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Netzwoche 15/2020

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40 Management & Career

40 Management & Career Focus « Eine gute Employee Experience gibt es nicht umsonst » Die Mitarbeitenden des Softwareunternehmens Opacc haben ihrem Arbeitgeber auf der Plattform Kununu eine hohe Bewertung gegeben. Wie sich die Firma für die Employee Experience engagiert und welche Erfahrungen sie gemacht hat, erklärt Regina Gripenberg, Bereichsleiterin Finanzen & Controlling und Partnerin Geschäftsleitung bei Opacc. Interview: Kevin Fischer « Das Wichtigste sind Arbeitsinhalte, welche die Mitarbeitenden fordern und ihnen regelmässig Erfolgserlebnisse verschaffen.» Regina Gripenberg, Bereichsleiterin Finanzen & Controlling und Partnerin Geschäftsleitung, Opacc Was hat Opacc davon? Auch wir können uns weiterentwickeln und erhalten wachsende Perspektiven. In welchen Fällen haben neue Massnahmen im Bereich Employee Experience zu besonders spürbaren Veränderungen geführt? Das Label «Friendly Workspace» hat uns dazu gebracht, all unsere Massnahmen noch besser zu strukturieren. Dadurch haben wir auch die Grundlage für eine weitere Verbesserung gelegt. Das Interview finden Sie auch online www.netzwoche.ch Opacc hat auf Kununu eine hohe Bewertung als Arbeitgeber erhalten. Woran liegt das? Regina Gripenberg: Es wäre schön, wenn sich das in einem Satz formulieren lassen würde. Aber ich glaube, es ist die Beurteilung einer Konstellation, die sich über viele Jahre nicht ganz zufällig entwickelt hat. Was genau tut Ihr Unternehmen im Bereich Employee Experience? Das Wichtigste sind Arbeitsinhalte, welche die Mitarbeitenden fordern und ihnen regelmässig Erfolgserlebnisse verschaffen. Dazu versuchen wir die Aufgaben so zu verteilen, dass die Mitarbeitenden möglichst ihre Stärken ausspielen können. Dabei dürfen sie auch auf die Unterstützung des Teams und der Organisation zählen. Hinzu kommt ein ganzes Paket an Benefits. Einige Beispiele: eine gute Arbeitsumgebung, flexible Arbeitszeitmodelle (Jahresarbeitszeit, Teilzeit, unbezahlter Urlaub), Gleichbehandlung von Fach- und Führungskarriere, Homeoffice und bezahlte Sabbaticals. Last but not least möchten die meisten Menschen in einem Unternehmen arbeiten, das mindestens so viel Zukunft wie Vergangenheit hat. Was haben die Mitarbeitenden von diesen Massnahmen? Sie entwickeln sich weiter und bleiben dabei körperlich und geistig gesund. Wann hat Ihr Unternehmen begonnen, die Employee Experience aktiv zu verbessern? Als Dienstleistungsunternehmen war die Employee Experience immer elementar. Wir produzieren einen Grossteil unserer «Produkte» à la carte und à la minute. Das kann langfristig nur funktionieren, wenn Mitarbeitende zu motivierten Leistungsträgern werden. Inwiefern bedeuten die Anstrengungen im Bereich Employee Experience einen Mehraufwand im alltäglichen Geschäft? Eine gute Employee Experience gibt es nicht umsonst. Es braucht Aufmerksamkeit, Zeit und natürlich auch Geld. Zahlen sich die Anstrengungen immer aus? Ja. Die Frage ist eher, wie lange es dauert, bis es sich auszahlt. Gerade in dieser Frage funktioniert meines Erachtens nur eine langfristige Perspektive. Auf welche Anstrengungen im Bereich Employee Experience reagierten die Mitarbeitenden bisher besonders positiv? Ich glaube, der Mix macht es aus. Er führt zu der Konstellation, bei der es am Schluss für alle stimmt: für die Kunden, für die Mitarbeitenden und für das Unternehmen. Wenn nun andere Unternehmen ihre Employee Experience verbessern wollen: Was würden Sie raten, wo und wie sie anfangen sollen? Employee Experience beginnt im Kopf. Es muss von innen herauswachsen und ist ein permanentes Projekt. 