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Netzwoche 14/2016

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38 Management & Career

38 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Digicomp erweitert Kursangebot tjo. Digicomp bietet neue Kurse an, wie das Unternehmen mitteilt. Dazu gehören verschiedene Referate während der Mittagszeit, der Leadership Day sowie der Lehrgang zum eidgenössisch diplomierten Web Project Manager. Die Mittagskurse etwa dauern jeweils eine Stunde, wie es in der Mitteilung heisst. Die Teilnehmer erhalten zusätzlich ein Sandwich, ein Getränk und eine Frucht. Kostenpunkt: 50 Franken pro Person. ▸ Webcode NW141613 Schweizer holen Gold gcr. Die Schweizer Delegation hat an der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) in Russland eine Gold- und eine Silbermedaille gewonnen. Die Gymnasiasten Daniel Rutschmann und Stefanie Zbinden setzten sich gegen 300 Konkurrenten aus 81 Ländern durch, wie der Verband Schweizer Wissenschafts- Olympiaden VSWO mitteilt. Die Teilnehmer mussten sich an dem zweitätigen Wettbewerb im russischen Kasan bei sechs Programmieraufgaben beweisen. ▸ Webcode NW141614 Trivadis bringt neue Trainingsangebote cgr. Der IT-Dienstleister Trivadis hat vier neue Trainingsformate entwickelt. Laut einer Mitteilung richten sie sich an Mitarbeiter aller Stufen, angefangen von neu Angestellten bis hin zu «Professionals». Die neuen Formate tragen die Bezeichnungen «Professional Training», «Project Coaching», «Bootcamp» und «Technocircle». Sie richten sich vorrangig an Anwender von Oracle, Microsoft, Java und Scala. Alle Trainings können über den Webshop von Trivadis online gebucht werden. Ein Teil der Trainings kann auch im E-Learning-Format absolviert werden. ▸ Webcode NW141615 IT-Arbeitsplatz birgt Sparpotenzial gsa. Schweizer Unternehmen könnten viel Geld sparen. 12,3 Milliarden Franken oder rund 2 Prozent des BIP, um genau zu sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Marktforschers Crisp, die im Auftrag des Spezialisten für Desktopvirtualisierung Citrix durchgeführt wurde. Crisp befragte über 200 Entscheider von Schweizer Unternehmen zum Thema digitaler Arbeitsplatz. Durch den Wechsel vom Desktoprechner auf Smartphone und Laptop könnten Schweizer Unternehmen insgesamt 915 Millionen Franken einsparen, rechnet die Studie vor. Höhere Kosten für die Lizenzierung von notwendiger Software wie File-Sharing-Tools oder Messaging-Programme für den digitalen Arbeitsplatz könnten durch geringere Raumkosten überkompensiert werden. Da Smartphones und aktuelle Notebook-Modelle mit Webcams ausgerüstet sind, könnten Mitarbeiter Gespräche via Videokonferenz führen. Dies würde Firmen Reisekosten von insgesamt rund 2,3 Milliarden Franken ersparen. Fokus auf Mitarbeiter Die Studie geht auch der Frage nach der Adoption des digitalen Arbeitsplatzes nach. Die Autoren ziehen den Schluss, dass in fast jedem zweiten Unternehmen der digitale Arbeitsplatz existiert. Jedes vierte Unternehmen plane die Umsetzung oder befinde sich in der Evaluierungsphase. Für 65 Prozent der Befragten verbessere der digitale Arbeitsplatz die Work-Life-Balance, schreiben die Studienautoren. Allgegenwärtig sei aber die Befürchtung, den Arbeitsplatz gar nicht mehr hinter sich lassen zu können. Über 55 Prozent der Befragten vermuten eine gesteigerte Belastung durch das «Always at Work»-Phänomen. Rund 40 Prozent glauben an die Vernachlässigung von Freizeit und Familie durch eine zu lange Arbeitszeit. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW141616 Wettkampfgeist an den ICT-Skills in Zürich gcr. ICT-Berufsbildung Schweiz hat Anfang September im HB Zürich die ICT-Skills 2016 veranstaltet. An dem dreitägigen Event konnten Interessierte ICT-Luft schnuppern. Unternehmen, Wissenschaftler und Start-up-Gründer stellten den Besuchern ihre Projekte zu den drei Hauptthemen Mobilität, Innova tion und Sicherheit vor. Für Schulklassen bot die Veranstaltung verschiedene Workshops zu Themen wie Mobile-App-Programmierung, Robotik oder Onlinebewerbungen. Am Eröffnungstag führte ICT-Berufsbildung Medienschaffende über das Eventgelände. Jörg Aebischer, Geschäftsführer von ICT-Berufsbildung, begrüsste die Anwesenden und erklärte das Konzept der Veranstaltung. Im Rahmen der ICT-Skills fanden auch die nationalen ICT- Berufsmeisterschaften statt. 93 Teilnehmer waren dieses Jahr im Rennen um den Titel Schweizer Meister in den Kategorien Applikationsentwicklung, Webdesign, Mediamatik sowie Netzwerk- und Systemtechnik. Es winkt ein Ticket für die WM Die Gewinner der nationalen Berufsmeisterschaften erhalten ein Ticket für die Weltmeisterschaft 2017 in Abu Dhabi, teilte Barbara Jasch vom Zürcher Lehrbetriebsverband ICT mit. Der erste Wettbewerb fand in der Disziplin Applikationsentwicklung statt. Die rauchenden Köpfe waren konzentriert und unablässig auf die Bildschirme gerichtet und schienen sich nicht von dem geschäftigen Treiben des HBs ablenken zu lassen. Stressresistenz und der nötige Wettkampfgeist sind laut Jasch ausser den Fachkenntnissen entscheidend. Denn diese Fähigkeiten werden die Gewinner an den hektischen Weltmeisterschaften dringend brauchen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW141630 Die Gewinner der ICT-Berufsmeisterschaften dürfen 2017 an der WM in Abu Dhabi teilnehmen. 