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Netzwoche 15/2020

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20 Technology Event

20 Technology Event Schweizer CIOs stocken ihre Security- Budgets auf Der Schweizer ICT-Markt soll dieses Jahr um 5 Prozent einbrechen. Grund ist die Coronapandemie, die aber auch für Höhenflüge in den Teilbereichen Cloud und Security sorgt. Geht es um IT-Sicherheit, bereiten den Entscheidern eher Menschen als Maschinen Bauchschmerzen. Autor: René Jaun Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch DIE TOP-3-SCHLÜSSELFAKTOREN «Die meisten Unternehmen schalteten von Autopilot auf Sichtflug um», fasst MSM-Research-CEO Philip A. Ziegler zu Beginn seiner Präsentation die Lage zusammen. «Was wir gewohnt waren, gilt nicht mehr.» Man verfüge zwar über viele Daten und Fakten, jedoch nicht über Erfahrung zum Umgang mit der Pandemie, wie MSM Research in einer ersten Untersuchung des Schweizer ICT-Marktes seit Beginn der Coronapandemie resümiert. Die ökonomischen Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft seien gravierend. Auch auf dem ICT-Markt brechen die Ausgaben ein: «Wir schätzen aktuell, dass jeder 20. Franken im Vergleich zu 2019 dieses Jahr nicht mehr ausgegeben wird», sagt Ziegler, verweist aber auch auf die volatile Datengrundlage. Je nachdem, wie sich die Lage weiterentwickle, liege die Wachstumsrate zwischen minus 9 und minus 4 Prozent. Für die Studie befragte MSM Research bis zu 800 IT-Entscheider verschiedener Schweizer Unternehmen. Cloud und Security legen zu Viele Unternehmen tendierten derzeit dazu, alles auf Eis zu legen, was keinen messbaren Einfluss auf das Geschäftsjahr 2020 habe, erläutert Ziegler. So würden im Bereich Infrastruktur alle IT-Projekte in Eigenregie gestoppt oder verschoben, und die Ausgaben dürften um 5,1 Welches sind für Sie die wichtigsten Keydriver, externe Managed Security Services (MSS) in Anspruch zu nehmen? Mehrfachantworten möglich. (n = 51) 38% Mangelnde interne Fachkräfte 51% Fehlende oder nicht adäquate Security- Kompetenz (inkl. Threat- Intelligence-Wissen) 38% Weiter zunehmende Komplexität der Angriffe Quelle: MSM Research Prozent sinken. Auch im Bereich Business-Software werde weniger ausgegeben. Im Gegensatz dazu zeigte Ziegler auch Bereiche auf, die dank Corona zulegen konnten. Nach ihren Budgets für Cloud-Projekte befragt, geben 58 Prozent der Befragten an, sie hätten ihre Ausgaben aufgrund der Pandemie erhöht, während 40 Prozent sagen, ihr Budget sei unverändert geblieben. Einzig 2 Prozent der Befragten geben an, ihr Cloud-Budget im Verlauf der Krise gekürzt zu haben. Der zweite Corona-Gewinner – wenn man überhaupt von Gewinnern sprechen könne – sei der Bereich Security, führt Ziegler weiter aus. 51 Prozent der befragten CIOs erhöhten laut der Umfrage ihre Security-Budgets im Verlauf der Pandemie. 40 Prozent lassen sie unverändert, und jedes zehnte Unternehmen setze bei der Sicherheit den Rotstift an. Insgesamt rechnet MSM Research für den gesamten ICT-Security-Markt mit einem Ausgabenwachstum von 3,7 Prozent zum Vorjahr. Unterteilt man diesen Markt noch weiter, zeichnet sich ein Boom für Managed Security ab. Hier betrage das Wachstum 10,1 Prozent, sagt Ziegler. Die Bedrohung sitzt im Büro nebenan Security war auch das Thema einer vertiefenden Umfrage, die MSM Research im Rahmen der regelmässigen Marktanalyse durchführte. In den Antworten taucht demnach immer wieder der Faktor Mensch auf – häufig gar der Mensch in der eigenen Firma. Gefragt nach der grössten Bedrohung für die Sicherheit, nennen die befragten IT- Entscheider am häufigsten die Mitarbeitenden im eigenen Unternehmen. Es mangele schlicht am Bewusstsein, der Disziplin oder der Sicherheitskultur, führt Ziegler aus. Des Weiteren würden bösartige Attacken oder ungepatchte Systeme als besonders bedrohlich eingestuft. Die steigende Nutzung von Services externer Dienstleister beeinflusse die Ausgaben der Unternehmen und das Wachstum des Security-Marktes entscheidend. Inzwischen nähmen die Gelder, die nach aussen zu Dienstleistern und Managed Security Service Provider (MSSP) flössen, deutlich mehr zu als die Aufwände für den Eigenbetrieb. «Der Big Shift von intern zu extern ist auch im Security-Markt angekommen», so Zieglers Fazit. 