Aufrufe
vor 3 Jahren

Netzwoche 16/2017

10 Business Nachgefragt

10 Business Nachgefragt « Das Swiss Payment Forum ist das ‹Get-together› der Branche » Vom 6. bis zum 7. September findet das Swiss Payment Forum in Zürich statt. Darüber, was die Gäste am Event erwartet, berichten im Interview Nicole von Mulert, Event Director Payment & Banking bei Vereon, und Sandro Graf, Dozent und Leiter Swiss Payment Research Center an der ZHAW. Interview: Christoph Grau zu bezeichnen. Ich freue mich ganz besonders auf den persönlichen Austausch mit den Teilnehmern und Referenten und die sicherlich spannenden Diskussionen, die wir jeweils am Ende der beiden Tage in kleinen Gruppen mit den Referenten führen werden. Graf: Dem schliesse ich mich an. Die Referate bieten ausser Inputs zu aktuellen Entwicklungen vor allem auch neue Impulse. Persönlich freue ich mich vor allem auch auf die Diskussionen mit den Teilnehmern. Diese können am ersten Tag dann schon mal bis in den Abend dauern. Nicole von Mulert, Event Director Payment & Banking bei Vereon, und Sandro Graf, Dozent und Leiter Swiss Payment Research Center an der ZHAW. An welche Zielgruppe richten Sie sich mit dem Swiss Payment Forum? Nicole von Mulert: Wir sprechen alle Personen an, die sich über die aktuellen Trends in der Finanzindustrie mit einem speziellen Fokus auf dem Thema Payment beschäftigen. Das können Führungskräfte von Kreditkarteninstituten, Payment-Service-Providern, Zahlungsverkehrsabwicklern und Karten- und Chiplösungsanbietern sein. Ebenso richten wir uns an den Handel und die Gastronomie, denen sich durch innovative Bezahlmethoden neue Möglichkeiten auch im Hinblick auf die Kundenbindung eröffnen. Sandro Graf: Wir dürfen als wissenschaftlicher Partner das Swiss Payment Forum seit Beginn begleiten. In dieser Zeit konnten wir beobachten, wie die Veranstaltung zu einem «Get-together» der Branche geworden ist. Die Veranstaltung wird aber auch von Personen besucht, die sich generell für die Entwicklungen in der «Payment-Welt» interessieren. Was ist für Sie persönlich der Höhepunkt der Veranstaltung? Von Mulert: Bei knapp 20 Vorträgen ist es sehr schwierig, einen einzelnen Vortrag als Höhepunkt der Veranstaltung Mobile Payment hat am Event einen hohen Stellenwert. Warum wird so viel darüber gesprochen und in der Praxis kaum etwas getan? Von Mulert: Zum einen spielen beim Thema Bezahlen Routine und Vertrauen auf Verbraucherseite eine grosse Rolle. Auch das Bezahlen mit Kredit- oder Debitkarte hat seinen heutigen Marktanteil nicht innerhalb kurzer Zeit erreicht. Zum anderen war das Thema in den letzten Jahren auch eher eines, das vonseiten der Lösungsanbieter getrieben wurde. Das Bezahlen mit dem Smartphone steht gewissermassen in den Startlöchern, und wir werden in den nächsten Jahren spannende Anwendungen rund um das Bezahlen sehen. David Birch wird die Keynote zum Thema Blockchain halten. Was erwartet die Gäste dabei? Von Mulert: David Birch ist ein international anerkannter Meinungsführer in Bezug auf digitale Identität und digitales Geld. Er wird uns mit Scharfsinn und Humor seine Ideen und Visionen zur Blockchain näherbringen. Die Teilnehmer erwartet ein Vortrag, der so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Welche neuen Erkenntnisse werden die Gäste mit nach Hause nehmen können? Von Mulert: Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Je nach Wissensstand und persönlichem Interesse wird es unterschiedliche Key Findings geben. Durch die Vielzahl an Vorträgen unterschiedlicher anerkannter Experten werden sicher für jeden zahlreiche neue und spannende Erkenntnisse dabei sein. 16 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 11 Dell gründet neue Abteilung und stellt IoT-Vision vor Michael Dell will mit Dell Technologies auch beim Internet der Dinge mitmachen und lanciert dafür