14 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 39 ICT-Ausbildung auf gutem Weg Im August hat das neue Lehrjahr begonnen. Auch viele ICT-Lehrlinge begannen ihre Ausbildung. Die Branche schuf wieder mehr Ausbildungsplätze. Die Richtung stimmt, die Lücke bleibt aber. Autor: Christoph Grau Ende des Sommers sind wieder tausende Jugendliche in ihre Lehrausbildungen gestartet. Auch viele ICT-Lehrlinge waren darunter. In einer Branche, die wie kaum eine andere unter dem Fachkräftemangel leidet, ist gerade die Nachwuchsförderung sehr wichtig. Der Trend zeigt nach oben Laut Jörg Aebischer, Geschäftsführer von ICT-Berufsbildung Schweiz, geht die Entwicklung in die richtige Richtung. Detaillierte Zahlen zu den Lehrstellen wird der Bund allerdings erst im Mai 2017 veröffentlichen, und die alljährliche Lehrlingsumfrage von ICT-Berufsbildung Schweiz startet erst im Oktober. Der Aufwärtstrend der letzten Jahre wird sich gemäss Aebischer fortsetzen. Er sprach sogar von einer «extrem positiven Entwicklung». In den letzten fünf Jahren stieg die Zahl der Lehrstellen um mehr als 26 Prozent auf knapp 9200 Plätze. Dies sind fast 2000 neue Ausbildungsverhältnisse bei einer relativ kleinen Abbrecherquote. Auch in diesem Jahr werden es wieder mehr Plätze sein, zeigte sich Aebischer überzeugt. Im Schnitt wurden jedes Jahr 400 neue Ausbildungsverhältnisse geschaffen. Obwohl die Zahl der Lehrstellen stetig steigt, hält das Wachstum in diesem Bereich gerade mit der stärkeren Nachfrage nach Fachkräften mit, sagt Aebischer. Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bleibe daher relativ konstant. Einen Beitrag für mehr Ausbildungsplätze will der Verband auch mit der «Initiative #366» leisten. Deren Ziel sei es, für jeden Tag des Jahres eine neue Lehrstelle im ICT- Bereich zu schaffen. Ganz erreicht wurde das Ziel noch nicht, zog Aebischer Bilanz. Ende August wurden dem Verband etwas mehr 80 Stellen gemeldet. Aebischer betonte aber, dass nicht alle neu geschaffenen Stellen sofort gemeldet würden, er hoffe daher, dass die Zahl in den nächsten Monaten noch ansteige. Ausserdem versteht er die Zahl eher als Ansporn, der die Branche zu mehr Engagement motivieren soll. 10 000 8000 6000 4000 2000 ICT-LEHRVERHÄLTNISSE 2010 BIS 2015 0 Nicht nur auf die Grossen schauen Aebischer lobte das Engagement von Grosskonzernen wie Swisscom und der Post, die 30 beziehungsweise 10 neue Stellen schufen. Grossunternehmen würden aber nur die Hälfte aller Nachwuchskräfte ausbilden. Die andere Hälfte stellten die KMUs, betonte er. Wie schwierig die Ausbildung für kleinere Unternehmen ist, berichtet Till Bay, Geschäftsführer des Softwareentwicklers Comerge. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 25 Personen und hat zwei ICT-Lehrlinge. In diesem Jahr schuf das Unternehmen eine neue Stelle, da der Bewerber Comerge mit seinem Engagement überzeugen konnte. Schon diese zwei Stellen würden Comerge vor Herausforderungen stellen, sagt Bay. Der Betreuungsaufwand sei hoch, denn erst ab dem dritten Lehrjahr könnten Lehrlinge produktiv eingesetzt werden. Dennoch ist Comerge die Nachwuchsförderung nach eigenen Angaben sehr wichtig und das Unternehmen wolle weiter darin investieren. Kein Mangel an Bewerbern Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ist nach wie vor sehr hoch. Gemäss Aebischer kommen auf eine freie Stelle im Schnitt 30 Bewerbungen. Trotz dieser hohen Zahl sind einige Firmen laut Aebischer mit der Bewerberqualität nicht zufrieden. Von deutlich höheren Bewerberzahlen berichtet Bay. Sein Unternehmen habe auf eine Lehrstelle hunderte Bewerbungen erhalten. Auch gab es jeden Tag fünf bis sechs Anrufe von Bewerbern, die sich nach der Stelle erkundigten. Das Problem sei daher nicht, passende Bewerber zu finden, sondern mit der Bewerberflut umzugehen, sagt er. Swisscom bestätigte auf Anfrage, dass die Bewerber lage in den letzten Jahren relativ stabil war. Auch bei der Post gebe es genügend Bewerbungen auf die Lehrstellen, und das Unternehmen könne daher aus einem grossen Pool wählen. Fehlende Qualität der Bewerber war kein Thema. Abschlüsse Neuzugänge Total in Ausbildung 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Quelle: ICT-Berufsbildung Schweiz Jedes Jahr entstehen im Schnitt 400 neue Ausbildungsplätze. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode NW141635 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2016

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