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Netzwoche 16/2018

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24 People Live « Ein

24 People Live « Ein Grossteil der Geschäfte in der Schweizer Digitalbranche wird in Zürich gemacht. » Christian Hunziker, Geschäftsführer, Swiss-ICT die Firma das respektieren. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Leute ansprechen und ihnen den Mehrwert der Datenverarbeitung aufzeigen muss. Man muss ihnen erklären, was mit den Daten genau passiert. Das hilft enorm und sorgt auch dafür, dass man die Datenverarbeitung nicht als Problem, sondern als nützliche Dienstleistung für den Kunden sieht. Müssen Unternehmen also mehr den Dialog mit ihren Kunden suchen? Unbedingt. Die Unternehmen müssen sich ja nicht verstecken, da sie im Normalfall etwas Gutes tun. Darum sollten die Firmen ihren Kunden auch mitteilen, wie sie die gesammelten Daten verwenden, und was das den Kunden für Vorteile bringt. Unternehmen müssen jedoch gut aufpassen, dass sie die richtigen Massnahmen ergreifen, um ihre Infrastruktur gut abzusichern. Swiss-ICT kann seinen Mitgliedern dabei helfen, zum Beispiel durch die Partnerschaft mit dem Verband ISSS. Die Experten hier wissen, was es braucht, um Daten richtig zu schützen. Unsere Rechtskommission hat ausserdem FAQs ausgearbeitet, die wichtige Fragen zum Thema beantworten. Sie sind auf unserer Website zu finden. Die Schweiz hat noch kein Google oder Facebook geschaffen. Was braucht es, dass sie mal einen globalen IT-Riesen hervorbringt? In der Schweiz sind viele tolle Dinge lanciert worden. Wenn ich zum Beispiel mit Firmen in Deutschland spreche und es um das Thema Terminfindung geht, reden alle nur von Doodle. Von einem Schweizer Unternehmen also, das ein ehemaliger Elca-Mitarbeiter gründete. Ein anderes positives Beispiel ist Logitech. Die Schweizer IT-Branche orientiert sich oft am Silicon Valley. Viele sagen, den Schweizern fehle der Mut zum Risiko. Sehen Sie das auch so? Ich war oft in den USA unterwegs, sowohl privat als auch beruflich. Dabei ist mir aufgefallen, dass in den USA völlig anders mit Misserfolg umgegangen wird als in der Schweiz. Ich traf viele Geschäftsleute in den USA, die für Erfolge bekannt sind. Wenn sie aber miteinander sprechen, fragen sie sich, wie viele Unternehmen sie bereits an die Wand gefahren haben. Oder was ihre grössten Learnings aus einem Insolvenzverfahren nach Chapter 11 sind. Der Umgang mit solchen Erlebnissen ist bemerkenswert. Das würde man in der Schweiz so wohl nicht hören. In der Schweiz reden wir nicht gerne über Fehler, Probleme und Fehlentscheide. Das müssen wir ändern, wenn wir erfolgreicher sein wollen. Nur weil eine Person einen Fehlentscheid gefällt hat, heisst das nicht, dass sie nicht gut ist. Gerade die Unternehmer, die in der IT tätig sind, wissen ja, wie schnell sich die Branche verändert. Man kann nicht darauf warten, bis eine Fachhochschule oder Universität eine Management Summary rausbringt, die ein Thema schön zusammenfasst. Nein, die Unternehmer wollen – und müssen – an vorderster Front mit dabei sein und da passieren manchmal auch Fehler. 16 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Bild: santypan / iStock.com Best of Swiss Apps 2018 Text 25 Mögen die Spiele beginnen jor. Am 7. November ist es wieder so weit. Dann werden die Best of Swiss Apps Awards verliehen. In diesem Jahr zählten die Veranstalter 164 Kategorien-Eingaben. Davon schafften es 38 auf die Shortlist (ab Seite 30). Ferner nominierte die Jury 11 Apps für die Wahl zum Master of Swiss Apps (ab Seite 32). In einem dreistufigen Verfahren wählen die Jury, die Leser des Netztickers und die Gäste an der Award Night schliesslich die beste Schweizer App des Jahres. Im Rennen sind dieses Jahr sehr unterschiedliche Kandidaten. Das Spektrum reicht von dystopischen und historischen Lernspielen über ein Homeshopping-Portal sowie ein Rezepte- Kompendium bis hin zum digitalen Begleiter für Studenten. Es bleibt spannend, wer in diesem Jahr das Rennen machen wird. An der Award Night werden auch die Sieger in den 9 Wettbewerbskategorien Innovation, Design, User Experience & Usability, Functionality, Business Impact, Campaigns, Enter prise, Games, Mixed, Augmented & Virtual Reality gekürt. Wer bei der Wahl zum Master of Swiss Apps mitbestimmen will, hat noch bis zum 22. Oktober Zeit, sich für den Netz ticker anzumelden. Denn beginnt die Onlinewahl, die bis zum 26. Oktober dauert. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2018

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