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Netzwoche 14/2019

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Spie spannt mit Hint zusammen jor. Spie ICS hat eine Partnerschaft mit dem Lenzburger IT- Dienstleister Hint vereinbart. Ziel sei es, die jeweiligen Angebote zu ergänzen, schreibt Spie ICS in einer Mitteilung. Die beiden Unternehmen wollen sich als Full-Service-Anbieter im Healthcare-Markt positionieren und so mehr Kunden aus dem Gesundheitswesen gewinnen. Hint bietet Managed Services für Leistungserbringer an, während Spie ICS unter anderem Multimedia-Terminals für Patienten sowie Videokonferenz- und Netzwerklösungen anbietet. Preisüberwacher kritisiert Glasfaserpreise fpo. Der schweizerische Preisüberwacher hat den Zürcher Stadtrat für das Geschäft mit Internet-, TV- und Telefonanschlüssen gerüffelt. Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, hält der Preisüberwacher einen Teil der Anschlüsse trotz kontinuierlicher Preissenkungen weiterhin für zu teuer. Konkret bemängelt er die Preise für das Produkt EWZ.FFL, bei dem die Glasfaseranbieter eine sogenannte unbeleuchtete Glasfaser erhalten. Die elektronischen Einrichtungen zur Glasfaser müssen sie dabei selbst bereitstellen. Mobilezone auf Business- Einkaufstour lha. Mobilezone hat die Unternehmen Mobilit und IT Business Services übernommen. Die Firmen betreuen gemäss Mobilezone über 150 IT-Unternehmen und Fachhändler in der Schweiz beim Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen von Schweizer Netzbetreibern. Ausserdem stellen sie Onlinesysteme zur Verfügung – darunter auch eine Fleet-Management-Lösung. Mit der Akquisition will Mobilezone das hiesige B2B-Geschäft stärken, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Microsofts Schweizer Cloud ist gestartet osc. Die Schweizer Cloud von Microsoft hat ihren Betrieb aufgenommen. Wie das US-Unternehmen mitteilt, bietet es von zwei Rechenzentren in den Regionen Zürich und Genf lokale Datenhaltung für Sicherheit und Kontrolle sowie Geo-Redundanz für erhöhte Betriebskontinuität. Die Microsoft-Cloud in der Schweiz startet mit mehr als 30 Kunden und Partnerorganisationen. Zu den ersten Kunden von Microsoft gehören laut Mitteilung UBS, Swiss Re, die Mobiliar, BKW, Skyguide, die Stadt Zug, Exploris Health und Swisscom. Diese Unternehmen könnten ab sofort Azure Services aus den Cloud-Rechenzentren in den Regionen Zürich (Switzerland North) und Genf (Switzerland West) nutzen. Weitere Kunden würden durch einen geregelten Prozess aufgenommen. Azure und Office 365 aus den neuen Cloud-Regionen in der Schweiz sollen in den kommenden Monaten generell verfügbar sein. Dynamics 365 und Power Platform folgen voraussichtlich 2020. mur. «Digitalisierung. Live. Konkret.» – so lautete das Motto der Topsoft, die am 28. und 29. August in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach stattgefunden hat. 2,1 Millionen Franken für 5 Jahre Marcel Siegenthaler von Schmid + Siegenthaler Consulting gehört zum Topsoft-Team und hielt an der Veranstaltung ein Referat. Er legte dar, wo rauf KMUs bei der Wahl von Software achten müssen. Sie sollten sich zum Beispiel fragen, ob sie auf Standard- oder Individual-Software setzen wollen. Im Idealfall speichere eine Standardsoftware alle Daten in einer Datenbank ab und könne auch die Kunden- und Lieferantenseite abbilden. Standardsoftware sei günstiger als Individual-Software und reiche für die meisten Firmen aus. Die drei grossen Kostenblöcke für Standardsoftware seien die Anpassung und Einführung, die Lizenzen und der Betrieb während vier bis fünf Jahren. Das alles koste 3000 bis 8000 Franken pro Kostenblock pro Nutzer. Eine Standardsoftware für 100 Nutzer für fünf Jahre schlage also mit rund 2,1 Millionen Franken zu Buche. Die Microsoft-Cloud-Rechenzentren seien für das Unternehmen eine Investition in der Schweiz, lässt sich Microsoft-Schweiz-CEO Marianne Janik in der Mitteilung zitieren. Insbesondere regulierte Branchen profitierten durch die Geo-Redundanz von der Möglichkeit, im Katastrophenfall die Betriebskontinuität sicherzustellen. Swisscom bietet neue Dienste an Zum Start der Schweizer Cloud kündigte Microsoft eine Partnerschaft mit Swisscom an. Swisscom soll ihren Kunden neu Managed-Public-Cloud-Services aus der globalen Microsoft- Cloud sowie aus den beiden Microsoft-Cloud-Regionen in der Schweiz anbieten. Zudem werde das Unternehmen als erster Schweizer Telko mit Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch So viel kostet eine Standardsoftware «Expressroute» eine sichere und leistungsstarke Verbindung in die Schweizer Datencenter anbieten. