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Netzwoche 14/2017

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38 Management & Career

38 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Lehrgang für Usabilityund User-Experience osc. In der Zühlke Academy kann man sich jetzt auch zum «Certified Professional for Usability and User Experience» (CPUX) ausbilden lassen. Zühlke nahm diesen Lehrgang ins Programm auf, wie es in einer Mitteilung heisst. Im Zentrum des Kurses stehen laut Mitteilung die theoretischen Grundlagen, aber auch der Praxisbezug sowie der Austausch zwischen den Teilnehmern. Der Kurs kostet 2200 Franken, die anschliessende Zertifizierung 330 Franken. ▸ Webcode DPF8_53965 Digitalswitzerland lanciert Videowettbewerb mur. Digitalswitzerland hat einen Videowettbewerb für Schweizer Schulklassen lanciert. Er soll zeigen, wie die Digitalisierung den Schulalltag verändert. Die Schüler können in den Videos etwa aufzeigen, welche Lernformen sie einsetzen und wie sie mit neuen Medien umgehen, wie es in einer Mitteilung heisst. Digitalswitzerland zeichnet die besten Videos am 21. November an der Schule der Gewinner aus. ▸ Webcode DPF8_54077 Edtech-Inkubator ernennt erste 10 Start-ups cgr. Ende April ist der Inkubator für Bildungstechnologien namens Edtech-Collider in Lausanne gegründet worden. Er ist an der EPFL angesiedelt. Beteiligt ist auch der Kickstart Accelerator. Die Organisatoren wählten folgende zehn Start-ups für die erste Förderrunde: Dual Academy (CH), Edorble (USA), Inteach (F), Malmath (D), Mathrix (F), Rymm (Indien / Chile), SOSNachhilfe (CH), Ubisim (CH), Urban Social Technologies / U Smart Toys (SP) und The Experience Accelerator (CH). ▸ Webcode DPF8_54641 Das sind die besten Schweizer Jung-Hacker mur. Die Schweiz ist vom 30. Oktober bis 3. November am Finale der European Cyber Security Challenge im spanischen Malaga mit von der Partie. Im Vorfeld führte der Verein Swiss Cyber Storm in Sursee vom 1. bis 3. September das Schweizer Finale durch. Er erkor aus 250 jungen IT-Spezialisten folgende Finalisten: ·· Lukas Baege (Junior) ·· Michael Gottburg (Junior) ·· Raphael Husistein (Junior) ·· Timo Kübler (Junior) ·· Moritz Schneider (Junior) ·· Anthony Schneiter (Senior) ·· Miro Haller (Senior) ·· Marcel Maeder (Senior) ·· Loris Reiff (Senior) ·· Toni Tanner (Senior) «Wir übersteigen bei gewissen Themenkomplexen ein universitäres Niveau. Eine intensive Vorbereitung in technischen sowie nicht-technischen Sicherheitsbereichen ist unabdingbar», erklärt Finalist Schneiter. Er war auch in den Vorjahren am Europafinale dabei und schaffte es nun erneut. rkn. Zum 17. Mal erhielten ausgewählte Schweizer Unternehmen dieses Jahr den Swiss Arbeitgeber Award. In die Top Ten schafften es die IT-Firmen Diartis und Inventx. Die Rangliste basiert auf den Ergebnissen einer vom Institut Icommit durchgeführten Studie. Diese wird getragen vom Schweizerischen Arbeitgeberverband, von HR Swiss, vom Wirtschaftsmagazin «Bilanz» so wie dem Institut selbst. Im Rahmen der Studie füllten knapp 30 000 Mitarbeiter aus der Bild: Freepik Das sind die 10 besten Schweizer Jung-Hacker. Hinter der European Cyber Security Challenge steht Enisa, die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit. In der Schweiz unterstützen laut Swiss Cyber Storm diverse Sponsoren den Wettbewerb. Patronatspartner ist die Melde- und Analysestelle des Bundes Melani. Kaum IT-Firmen unter den besten Schweizer Arbeitgebern Schweiz und Liechtenstein den Fragebogen aus, wie die Auftraggeber der Studie mitteilen. 120 Unternehmen hätten teilgenommen. Bei den höchstplatzierten Firmen hätten die Mitarbeiter vor allem den Umgang mit Veränderungen, die Mitarbeiterförderung, die Vergütung und das Vertrauen in die Geschäftsleitung besonders positiv bewertet. Ein Drittel aller teilnehmenden Unternehmen hätten eine hervorragende Bewertung erhalten. Besonders gut schneide das Bauwesen ab, während Industriefirmen eher schlechte Resultate vorweisen könnten. Die Herausgeber der Studie veröffentlichten Ranglisten in den vier Kategorien: ·· grosse Unternehmen mit 1000 und mehr Mitarbeitern ·· mittelgrosse Unternehmen mit 250 – 999 Mitarbeitern ·· mittelgrosse Unternehmen mit 100 – 249 Mitarbeitenden ·· kleine Unternehmen mit 50 – 99 