15 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Event 41 « How to blend ITSM and DevOps into a future proof IT operating model? » Das Service Management Forum findet dieses Jahr coronabedingt virtuell statt. SMFS-Präsident Martin Andenmatten erklärt, was ausserdem neu ist und – wie es mit dem SMFS-Award weitergeht. Interview: Marc Landis Was ist neu am diesjährigen Service Management Forum? Martin Andenmatten: Service Management stellt den Menschen ins Zentrum und das ist auch das Motto des diesjährigen Service Management Forum Schweiz. Neu und eigentlich ursprünglich so nicht geplant ist die virtuelle Durchführung des diesjährigen Service Management Forum Schweiz. Die Unsicherheit rund um Corona spürten wir seitens Teilnehmer und Partner in den letzten Wochen sehr stark. Wir haben uns aber durchgerungen, den Event in jedem Fall durchführen zu wollen und entschieden, den Anlass online zu veranstalten. Wir haben den Anlass nun auf der Hopin-Eventplattform eingerichtet und sind überzeugt, allen Teilnehmern einen spannenden, informativen und erlebnisreichen Tag zu bieten. Martin Andenmatten, Präsident des Service Management Forum Schweiz veranstaltet den Anlass dieses Jahr rein virtuell. Was dürfen die SMFS-Teilnehmer erwarten? Es gibt eine Bühne mit Keynotes, Parallel-Sessions und Workshop-Sessions zu den Themen agiles Servicemanagement, Multiprovider-Management, künstliche Intelligenz und Enterprise Service Management. Es gibt Networking- Bereiche und die Aussteller haben virtuelle Stände, wo sie die Teilnehmer begrüssen können. Wir haben es auch in diesem Jahr geschafft, einen Mix aus nationalen und internationalen Persönlichkeiten als Speaker zu gewinnen. Persönlich freue ich mich auf Barbara Zenklusen mit ihrer Keynote «Digitale Transformation als Pflicht – partizipative Transformation als Kür». Aber auch auf Rob Akershoek, Leiter der Arbeitsgruppe IT4IT von Open Group mit seinem Beitrag «How to blend ITSM and DevOps into a Future proof IT operating model?». Wie hat Corona das IT-Service-Management beeinflusst? Corona hat wohl alle Service-Management-Organisationen stark gefordert. Die Unternehmen mussten ja weiter funktionieren und waren auf die Verfügbarkeit der IT- Services angewiesen. Die Zugriffe mussten nun von überall her möglich sein, weil die meisten Nutzer im Homeoffice waren. Auch musste der Support so organisiert sein, dass dieser von Zuhause aus geleistet werden konnte. Dass dies nicht immer und überall auf Anhieb funktionierte, war von den meisten Betroffenen mit grossem Verständnis angenommen worden. Aber es stellen sich für Serviceprovider und Kunden schon auch noch Herausforderungen, wie mit Qualitätsversprechen in SLAs in Zukunft umgegangen werden muss. Welche Trends gibt es ausserdem rund um Service-Management? Service-Management wird zunehmend strategisch für Unternehmen. Alle Produkte werden mehr und mehr mit Softwarelösungen angereichert und letztlich zu einem Service, weil damit die Kunden noch stärker an das Unternehmen gebunden werden können. Service-Management befindet sich auch in einer Transformation wie alle anderen Themen in Unternehmen. Es muss sich dem Wandel öffnen und die aufkommenden Trends wie DevOps und agilen Organisationsstrukturen auf Basis SAFe unterstützen können. Insbesondere muss es weg von der oft als zu bürokratisch empfundenen Prozesssteuerung und sich hin zu einem auf Wertströmen basierten Businesspartner entwickeln. Wie steht es um den SMFS Award und wie geht es damit weiter? Leider ist es uns in diesem schwierigen Jahr nicht gelungen, genügend Anmeldungen zu erhalten, sodass ein echter Wettbewerb schlicht nicht möglich gewesen wäre. Wir werden jedoch an dem Award festhalten und sehen diesen für den nächsten Event im Jahr 2021 wieder vor. Mit dem Award wollen wir die Teams hinter dem Service-Management ein wenig ins Rampenlicht holen und deren Einsatz belohnen. Auch in Zukunft. i SERVICE MANAGE- MENT FORUM 2020 Wann: 22. Oktober 2020 Wo: virtuell auf Hopin Ticketpreis: 150 Franken www.smfs.ch/programm Das vollständige Interview finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2020

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