eine eigene Abteilung innerhalb des Unternehmens. An einer Presseveranstaltung in New York erklärte er, wie er sich das vorstellt und dass er eine Milliarde US-Dollar in die IoT-Entwicklung investiert. Autor: Marc Landis « Dell will in den kommenden drei Jahren eine Milliarde US-Dollar in IoT-Forschung investieren. » Michael Dell, CEO, Dell Technologies Michael Dell stellt die neue IoT-Vision von Dell Technologies vor. Am Internet of Things (IoT) kommt heutzutage keine IT- Firma vorbei, die etwas auf sich hält. Auch Dell nicht. Am IoT Strategy Day am 10. Oktober, zu dem Dell Journalisten aus der ganzen Welt nach New York einlud, präsentierte das Technologieunternehmen – ein Jahr nach dem Merger mit dem Storage-Riesen EMC – seine Vision und Strategie, um beim IoT mitzumachen. Dafür gründete Dell eine eigene IoT-Abteilung. Zudem kündigte Michael Dell an, in den kommenden drei Jahren eine Milliarde US-Dollar in Forschung und Entwicklung rund um IoT investieren zu wollen. Von zentralisiert zu dezentral Nach dem Aufstieg der Cloud in den vergangenen Jahren sieht Dell mit dem IoT nun ein neues Computerzeitalter anbrechen. Im Vergleich zum zentralisierten Ansatz des Cloud Computing verlagert sich im dezentralen IoT die Rechenleistung wieder dorthin, wo die Daten entstehen: an den Netzwerkrand («Edge»). Das ist auch folgerichtig, denn bei Anwendungen wie etwa dem selbstfahrenden Auto, bei denen es auf jede Millisekunde ankommt, etwa um eine Kollision zu verhindern, können Daten nicht erst in die Cloud geschickt, dort verarbeitet und danach wieder an den Netzwerkrand zurückgesendet werden, um eine Aktion auszuführen. Laut Dell gibt es also in der heutigen Zeit, in der bald jedes Gerät mit Intelligenz ausgestattet und mit dem Internet verbunden ist, ein Bedürfnis, die am Netzwerkrand erfassten Daten möglichst nahe an diesem – im sogenannten «Distributed Core» – in Echtzeit zu verarbeiten. Mit seiner neuen IoT-Vision will Dell Unternehmen helfen, deren Geschäftsmodelle zu digitalisieren, um im Business erfolgreich zu bleiben und zwar mit einer neuen verteilten IT-Architektur, «die IoT und künstliche Intelligenz in einem interdependenten Ökosystem von Edge bis Core bis Cloud zusammenbringt». Kunden hätten den Wunsch geäussert, auf dem Weg ins IoT durch Lösungen von Dell unterstützt zu werden, sagte Michael Dell an der Strategiekonferenz. Neue IoT-Abteilung Dafür soll die neue IoT-Abteilung unter der Leitung von VMware-CTO Ray O’Farrel quasi als Matrix über alle Produkte und Dienstleistungen der Dell-Familie gelegt werden. In Dells IoT-Ökosystem, zu dem auch ein Partnerprogramm gehört, will das Unternehmen eigene Produkte mit den Angeboten von Partnern zu vollständigen Kundenlösungen bündeln. Die angekündigte Investition von einer Milliarde US-Dollar in den kommenden drei Jahren soll zudem sicherstellen, dass bei all der IoT-Euphorie Forschung und Entwicklung nicht zu kurz kommen. Natürlich zeigte Dell am Strategy Day auch bestehende und neue Produkte und Projekte, die Dells IoT-Strategie unterstützen sollen. Etwa Edge Gateways, die mit dem VMware Pulse IoT Control Center gesichert und verwaltet werden können. Zudem verbesserte Dell EMC Power Edge C-Series Server, die als Teil des «Distributed Core» fungieren sollen. Und Dell EMC Isilon und Elastic Cloud Storage sollen File- und Objekt-Storage für grosse Datenmengen mit HDFS-Analytics bieten. Nicht zuletzt will Dell Technologies Unternehmen auch mit Services bei der Entwicklung und Implementierung von IoT-Lösungen unterstützen. Etwa mit IoT Vision Workshops, IoT Technology Advisory oder dem IoT-Partnerprogramm, dem rund 90 Partner wie die Unternehmen Intel, Microsoft, SAP und auch Start-ups angehören. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_62007 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2017

Archiv