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Netzwoche 14/2020

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40 DOSSIER Thema In

40 DOSSIER Thema In Kooperation mit xxxxxxx Bild: PrettyVectors / AdobeStock Dossier ICT-Saläre In Kooperation mit Swiss-ICT Wer wo wie viel verdient jor. Arbeit wird teurer – auch in der Schweiz und insbesondere in der IT. Gemäss aktuellen Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) zählt der Schweizer IT-Sektor zu den zehn Branchen mit den höchsten Arbeitskosten. Den BFS-Zahlen zufolge haben IT-Dienstleister höhere Arbeitskosten als Anwaltskanzleien – und tiefere als Banken und Apotheken. Doch wie hoch sind die Löhne in der Branche? Was verdient ein Scrum Master in der Schweiz? Auf welchen Lohn kann eine Wirtschaftsinformatikerin mit zehn Jahren Berufserfahrung hoffen? Antworten liefert die aktuelle Salärstudie von Swiss-ICT. Wer Talente suchen und halten will, kommt nicht darum herum: Marktgerechte Löhne sind ein wichtiges Argument, um Nachwuchskräfte für eine Karriere in der ICT zu begeistern, wie Cornelia Ammon, Produktmanagerin der Swiss-ICT-Salärstudie ab Seite 37 schreibt. Doch wann ist ein Lohn marktgerecht? Einen Anhaltspunkt geben die Medianlöhne, die in den Ergebnissen der Studie nach Senioritätsstufen, aber auch nach einzelnen Berufsgruppen ausgewertet sind. Die Zahlen zeigen beispielsweise, dass ein Scrum-Master auf Stufe «Professional» durchschnittlich über 12 000 Franken pro Jahr mehr verdient als ein DevOps-Engineer. Die Studie offenbart grosse Unterschiede in den Löhnen vergleichbarer Funktionen. Ein Viertel der Senior- Applikationsentwickler verdient weniger als 118 000 Franken pro Jahr, wohingegen weitere 25 Prozent auf ein Jahresgehalt von über 135 000 Franken kommen. Die Studie zeigt allerdings mehr als nur die Unterschiede der Medianlöhne. Was die meistgesuchten Berufsprofile angeht, zeigt der Trend in eine klare Richtung: Agilität ist gefragter denn je. Das schlägt sich im Basissalär der entsprechenden Berufsbilder nieder. So verdienen zum Beispiel Product Owner auf Stufe «Expert» im Schnitt 137 000 Franken pro Jahr. 14 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Swiss-ICT ICT-Saläre DOSSIER41 Salärstudie 2020: Spürbare Zunahme bei den agilen Berufsprofilen Über 33 000 Nennungen von aktuellen Informatiker-Löhnen umfasst die unabhängige Studie «Saläre der ICT 2020». Wichtige Erkenntnis in diesem Jahr: Die agilen Berufe gewinnen zweifellos an Gewicht und Verbreitung. In der ICT-Branche sind die Löhne bereits seit vielen Jahren im Vergleich zu anderen Branchen konstant höher. Unter Berücksichtigung der negativen Teuerung und im Vergleich zum Vorjahr wird ersichtlich, dass die Löhne stabil sind oder sogar leicht gestiegen sind. Wertberichtigt betragen die Mediane 2020 bei den Kompetenzstufen Junior 80 000 Franken, Professional 104 000 Franken und Senior 126 000 Franken. Marktgerechte Löhne sind ausser attraktiven Arbeitsbedingungen ein gewichtiges Argument, um junge Talente für eine Karriere in der ICT zu begeistern und etablierte Fachkräfte zu halten. Die steigende Anzahl bei allen agilen Berufsprofilen (+ 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) belegen eine Tendenz, die bereits von vielen in der alltäglichen Umgebung erkannt wird. ICT-Organisationen/Organisationseinheiten entwickeln ihre Mitarbeiter laufend weiter und stellen die Strukturen zugunsten agiler Arbeitsweisen um. Das zeigt sich darin, dass zum Beispiel anstelle von Projektleitern Product Owner eingestellt werden. Erhebung mit insgesamt 50 Berufsprofilen An der diesjährigen Salärstudie 2020 nahmen 246 Unternehmen teil. Diese gaben die Saläre von insgesamt 33 493 Informatikerinnen und Fachkräften der Telekommunikation an. Stichtag der Datenerhebung war der 1. Mai 2020. Die Saläre wurden auf der Basis von «Berufe der ICT» ausgewertet, womit Saläre von insgesamt 50 Berufen abgedeckt sind. Neu dazugekommen ist das Profil der Mediamatikerin. Marktgerechte Löhne sind ausser attraktiven Arbeitsbedingungen ein gewichtiges Argument, um junge Talente für eine Karriere in der ICT zu begeistern und etablierte Fachkräfte zu halten. Nicht zuletzt deshalb nutzen immer mehr Firmen vermehrt die Ergebnisse der Studie, um ihre Salärstruktur zu definieren und sich auf dem Markt adäquat zu positionieren. Zunehmend integrieren sie die elektronisch erhältlichen Daten in ihre HR-Systeme und haben damit umgehend Referenzwerte für DIE AUTORIN Cornelia Ammon Produktmanagerin Swiss-ICT-Salärstudie SALÄRSTUDIE – ENTWICKLUNG MEDIAN BASISSALÄR ALLER ERHOBENEN BERUFE 150 000 Junior Professional Senior 135 000 120 000 105 000 90 000 75 000 60 000 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2020

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