Aufrufe
vor 3 Jahren

Netzwoche 14/2017

  • Text
  • Schweiz
  • Unternehmen
  • Netzmedien
  • Menschen
  • Schweizer
  • Webcode
  • Swiss
  • Millionen
  • Zudem
  • Digitale

44 DOSSIER Thema In

44 DOSSIER Thema In Kooperation mit xxxxxxx Bild: sorbetto / iStock.com Dossier ICT-Saläre In Kooperation mit Swiss-ICT Was ICT-Spezialisten verdienen cgr. ICT-Spezialisten sind immer noch sehr gefragt, ist eine zentrale Erkenntnis der Salärstudie von Swiss-ICT. Alljährlich befragt der Branchenverband Unternehmen zu den Löhnen von ICT-Fachkräften. 2017 nahmen über 180 Unternehmen teil, die rund 30 000 Saläre von ICT-Fachkräften meldeten. Die Studie zeigt auf, welche Löhne in der Schweiz für welche Qualifikationsstufe angemessen sind. Schon Einsteiger verdienen vergleichsweise gut. Mit 110 000 Franken liegt der Durchschnittslohn bei ihnen nur knapp unter dem Gesamtschnitt von 123 000 Franken. Gemäss der Studie gibt es jedoch deut liche Unterschiede zwischen den Regionen und Branchen. Generell sind die Löhne in den Ballungszen tren weit höher. Die Studienautoren untersuchten auch, ob es unter den ICT-Fachkräften, die älter als 45 Jahre sind, einen höheren Anteil an Arbeitslosen gibt. Einen solchen Trend konnten die Autoren nicht feststellen. Die Neueinstellungen waren in den vergangenen drei Jahren konstant. Damit widersprechen die Ergebnisse der Lohnumfrage denen einer Studie des Amts für Arbeit und Wirtschaft Zürich. 14 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Swiss-ICT ICT-Saläre DOSSIER45 Salärstudie 2017: ICT-Jobs sind weiterhin heiss begehrt Über 28 000 Nennungen von aktuellen Informatiker-Löhnen umfasst die unabhängige Studie «Saläre der ICT 2017». Bei den Berufen mit der höchsten Nachfrage wie Applikationsentwickler, ICT-System-Ingenieur und IT-Projektleiter zeigt sich der konkrete Nutzen als Benchmark für Arbeitgeber und -nehmer am besten. DER AUTOR Stephan Schmid Projektleiter Swiss-ICT Salärstudie Fachspezialisten in der ICT sind weiterhin heiss begehrt. Das zeigen nicht nur die konstant hohen Löhne im Vergleich zu anderen Branchen, sondern auch die geringe Differenz des durchschnittlichen Neueinsteiger-Salärs (110 000 Franken) und des Durchschnitts- Salärs (123 000 Franken). Denn Folgendes ist anzunehmen: Je kleiner die Auswahl an Fachkräften ist, desto mehr müssen die Unternehmen bereits für den Einsteiger bezahlen. An der diesjährigen Salärstudie 2017 nahmen 183 Unternehmen teil. Diese gaben die Saläre von insgesamt 28 377 Informatikern und Fachkräften der Telekommunikation an, was einem neuen Höchststand entspricht. Bei der Anzahl Unternehmen ist die Zahl leicht rückläufig. Stichtag der Datenerhebung war der 1. Mai 2017. Die Saläre wurden auf der Basis des überarbeiteten Buchs über die «Berufe der ICT» ausgewertet, womit Saläre von insgesamt 46 Berufen abgedeckt sind. Marktgerechte Löhne sind ausser attraktiven Arbeitsbedingungen ein gewichtiges Argument, um junge Talente für eine Karriere in der ICT zu begeistern und etablierte Fachkräfte zu halten. Nicht zuletzt deshalb nutzen immer mehr Firmen vermehrt die Ergebnisse der Studie, um ihre Salärstruktur zu definieren und sich auf dem Markt adäquat zu positionieren. Sie integrieren die elektronisch erhältlichen Daten in ihre HR-Systeme und haben ab sofort Referenzwerte für Berufsbilder, Altersgruppen, Regionen sowie weitere Angaben zur Verfügung. Merkliche regionale Lohnunterschiede Welcher Lohn für ein Stellenprofil angemessen ist, ist keineswegs klar. Ein Blick in die Standardauswertung der Swiss-ICT-Salärstudie 2017 zeigt markante Unterschiede auch innerhalb von vergleichbaren Funktionen. Ein «Senior»-Projektleiter etwa verdient im Jahr in der Schweiz zwischen 120 000 (unteres Quartil, 25-Prozent-Schwelle) und S1 – Junior S2 – Professional S3 – Senior S4 – Expert S5 – Senior Expert Definition • abgeschlossene Ausbildung und erste Kenntnisse des Fachgebiets • keine oder erste Praxiserfahrung im Fachgebiet • benötigt fachliche Begleitung ENTWICKLUNG ÜBER DIE KOMPETENZSTUFEN • gute Kenntnisse des Fachgebiets • drei oder mehr Jahre Berufserfahrung im Fachgebiet • führt selbstständig Aufträge aus • erkennt, wann fachliche Unterstützung im eigenen oder benachbarten Fachgebieten beigezogen werden muss • Mitarbeit in Projekten • vertiefte Kenntnisse im Fachgebiet sowie Kenntnisse in benachbarten Fachgebieten • fünf oder mehr Jahre Berufserfahrung im Fachgebiet • führt selbstständig Aufträge aus und kann erfahrene Personen fachlich anleiten Fähigkeit zu fachlicher Projektleitung • Fähigkeit zu konzeptioneller Tätigkeit, Beratung und Lösung von anspruchsvollen Problemen im Fachgebiet • kann innerhalb einer grösseren Firma als Kader eingestuft sein, ohne jedoch direkte Führungsverantwortung zu haben • umfassende Kenntnisse im eigenen und in benachbarten Fachgebieten • Fähigkeit, Projektteams von Spezialisten fachlich zu leiten und zu coachen (ohne Personalführung) • Fähigkeit zu konzeptioneller Tätigkeit, Beratung und Lösung von komplexen Problemen • kann innerhalb einer grösseren Firma als Kader oder Direktionsmitglied eingestuft sein, ohne jedoch direkte Führungsverantwortung zu haben wie Expert, aber mit folgenden zusätzlichen Kenntnissen und Fähigkeiten: • hat eine Fachreputation als Experte innerhalb einer grösseren Firma; oder gilt extern als ausgewiesener • Experte in seinem Fachgebiet, etwa landesweit oder in seiner Branche • Fähigkeit zur Beratung und Problemlösung in sehr komplexen Fragestellungen • Fähigkeit, Vorlesungen zu halten oder Fachartikel zu schreiben; sein Wissen entspricht demjenigen eines Dozenten für die Weiterbildung von Senior-Fachspezialisten, etwa Fachhochschul- oder Hochschuldozent für ein Spezialgebiet • wird innerhalb einer grösseren Firma als Kader oder Direktionsmitglied eingestuft, ohne jedoch direkte Führungsverantwortung zu haben Durchschn. Salär (Medianwert) CHF 82 046 CHF 104 931 CHF 125 142 CHF 140 000 CHF 167 602 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2017

Archiv