieren sollen. Denn die Mikroroboter, oft nur ein Bruchteil des Durchmessers eines Haares gross, können medizinische Wirkstoffe zu spezifischen Problemstellen im Körper bringen und kleinste chirurgische Eingriffe durchführen. Angetrieben und gelenkt werden die Wundermaschinen mit externer Energie, meist durch akustische oder magnetische Felder. Bei der Form der Schwimmkörper lassen sich Forschende oft von Mikrolebewesen wie Bakterien oder Algen inspirieren. Eine Forschungsgruppe an der ETH Zürich entwickelte nun erstmals einen Mikroroboter, der die Schwimm-​ und Fresstechnik einer Seesternlarve nachahmt. Mit Härchen Flüssigkeit wegstossen oder ansaugen Auf den ersten Blick ist die Ähnlichkeit zwischen Mikroroboter und Seesternlarve gering. Die wenige Millimeter grosse Larve des fünfarmigen Meerestieres hat einen lappigen Körper. Der Mikroroboter ist hingegen ein einfaches Rechteck und rund zehnmal kleiner – er misst nur einen Viertel Millimeter. Ein wichtiges Merkmal ist jedoch beiden gemein: die feinen, beweglichen Härchen auf der Körperoberfläche, sogenannte Cilien. Die Seesternlarve ist übersät mit hunderttausenden solcher Härchen. Angeordnet in Reihen schlagen sie im Meerwasser koordiniert hin und her und erzeugen dabei Wirbel. Um vom Fressmodus in den Schwimmmodus zu wechseln, verändert die Seesternlarve unter anderem die Orientierung der Härchenreihen zueinander. So kreieren zwei einander zugeneigte Reihen einen Wirbel mit Schubwirkung, mit dem sich die Larve im Wasser vorwärtsbewegt. Sind die Härchenreihen hingegen in entgegengesetzte Richtung orientiert, entsteht ein Wirbel, der Flüssigkeit und darin enthaltene Nahrungspartikel ansaugt. Künstliche Schwimmkörper schlagen schneller Die Härchen waren auch der Schlüssel im Design des neuen Mikroroboters, den Forschende unter der Leitung von Daniel Ahmed, Professor am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik, entwickelten. Ahmed sagt: «Am Anfang wollten wir schlicht ausprobieren, ob wir mit Härchenreihen, die einander zu- oder abgeneigt sind, ähnliche Wirbel erzeugen können wie die Seesternlarve.» Die Forschenden konstruierten dazu mittels Photolithographie einen Mikroroboter, der auf der Vorderseite einen Wirbel mit Sogwirkung und auf der Rückseite einen Wirbel mit Schubwirkung erzeugt. Mit Ultraschallwellen brachten sie die Härchen von aussen zum Schwingen. Mehr als zehntausend Mal pro Sekunde schlagen sie hin und her – rund 1000 Mal schneller als bei den Seesternlarven. In ihren Laborexperimenten zeigten die Forschenden, dass der Mikroroboter in einem Wasserfilm geradeaus schwimmen kann. Um die Wirbel sichtbar zu machen, die er erzeugt, reicherten sie das Wasser mit winzigen Plastikkügelchen an. Das Resultat ist verblüffend: Die Strömungsmuster von Seesternlarve und Mikroroboter sind praktisch identisch. Ahmed ist überzeugt, dass der neue Typ Mikroroboter in absehbarer Zeit in der Medizin angewendet werden kann. Denn ein System, das nur auf Ultraschall abgestützt ist, bringt entscheidende Vorteile: Ultraschallwellen werden in der Bildgebung schon jetzt breit angewendet, dringen tief ins Körperinnere ein und bergen keine gesundheitlichen Risiken. Weil die Therapie lediglich ein Ultraschallgerät voraussetzt und deshalb billig ist, könnte sie auch in Entwicklungsländern genutzt werden. Ein erstes mögliches Anwendungsgebiet sieht Ahmed in der Behandlung von Magentumoren. Die Aufnahme von herkömmlichen Medikamenten mittels Diffusion ist ineffizient. Mikroroboter, die den Wirkstoff zur betroffenen Stelle im Magen transportieren und dort Wirbel erzeugen, könnten den Transport des Medikamentes in Tumorzellen effizienter machen. Ein einer Seesternlarve nachempfundener Mikroroboter wirbelt Plastikkügelchen umher. Bild: Cornel Dillinger / ETH Zürich WWW.NETZWOCHE.CH Saas-Fee macht Roboter zu Kofferschleppern nba. Ein Roboter geht auf Reisen – und trägt dabei das Gepäck der Touristen. Die Gemeinde Saas-Fee, Saastal Tourismus und Postauto testen genau das in ihrem Pilotprojekt. In der sogenannten «letzten Meile» von der ÖV- Endstation zur Ferienwohnung oder zum Hotel soll der Roboter den Gästen das Gepäck abnehmen, wie die Gemeinde mitteilt. Der Roboter namens «Robi» werde zurzeit noch von einem Mitarbeitenden begleitet; ab Sommer 2022 soll man «Robi» aus der Ferne steuern und ohne Begleitperson einsetzen können. Innosuisse fördert Forschung zu Accessibility pwo. Die Schweizer Agentur für Innovationsförderung Innosuisse hat Forschungsprojekte im Bereich Accessibility bewilligt. Die Leitung übernimmt die Universität Zürich; das Projekt erhält über vier Jahre 12 Millionen Franken. Gemeinsam mit den Forschungsinstituten Idiap und Icare sollen die Forschenden der Uni Zürich die Inklusion von Menschen mit Behinderung im Alltag fördern, wie das Idiap mitteilt. In einem Projekt geht es beispielweise darum, mittels Machine Learning Texte für Menschen mit geistigen Behinderungen zu vereinfachen. Betreibungsauszug mit Blockchain-Zertifikat jor. Auf «betreibungsschalterplus.ch» kann man nun Betreibungsauszüge mit einem blockchainbasierten elektronischen Siegel bestellen. Die Empfängerin oder der Empfänger soll sicher sein können, dass die Daten echt und unveränderbar sind, wie die Betreiber der Plattform mitteilen. Hinter dem Angebot steht der Zuger Software- und Serviceanbieter für die digitalisierte Inkassoabwicklung Collecta. Kostenpunkt pro Auszug: 28 Franken. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 13 / 2021

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