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Netzwoche 15/2020

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18 Technology Aktuell

18 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Digitec Galaxus setzt auf Open Source rja. Digitec Galaxus springt auf den Open-Source-Zug auf. Der Onlinehändler hat begonnen, selbst entwickelte Programmbibliotheken auf der Coding- Plattform Github zu veröffentlichen. Diese dürfen, im Rahmen der jeweils festgelegten Lizenz, von jeder Person in eigenen Projekten genutzt und verändert werden, wie das Unternehmen mitteilt. Gleichzeitig greift das Unternehmen seinerseits auf verschiedene Open-Source-Projekte zurück. Bundesrat muss 5G- Risiken abklären jor. Der Bundesrat muss die Frage klären, ob Mobilfunkstrahlung die Gesundheit gefährdet. Eine entsprechende Motion hat der Ständerat als Zweitrat stillschweigend angenommen, wie admin.ch mitteilt. Eingereicht hatte die Motion Nationalrätin Edith Graf-Litscher (SP/TG). Sie zielt mit dem Vorstoss vor allem auch auf den neuen 5G- Mobilfunkstandard ab. Der Vorstoss geht nun zur Umsetzung an den Bundesrat. Microsoft Teams integriert Github kfi. Die Coding-Plattform Github ist neu in Microsoft Teams integriert. Die öffentliche Beta version kann über den Microsoft Teams App Store installiert werden, wie es im Github-Blog heisst. Mit der Integration sollen es Entwickler und Teams leichter haben, bei bestimmten Projekten zusammenzuarbeiten. Big Data sagt Trumps Wiederwahl voraus ych/kfi. Eine Gruppe Schweizer Forscher prognostiziert die Wiederwahl von Donald Trump auf der Grundlage einer Big-Data-Analyse. Sie analysierten das Suchvolumen der Kandidaten im Web und in sozialen Medien. Dieselben Forscher hatten bereits den Sieg von Trump im Jahr 2016 vorhergesagt. Bundesrat definiert neue Schwerpunkte für die digitale Schweiz mla. Der Bundesrat hat seine Digitalpolitik aktualisiert und will, dass Umwelt- und Datenaspekte künftig mehr Raum erhalten. Die Auswirkungen der Coronapandemie berücksichtigt die neue Strategie «Digitale Schweiz» ebenso. Die Strategie «Digitale Schweiz» gibt die Leitlinien für das staatliche Handeln in der Digitalisierung vor und ist für die Bundesverwaltung verbindlich. Sie dient auch als Orientierungsrahmen für die weiteren Anspruchsgruppen der digitalen Schweiz wie Wirtschaft, Wissenschaft oder Zivilgesellschaft. Die Weiterentwicklung der Strategie erfolgte im Austausch mit ihnen, wie Admin.ch mitteilt. Für die kommenden zwei Jahre will der Bundesrat folgende Schwerpunkte setzen: Umweltschutz Die neuen Technologien ermöglichen eine Weiterentwicklung der Umweltpolitik durch den Zugang zu immer präziseren Umweltdaten. Um die Chancen der Digitalisierung für den Klima- und Umweltschutz optimal zu nutzen, wird das Bundesamt für Umwelt bis Ende 2021 aufzeigen, wie sich die Grundlagen für die Berechnung von Ökobilanzen, Energieverbrauch und Fussabdrücken im Bereich der ICT- Technologien und -Dienstleistungen verbessern lassen. Datenräume Gemeinsame Datenräume können einen Mehrwert schaffen, indem sie die Nutzung von Daten über ihren ursprünglichen Verwendungszweck hinaus und neue Formen der gemeinsamen Nutzung ermöglichen. Die Schweiz soll deshalb den Zugang zu vertrauenswürdigen Datenräumen für Personen, Unternehmen und den öffentlichen Sektor fördern. Zu diesem Zweck erarbeiten das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) und die Direktion für Völkerrecht im EDA zusammen mit weiteren Akteuren bis Ende 2021 einen Grundlagenbericht, der aufzeigen wird, wo für den Staat Handlungsbedarf besteht. Digitale Wirtschaft Das Staatssekretariat für Wirtschaft aktualisiert bis Ende 2022 den Bericht «Rahmenbedingungen der digitalen Wirtschaft». Dabei gilt ein besonderes Augenmerk den Themen Sharing Economy, Digital Finance, Forschung und Entwicklung, Handelsbeziehungen und Wettbewerbspolitik. Digitaler Service public Das Bakom verfasst in Zusammenarbeit mit anderen Stellen der Bundesverwaltung bis Mitte 2022 einen Bericht über datengetriebene Entwicklungen in den regulierten Netzsektoren. Im Zentrum der Überlegungen steht die Frage, ob es neuen Regulierungsbedarf gibt und was die Rolle des Bild: Béatrice Devènes Bundes bei einem möglichen Aufbau und Betrieb von neuen, datenbasierten Infrastrukturen sein sollte. Auswirkung der Covid-19-Pandemie Digitale Anwendungen hatten einen grossen Anteil daran, dass die Schweiz auch während der Covid-19-Pandemie weitgehend weiterfunktionierte. Gleichzeitig traten in verschiedenen Bereichen Schwachstellen bei der Digitalisierung zutage. Damit die Schweiz für vergleichbare zukünftige Situationen besser gerüstet ist, zeigen das Bakom und die Bundeskanzlei (BK) bis Ende 2021 in einem Bericht Verbesserungspotenziale auf und schlagen Massnahmen