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Netzwoche 16/2018

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21. November

21. November 2018 17.00 Uhr Hallenstadion, Zürich DIGITALE INNOVATIONSSCHAU MIT GALA-DINNER An der Digital Economy Award Night, die am 21. November im Zürcher Hallenstadion stattfindet, werden digitale Innovationen in vier Kategorien ausgezeichnet. Begleitend zu dieser Innovationsschau werden Sie mit einem Gala-Dinner im edlen Rahmen verwöhnt – inklusive Raum für Networking. FÜR DEN PERFEKTEN KUNDEN- ODER TEAM-ANLASS: TISCH MIT 8 PLÄTZEN BUCHEN Möchten Sie mit Ihrer Firma oder Ihrem Team einen Tisch mit 8 Plätzen am Event buchen und gleichzeitig von weiterer Sponsoring-Präsenz profitieren? Gerne machen wir Ihnen ein attraktives Angebot. ICH WILL EINFACH MAL REINSCHNUPPERN: EINZELTICKETS KAUFEN Vom Einzeleintritt bis zur Gruppe mit vier Personen können Sie Tickets bestellen und bei der digitalen Innovationsschau live dabei sein. Weitere Informationen oder Bestellung unter: www.digitaleconomyaward.ch/tickets Veranstalter: Sponsoren: Platin-Partner: Bronze-Partner: Medienpartner: Silber-Partner:

Editorial 05 Auf einem Auge blind Über die sozialen Miss stände im Silicon Valley spricht niemand. Marcel Urech, Redaktor, Netzwoche Wer sich in der hiesigen IT-Szene bewegt und oft Branchen-Events besucht, hört seit Jahren das Gleiche: Die Schweiz müsse sich am Silicon Valley orientieren, denn da gebe es von allem mehr. Mehr Kapital für Start-ups, mehr Innovationen, mehr Mut zum Risiko, mehr Optimismus, mehr Erfindergeist. In der Schweiz hingegen herrsche Zurückhaltung, Pessimismus und Schwarzmalerei. Dass diese Idealvorstellung die Realität stark vereinfacht, blenden die Silicon-Valley-Apologeten einfach aus. Der 80 Kilometer lange Streifen Land zwischen San José und San Francisco ist nämlich für die meisten Unternehmen ein Ort des Scheiterns. Laut Zahlen der National Venture Capital Association finden nur 10 von 100 Jungunternehmen überhaupt Gehör bei den Geldgebern im Valley. Und nur einem davon gelingt es, auch wirklich Kapital an Land zu ziehen. Nach Start-up-Paradies klingt das nicht. Auch viele der grossen Unternehmen im Silicon Valley überzeugen nicht wirklich. Uber? Schrieb 2017 über 4,5 Milliarden US-Dollar Verlust. Dropbox? Seit über 10 Jahren nicht profitabel. Snap? Tief in den roten Zahlen. Tesla? Verbrennt in einem Quartal über 700 Millionen US-Dollar. Ob es für Schweizer Unternehmer sinnvoll ist, sich an diesen Firmen zu orientieren, ist zumindest fragwürdig. Über die sozialen Missstände im Valley spricht ebenfalls niemand. Exorbitante Immobilienpreise verdrängen den Mittelstand. Jeder vierte Bewohner ist von Hunger gefährdet, wie «The Guardian» berichtet. Und rund ein Drittel der Bevölkerung in San José lebt unterhalb der Armutsgrenze. Auch die marode Infrastruktur und die hohe Luftverschmutzung im Silicon Valley sind nicht erstrebenswert. Und die Schweiz? Sie sollte lieber ihre eigenen Stärken betonen, anstatt dauernd auf das Ausland zu schielen. Dieses beneidet uns nämlich um die wirtschaftliche und politische Stabilität, die tolle Infrastruktur und den hohen Bildungsstand der Bevölkerung. Auch unsere demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten sind in dieser Form einmalig. Eine Studie von Y&R besagte kürzlich sogar, dass die Schweiz für Unternehmen das beste Land der Welt sei. Es würde den Silicon-Valley-Jüngern gut tun, mal über diese Dinge nachzudenken, anstatt die USA blind als Vorbild zu nehmen. Anzeige Er|go ̮no|min die Ungewöhnlich penible ↑Wissenschafterin, der nichts, aber auch gar nichts entgeht. Lernen Sie uns und unsere hilfreichen www.netzwoche.ch © netzmedien ag Fähigkeiten jetzt näher kennen: www.ergonomen.ch 16 / 2018

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