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Netzwoche 14/2020

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52 Service Event Plus

52 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS IT-Markt-Briefing – Herbst-Update Datum: 25.09.2020 Zeit: 10.45 – 13.15 Uhr Ort: Radisson BLU, Zürich-Flughafen Kontakt: Corinne Jost, c.jost@msmag.ch Veranstalter: MSM Research AG Anmeldung: www.msmag.ch/itm Am Herbst-Update unserer traditionellen IT-Markt-Briefing-Reihe vermitteln wir Ihnen auf der Grundlage unserer regelmässigen Umfragen bei ICT- und Business-Verantwortlichen einen fundierten Überblick, Insights und aktuelle Analysen zur Entwicklung des Schweizer ICT-Marktes bis 2022. Agenda ▪▪ Einfluss der Pandemie auf die Entwicklung des Schweizer ICT-Marktes, Forecast bis 2022 ▪▪ Heutige Topmärkte und künftige Opportunitys ▪▪ Die digitale Evolution und ihre Kerntechnologien ▪▪ ICT-Security-Markt ▪▪ Sourcing-Services (Cloud, Managed Services und Housing /Colocation) im KMU-Markt ▪▪ Gedanken zur Marktbearbeitung In 2 ½ Stunden sichern Sie sich auf der Basis unseres Markt-Researchs topaktuelle, fundierte Grundlagen sowie Daten und Prognosen für Ihre Standortbestimmung und das Business Planning. Lassen Sie sich von unseren Erkenntnissen und Trendanalysen inspirieren und verschaffen Sie sich nützlichen Input für Ihre Planung und Strategiearbeit. Das Briefing richtet sich an CEOs, Geschäftsführer, Verkaufs-/Marketingverantwortliche, Product- & Business Development Manager. Service Management Forum Schweiz Datum: 22.10.2020 Zeit: 08.00 – 18.00 Uhr Ort: online Kontakt: Martin Andenmatten; info@smfs.ch Veranstalter: SMFS Verein Anmeldung: https://smfs.ch Das «Service Management Forum Schweiz» führt nach dem grossen Erfolg der letzten Jahre nun zum dritten Mal diesen Informations- und Netzwerk-Event durch – Corona-bedingt dieses Jahr virtuell. Diesmal stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt und wollen Folgendes deutlich machen: Was braucht es, um in einem heterogenen Team die Zusammenarbeit so zu fördern, dass jeder seinen Platz hat, sich jeder für jeden einsetzt und man sich gegenseitig unterstützt? Wir wollen als Gegenthese zur angsteinflössenden Robotisierung die Wichtigkeit des Menschen als Teil des Service-Erfolgs mit einem Fachpublikum diskutieren. Wir freuen uns, mit Ihnen Fragestellungen wie diese zu diskutieren: ▪▪ Wie schaffen wir es, dass wir aus unterschiedlichen Unternehmen ein gemeinsames Service-Ökosystem bilden können? ▪▪ Wie wichtig ist die Beziehungsarbeit mit Kunden, Serviceintegratoren und Service-Providern? ▪▪ Kann man Agilität den Teams einfach verordnen – oder wie bringe ich Teams dazu, sich agil zu verhalten? ▪▪ Wie brechen wir Silos auf, ohne dem anderen in den Garten zu treten? ▪▪ Wie schulen wir das richtige Verhalten in den Service-Teams? ▪▪ Stehen hinter Cloud-Services auch Menschen oder ist dort alles nur noch virtuell? ▪▪ Welche Rolle bleibt dem Menschen in einem mit künstlicher Intelligenz dominierten Serviceprodukt? Im Rahmen von Fachvorträgen, Impulsreferaten, Diskussionsforen, Podiumsdiskussion sowie einer Fachausstellung mit Lösungen und Produkten wollen wir die Service-Management-Community der Schweiz weiter fördern und vernetzen. Sie organisieren Ihren Event. Mit uns erreichen Sie Ihre Teil nehmer. Unser Veranstaltungskalender macht Ihren Event bekannt! Sichern Sie sich die Aufnahme in unsere Event-Übersicht durch die Buchung eines Event-Plus-Eintrags. Damit kombinieren Sie online und Print und werden nie mehr übersehen. Weitere Informationen und das Event-Formular zum Ausfüllen finden Sie auf www.netzwoche.ch/event-plus Events, Kurse, Seminare, Workshops und andere Termine für die Web- und ICT-Branche. 