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Netzwoche 16/2018

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Best of Swiss Apps 2018 Jurytag 27 Best of Swiss Apps sucht das beste Schweizer App-Projekt 2018 Am 7. November wird am Event Best of Swiss Apps 2018 das beste Schweizer App-Projekt prämiert. Die Jury hat bei Digicomp in Zürich die Shortlist erstellt. Die Redaktion besuchte unter anderem die Jurys der Kategorien User Experience & Usability und Design und schaute den Juroren über die Schulter. Autor: Marcel Urech Am 1. Oktober hat sich die Jury von Best of Swiss Apps bei Digicomp getroffen, um die diesjährig eingereichten Projekte zu beurteilen. Dieses Jahr gibt es einige Neuerungen. Die Sieger von Best of Swiss Apps präsentierten nach dem Event ihre Projekte bisher an einem Simsa Late Afternoon Talk. Diesen werde künftig Swico organisieren, sagte Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen und Geschäftsleitungsmitglied des Verbands. Der Hintergrund ist, dass sich Swico und Simsa am 30. Juni zusammengeschlossen haben. Zudem ist Christof Zogg neu Jury-Chairman von Best of Swiss Apps. Er arbeitet aktuell noch bei den SBB als Director Digital Business, wird das Unternehmen aber Ende des Jahres verlassen. Die Juroren der Kategorie User Experience & Usability. Abzüge gab’s für unklare Benutzerführung Dieses Jahr gab es 164 Kategorieneingaben. Letztes Jahr waren es 138. Die Redaktion besuchte unter anderem die Jurys der Kategorien User Experience & Usability und Design bei ihrer Arbeit. In der Jury von User Experience & Usability sassen Experten der Unternehmen Apps with love, Appculture, Bluewin, Dreipol, Easy to use, Ergon, Evernote, Unic und YR. Der Jurypräsident musste den Raum gleich zu Beginn verlassen. Denn für die Jury gibt es eine eiserne Regel: Wer an einem Projekt beteiligt ist, darf an der Diskussion nicht teilnehmen. Diskutiert wurde um Content, Storytelling, Einfachheit, Zugänglichkeit, Accessability und den Umgang mit dem Nutzer. Die Juroren schauten sich auch den Set-up-Dialog der Apps an. Abzüge gab es für eine unklare Benutzerführung. In einer App kann der Nutzer zum Beispiel Sterne sammeln. Was diese genau bedeuten, wird ihm allerdings nicht mitgeteilt. In einer anderen App muss der Nutzer Fragen beantworten – ohne zu wissen, wie lange dieser Prozess dauert. Die Juroren bemängelten ausserdem zu kleine Schriften und Apps mit Icons, die unterschiedlich gross sind. Auch die Vermischung von Englisch und Deutsch kam nicht gut an. Ebenso Menüs, die ohne erkennbares Konzept erscheinen – zum Teil von links nach rechts oder von unten nach oben reichen. Fazit eines Jurymitglieds: «Schade, denn der Content wäre eigentlich spannend.» Kreatives Design ist nicht alles Die Jury der Design-Kategorie befasste sich mit User-Interfaces, Design-Sprachen und gestalterischer Kreativität. Die Juroren diskutierten etwa darüber, wie man Edutainment richtig umsetzt. «Kreatives Design muss nicht immer zielführend sein», sagte einer der Juroren. Und nicht jede App, die aufgeräumt daherkommt, wirkt auch modern. Vor allem dann nicht, wenn die Macher keine Design-Elemente einbauen, um die App nicht statisch wirken zu lassen. In einigen Apps gab es einen Design-Bruch, wenn die App auf eine Website verlinkte. Das kam bei den Juroren nicht gut an. Oft kritisiert wurden auch eine unklare Typografie, schwierige Kontraste und eine nicht intuitive Menüführung. Für die Jury musste in den Apps ein roter Faden erkennbar sein. Eine andere App konnte nicht richtig beendet werden, was die Juroren frustrierte. «Ich muss diese App abschiessen, um aus ihr herauszukommen», sagte einer der Juroren. «Das nervt.» Leserwahl für die Master-Kandidaten Die Leserwahl findet vom 22. bis 26. Oktober statt. Der Event geht am 7. November im Aura in Zürich über die Bühne. Die Türen öffnen um 17 Uhr, das Programm startet um 18 Uhr. Mehr über die Veranstaltung unter: www.bestofswissapps.ch « Ich muss diese App abschiessen, um aus ihr he rauszukommen, das nervt. » Jurymitglied der Kategorie Design Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode PF8_109376 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2018

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