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Netzwoche 14/2017

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46 DOSSIER ICT-Saläre

46 DOSSIER ICT-Saläre In Kooperation mit Swiss-ICT 140 000 Franken (oberes Quartil, 75-Prozent-Schwelle). Dieses Berufsprofil gehört mit über 980 Nennungen zu den am häufigsten genannten. Beim «Senior»-Applikationsentwickler mit knapp 1900 Nennungen beträgt die Differenz von der 25-Prozent- zur 75-Prozent-Schwelle 17 000 Franken. Lohnunterschiede zeigen sich auch je nach Arbeitsort. So verdient ein ICT-Systemingenieur «Professional» im Raum Zürich aktuell 110 800 Franken im Durchschnitt und in der Zentralschweiz 93 755 Franken. Auf der Stufe «Junior» ist die Differenz etwas kleiner. Das Salär eines ICT-Applikationsentwicklers «Junior» in Bern beläuft sich auf 75 000 Franken, während der in der Ostschweiz bei 71 594 Franken liegt (alle Zahlen sind Medianwerte). Ein Blick auf die Branchenauswertung zeigt, dass die Finanzdienstleister und die Versicherungsbranche sowohl bei den Projektleitern wie auch den Applikationsentwicklern im Vergleich zu den anderen Branchen vorne mitspielen. In Bern sind Behörden wichtige Arbeitgeber für Informatiker, wohingegen Zürich von Finanz- und Informatikdienstleistern geprägt ist. Lohnunterschiede zeigen sich auch je nach Arbeitsort. Lohnverhandlung auf der Basis von Fakten Die Erhebung und Auswertung von Statistiken und Zahlen wurden im Zeitalter von Big Data in immer mehr Geschäfts- und auch Unternehmensbereichen zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wer die besseren Daten hat und diese zu nutzen weiss, verkauft mehr, gewinnt mehr neue Kunden und angelt sich nicht zuletzt auch die gewünschte ICT-Fachkraft für das eigene Unternehmen. Swiss-ICT-Präsident Thomas Flatt unterstreicht die breite Abstützung und die hohe Datenqualität der Studie, die sowohl Fach- als auch Managementkarrieren abbildet: «Die Salärstudie verschafft sämtlichen Stakeholdern der ICT-Branche – zum Beispiel Mitarbeitenden, Stellensuchenden, Unternehmen und Personalverantwortlichen – eine hohe Transparenz und leistet wertvolle Dienste bei der Festlegung des eigenen Salärsystems, bei der Budgetierung sowie bei Lohnverhandlungen.» FAQ – WICHTIGE FRAGEN UND ANTWORTEN Wer nimmt an der Salärstudie teil? Die Salärstudie wurde 1981 zum ersten Mal durchgeführt. Seither nahm die Anzahl Salärnennungen markant zu, die Zahl der teilnehmenden Unternehmen hingegen ab, beziehungsweise stagnierte in den letzten Jahren. Im Durchschnitt sind die teilnehmenden Unternehmen heute grösser als früher. Deswegen erfolgen heute im Schnitt mehr Nennungen pro Unternehmen als in den Anfangs jahren der Studie. Sind die Daten über die Jahre hinweg vergleichbar? Nur bedingt. Da die Daten nicht nach dem Zufallsprinzip erhoben werden, sondern die Unternehmen auf freiwilliger Basis teilnehmen, ist vor allem beim Vergleich der Saläre über mehrere Jahre Vorsicht bei der Interpretation der Daten geboten. Die Datengrundlage ändert sich von Jahr zu Jahr. Aufgrund der breiten Abstützung bietet die Salärstudie dennoch ein repräsentatives Bild über die Lohnentwicklung in der Schweizer ICT-Branche. Seit der Auflage 2016 werden die Salärdaten gewichtet ausgewertet. In Anlehnung an die Standards von internationalen Anbietern werden die statistischen Berechnungen so gewichtet, dass maximal 34 Prozent der Daten von einer einzelnen Firma stammen. Zur Gewichtung kommt eine vordefinierte Mindestzahl von Lohnnennungen zum Tragen. Zudem werden die Quantile, basierend auf Hyndman & Fan (1996) in der Statistiksoftware R gemäss Typ 8 berechnet. Wie sind die Profile definiert? Die Berufsprofile in der Salärstudie sind genau definiert. Eine Fachkraft der Stufe «Senior» hat etwa fünf oder mehr Jahre Berufserfahrung im Fachgebiet, kann