Aufrufe
vor 3 Wochen

Netzwoche 14/2020

  • Text
  • Transformation
  • Beschwerde
  • Digitale
  • Zuschlag
  • Microsoft
  • Huawei
  • Schweizer
  • Netzmedien
  • Schweiz
  • Unternehmen

20 Technology Aktuell

20 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH UBS setzt auf DevOps- Plattform von Gitlab ych/jor. Die UBS hat eine mehrjährige Partnerschaft mit Gitlab vereinbart, wie das Unternehmen mitteilt. In Zusammenarbeit mit dem Github- Konkurrenten will UBS eine Plattform namens Dev Cloud entwickeln. Diese soll die Entwicklertools der Bank bündeln sowie alle DevOps-Prozesse und Methoden abdecken. Die UBS erhofft sich vom Projekt ausser Kosteneinsparungen auch mehr Geschwindigkeit in der Softwareentwicklung. Post-Drohnen heben wieder ab mka. Die Schweizerische Post lässt wieder Drohnen steigen. Seit dem 27. August schickt die Post gemeinsam mit Drohnenhersteller Matterent die Drohnen in Lugano in die Luft. Sie sollen Laborproben zwischen den beiden Spitälern Ospedale Civico und Ospedale Italiano transportieren. Aufgrund der Coronakrise hatte die Post den Testbetrieb Mitte März eingestellt. Während der Corona-bedingten Pause baute die Post eigenen Angaben zufolge die Sicherheitsprozesse weiter aus. KI gewinnt an Relevanz VERWENDUNG VON KI NACH BEREICH Medienüberwachung Bilderkennung Themen- und Trendforschung Erfolgsanalyse und Bewertung von Kommunikationsmassnahmen Schlagwort-Suche Produktion von Inhalten Konkurrenzanalyse Definition von Zielgruppen Prüfung von Inhalten Reputationsmanagement Krisenprävention und Krisenmanagement Influencer Marketing Medienarbeit 52% 40% 36% 35% 29% 22% 18% 13% 13% 11% 7% 7% 3% swa/mka. Welches sind die häufigsten Anwendungsbereiche der künstlichen Intelligenz (KI) im Bereich der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit? Schweizer Fachleute sind gemäss einer Umfrage von «News aktuell» der Meinung, dass Medienbeobachtung, Bilderkennung zur Identifizierung vielversprechender Inhalte sowie die Suche nach neuen Themen und Trends die drei wichtigsten Bereiche für KI in der Kommunikation sind. KI wird daher nicht als Bedrohung für Arbeitsplätze in diesem Sektor, sondern als echte Unterstützung wahrgenommen. Allerdings haben nur 7 Prozent der Befragten ein Interesse am Einsatz von KI in den Bereichen Influencer-Marketing und Medienarbeit geäussert. Guillaume Roud ist PR-Direktor der Agentur Lausanne Trio, die eine KI- Lösung zur Berechnung der Leistung und Wirkung einer Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Influencer-Marketing-Kampagne anbietet. Für ihn zeigt das Ergebnis der Umfrage einen Mangel an Wissen über die auf dem Markt verfügbaren Instrumente. Zumal Marketing mithilfe von Influencern manchmal näher am Werbesektor liege als an der PR. «News aktuell» befragte im Februar 2020 insgesamt 92 Fach- und Führungskräfte von Medien- und PR-Agenturen. Quelle: News Aktuell 2020 MÜLLERS KLEINES ABC M wie mentale Modelle Christopher Müller Inhaber und VRP von Die Ergonomen Usability AG Theorie: Für Wikipedia sind mentale Modelle «subjektive Funktionsmodelle für technische, physikalische und auch soziale Prozesse sowie komplexe Gegebenheiten». Im realen Leben basteln wir uns ständig solche Modelle zurecht. Sie helfen ungemein, wenn es darum geht, uns möglichst effizient durch die viel zu komplexe Welt zu hangeln, also durch Websites, Software oder die Einstellungen der neuen Waschmaschine. Realität: Dabei basieren mentale Modelle nicht auf Fakten, sondern auf Annahmen und Überzeugungen. Auf eine Website übertragen repräsentieren sie also das, was die Nutzer über die Nutzeroberfläche zu wissen meinen. Deshalb hat auch jeder von uns sein eigenes Modell. Solange es den Umgang mit dem System irgendwie erleichtert, ist das okay. Schwierig wird es aber, wenn sich beispielsweise das Modell des Nutzers von dem der UI-Designerin unterscheidet. Das passiert rascher als gedacht, weil letztere oft schlicht (zu) viel über das System weiss. Passt man hier nicht höllisch auf, dass die nötige Portion Aussensicht ins Projekt einfliesst, entstehen prozessual brillante GUIs, die den gemeinen Nutzer in den Wahnsinn treiben. Schwierig an mentalen Modellen ist auch ihr Beharrungsvermögen. Wer ein Modell hat, wird es freiwillig nicht so rasch wieder hergeben. Deshalb lassen sich alte, eingeschliffene Bedienkonzepte nicht ohne Weiteres ersetzen – selbst dann nicht, wenn die neuen besser wären. Im Grunde wünschen sich die Surfenden nämlich, dass alles immer und überall gleich funktioniert. Fazit: Mentale Modelle sind toll, wenn man es versteht, mit ihnen zu arbeiten. Gegen sie anzukämpfen, ist hingegen riskant. Man sollte sich auch stets im Klaren darüber sein, dass das Modell, mit dem sich der Nutzer durch eine Website zu arbeiten sucht, zum grössten Teil auf den Erfahrungen mit anderen Websites basiert. Wer also heute meint, er müsse diesen – zugegebenermassen – zweifelhaften Hamburger auf seiner Website durch etwas Neues ersetzen, sollte vielleicht nochmals darüber schlafen. