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Netzwoche 14/2016

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10 Business Event Das

10 Business Event Das GDPR und seine Folgen gsa. Cloud Computing, Bring your own Device und IT als Massenware haben IT allgegenwärtig gemacht. Das eröffnet bereits kleinen Unternehmen und Organisationen Möglichkeiten, die lange grossen Firmen vorbehalten waren. Ländergrenzen werden obsolet, Kunden können überall auf der Welt ansässig sein, wie auch im EU- Raum. Und das schafft demnächst neue Herausforderungen für Schweizer Firmen, aber auch Organisationen, an die man zunächst nicht denken würde. Die Ursache klingt zunächst banal: Die EU lanciert eine neue Datenschutzgrundverordnung, die General Data Protection Regulation (GDPR). Dahinter verbirgt sich die Neuordnung des Datenschutzes in der EU. Aber nicht nur das. Unternehmen im Ausland sollen ebenfalls GDPR-konform arbeiten. Infoniqa und Veritas veranstalteten Anfang September in Zürich einen Vortragsnachmittag zum Thema GDPR. Mit technischen Lösungen hielten sich die IT- Anbieter zurück. Stattdessen bereiteten sie die Bühne für David Rosenthal, einen Rechtsexperten der Kanzlei Homburger. Ein guter Ansatz. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, einige Besucher mussten im hinteren Teil des Raums stehen. Andere Interessierte hatten noch mehr Pech, sie kamen auf eine Warteliste. Rosenthal erläuterte die Hintergründe der GDPR. Im Prinzip sei diese der Versuch, den EU-Datenschutz auf die USA auszuweiten, erklärte der Jurist zu Beginn. Auch Firmen wie Facebook sollen künftig stärker zur Verantwortung gezogen werden. Eigentlich könnten Schweizer Unternehmen aufatmen. Denn die Regeln seien in etwa vergleichbar mit unseren lokalen Bestimmungen zum Datenschutz. Allerdings werde die Schweizer Revision aller Wahrscheinlichkeit nach durchdachter sein, sagte Rosenthal. Denn in der EU gebe es gerne länderspezifische Ausnahmen, und das Regelwerk sei umfangreich. Rosenthal schliesst daraus: «Es gibt kaum eine Firma oder Behörde, welche die Datenschutzrichtlinien komplett wird einhalten können.» Website-Betreiber sollten genau hinsehen Analysiert der Betreiber einer Website das Nutzerverhalten seiner Besucher, ist er verpflichtet, die Einwilligung für die Verwendung der Nutzerdaten einzuholen. Diese Einwilligung muss freiwillig und unmissverständlich sein. Ein Hinweis in den AGBs wird nicht mehr reichen. Bereits das könne bestraft werden, erklärte Rosenthal. Und das kann künftig teuer werden. Die EU will im Ereignisfall Firmen mit 4 Prozent ihres Jahresumsatzes oder bis zu 20 Millionen Euro büssen. Dies habe viele Unternehmen aufgeschreckt. Die GDPR tritt voraussichtlich 2018 in Kraft. Nicht mehr viel Zeit, wie Rosenthal betonte. Um sich auf den Ernstfall vorzubereiten, sollten Unternehmen Szenarien durchspielen, um Risiken für sich abzuwägen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW141611 David Rosenthal, Rechts experte der Kanzlei Homburger, erläuterte die Folgen der geplanten europäischen Datenschutzverordnung. Anzeige Komplettlösung für Ihr rechenzentrum www.minkels.ch Com-Ex I Halle 2.2 I Stand 2.204 14 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Messe 11 14 000 besuchen Topsoft und Suisse Emex Im August hat sich das Who’s who der Schweizer Softwarebranche zur Topsoft getroffen. Die Anbieter freuten sich über die gut vorbereiteten Besucher. Doch hätten es mehr sein dürfen. Autor: George Sarpong Ende August ist die Topsoft zu Ende gegangen. Die Schweizer Messe für Business-Software lockte gemeinsam mit der parallel veranstalteten Suisse Emex 14 000 Fachbesucher nach Zürich, wie die Veranstalter