erfahrene Personen fachlich anleiten und hat Fähigkeiten zu fachlicher Projektleitung. Sie kann innerhalb einer grösseren Firma als Kader eingestuft sein, ohne jedoch direkte Führungsverantwortung zu besitzen. Wo kann die Studie bestellt werden? Die Studie ist auf der Website von Swiss-ICT (www.swissict.ch/ salaerstudie) bestellbar. Standardauswertungen stehen allen Interessierten offen, Detailauswertungen von «Saläre der ICT» können nur Unternehmen beziehen, die sich an der Salärstudie 2017 beteiligt haben. Exklusive Inhalte dieser Auswertung sind alle Kompetenzstufen S1 – S5 (Junior, Professional, Senior, Expert, Senior Expert) und M1 – M4 (mit Personalführung). Die Erhebung und Auswertung von Statistiken und Zahlen wurden im Zeitalter von Big Data in immer mehr Geschäfts- und auch Unternehmensbereichen zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Bild: Bild: jannoon028 / Freepik.com 14 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Swiss-ICT ICT-Saläre DOSSIER 47 Aargau ist die Hochburg für 45 plus Studien belegen, dass Arbeitnehmer ab 45 Jahren und älter es zunehmend schwer haben, eine Anstellung zu finden – gerade in der ICT. Swiss-ICT analysierte die diesjährige Salärstudie auf diese Entwicklung hin und stellt fest: Die Einstellungszahlen in diesem Segment sind über die vergangenen drei Jahre stabil geblieben. Autor: Stephan Schmid, Projektleiter Swiss-ICT, Salärstudie Bei der Durchsicht der Zahlen auf besondere Entwicklungen hat das Salär-Team von Swiss-ICT in diesem Jahr untersucht, ob Entwicklungen bei den Informatikern ab 45 Jahren plus zu sehen sind. Es fällt auf, dass die Neueinstellungen bei den teilnehmenden Unternehmen von 45 plus im Schnitt über die vergangenen drei Jahre konstant geblieben sind. Erstaunlich ist, dass es im Aargau 2016 am meisten Einstellungen von Mitarbeitern im Alter ab 45 Jahren gab. Im Kanton, der von den drei Zentren Bern, Basel und Zürich umringt ist, waren von 76 neu eingestellten Personen 36 (oder 47 Prozent) 45 Jahre und älter. Die Zahlen steigen von Jahr zu Jahr. Wogegen im Kanton Zürich von 2493 neu eingestellten Personen 692 (27,8 Prozent) 45 Jahre und älter waren. Im Kanton Bern waren von 1299 neu Eingestellten 362 (27,8 Prozent) 45 Jahre und älter. In der gesamten Schweiz liegt die Zahl bei 27,4 Prozent. Diese Zahlen widersprechen zum Teil einer Studie, die das Amt für Arbeit und Wirtschaft Zürich (AWA) im vergangenen Oktober publizierte. Zwar ist die Arbeitslosenquote für Informatiker im Kanton Zürich nach wie vor tief. Im Fazit der Studie heisst es jedoch, dass das Wachstum der Branchen «Information und Kommunikation» und «Finanz- und Versicherungsdienstleistungen», in denen Informatiker vorwiegend inkludiert seien, vor allem mit jüngeren Fachkräften bewältigt werde und ältere kaum davon profitierten. SENIOR-PROJEKTLEITER SENIOR-APPLIKATIONSENTWICKLER Durchschnittsalter und durchschnittliches Salär in CHF (Medianwert) Zentralschweiz Zürich Bern Basel Ostschweiz Total Durchschnittsalter und durchschnittliches Salär in CHF (Medianwert) Zentralschweiz Zürich Bern Basel Ostschweiz Total 122 117 130 000 137 449 131 445 128 644 130 900 100 985 102 650 111 000 104 515 101 000 108 000 42,8 45,4 46,2 47,6 47,8 48,2 37,5 38,2 41,2 41,6 42,4 40,2 JUNIOR-APPLIKATIONSENTWICKLER Durchschnittsalter und durchschnittliches Salär in CHF (Medianwert) Zentralschweiz Zürich Bern Basel Ostschweiz Total SENIOR-ICT-SYSTEM-INGENIEUR Durchschnittsalter und durchschnittliches Salär in CHF (Medianwert) Zentralschweiz Zürich Bern Basel Ostschweiz Total 75 505 71 594 75 000 78 000 72 274 76 350 94 428 93 755 110 880 107 757 112 642 109 000 28,1 28,6 28,8 28,9 29,7 29,2 36,3 39,0 39,8 39,8 43,2 40,7 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2017

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