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Marcel Siegenthaler sagte an der Topsoft 2019, worauf KMUs bei der Wahl von Software achten müssen. Fehler bemerkt man oft erst nach längerer Zeit Die ERP-Software sei auch ein wichtiges Führungsinstrument, sagte Siegenthaler. Sie müsse zur Strategie passen, ein gutes Berechtigungskonzept und die nötigen Schnittstellen bieten sowie wichtige Kennzahlen liefern. Idealerweise erfülle eine Standardsoftware möglichst viele Anforderungen «out of the box», da die Konfiguration und Anpassung teuer seien. Fehler würde man oft erst nach längerer Zeit bemerken, was die Ausgaben für die Software noch zusätzlich erhöhe. Unternehmen, die sehr spezifische Anforderungen an eine Software haben, empfahl Siegenthaler ausserdem, mit vielen verschiedenen Softwareanbietern zu sprechen. 14 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 09 Ueli Maurer ruft zum bewussten Umgang mit persönlichen Daten auf Zum dritten Mal hat in der Schweiz der Digitaltag stattgefunden. Unter dem Motto «Lifelong Learning» konnten Besucher an über zwölf Standorten in der ganzen Schweiz in die Diskussion über die Entwicklung der Digitalisierung einsteigen. Ein Highlight der Veranstaltung: die Eröffnung durch Bundespräsident Ueli Maurer in Bern. Autoren: Malwina Brzezicka und Joël Orizet An zwölf Standorten in der Schweiz fanden am Digitaltag Veranstaltungen, Diskussionen und Kurse zum Thema «Digital gemeinsam erleben» statt. Insbesondere dieses Jahr sollten die Schweizer mit der Veranstaltungsreihe «Tell» zum Debattieren und Analysieren ermutigt werden. Bundespräsident Ueli Maurer appellierte bei der Eröffnungsrede in Bern an den bewussten Umgang mit Daten. Mit dem Digitaltag 2019 wurde zugleich die Initiative «Lebenslanges Lernen» lanciert. 125 Unternehmen hätten sich bereits in dem Rahmen dazu verpflichtet, zusammen mit ihren rund 550 000 Arbeitnehmern die Schweizer Digitalisierung voranzutreiben, sagte Ringier-CEO Marc Walder. «Viele Ihrer Kinder werden Berufe ausüben, die es heute noch gar nicht gibt», sagte Walder zum Digitaltag-Publikum. Die Stellen könnten nur besetzt werden, wenn schon heute in die digitale Weiterbildung investiert würde. Mit der Kampagne des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes und Digitalswitzerland sollen die Schweizer dabei unterstützt werden, in die persönliche Weiterbildung zu investieren. Bundespräsident Ueli Maurer verkündete am Digitaltag die Gründung der «Swiss Digital Initiative». Den Datenfluss zu steuern, soll Aufgabe der Bürger sein Der Bundespräsident rief auch dazu auf, bewusster mit persönlichen Daten umzugehen. Es sei die Aufgabe des Volkes, selbst seinen Datenfluss zu steuern, sagte Maurer. Doch die Verantwortung für die IT-Sicherheit und die Sicherung der ethischen Standards liege beim Staat. In dem Zusammenhang verkündete Maurer die Gründung der «Swiss Digital Initiative». Die von Digitalswitzerland lancierte Initiative unter dem Patronat des Bundespräsidenten will ethische Standards in der digitalen Welt verankern und für Fairness sorgen. Dass Nutzer für ihren Datenfluss alleine verantwortlich seien, sieht die Stiftung für Konsumentenschutz jedoch anders: Es sei völlig unmöglich, Bürgern aufzubürden, sich selbst um den Datenschutz zu kümmern, sagt Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung, auf Anfrage. Die Hersteller stünden in der Pflicht, datenschutzrechtliche Vorgaben wie Privacy by design sowie Privacy by default umzusetzen, sagte Stalder. Die Veranstalter zeigten sich mit dem dritten Schweizer Digitaltag zufrieden: 270 000 Besucher hätten die Gelegenheit zum Austausch mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik rege genutzt, teilt der Verein Digitalswitzerland mit. Die offizielle Eröffnung fand erstmals in Bern statt. Auch am Hauptbahnhof Zürich gab es wieder Stände, Podiumsdiskussionen und ein Bühnenprogramm. Die Besucher hörten sich Vorträge an, setzten sich VR-Brillen auf den Kopf und tätschelten den humanoiden Roboter Pepper, der am Stand der Fluggesellschaft Swiss herumdackelte. Kritische Stimmen gehören dazu Kritische Stimmen kamen mitunter von den Besuchern, die im Rahmen der Eventreihe «Tell» nicht nur über Chancen und Hoffnungen, sondern eben auch über Risiken und Ängste rund um die Digitalisierung diskutierten. Dass die digitale Transformation auch Schattenseiten hat, betonte die Stiftung für Konsumentenschutz bereits im Vorfeld des Events. Sie fordert Politiker auf, sich differenziert mit dem Thema auseinanderzusetzen und dem Datenschutz mehr Gewicht beizumessen. In einem Appell fordert die Stiftung sieben Rahmenbedingungen für ein neues Datenschutzgesetz. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2019

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