für die Digitalpolitik des Bundes vor. Die Analysen aller Departemente und der BK werden in den Bericht einflies sen. Mit der Neuorganisation der Digitalisierung in der Bundesverwaltung und der Ernennung von Daniel Markwalder zum Delegierten des Bundesrates für digitale Transformation und IKT-Lenkung (D-DTI) soll die Geschäftsstelle Digitale Schweiz (GDS) und deren Aufgaben im Zusammenhang mit der Strategie «Digitale Schweiz» ab dem 1. Januar 2021 in die Bundeskanzlei überführt werden. Die vorliegende Strategie will der Bundesrat von der DTI in spätestens zwei Jahren überarbeiten. Zudem soll für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Strategie eine enge Zusammenarbeit zwischen der DTI und der neu von Bund und Kantonen gemeinsam geschaffenen Organisation «Digitale Verwaltung Schweiz» angestrebt werden. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 15 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 19 KMUs prägen den Markt – Corona beschleunigt Veränderungen Knapp zwei Drittel der Ausgaben im Schweizer ICT-Markt (B2B) werden 2020 durch die KMUs getätigt, dies entspricht insgesamt knapp 10 Milliarden Franken. Damit üben sie einen wesentlichen Einfluss auf den Gesamtmarkt aus, auch mit Blick auf die Coronakrise. Diese beschleunigt den Wandel der Businessmodelle und die Veränderungen im Umgang mit dem ICT-Betrieb. Mit Blick auf die Unternehmensgrössenklassen und der vertikalen Ausrichtung präsentiert sich der KMU-Markt als ein sehr heterogenes Gebilde. Drei von vier KMUs verdienen ihr Geld mit Dienstleistungen (z.B. Detailhandel, Grosshandel, Gastronomie, Telekommunikationsdienste), wobei mehr als 50 Prozent aller Unternehmen Einzelunternehmen sind und über 90 Prozent aller Unternehmen weniger als 10 Mitarbeitende beschäftigen. Damit dominieren Mikro- und Miniunternehmen (was deren Anzahl betrifft) den Schweizer Markt. Auch wenn sich die Schweizer Wirtschaft in den letzten Monaten positiver entwickelt hat als noch in den Frühlingsmonaten vielfach prognostiziert, so hält die Coronapandemie die Schweizer KMUs weiter in ihrem Bann. Sie stellt für 75 Prozent der KMUs zurzeit die grösste Herausforderung dar. Für viele ist Sichtflug angesagt. Eine Tagfür-Tag-Planung mit einem hohen Mass an Agilität und Flexibilität kennzeichnet die Handlungsweisen vieler Unternehmen. Dies mit grossen Herausforderungen für den ICT-Betrieb, der sich mit rasch ändernden Aufgaben und neuen Gegebenheiten konfrontiert sieht. Vorab die Sicherstellung des Betriebs und der Hochverfügbarkeit auch bei wechselnden Lastspitzen, das sichere Arbeitsplatzmanagement (Mobilität versus fester Arbeitsplatz) sowie die Entwicklung und Unterstützung von Services, welche die Innovationsfähigkeit, Wertschöpfung und die Geschäftsstrategie eines KMU sicherstellen und weiter fördern. Dies auch mit dem Ziel, Kosten zu sparen, Transparenz zu schaffen und mit flexiblen, agilen Betriebsmodellen allen Bereichen gerecht zu werden und vorhandene Kapazitäten erfolgs- und zielorientiert einzusetzen. Chance für Kurskorrekturen Wie lange der Einfluss der Coronapandemie noch anhält und die Auswirkungen nachhallen werden, lässt sich auch heute noch nicht vorhersagen. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Normalität eine andere sein wird und der Weg dahin nicht den Mustern und der Gangart vorhergehender Krisen folgen wird. Gerade mit Blick auf neue Businessmodelle und die Neuausrichtung der ICT bietet sich jetzt den KMUs die Chance, längst fällige Kurskorrekturen vorzunehmen. Wer alte Modelle nur weiter konsolidiert, wird nichts Neues schaffen und auf künftige Entwicklungen nicht erfolgreich agieren können. ICT-OUTSOURCING IN SCHWEIZER KMUS Die Outsourcing Ausgaben der KMUs in der Schweiz werden sich in den kommenden Monaten: nicht verändern werden ansteigen werden sinken n = 58 4% DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research Corona verändert den ICT-Betrieb Mit Blick auf den Betrieb und die Infrastruktur laufen nicht zuletzt deshalb in knapp der Hälfte der KMUs Evaluationsverfahren zur Frage, was künftig im eigenen Hause verbleiben und betrieben werden soll und wo bei der Nutzung externer Services und Plattformen Vorteile realisiert werden können. Die Coronakrise beschleunigt offensichtlich nicht nur die digitale Transformation vieler Unternehmen, sondern auch die verstärkte Infragestellung der Modelle und Form des weiteren Betriebs der ICT. So hat unsere aktuelle Studienarbeit zum Thema ICT- Outsourcing in Schweizer KMUs auch aufgezeigt, dass rund 40 Prozent der befragten Unternehmen ihre Budgets und Ausgaben für Outsourcing-Services erhöhen werden. Quelle: MSM Research AG 40% 56% Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2020

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