Mitarbeitenden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_54137 14 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 39 «Es ist ein Wettlauf um Informationen und um einen zeitlichen Vorsprung» Ende August hat der Verband ICT-Berufsbildung in Bern die neue Diplomausbildung zum ICT Security Expert lanciert – zusammen mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Im Interview spricht er über das Wettrüsten mit Cyberkriminellen und darüber, wie er trotz Digitalisierung die Vollbeschäftigung in der Schweiz sicherstellen will. Interview: Coen Kaat Der grosse Cyberangriff auf die Ruag liegt bereits ein Jahr zurück, und zum Zeitpunkt der Entdeckung waren die Hacker bereits seit rund 18 Monaten im System. Warum dauerte es jetzt so lange, die Ausbildung zum ICT Security Expert zu lancieren? Johann Schneider-Ammann: Es ist nicht zu spät. Die gute Vorbereitung und die gründliche Konzipierung, die der Ausbildung nun zugrunde liegen, sind längerfristig wichtiger als ein Schnellschuss. Der Lehrgang mag zwar etwas später beginnen, doch wird er jetzt allen Anforderungen der Partner gerecht. Wenn die Sicherheitsexperten in Zukunft ihren Auftrag erfüllen, spricht niemand mehr davon, ob mit der Ausbildung ein Jahr früher oder später begonnen wurde. Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Wie kann man im Wettrüsten mit Cyberkriminellen die Nase vorn behalten? Es ist ein Wettlauf um Informationen und um einen zeitlichen Vorsprung. Zudem handelt es sich um ein äussert weitläufiges Gebiet. Die Attacken sowie die Methoden und Instrumente dahinter sind von unterschiedlichster Art. Cybercrime ist eine eigene Industrie. Wenn man sich davon distanzieren will, bleibt nichts anderes übrig, als prophylaktisch die Softwareentwicklung entsprechend abzusichern. Und im Falle einer Attacke diese mit gesicherter Transparenz zu analysieren. Aufgrund der Informationen kann man dann die richtige Gegenstrategie entwickeln. Nationalrat Grüter plädiert für ein nationales Cyber- Lagezentrum. Werden Sie sein Vorhaben unterstützen? Es sagte nicht, ob das Zentrum privatrechtlich oder öffentlich-rechtlich aufgestellt werden soll. Privatrechtlich wäre ich sofort dabei. Wäre dieses Zentrum aber im öffentlichrechtlichen Bereich angesiedelt, könnte eine derart zentralisierte Struktur zu langsam sein. Wir brauchen eher kleine, schnelle Einheiten und ein sehr gezieltes Abwehrdispositiv. Wie bleiben Sie selbst in Sachen ICT auf der Höhe? Unter anderem durch Anlässe wie die Lancierung des ICT Security Expert. Letzte Woche war ich im Cyber-Valley im Kanton Zug. Ich unterhielt mich einen halben Tag lang mit praktischen Anwendern von Technologien unter anderem über die Vermeidung von Cyberschäden. Das war ein wertvoller Einblick. Welche Schritte planen Sie, um die Vollbeschäftigung trotz der Digitalisierung sicherzustellen? Die Beschäftigung hängt immer mit der Konkurrenzfähigkeit und somit auch mit der Innovation zusammen. Letztere wird durch kompetente und qualifizierte Arbeitskräfte getrieben. Diese wiederum brauchen eine gute Ausbildung. Die Kette «Ausbildung – Innovation – Konkurrenzfähigkeit» müssen wir sorgfältig pflegen und in neue Beschäftigungsbereiche übertragen. Dann sind auch die Voraussetzungen gegeben, praktisch vollbeschäftigt zu bleiben. Wie wollen Sie diesen Prozess unterstützen? Der Staat kann die Rahmenbedingungen kreieren, indem wir etwa für die Cyber-Domäne ein paar wenige Leitlinien vorgeben. Diese werden aktuell ausformuliert. Hier gilt aber: weniger ist mehr. Wir wollen nur das Notwendigste klären und nicht überregulieren. i ICT SECURITY EXPERT Der Verband ICT-Berufsbildung Schweiz hat ein neues Berufsbild geschaffen: den ICT Security Expert mit eidgenössischem Diplom. Am 23. August wurde die neue Ausbildung im Berner Hotel Bellevue Palace offiziell lanciert. Bundesrat Johann Schneider-Ammann hielt die Eröffnungsrede. Die höhere Fachprüfung zum ICT Security Expert soll erstmals im August 2018 stattfinden. Die ersten Vorbereitungskurse starteten im August dieses Jahres. Das Diplom richtet sich gemäss dem Verband an Berufspraktiker, aber auch an Akademiker mit Erfahrung auf dem Gebiet IT-Sicherheit. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_53887 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2017

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