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch 14 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 21 Wahl eines Cloud-Anbieters – Ratio versus Emotio In Zeiten der Coronakrise, der daraus resultierenden Planungsunsicherheit und Zurückhaltung bei Investitionen, wird die Messlatte für die Vergabe von ICT-Projekten immer höher angelegt. Gerade Fachabteilungen zielen bei der Implementierung neuer Anwendungen primär darauf ab, «schneller, schlanker, besser» zu werden. Sie wollen auf dem Weg zu ihren Zielen die Lösungen rasch umgesetzt sehen, um zeitlich und technologisch wettbewerbsrelevante Vorsprünge zu sichern. Die Coronapandemie hat die Nutzung von Cloud-Services und entsprechender Plattformen beflügelt und die Verbreitung weiter beschleunigt. Damit sind auch die Erwartungen an Cloud-Dienstleister enorm gestiegen. Es werden heute nicht nur die eigentlichen Kernservices erwartet, sondern auch begleitende Security- und Monitoring-Services sowie Expertise und Erfahrung in der individuellen Anpassung und Integration neuer Cloud-Services in bestehende Umgebungen. Insbesondere die Einbindung neuer Services in eine Multi-Cloud-Infrastruktur fordert die Anbieter heraus. Unter einer Multi-Cloud verstehen wir die gleichzeitige Nutzung von mehreren Cloud-Services von verschiedenen Cloud-Anbietern. Diesbezügliche Projektstarts ins Ungewisse will dabei keiner mehr riskieren, dafür fehlen heute die Mittel und die Zeit. Professionelle Begleitung und kompetentes Coaching Das Management dieser zunehmend gemischten, komplexen Umgebungen stellt damit höchste Anforderungen an die Verantwortlichen beider Seiten. Anwender und Anbieter sind gleichermassen gefordert, auf der Basis einer holistischen Sichtweise eine einwandfreie Interoperabilität und Integration unterschiedlicher Public und Private Clouds in eine bestehende Umgebung zu gewährleisten und zu administrieren. Unsere neue Cloud-Studie zum Thema hat aufgezeigt, dass die Verantwortlichen auf Anwenderseite vom Cloud- Service-Provider in erster Linie eine professionelle Begleitung, ein kompetentes Coaching während des gesamten Transformationsprozesses und Betriebs erwarten und fordern. Lokale Nähe entscheidend Bei der finalen Wahl eines entsprechenden Providers und eines Cloud-Services stehen vorab rationale Überlegungen und Entscheidungskriterien im Vordergrund. So sind Fragen zur Sicherheit, Skalierbarkeit, Erweiterbarkeit, Flexibilität, Kostentransparenz oder auch Preis-Leistung wichtige Grössen und Parameter beim Provider- und Servicevergleich. Und nicht zu vergessen die Standortfrage: für rund jedes zweite Unternehmen spielt die lokale Nähe zum Cloud-Service-Anbieter eine wesentliche Rolle und kann oftmals zum «Killerkriterium» auf der Ratioebene des Entscheidungsprozesses werden. Es sind aber nicht Die Freiheit, Emotionen in den durch rationale Überlegungen vorgegebenen Entscheidungspfad miteinfliessen zu lassen, lässt sich auch in Zukunft kaum ein Verantwortlicher nehmen. nur regulatorische oder gesetzliche Gründe, die den Standort Schweiz vorschreiben, insbesondere KMUs bevorzugen einen Anbieter in der lokalen Nähe, dies mit Blick auf möglichst kurze Anfahrts- beziehungsweise Eskalationswege im Falle von Störungen oder Problemen. Aber eben, rein rationale Entscheide sind in der Regel auf keiner Ebene anzutreffen. Der «Bauch» redet mit. Schwer quantifizierbare Grössen wie Vertrauen, Erfahrungen und persönliche Beziehungen zu potenziellen Anbietern haben ebenso ihren Anteil am Prozess der Auswahl. Die Freiheit, Emotionen in den durch rationale Überlegungen vorgegebenen Entscheidungspfad miteinfliessen zu lassen, lässt sich auch in Zukunft kaum ein Verantwortlicher nehmen. DIE TOP-DREI-ERWARTUNGEN AN EINEN CLOUD-SERVICE-PROVIDER DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Welche Erwartungen haben Sie an das Leistungsportfolio eines Cloud-Services-Partners ausser dem Betrieb der Cloud? (Mehrfachantworten möglich) Begleitung Transformation, Change Management Security, Monitoring ICT-Consulting, Architekturberatung 68 % 64 % 62 % Quelle: MSM Research www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2020

Archiv