mitteilten. Hersteller aus den Bereichen ERP, CRM, BI und DMS präsentierten ihre Lösungen und Services. Einige hatten Neuheiten im Gepäck. So wie etwa Opacc. Besucher der Messe konnten einen Blick auf die Version 16 des ERP-Systems werfen. Am Morgen des zweiten Messetages zog Opaccs Marketing-Manager Urs Amrein eine positive Bilanz. Insbesondere die erste Hälfte des Eröffnungstags sei sehr gut gelaufen. Der erste Tag verlief auch für Christian Meuli gut. Er ist Managing Partner beim Abacus-Partner Customize. Richtig genial sogar: «Wir hatten gestern einen grossartigen Vormittag», sagte Meuli. Innerhalb eines halben Tages konnte sein Unternehmen zahlreiche Leads generieren. Rudolph Wild vom Nachbarstand ist ein Abacus-Partner der ersten Stunde, wie er sagte. Wild hätte sich mehr Kundschaft gewünscht. Er vermutete eine Sättigung am ERP-Markt und dass deshalb nicht allzu viele Besucher an die Messe in Zürich gereist seien. Wild freute sich über die gute Atmosphäre an der Messe und lobte die Veranstalter für die Messe-Organisation. Damit steht er beispielhaft für viele Aussteller. Sie lobten die Organisation der Veranstaltung und die Betreuung vor Ort. «Es dürften mehr Besucher sein» Bei Bison freute man sich über den Vormittag des ersten Messetages. Es seien fortwährend Besucher vorbeigekommen, sagte Dominic Achermann von Bison. Ansonsten sei der Besucherstrom verhalten gewesen. Ein Satz, den man ebenfalls oft hörte von Ausstellern. Dafür seien die Besucher sehr gut vorbereitet gewesen und hätten konkrete Fragen gestellt. Grundsätzlich sei für Bison die Topsoft aber der «Place to be». Man müsse an der Messe präsent sein, erklärte Achermann, schliesslich seien alle grossen Anbieter vor Ort. Die Topsoft konnte dieses Jahr das ​20. Jubiläum feiern. In den vergangenen drei Jahren überarbeitete der Veranstalter, Schmid und Siegenthaler Consulting, das Konzept. Anstatt ein Mal pro Jahr soll die Topsoft während des gesamten Jahres ein Thema sein. Begleitet von ergänzenden Events und Medien wie etwa dem Sofware-Contest oder dem Topsoft-Magazin. «Heute ist die Topsoft eine Station des Kunden auf seiner Customer Journey», erklärte Messeleiter Cyrill Schmid​, «und ​ist ​das Highlight im Topsoft-Jahr.​«​ Das Team von Kyocera präsentierte erstmals an der Topsoft sein Serviceportfolio. Trendthema ECM Ein Themenpark lud zum Standbesuch von Spezialisten im ECM-Umfeld ein. Gleich mehrere grosse Dienstleister im Bereich Managed Print Services nutzten die Messe als Bühne, um ihre Lösungen im Dokumentenmanagement vorzustellen. Kyocera feierte gemeinsam mit Partnern Messe-Premiere an der diesjährigen Topsoft. Der Druckerhersteller übernahm vor rund einem Jahr den Dokumentenspezialisten Ceyoniq. Nun wollte man die Fachbesucher von den Vorteilen der Lösungen in Verbindung mit Kyoceras Drucker-Hardware und -Services überzeugen. Auch Faigle zeigte an einem grossen Stand, dass Druckeranbieter heute mehr leisten als Managed Print Services. Toni Schunda, verantwortlich für den Bereich DMS, war zufrieden mit dem Messeverlauf. Faigle hatte sein Messekonzept angepasst und im Vorfeld der diesjährigen Messe Kunden angeschrieben, was in guten Leads resultierte, wie Schunda erklärte. An den Stand von Faigle grenzte der nächste grosse Schweizer Anbieter, Graphax, an. Das Unternehmen wollte den Messebesuchern die Vorteile der Kombination von ERP- und ECM-Systemen aufzeigen – insbesondere in Kombination mit Cloud-Lösungen. Die nächste Topsoft findet am 29. und 30 August 2017 statt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW141621 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2016

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