14 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 53 Wir brauchen eine nationale Data Governance! Die vergangenen Monate haben die Defizite der Schweiz im Umgang mit krisenrelevanten Daten schonungslos offen gelegt. Die Datenbereitstellung und -verfügbarkeit in allen wichtigen Sektoren unseres Landes sind im Hinblick auf mögliche Krisen kritisch zu durchleuchten und mit geeigneten Massnahmen so rasch wie möglich krisentauglich zu machen. Wir müssen den Mut haben, das Kind beim Namen zu nennen und da raus die richtigen Schlüsse zu ziehen. André Golliez, Präsident Swiss Data Alliance und Managing Partner Zetamind Den Betrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Die vergangenen Monate haben die Defizite der Schweiz im Umgang mit krisenrelevanten Daten schonungslos offengelegt. Viele Daten zur Pandemie werden gar nicht oder falsch erhoben (Tote, die noch leben). Daten werden zu spät oder gar nicht übermittelt oder dann mit Technologien des letzten Jahrhunderts (Fax). Daten werden nicht weitergeleitet, da der Datenschutz dies angeblich nicht zulässt (Passagierlisten zu Flügen aus Risikoländern). Daten werden nicht publiziert (Erfahrungswerte mit der Swiss-Covid-App). Und falls die Daten tatsächlich da sind, besteht immer grössere Unklarheit und Streit zwischen Wissenschaftlern, Politikern und Medienschaffenden, wie die Daten zu interpretieren sind. Sind erneut steigende Fallzahlen tatsächlich beunruhigend oder betreffen sie nur die wenig gefährdeten jüngeren Jahrgänge? Sind die Clubs und Bars tatsächlich die Hotspots oder doch eher der Arbeitsplatz und die Familie? Wäre ein (natürlich datenbasiertes) Ampelsystem für die Anordnung der Maskenpflicht nicht doch besser als eine generelle Verfügung? Die Liste an Defiziten und Unklarheiten lässt sich beliebig verlängern und jeder Tag bringt neue Geschichten zur fatalen Datenlage in der Schweiz. Ich habe Ende März zu Beginn der Pandemiekrise an dieser Stelle die «Entscheidungsschlacht an der Datenfront» angekündigt und voller Optimismus zu offenen Daten aufgerufen. Leider muss ich feststellen, dass wir daran sind, diese Schlacht jämmerlich zu verlieren. Mit fatalen Konsequenzen für unser Gesundheitssystem, für unsere Wirtschaft und für die gesamte Gesellschaft. Bürgerinnen und Bürger stehen dem Datendebakel ratlos gegenüber. Welchen Daten ist noch zu vertrauen? Haben unsere Regierungen genügend und korrekte Daten, um die richtigen Entscheide zu fällen? Wie plausibel sind die Interpretationen der Daten und die Schlussfolgerungen daraus? Das Vertrauen in unsere Institutionen steht auf dem Spiel. Zu Recht wird daher Datenbildung («Data Literacy») auf allen Ebenen gefordert. Die Kommission Soziales und Gesundheit des Ständerates (SGK-SR) hat die Zeichen der Zeit offenbar erkannt und einstimmig eine Motion eingereicht unter dem Titel «Besseres Datenmanagement im Gesundheitsbereich». Darin wird als erster Punkt die «rasche Umsetzung der ‹Open Government Data›-Strategie 2019–2023» gefordert, notabene von demjenigen Departement (EDI), das diese Strategie verfasst hat und für deren Umsetzung zuständig ist. Zudem verlangt die Motion die «Schaffung einer zentralisierten Datenverwaltung für personelle und materielle Ressourcen für Krisenzeiten». Das sind ohne Zweifel wichtige Punkte und es ist zu hoffen, dass der Vorstoss so rasch wie möglich überwiesen und umgesetzt wird. Aber das wird nicht reichen. Die Defizite im Datenmanagement des Gesundheitssystems sind nur die Spitze des Eisbergs. Der Umgang mit Daten in den letzten Monate verdient nur eine Bezeichnung: Datennotstand. Wir müssen den Mut haben, das Kind beim Namen zu nennen und da raus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Datenbereitstellung und -verfügbarkeit in allen wichtigen Sektoren unseres Landes sind im Hinblick auf mögliche Krisen kritisch zu durchleuchten und mit geeigneten Massnahmen so rasch wie möglich krisentauglich zu machen. Es braucht eine nationale Data Governance, damit die Schweiz Krisen und Katastrophen mit vollständigen, korrekten und offenen Daten erfolgreich bewältigen kann. Haben unsere Politiker den Weitblick für diese Erkenntnis und den Mut, diese konsequent umzusetzen? Es bleibt zu hoffen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14/ 2020

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