15 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Fachbeitrag 21 Neue Wege für den sicheren Datenaustausch Im digitalen Zeitalter ist das Thema Datensicherheit omnipräsent – auch beim Datenaustausch. Wir erklären, weshalb traditionelle E-Mail-Verschlüsselungsmethoden ausgedient haben und was es bei der Evaluation einer neuen Lösung zu beachten gilt. Patientenakten, Personaldaten, Preiskalkulationen, Lohnabrechnungen: alles Informationen, die nicht in die falschen Hände geraten dürfen. Die meisten Unternehmen haben heute sichere IT-Umgebungen. Doch was ist, wenn die Daten das Unternehmensnetzwerk verlassen? Sobald eine E-Mail über das Internet an externe Empfänger übertragen wird, ist sie möglichen Angriffen ausgesetzt. Traditionelle Verschlüsselungsmethoden und ihre Schwächen Um Daten sicher per E-Mail zu übertragen, sind zusätzliche Massnahmen erforderlich. Bekannte E-Mail-Verschlüsselungsmethoden sind etwa S/MIME oder PGP. Die gängigen Verschlüsselungsmethoden erfüllen jedoch drei grundlegende Anforderungen nicht. Erstens, die Lösungen setzen eine meist komplexere Beschaffung und Einrichtung von öffentlichen und privaten Schlüsseln voraus. Sie können nicht ad hoc zwischen zwei Kommunikationsteilnehmern respektive ohne Einrichtungsprozedur eingesetzt werden. Zweitens, die Anwendung ist für Unternehmen und ihre Kunden teils sehr umständlich. Drittens, sie sind in Anschaffung und Betriebsführung teuer. ·· Usability: einfach zu bedienende und leicht zugängliche Lösung ·· Nachvollziehbarkeit: Möglichkeit zum Aufzeichnen von Transaktionen ·· Policy Management: Nutzungsrichtlinien sollen verwaltet und technisch durchgesetzt werden können ·· Grosse Dateien: Versand von grossen Dateien möglich, in einigen Fällen grösser als 100 Gigabyte ·· Flexible Bereitstellungsoptionen: verschiedene Bereitstellungsmethoden verfügbar ·· Integration: einfache Integration in die vorhandene ITund Sicherheitsinfrastruktur ·· Corporate Design: Anpassung der Benutzeroberfläche an das Corporate Design Jetzt tätig werden Jüngste Bedrohungen, neue Gesetze (DSGVO) und einfachere Technologien sind mehr als ein guter Grund, genau jetzt tätig zu werden und bei der E-Mail-Kommunikation neue Wege einzuschlagen. Finanzielle Einsparungen durch Ersetzen veralteter Technologien machen den Deal perfekt. DIE AUTORIN Nadja Weilenmann Solution Sales, T&N Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Herausforderung: grosser Datentransfer Eine weitere Herausforderung beim Datenaustausch sind grosse Datenmengen, die nicht per E-Mail versendet werden können. Herkömmliche E-Mail-Verschlüsselungstools stossen hier schnell an ihre Grenzen. Einige Unternehmen benutzen für den Datenaustausch zusätzlich eine FTP- oder S/FTP-Lösung. Oder die Mitarbeiter greifen kurzerhand auf andere Hilfsmittel zurück, wie etwa per Post verschickte USB-Sticks oder unternehmensfremde File-Sharing-Lösungen wie Dropbox. Checkliste: die wichtigsten Anforderungen an Software Die Markterfahrung und Kundenbefragungen von Cryptshare (Cryptshare unterstützt mit der gleichnamigen Softwarelösung den sicheren Datenaustausch per E-Mail) zeigen, worauf Unternehmen bei der Auswahl eines Softwareprodukts für den sicheren Datenaustausch Wert legen. Die folgende Liste ist geordnet nach der Wichtigkeit, basierend auf der Anzahl der Kunden, die dieses Kriterium geäussert haben: Eine zeitgemässe Lösung für den sicheren Datenaustausch geht über die herkömmliche E-Mail-Verschlüsselung hinaus www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2020

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